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Wein & Sekt:
Anbaugebiete u. Rebsorten:


Champagner Sekt

Champagner Sekt WeinlexikonChampagner ist nicht gleich Champagner, auch wenn viele Schaumweinproduzenten den Grand Seigneur aus der Champagne zum Vorbild nehmen. Beliebt ist er auf jeden Fall, werden doch weltweit jährlich 1500 Millionen Flaschen Schaumwein getrunken. Und es ist auch immer noch Europa, das die meisten Schaumweine dieser Erde hervorbringt. Außerhalb Europas sind es nur 300 Millionen Flaschen. Auch die Champagne trägt mit 200 Millionen Abfüllungen nicht übermäßig viel dazu bei.

Die „méthode champenoise“ – das Champagnerverfahren nach der Flaschengärung ist übrigens nich die verbreiteste Technik, um das beliebte Perlenspiel im Glas zu erzeugen. Diesen Rekord hält die von Eugène Charmat erfundene Tankgärung. Ober Champagner- oder Charmat-Verfahren, Schaumwein ist und bleibt das höchst bewertete Getränk dieser Welt. Wie beim Wein gibt es auch hier Gutes und weniger Gutes:

Méthode champenoise, gesetzlich geschützt

Noch immer liegt das klassische Schaumweingebiet in der Champagne, aus der auch das bekannte Verfahren der „méthode champenoise“ hervorgegangen ist. In vielen anderen Regionen wird auch nach diesem Verfahren gearbeitet, doch nach dem heftig erkämpften Beschluß des Europäischen Gerichtshofes dürfen ab 1994 nur noch Schaumweine aus der Champagne den Zusatz „méthode champenoise“ verwenden. Strenge Gesetze schreiben die Produktion von Champagner vor und nur drei Traubensorten sind zum Anbau freigegeben: Chardonnay, Pinot noir und Pinot Meunier. Seit Mitte der 70er Jahre erleben andere Gegenden, teils auch durch gesetzliche Regelungen, mit der Produktion von Crémant einen Aufschwung.

Ein Crémant schäumt viel sanfter als ein Champagner und hat im Vergleich dazu nur einen Druck von 3,5 bar in der Flasche, während ein Champagner 5-6 bar Druck entwickelt. Die wichtigste Appellation ist der Crémant de Loire, gefolgt vom Crémant d’Alsace, der meist aus der leichten, fruchtigen Pinot blanc-Traube hergestellt wird. Ein weiterer Vertreter ist der Crémant de Bourgogne, oft aus Pinot noir- und Chardonnay-Trauben produziert. Seit neustem gibt es eine vierte Crémant-Appellation: Crémant de Bordeaux. Neben diesen Schaumweinen gibt es weitere, bekannte Namen wie Clairette de, die aus der Gegend von Valence, Blanquette de Limoux nahe bei Carcassonne, die Weine aus Gaillac in Südwestfrankreich und die Schaumweine aus dem Jura (Côtes du Jura).

Sekte anderer Provenienz

Spaniens Schaumweine haben in den letzten 10 Jahren eine beträchtliche Qualitätsverbesserung erfahren. Werden sie nach der „méthode champenoise“ produziert, so heißen sie „Cava“. Der deutsche Sekt macht es dem Liebhaber immer leichter. Früher wurden deutsche Sekte vielfach aus Grundweinen hergestellt, die aus ganz Europa zusammenströmten, und nur selten aus den Erzeugnissen des deutschen Weinbaus stammten. Dabei kann der im kühlen Klima Deutschlands herrlich gedeihende Riesling bekanntlich sehr guten Sekt liefern. Zur Freude der Kenner gewinnen das Champagner-Verfahren und auch die Erzeugung von Sekt aus bestimmten Bereichen oder gar Einzellagen mit Jahrgangsangaben immer mehr Bedeutung.

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