LEBEN - Alltag

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5. Oktober
Am Tage des Gerichtes wird man uns nicht fragen was wir gelesen, sondern was wir getan haben ... Es hat nur der wahrhaft gelebt, der seinen eigenen Willen verleugnet und Gottes Willen tut.
THOMAS A KEMPIS

6. Oktober
Groß ist dein Tag, mein Herr; er möge nicht klein werden durch uns.
EPHRÄM DER SYRER

7. Oktober
Einen unzufriedenen Menschen fürchte ich mehr als viele Teufel. 
TERESA VON AVILA

8. Oktober
Die Kette der Seele ist die Sorge.
EPHRÄM DER SYRER

9. Oktober
Alle Gäste, die zum Kloster kommen, sollen wie Christus aufgenommen werden; denn er wird einmal sagen: Ich war Gast, und ihr habt mich aufgenommen. 
BENEDIKT VON NURSIA

10. Oktober
Werde nicht müde, dich von Gott in Verwunderung setzen zu lassen. Bring deine Frucht in Beharrlichkeit! Gib Zeugnis für die Macht der Treue ... Erwartet vom Tage nicht, was nur Jahre geben können. Vergesst aber auch nicht, dass Jahre aus Tagen bestehen. 
J. BOURS

11. Oktober
Es steht geschrieben (Ex 22,30): »Heilige Menschen sollt ihr mir sein.« Der Kozker übertrug: »Menschlich heilig solltet ihr mir sein.«
CHASSIDISCHE ERZÄHLUNGEN

12. Oktober
Unterhaltungen soll man gebrauchen, wie man Arzneimittel gebraucht. Sie dürfen weder gefährlich noch zu häufig sein. 
PFARRER VON ARS

13. Oktober
Bücher schreiben ist leicht, aber die Bibliothek und die Korrespondenz in Ordnung halten, das geht über meine Kraft.
M. BUBER

14. Oktober
Sooft du etwas Gutes zu tun beginnst, bitte zuerst inständig darum, dass Er es vollende. 
BENEDIKT VON NURSIA

15. Oktober
Rabbi Löb, der, dem Lauf der Gewässer folgend, über die Erde wanderte, um die Seelen Lebender und Toter zu erlösen, erzählte: »Dass ich zum Maggid fuhr, war nicht, um Lehre von ihm zu hören: nur um zu sehen, wie er die Filzschuhe aufschnürt und wie er sie schnürt.«
CHASSIDISCHE ERZÄHLUNGEN

16. Oktober
Sobald du am Morgen aufgestanden bist und gebetet hast, fege sorgfältig dein Zimmer und halte auf Ordnung und Sauberkeit. Bringe morgens und abends den Samowar zum Kochen, spare nicht mit Kohlen und wärme dein Herz, denn heißes Wasser reinigt Leib und Seele. Tu alles, was tu tust, ohne Hast; denn die Tugend ist keine Birne, die man mit einem Bissen aufisst.
SERAPHIM VON SAROW

17. Oktober
Michelangelo arbeitete an seinem Moses , als - nach mehrjähriger Lehrzeit - sein mittlerweile berühmt gewordener Schüler heimkehrte, der zu Michelangelo sagte: »Warum arbeitest du so genau die Muskeln und die Adern aus. Das sind doch Kleinigkeiten, die hinterher keiner mehr sieht.« Michelangelo erwiderte: »Es sind Kleinigkeiten, aber sie ergeben zusammen die Vollendung und auf die kommt es an.«

18. Oktober
Wenn es nicht gelingt, den Alltag seines Lebens durch Hinweise auf das Ganze des christlichen Lebens durchsichtig zu machen, dann wird dieses Ganze des christlichen Lebens immer mehr aus der Hand gleiten.
J. SUDBRACK

19. Oktober
Ich besitze nichts mehr als den Alltag, aus dem ich nie genommen werde ... Ich kenne keine Fülle mehr als die Fülle jeder sterblichen Stunde an Anspruch und Verantwortung.
M. BUBER

20. Oktober
Jeder Tag stellt neue Anforderungen, sich selbst in Ordnung zu halten, und das ist Askese. Das Wort - vom griechischen áskesis - bedeutet Übung: Übung in der richtigen Führung des Lebens.
R. GUARDINI

21. Oktober
Wir müssen auch im Innern heimisch werden, sonst sind wir »zerstreute Menschen«. Das geht nicht ohne Anstrengung, ernste und beharrliche Übung; nicht ohne Askese. Das Wort [...] besagt ursprünglich nichts anderes als »Übung«. Übung aber bedeutet, dass wie eine Kraft, die schläft, wecken; ein Organ, das unterentwickelt ist, zur Entfaltung bringen; eine falsche Gewöhnung abbauen und die richtige ausbilden, und so fort.
R. GUARDINI

22. Oktober
Das ist der Sinn der Forderung, den Alltag als Übung zu leben. Dazu bedarf es keiner besonderen Zeit. Jeder Augenblick ruft uns zur Besinnung und zur Bewährung. 
K. DÜRCKHEIM

23. Oktober
Es gibt kein Tun, welchem äußeren Zweck es auch diene, das für uns nicht die Chance enthielte, uns immer tiefer in die Wartezeit zu führen.
K. DÜRCKHEIM

24. Oktober
Nicht die Werke hindern dich, sondern deine Unordnung in ihrer Durchführung. Die lege ab, und richte deinen Sinn ganz auf Gott in all deinem Tun und sonst nichts. Sodann beobachte dich oft selbst, hüte deinen Geist, lass keine Unordnung da Eingang finden; habe acht auf deine Rede und dein äußeres Verhalten: dann wirst du Zufriedenheit in all deiner Tätigkeit bewahren; dann wird der Hl.Geist zu dir kommen, dich erfüllen, in dir wohnen und in dir Wunder wirken, wenn du seine Unterweisungen beobachtest.
JOHANNES TAULER

25. Oktober
Wisset, wäre ich nicht Priester und lebte nicht in einem Orden, ich hielte es für ein großes Ding, Schuhe machen zu können, und ich wollte es besser machen als alles andere und wollte gerne mein Brot mit meinen Händen verdienen. 
JOHANNES TAULER

26. Oktober
Jeder soll den Dienst tun, zu dem ihn Gott bestellt hat, wie schlicht er auch sei; ein anderer könnte ihn vielleicht nicht tun.
JOHANNES TAULER

27. Oktober
Unzufriedenheit (mit der Arbeit): Wisse, nicht die Arbeit lässt dich unzufrieden werden, sondern die Unordnung, die du in deine Arbeit trägst. Und ein geistlicher Mensch sollte sich wahrlich dessen schämen, seine Arbeit so unordentlich und so unlauter getan zu haben, dass sie ihn nach seinen eigenen Worten beunruhigte.
JOHANNES TAULER

28. Oktober
Unser Herr tadelte Martha nicht um ihrer Arbeit willen, denn die war heilig und gut, sondern weil sie (zuviel) Sorge darauf verwandte. 
JOHANNES TAULER

29. Oktober
Die geschlossene Hand ist der Tod.
L. BLOY

30. Oktober
SONNENGESANG: Gelobt seist Du, mein Herr, durch jene, die aus Liebe zu Dir vergeben und Schwäche tragen und Trübsal. Selig, die harren in Frieden. Du, Höchster, wirst sie einst krönen. 
FRANZ VON ASSISI

31. Oktober
Zwei Grundsätze: Alles aus Liebe, nichts aus Zwang; und: Die kleinen Versuchungen sind so unermesslich an Zahl, dass der Sieg über sie dem Sieg über große Versuchungen gleichkommt. 
Es mag leicht sein, einen Mord zu unterlassen, aber es ist sehr schwer, kleine Zornausbrüche zu unterdrücken. 
FRANZ VON SALES

1. November
Mit der Menschwerdung des Gottessohns und in den Jahren seines verborgenen und öffentlichen Lebens, in seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung ist Gott für immer in die Geschichte des Menschen eingegangen, so dass unsere Alltäglichkeit in die ewige Geschichte des dreifaltigen Lebens aufgenommen ist.
H. U. VON BALTHASAR

2. November
Darin zeigt sich, dass seit der Menschwerdung des Gottessohns alles im Leben des Menschen »ewigkeitsfähig, weil alles immer schon ewigkeitshaltig« ist.
H. U. VON BALTHASAR

3. November
Ein Älterwerden gegenüber dem Wort, ein allmähliches Bescheidwissen und mit dem Gewussten auskommen, eine Art technische Bewältigung (wie sie den Arbeitsmethoden des erwachsenen Menschen entspräche), anstelle der immer neuen Überwältigung, des immer lenksamen Horchens, der immer neu aufflammenden und hinschmelzenden zärtlich-hilflosen Liebe, des bewundernden Aufblicks zum vergötterten Lehrer und Meister: all das kommt christlich nicht vor.
J.-J. SURIN

4. November
Das Gebetsleben wird gepflegt in der Arbeit.
H. NADAL

5. November

So muss also unser Gebetsleben sein: dass es all unser Wirken leite, ehre, ihm innere Gottesfreude und Kraft gebe im Herrn. Unser Arbeiten aber soll das Beten wachsen lassen, ihm Kraft und heilige Frömmigkeit verleihen.
H. NADAL

6. November
Es wäre gut, er machte sich einmal klar, dass Gott sich des Menschen nicht nur dann bedient, wenn er betet; sonst wären allerdings alle Gebete zu kurz, wenn sie weniger als 24 Stunden am Tag dauerten, ... der Mensch muss sich ja, soweit er nur kann, Gott hingeben. In Wirklichkeit aber bedient sich dieser bisweilen anderer Dinge mehr als des Gebets; und manchmal lässt er zu, dass man ihretwegen auf das Gebet verzichtet, und öfter noch, dass man es abkürzt. Gewiss muss man also beten und nicht ablassen; aber in einem vernünftigen Sinn, so wie es die Heiligen und Gottesgelehrten verstanden haben.
IGNATIUS VON LOYOLA

7. November
Wenn meine tiefste Wahrheit die ist, dass ich von Gott geliebt bin, und wenn meine größte Freude und mein tiefster Friede daher kommen, dass ich voll aus dieser Wahrheit lebe, ist der logische Schluss, dass diese Wahrheit in der Art und Weise, wie ich esse und trinke, rede und liebe, spiele und arbeite, sichtbar und greifbar werden muss. Wenn die tiefsten Ströme meines Lebens keinerlei Einfluss mehr auf die Wellenbewegungen auf der Oberfläche haben, wird sich meine Vitalität womöglich im Sand verlaufen, und ich werde sogar mitten in meiner Betriebsamkeit voller Lustlosigkeit und Langeweile sein.
H.J. M. NOUWEN

8. November
Wenn ein Suchender zu dir kommt und von dir Hilfe fordert, dann ist es nicht an dir, ihm mit frommem Mund zu empfehlen: 'Habe Vertrauen und wirf deine Not auf Gott', sondern dann sollst du handeln, als wäre da kein Gott, sondern auf der ganzen Welt nur einer, der diesem Menschen helfen kann, du allein.
CHASSIDISCHE ERZÄHLUNGEN

9. November
Wer in der Wüste leben will, soll nicht mehr nach Belehrung verlangen; er soll selbst Lehrer werden, sonst müsste er viel leiden.
MÖNCHSVÄTER

10. November
Wir müssen darum kämpfen, dauernd und in jeder Lebenslage das zu sein, was wir in unseren besten Augenblicken sind, und dann werden wir nach und nach die Masken abwerfen und wirklicher und wahrer werden. Geradeso wie Christus die Wahrheit und Wirklichkeit selbst ist, so werden wir mehr und mehr werden, was Christus ist. Das erreichen wir nicht dadurch, dass wir Christus in seinen äußeren Ausdrucksformen nachahmen, sondern dadurch, dass wir innerlich werden, was er ist.
A. BLOOM

11. November
Nach den Worten Heiliger brauchen wir, um vollkommen zu sein, nichts weiter zu tun, als die gewöhnlichen Pflichten des Tages gut zu erfüllen. Ein kurzer Weg zur Vollkommenheit - kurz, nicht weil er leicht zu gehen, sondern weil er zweck-dienlich und klar ist. Es gibt keine kurzen, aber sicheren Wege zur Vollkommenheit. Ich glaube, diese Lehre ist von großem praktischen Nutzen für uns. Es ist leicht, von der Vollkommenheit verschwommene Vorstellungen zu haben, die oft genug dazu dienen, über sie zu reden, wenn wir ihr nicht nachstreben wollen. Sobald aber der Mensch ernstlich nach ihr verlangt und sie so zu suchen beginnt, wird ihn nur das befriedigen, was erreichbar und klar vor ihm liegt und ihm eine Richtung weist, sie zu üben. Wir müssen im Auge behalten, was unter Vollkommenheit zu verstehen ist. Sie bedeutet nicht etwas Außerordentliches, etwas Ungewöhnliches oder besonders Heldenhaftes - nicht alle haben Gelegenheit, Helden oder Martyrer zu werden -, Vollkommenheit bedeutet, was das Wort im gewöhnlichen Sinne besagt. Vollkommen heißen wir etwas, das fehlerlos, vollständig, dauerhaft und gesund ist - wir meinen das Gegenteil von unvollkommen. Da wir sehr gut wissen, was Unvollkommenheit ist im religiösen Leben, zeigt uns der Gegensatz, was Vollkommenheit ist. Der also ist vollkommen, der sein Tagewerk vollkommen vollbringt, mehr brauchen wir nicht zu tun, um nach Vollkommenheit zu streben. Wir brauchen über den Kreis der täglichen Pflichten nicht hinauszugehen.
J.H. NEWMAN

12. November
Kannst du nicht Baum auf dem Berge sein, so sei ein Gebüsch im Tal, aber sei das beste Gebüsch weit und breit! Kannst du nicht Sonne sein, so sei ein Stern! Kannst du nicht Straße sein, so sei ein Pfad! Sei, was du bist, aber das sei ganz - mit vollem Ja!
M.L. KING


13. November
Herr, Du wolltest, dass man das Gute bis ins Detail ausführt ... übrigens hast Du immer darauf geachtet, die Dinge nicht halb zu tun.
JOHANNES PAUL I.

14. November
Wenn auch die Gewalt der äußeren Ereignisse unser Leben in Bruchstücke schlägt, so soll doch möglichst sichtbar bleiben, wie das Ganze geplant und gedacht war, und mindestens wird immer noch zu erkennen sein, aus welchem Material hier gebaut wurde oder werden sollte.
D. BONHOEFFER

15. November
Unser Haus, Hof, Acker und alles ist voller Bibel, dass Gott durch seine Wunderwerke nicht allein predigt, sondern auch an unsere Augen klopft, unsere Sinne anrührt und uns gleichsam ins Herz leuchtet, so wir es haben wollen, wir sollen aufmerken und wahrnehmen.
MARTIN LUTHER

16. November
Der Augenblick ist nur jeweils ein gewandeltes Fragment der Ewigkeit
R. BULTMANN

17. November
Zu Beginn meiner Arzttätigkeit fand ich es unhöflich, die Leute im Warteraum lange warten zu lassen und zu lange Zeit für die Patienten im Sprechzimmer zu verwenden. Ich versuchte daher am ersten Tag, mit den Leuten im Sprechzimmer so schnell wie möglich fertig zu werden. Am Ende meiner Sprechstunde konnte ich mich nicht mehr im geringsten an die Leute erinnern, die ich gesehen hatte ... Ich nahm mir vor, mich so zu benehmen, als wäre der Patient, mit dem ich gerade zu tun hatte, der einzige, der auf der Welt existierte. Sobald mir der Gedanke kam, ich müsste mich eilen, setzte ich mich zurück und begann eine kurze Unterhaltung, nur um mich von der Hetze abzulenken. Nach zwei Tagen merkte ich, ich brauchte das nicht länger zu tun. Es genügt nämlich, sich völlig auf den Menschen oder die Aufgabe, mit der man zu tun hat, einzustellen, und wir nehmen wahr, dass wir im Vergleich zu früher nur die halbe Zeit gebraucht haben. Trotzdem hat man alles genau gesehen und aufgenommen.
A. BLOOM

18. November
Die Gedanken, die wir in unserem Alltag hegen, werden unabwendbar in unser Gebet eindringen. Umgekehrt wird das Gebet unser alltägliches Leben umschichten und bereichern, da es zur Grundlage für eine neue und wirkliche Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen wird.
A. BLOOM

19. November
Das äußerste geben.
Immer mit dem Herzen arbeiten
und mit ganzem Herzen,
ob es sich darum handelt,
ein Raumschiff 
zu den Sternen zu führen
oder einen
einfachen Punkt mit dem Bleistift
zu zeichnen.
DOM HELDER CAMARA

20. November
Die Aufgabe unseres Leben besteht nicht in der Anpassung, sondern in der Erneuerung.
PAUL VI.

21. November
Wir verlangen manchmal so sehr, Engel zu sein, dass wir darüber vergessen, gute Menschen zu sein. 
FRANZ VON SALES

22. November
Der Mensch soll gute, nützliche Arbeit verrichten, wie sie ihm zufällt; die Sorge aber soll er Gott anheim stellen, u. seine Arbeit gar behutsam und im stillen tun. Er soll bei sich selbst bleiben, Gott in sich hereinziehen und oft in sich schauen mit in sich selbst gekehrtem Gemüte, gar innig und andächtig; und immer soll er auf sich selbst achten (und auf das), was ihn zu seiner Arbeit treibt und ihn ihr geneigt macht. Auch soll der Mensch gar innerlich darauf achten, wann ihn der Geist Gottes zum Ruhen oder zum Wirken treibt, dass er jedem Antrieb folge und gemäß der Weisung des Heiligen Geistes handle: jetzt ruhen, jetzt wirken, und dass er dann seine Arbeit voll guten Willens und in Friede vornehme.
JOHANNES TAULER

23. November

Und erfährst du in deiner Arbeit eine innere Berührung, so gib auf sie in deiner Arbeit recht acht, und lerne so Gott in deine Arbeit tragen und entziehe dich nicht allsogleich jener Berührung. So, Ihr Lieben, soll man lernen, sich in Tugenden zu üben. Denn üben musst du dich, willst du ein Meister werden. Doch erwarte nicht, dass Gott dir die Tugenden eingieße ohne deine Mitarbeit.
JOHANNES TAULER

24. November
Jeder Christ muss bereitwilliger sein, die Aussage des Nächsten zu retten, als sie zu verurteilen; und wenn er sie nicht retten kann, erkundige er sich, wie jener sie versteht, und versteht jener sie schlecht, so verbessere er ihn mit Liebe; und wenn das nicht genügt, suche er alle angebrachten Mittel, damit jener, indem er sie gut versteht, sich rette. 
IGNATIUS VON LOYOLA

25. November
Christus ist die Lösung aller Schwierigkeiten. 
JOHANNES XXIII.

26. November
An meinen Brunnen kommen Menschen aller Art. Meine Aufgabe ist es, allen Wasser zu reichen. 
JOHANNES XXIII.

27. November
Als der Sohn des Rabbi von Lentschno noch ein Knabe war, sah er einst Rabbi Jizchak von Worki beten. Voller Verwunderung kam er zum Vater gelaufen und fragte ihn, wie das zugehe, dass solch ein Zaddik ganz ruhig und schlicht ohne alle Äußerungen der Verzückung bete. »Wer nicht gut schwimmen kann«, antwortete der Vater, »muss sich heftig bewegen, um sich über Wasser zu halten. Der vollkommene Schwimmer legt sich auf die Flut, und sie trägt ihn.«
CHASSIDISCHE ERZÄHLUNGEN

28. November
Der Rabbi von Kobryn lehrte: »Gott spricht zum Menschen, wie er zu Mose sprach (Ex 3,5): »Streife die Schuhe von deinen Füßen« - streife die Gewöhnung ab, die deinen Fuß umschließt, und du wirst erkennen, dass der Ort, auf dem du eben jetzt stehst, heiliger Boden ist. Denn es gibt keine Wesensstufe, auf der man nicht, überall und allezeit, Gottes Heiligkeit finden könnte.
CHASSIDISCHE ERZÄHLUNGEN