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Öffentlichkeitsarbeit in der Kirche

Wahrnehmung: Häufig wird festgestellt, daß die Öffentlichkeitsarbeit auf Bistumsebene (12 Nennungen) und auf den anderen Ebenen zu unmodern und nicht wirksam genug ist. Mehrfach wird die Öffentlichkeitsarbeit der Diözese und der Gemeinden als ein Spiegel ihrer inneren Strukturen eingeschätzt, durch den ein entsprechendes Image vermittelt wird.

Verbesserung der kirchlichen Öffentlichkeitsarbeit auf allen Ebenen: Bistum, Dekanat und Pfarrei, nach innen und nach außen. (D-118)
Es genügt also nicht mehr, daß sich professionelle Öffentlichkeitsarbeit und qualifizierte Mediennutzung auf die Bistumsebene beschränkt. Es muß vielmehr auch etwas auf der mittleren Ebene geschehen. Dazu schlägt der Katholikenrat vor: Führende hauptamtliche und ehrenamtliche kirchliche Mitarbeiter auf der mittleren Ebene sind im Umgang mit den Medien zu qualifizieren, und zwar die hauptamtlichen Mitarbeiter verpflichtend und die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf freiwilliger Basis. Wünschenswert ist darüber hinaus - über kurz oder lang - die Einsetzung professioneller Öffentlichkeitsarbeiter auf der mittleren Ebene. (DS-140)
Die Verkündigung in Gottesdienst und in den Medien lebensnah und für alle verständlich formulieren. (VV-006-110)
Gespräche des Katholikenrates mit der örtlichen Presse haben ergeben, daß die Presse unseren Themen gegenüber nicht ablehnend ist, aber einen festen Ansprechpartner in der katholischen Kirche in Leverkusen vermißt. ... Als Anlaufstelle für die Medien und als unterstützendes Angebot für kirchlich Aktive vor Ort könnte eine Art Pressestelle, angegliedert am Stadtdekanat, sinnvoll sein. (D-171)
In den öffentlichen Medien erscheinen Kirche und Glauben oft sehr negativ. Auf lokaler Ebene gibt es die Möglichkeit, im Lokalfunk und in der lokalen Presse Gemeindeaktivitäten anzukündigen. Inhaltliche Darstellungen unseres Glaubens und kirchliche Aktionen tun sich jedoch schwer, da es an kompetenten Redakteuren mangelt. Gemeindemitglieder sollten im Umgang mit den Medien geschult, auch zu kritischen Stellungnahmen ermuntert und befähigt werden. (D-144)

Einschätzung/Perspektiven: Die Öffentlichkeitsarbeit des Bistums/der Kirche soll verbessert und verstärkt werden (z.B. Fachberatung für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort, Professionalisierung der Medienarbeit auf Regionalebene), so fordert es eine große Zahl von Votanten. Ziel sei die Verbesserung des Außenbildes von Kirche in Funk und Presse. Kirchliche Medienbeauftragte auf unterschiedlichen Ebenen (auch in der Gemeinde) sollen für mehr und objektive Berichterstattung über kirchliche Aktivitäten sorgen. Es wird auch die Forderung nach Aus- und Fortbildung von Journalisten für die kirchliche Medienarbeit erhoben.

Das Bistum sollte sich des Rundfunks, des Fernsehens und zeitgemäßer Printmedien bedienen. Das Bistum sollte stärkere Kontakte zu Zeitungs-/Zeitschriften-Redaktionen pflegen. Wir brauchen Informationen aus dem Bistum und anderen Gemeinden. (G225-498-0)
Die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde müßte intensiviert werden. Die hierfür Verantwortlichen müßten zumindest Grundkenntnisse für den Umgang mit den säkularen Medien wie Rundfunk, Fernsehen und Presse erwerben, um so diese gezielter für kirchliche Belange interessieren zu können. Besonders die Themen, die den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft bzw. Kultur suchen, sollten Vorrang genießen. Aber auch hier gilt, daß in Zukunft mehr auf Qualität als auf Quantität geachtet werden muß. (SB-115-D)
Die Kirchen haben bisher kaum Möglichkeiten einer mediengerechten Selbstdarstellung gefunden. Dies gilt auch für unsere Pfarrgmeinden. (SB-112-C)
Einfluß nehmen auf Medien, damit ein anderes Menschenbild vermittelt wird (Wildwuchs, Gewalt, Gewaltsexualtität, etc.) (G223-476-0)
Die Öffentlichkeitsarbeit in der Kirche müßte verbessert, kompetente Pressesprecher für Funk und Fernsehen berufen werden. (G183-350-0)
Es mangelt derzeit am Mut zur Medienarbeit. (G119-106-0)
Das Bistum sollte junge Menschen fördern, damit diese eine/n Ausbildung/Beruf in den verschiedenen Medien (TV, Radio, Zeitung) ergreifen. (G212-386-0)
Die positive Präsenz der Kirche in den Medien ist von großer Bedeutung. Hier könnte die Kirche positiv mehr bringen. Schnelle Reaktionen, Werbung im positiven Sinne sind erforderlich. (G228-463-0)
Die Kirche soll in den Medien auf breiter Basis Öffentlichkeitsarbeit betreiben durch eine Darstellung dessen, was getan wird, z.B. im Bereich der Caritas und Eine-Welt-Arbeit, und so neugierig machen auf ihre wesentlichen Anliegen. (G112-004-0)
Zu vielen gesellschaftlich bedeutenden Fragen vermissen wir eine entschiedene Stellungnahme der Kirche in der Öffentlichkeit. Der Kardinal soll in der Öffentlichkeit entschiedener Partei für die Menschlichkeit ergreifen und deutlicher soziale Belange einfordern (Kindergärten, Rüstungsbegrenzung, Waffenexporte, Friedensfragen, Rechtsradikalismus, Arbeitslosigkeit, Frauen-Fragen, Ökologie usw.) (G117-093-0)


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HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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