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Kontakt zwischen Schule und Gemeinde

Wahrnehmung: Mancherorts wird das Zusammenspiel Schule/Gemeinde als gut bewertet, doch werden nicht selten wegen mangelnden Kontakts Klagen laut. Die Palette der Kontakte reicht von regelmäßigem Religionsunterricht über Schulgottesdienste bis zu Kontaktstunden. Die Religionslehrer an den Schulen fühlen sich allein gelassen. Als Problem wird wahrgenommen, daß die Lehrer nicht in der ''Schulgemeinde'' wohnen.

Bei uns in der Pfarre ist der Kontakt der Schule (Grundschule mit ca. 150 Kindern) mit der Gemeinde intensiv. (G144-221-0)
Eine stärkere Teilnahme von Gemeindemitgliedern an Gottesdiensten des Kindergartens und der Schule wäre wünschenswert. (G146-242-0 und G146-243-0)
... kaum Kontakte zu weiterführenden Schulen, Religionslehrern und Gemeinde schon gar keine Kooperation. Gemeinden fühlen sich für Schulen auf ihrem Territorium nicht verantwortlich, Religionslehrer wohnen meistens woanders. (SB-142-B)
Entfremdung zwischen Schule und Gemeinde ist für viele Religionslehrer eine Belastung. Sie fühlen sich häufig als ''Vorposten'' allein gelassen und von den Gemeinden zu wenig getragen. Die Frage der Zuordnung von Religionsunterricht, Schulseelsorge und Gemeindeseelsorge ist weitgehend ungeklärt. (D-172)

Einschätzung: Dem Kontakt zur Schule wird eine große Bedeutung zugemessen, weil Zugänge zu den Eltern (als den ersten Katecheten) ermöglicht und auch die katechetischen Bemühungen der Gemeinde unterstützt werden können.

Außerdem erscheint ein guter und enger Kontakt zwischen Religionslehrer, der Schule und den Gremien der Pfarrgemeinde unerläßlich, um die Teilnahme der Kinder am Gemeindeleben zu ermöglichen bzw. zu gewährleisten. (G251-568-0)
... daß neben Kontaktstunden durch die Priester und Seelsorger vor allem Gespräche zwischen den Gemeinden und den ReligionslerernInnen dringend notwendig und sinnvoll sind. Hier sollten auch die Gemeindekatecheten und die Erzieherinnen der Kindergärten mit hinzukommen. (D-144)

Perspektiven: Es wird darum gebeten, das Mögliche zu unternehmen, daß die Beziehungen zu den Schulen erhalten und gepflegt werden. Hierbei soll der Verpflichtungscharakter für die Hauptamtlichen in der Gemeinde betont werden. Der Pfarrgemeinderat soll aufgrund verschiedener Voten mit in diese Kontakte einbezogen sein. (Einrichtung eines Sachausschusses ''Schule und Pfarrgemeinde'' - möglicherweise auf Seelsorgebereichsebene). In einigen Voten wird gefordert, die weiterführenden, vor allem die beruflichen, Schulen neu und verstärkt in den Blick zu nehmen.

Verstärkt wurde der Wunsch geäußert, daß der Priester wieder in den Schulen Religionsunterricht erteilt, weil die Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule kaum noch erreichbar sind. (G227-531-0) Wir halten außerdem Kontakte der Kirchengemeinden zu den Schulen des jeweiligen Pfarrbezirks für wichtig und erbitten dazu Anregungen/Arbeitshilfen, die evtl. von der Seelsorgeabteilung im Generalvikariat und dem Sachausschuß ''Schule/Erziehung'' des Diözesanrates erarbeitet werden könnten. (D-330)


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HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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