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Religionslehrer/Erteilung des Religionsunterrichtes

Wahrnehmung: Die Votanten sind überzeugt, daß es oftmals qualifizierte und engagierte Lehrer sind, die den Religionsunterricht erteilen. Es wird aber auch eine zu geringe Zahl von Religionslehrern festgestellt, was zum Ausfall von Stunden führt. Viele Religionslehrer tun einen schweren Dienst, weil sie als Kirche erlebt werden in einem Feld, das distanziert zu derselben steht. Hin und wieder wird von innerer Leere und Frustration bei den Lehrern berichtet.

Religionsunterricht in der Schule wird fast immer von bestens ausgebildeten und engagierten Lehrern erteilt. (G367-923-0)
Durch den Mangel an ReligionslehrerInnen bluten viele innerlich aus, weil sie den gesamten Religionsunterricht einer und oft auch mehrerer Schulen leisten müssen. Ansprechpartner und Austausch fehlen weithin. Viele fühlen sich im Stich gelassen und vereinzelt, so daß sie sich fragen, ob sie weiterhin - gegen die Tendenzen an Schulen - für kirchliche Positionen (regulärer Religionsunterricht, Konfessionsunterricht, Schulgottesdienste) streiten sollen und können. (SB-161-A)
Es wird bedauert, daß viele Religionslehrer nicht als Vorbild dienen, wenn es darum geht, sich außerhalb des Berufes für die Gemeinschaft der Kirche zu engagieren. (D-184)
... gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig und sinnvoll, daß christliche Lehrer und Leiter an kath. Grundschulen unterrichten. (G342-772-0)

Perspektiven: Vorrangig werden eine angemessene Ausbildung sowie qualifizierte Weiterbildung und berufsbegleitende Angebote (Supervision) gefordert. Die Erteilung der Missio canonica verpflichtet die Lehrer auf ihre Kirchenorientierung und die Kirche auf ihre Solidarität mit den Lehrern. Es wird betont, daß sich die amtliche Kirche im Bereich Religionsunterricht stärker politisch engagieren muß, aber auch dafür sorgen soll, daß Schulgottesdienste gewährleistet sind.

... die Ausbildung der Religionslehrer in einer Weise geschieht, daß die Personen in der Lage und gewillt sind, einen der katholischen Lehre gemäßen Unterricht zu erteilen, ...die Religionslehrer eine geistliche Prägung erhalten und eine lebendige Beziehung zu einer Pfarrgemeinde haben. (G145-227-0)
Wir erwarten von der Kirchenleitung ein grundsätzliches Vertrauen in die Religionslehrer, die sich dieser schweren Aufgabe stellen; wir erwarten, daß die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Religionsunterricht heute erteilt wird, beachtet werden. Der Vorwurf des Minimalismus (zu wenig Glaubenswissen) erscheint unter diesen Bedingungen verfehlt. (D-313)
Das Bistum sollte sich bei den zuständigen Behörden dafür einsetzen, daß ausreichend Planstellen für den Religionsunterricht geschaffen und auch tatsächlich besetzt werden. (G185-312-0) Der Religionsunterricht sollte an allen Schulen selbstverständlich sein. Die Bischöfe sollten sich dafür einsetzen, daß er einen höheren Stellenwert bekommt. Der Lehrplan sollte sich primär an der Bibel orientieren. (G144-215-0)
... eine intensivere Begleitung dieser Fachlehrer durch das Bistum ist angezeigt. (G262-641-0)


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HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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