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Nichtzulassung von Frauen zum kirchlichen Amt

Die Gründe für die Nichtzulassung von Frauen zum kirchlichen Amt im letzten päpstlichen Schreiben beurteilen viele als nicht überzeugend. Insbesondere das Verbot des Papstes, darüber weiter offen zu diskutieren, wird kritisiert. Aus einigen Fragen wird deutlich, daß manche päpstliche Entscheidungen nicht verstanden werden.

Mit Erstaunen ist zur Kenntnis genommen worden, daß nach der Verlautbarung unseres Heiligen Vaters diese Frage ein für alle Mal entschieden ist und über diese Frage nicht mehr innerhalb der Kirche gesprochen werden soll. Ein Nachdenken darüber, wie auch ein Meinungsaustausch, läßt sich nicht verbieten, zumal das Problem der Stellung der Frau in der Kirche im allgemeinen und der Zugang der Frauen zu Ämtern im besonderen als aktuell und im Sinne einer Abkehr von der bisherigen Praxis als lösungsbedürftig erscheint. (G262-635-0)
Für uns steht deshalb fest, daß vor Gott Mann und Frau gleich sind und daß alle Menschen, gleich welchen Geschlechtes, Gott nach ihren Fähigkeiten dienen sollen. Wir halten es deshalb für unerträglich, daß Frauen lediglich wegen ihres ''Frauseins'' von den Ämtern oder besser gesagt von den Diensten in der Kirche ausgeschlossen bleiben. (G131-125-0)
Hat Gott gewollt, daß Frauen zwar im Berufsleben höchst verantwortungsvolle Posten bekleiden, in der Kirche aber eher untergeordnete Dienste tun? (G213-399-0)
Erkennt die Kirche die Zeichen der Zeit? (VD-010-180)



HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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