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Mitverantwortung von Frauen als Bereicherung

Eine größere Mitverantwortung von Frauen in der Kirche wird ausdrücklich als Chance gesehen, nicht als Bedrohung. Zeichen dieser größeren Verantwortung sind die Einbeziehung von Frauen in liturgische Dienste sowie die Mitgestaltung des Gemeindelebens durch Pastoral- und Gemeindereferentinnen. Frauen sind bereit zu verantwortlicher Mitwirkung, wollen aber kein Notstopfen für Priestermangel sein. Sie bringen spezifische Charismen und Gaben in die Kirche ein: Wärme, Gefühl und Herzlichkeit, Kreativität, neue Ideen, demokratischen Umgang miteinander, unbeirrbares Engagement. Es gibt auch unter Frauen gelegentlich unterschiedliche Auffassungen über ihre Aufgaben in Gemeinde und Kirche. Die meisten streben eine größere Mitverantwortung an, einigen reichen die jetzigen Mitwirkungsmöglichkeiten.

Frauen sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. (G351-799-0)
Wenn man jedoch das apostolische Schreiben vom 30. Mai 1994 liest, in dem die Frau mit harten, autoritären Worten wie ein ungehorsames Kind zurückgewiesen wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn junge Frauen nicht mehr kommen, andere gehen, denn im täglichen Leben gehen sie im Gegensatz zu dem, wie es in der Kirche üblich ist, demokratisch miteinander um. (G162-272-0)
Darum ist es auch heute wichtig, daß die Kirche nicht auf die besondere Spiritualität und Begabungen der Frauen verzichtet. (G182-334-0)
Es zeigte sich ..., daß unter den Frauen sehr unterschiedliche Vorstellungen über ihren Platz und ihre Aufgabenmöglichkeiten in Gemeinde, Kirche und Gesellschaft bestehen. (G171-282-0)



HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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