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Die
Provence -
Land im Licht
Sie liegt in der sonnigen südöstlichen Ecke Frankreichs
und hat eine Geschichte, die so reich ist, wie ihr Boden fruchtbar:
die Provence. Seit jeher strahlt diese Gegend eine große
Faszination aus; eine Ferienlandschaft mal von üppiger Verschwendung
mal von kargen Gebirgsmassiven gekennzeichnet. Der nördliche
Teil der Provence erhält seinen Charakter durch die farbenprächtigen
und duftenden Lavendelfelder. Pinien, Zypressen und knorrigen Olivenbäume
bedecken weite Flächen. Beschädigt ist die südliche
Provence durch die vielen Brandstiftungen.
Die „römische“ Weinstrasse
Frankreichs
Aus diesem Paradies ist auch der Wein nicht wegzudenken. Schon
im 6. Jhdt. v. Chr. pflanzten die Griechen
hier ihre Reben. Sie waren über das Mittelmeer gekommen,
Marseille ist eine ihrer Gründungen. Von den Römern
hat die Provence ihren Namen, sie war die erste der römischen
Provinzen außerhalb Italiens. Die Römer betrieben
ebenfalls Weinbau und exportierten sogar nach Rom. Das Erbe
der Römer
ist in der Provence noch immer deutlich; mancher Bauernhof
steht auf den Grundmauern einer römischen Villa, und in
den Städten gibt es antike Bauten, die an Italien erinnern.
Italienische Restaurants, sonst in Frankreich selten, findet
man im Südosten Frankreichs häufiger.
Auf der Route du Vin, der provenzialischen Weinstrasse, stößt
man daher auf die eigentlichen Quellen französischer Weinkultur.
Die wichtigsten Anbaugebiete
Der Wein war damals und ist heute tief im Erbe der Provence verankert.
Die grösste Appellation heisst Côte de Provence. Sie
umfasst 85 Gemeinden um das Massiv des Maures, das von Toulon
aus nordostwärts an der Küste entlang verläuft.
Neben dem Haupterzeugnis Roséwein bestechen auch die Rotweine
dieser Region durch eine überraschend hohe Qualität.
Westlich der Côtes de Provence schließen zwei kleinere
Appellationen an, die erste benannt nach der eleganten Stadt
Aix-en-Provence, die zweite nach dem malerischen, auf einen Felsen
gebauten Ort Les Baux-en-Provence. Hier spielt die Rotweinerzeugung
eine bedeutendere Rolle als in der Côte de Provence, wobei
dem Cabernet Sauvignon viel Bedeutung zukommt. Auch die Weine
der Nachbarregion Coteaux Varois, ebenfalls vorwiegend Cabernet-Sauvignon-Erzeugnisse,
haben beachtliche Ergebnisse erzielt.
Kulinarische Begleiter für
jeden Tag
Viele Rotweine der Provence neigen zur duftigen, leichteren
Note.
Daher gesellen sich die gut strukturierten Weißweine
ideal zu den zahlreichen heimischen Fischgerichten. Und während
des ganzen Jahres trinkt man zu den Gerichten à la provencale
am liebsten den erfrischenden, fruchtigen, heiteren Roséwein.
Dort, wo die raffinierte Kochkunst ihre Triumphe feiert, finden
sich zur Begleitung auch jene großen provenzialischen Weine
der kleinen, aber ebenso beachtenswerten Appellationen, wie Cassis,
Bandol, Palette und Bellet.
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