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Einschätzungen der Votanten

Reflexion, Kritik, Beurteilung, Genese, Fragen

Die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft unserer Kirche, sie werden als Hoffnungsträger der Gemeinden betrachtet. (G162-269-0) Solche und ähnliche Aussagen prägen die Voten. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch das Bedürfnis betont, Kindern und Jugendlichen Zugänge zum Glauben zu eröffnen. Dabei geht es nicht um Aktionismus, sondern um Austausch im Glauben. Der Gruppenarbeit wird dabei hohe Bedeutung zugemessen.
Als notwendig wird eine Verständigung darüber erachtet, welche Kinder und Jugendliche man überhaupt will. Dürfen es laute, tanzende, kritische und unbequeme Jugendliche sein?
Allenthalben wird mit unterschiedlichen Akzentuierungen eine Intensivierung der Kinder- und Jugendarbeit für dringend erklärt, weil die Gemeinde die Vitalität von Kindern und Jugendlichen braucht. Sie sind Träger der Evangelisierung, und Jugendarbeit ist integrierter Bestandteil einer Gemeindepastoral.

Die Jugend ist die Zukunft der Kirche, oder gibt es keine? (G366-904-0)
Wir müssen im christlichen Miteinander den Jugendlichen ein Vorbild sein. Wenn Gemeinde wirklich gelebt wird, können Jugendliche den Wert einer christlichen Gemeinschaft neu entdecken. ... Gerade der Bereich der Jugendarbeit geriet noch einmal ins zentrale Blickfeld. Die Jugend von heute ist die Kirche von morgen. Jedoch gilt sowohl in diesem Bereich als auch in allen anderen Bereichen der Gemeindeseelsorge, daß uns nicht ein Überaktionismus weiterhilft, sondern von der Ebene des Glaubensaustausches in Zukunft gedacht werden soll. (G214-421-0)
Eine qualifizierte, phantasievolle Jugendarbeit in unseren Gemeinden (an der Basis) ist für die Zukunft der Kirche und für die Zukunft eines lebendigen Glaubens Hauptanliegen pastoraler Bemühungen. (D-162)
Jugendliche sind Träger der Evangelisierung, auch wenn ihnen innerhalb heutiger Strukturen die wenigsten Partizipationsmöglichkeiten offenstehen. Jugendverbände sind selbst Orte der Evangelisierung. Ziel der Evangelisierung in den Jugendverbänden ist es, ''daß junge Menschen Lebensmöglichkeiten, die das Evangelium bietet, entdecken und sich aneigenen, daß sie dabei ihre persönliche Identität finden, ihre Berufung zum Neuen Volk Gottes erkennen und ihren eigenen Beitrag dazu leisten, daß die Kirche der Gegenwart zum Zeichen und zum Werkzeug einer Kultur des Lebens wird''. ... In ihnen besitzt die Kirche ''die ersten unmittelbaren Apostel der Jugend'', die ihre apostolische Tätigkeit ''in eigener Verantwortung unter ihresgleichen'' entfalten. Im Glauben und im Gebet fest begründet, sollen sie ''immer mehr zu Aposteln für die Jugend werden ... die Kirche zählt sehr auf diesen Beitrag''. Von daher sehen Jugendliche ihre Aufgabe und Gabe als Volk Gottes darin, ihren Beitrag zur Evangelisierung der Kirche und der Welt zu leisten. (VV-020-110)
Da junge Menschen die Zukunftsträger der Gesellschaft und natürlich auch der Kirche sind, ist die Jugendarbeit eine der vordringlichsten Aufgaben, insbesondere um allen jungen Menschen Halt und Leitlinen sowie Orientierung für ihr Leben anzubieten und Ausgrenzungen zu verhindern. (G262-641-0)


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HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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