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Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon Weinlexikonle raisin sans défaut

Die hochwertigste französische Traube, die schon Baron Secondat de Montesquieu als „le rainsin sans défaut“ zu deutsch „die makellose Traube“ bezeichnete, stammt vermutlich aus dem Bordelais. Namen wie Vidure, Petite Vidure, Vidure Sauvignonne wurden ebenfalls dieser edlen Beere zugeordnet und lassen annehmen, dass es sich um die Traubensorte Biturica handeln könnte. Denn schon die römsicehn Schriftsteller Columela und Plinius berichten, dass ihre Landsleute diese Traube in der Gegend von Bituriges sehr geschätzt haben sollen. Es ist auch naheliegend, dass – wie Monsieur le Baron de Montesquieu 1785 konstatierte – sich der Ausdruck Vidure aus Vigne dure, der harten Rebe, ergeben hat. Sei es wegen des Rebholzes oder der Traubenbeeren, deren Schale tatsächlich recht hart ist.

Die Nobelbeere erobert die Welt

Bereits 1980 wurde in Frankreich auf 23.000 ha Cabernet-Sauvignon angebaut. Die wichtigste Region ist das Bordelais, gefolgt vom Südwesten Loiretal, Languedoc und Provence. Die hohe Qualität und das internationale Ansehen der Rotweine des Bordelais machen den Cabernet-Sauvignon zu der nach dem Merlot meistverbreitetsten Edelrebsorte der Welt. Die Erträge sind oftmals gering, darum sind die bepflanzten Flächen meistens nur auf einige Hundert Hektar beschränkt. Weit verbreitet ist sie jedoch in Kalifornien, Südafrika, Australien, Chile, Brasilien und Argentinien. In Europa finden wir sie auch in Spanien, Italien, im früheren Jugoslawien, Ungarn, Rumänien und auf der Krim.

Noblesse oblige

Diese edle Traube ist solide und beständig. Ihr Austrieb erfolgt 8 – 10 Tage nach dem Cabernet franc oder dem Merlot; die frühen Fröste der Gironde schaden ihr nicht. Sie ist jedoch anfällig für den Echten Mehltau und die Schwarzflecken-Krankheit, einer Pilzkrankheit des Holzes. Der Falsche Mehltau setzt ihr weniger zu, und dank ihrer „dicken Haut“ ist sie recht widerstandsfähig gegen Graufäule. Die Weine des Cabernet-Sauvignon sind immer farbkräftig und reich an Gerbstoffen. Dies ist auf die dicken Beerenhäute und die kleinen Beeren, die in diesem Verhältnis weniger Saft geben, zurückzuführen. Im ersten Jahr sind sie oftmals schwer zu degustieren. Nobel, wie sie sind, halten sie sich streng und verschlossen, und erst später öffnen sie sich und ihre Parfums treten allmählich hervor. Als vornehme Weine sind sie langlebig und erreichen manchmal erst nach langen Jahren der Lagerung ihre Reife..

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