| Cava: Die spanische Antwort auf den Champagner
Die Herkunft des Cava
Die Heimat des Cava ist der Penedès in Katalonien, eine
hügelreiche Landschaft mit langer Weinbrautradition südlich
von Barcelona. Im „Cava-Zentrum“ Saduni d´Anoia
und in seinen Umlanden haben die meisten der traditionsreichen
Cava-Bodegas ihren Sitz – und ihre zum Teil kilometerlangen
Lagerkeller, die optimale Bedingungen für die Reifung moussierenden
Qualitätserzeugnisse bieten.
Sie gaben dem perlenden Produkt auch den Namen. „Cava“ heisst
Keller. Diese geschützte Bezeichnung gilt nur für Schaumweine,
die in einem bestimmten Ursprungsgebiet nach dem klassischen
Verfahren der Flaschengärung, der traditionellen Méthode-Champenoise,
hergestellt werden. Hierzu gehören rund 155 Gemeinden
in 8 Provinzen Nordspaniens. Auf Katalonien entfallen alles
in allem
95% der Gesamtproduktion des Cava.
So wird Cava hergestellt
Basis des Cava sind beste Traubensäfte aus dem Vorlauf und
der ersten Pressung. Sie werden separat nach Rebsorten zu Grundweinen
ausgebaut und dann zur Cuvée (Mischung) komponiert, die
das Bouquet des Endproduktes bestimmt. Dieses Cuvée wird
in Flaschen abgefüllt. Die speziell selektionierten Cava-Hefen
sorgen nun für die sogenannte Perlage: die Entwicklung der
typischen feinen Kohlesäureperlen. Danach lässt man
den Cava noch mindestens ein Jahr auf der Hefe ruhen und reifen.
Anschliessend bewegt man die Flaschen in einem aufwendigen Verfahren
(„Rütteln“), damit sich die Hefe langsam im
Flaschenhals absetzt und entfernt werden kann. Nach diesem „Degorgieren“ erhalten
die Flaschen den endgültigen Cava-Naturkorken.
Die Rebsorten des Cava
Der Cava wird meist aus Grundweinen der anerkannten Rebsorten
Xarel-lo, Macabeo und Parellada hergestellt. Seit 1986 ist
auch die Chardonnay-Rebe zugelassen, aber nach wie vor dominieren
die traditionellen einheimischen Rebsorten. Ihre Eigenschaften
bestimmen den Charakter des Cava und ergänzen sich in
der Cuvée zum Cava-typischen Bouquet. Xarel-lo gibt
dem Cava die goldgelbe Farbe, Körper und Alkoholgehalt.
Kennzeichnend für die Rebsorte Macabeo ist ihre Fruchtigkeit
mit einem mildem Apfelaroma. Wein aus der spät reifenden
Parellada-Traube verleiht den Cuvées mit seinem mäßigen
Zuckergehalt und seinem dezenten, zurückhaltenden Charakter
Länge und Eleganz.
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