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Träger der Verkündigung sind alle Christen: der gemeindekatechetische Ansatz

Wahrnehmung: Die Gemeinde ist Motor und bevorzugter Ort der Katechese, sie ist Trägerin der Katechese, so die Feststellung vieler Votanten. Andererseits wird auch wahrgenommen, daß dieser Anspruch für viele eine Überforderung darstellt. Es gibt auch die vielfältige Erfahrung, daß sich Gemeinde als Ganzes oft nur bedingt ihrer Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens stellt.

Die Gemeinde ist Träger der Katechese. In unserer Gemeinde ist sie nur bedingt beteiligt an der Verantwortung für die Weitergabe des Glaubens. (G171-283-0)
... schließlich sind wir alle als getaufte und gefirmte Christen auch zur Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation befähigt und beauftragt, und nicht nur die wenigen, die hauptberufliche Seelsorger oder ehrenamtliche KatechetInnen sind. Leider sind sich dieser Aufgabe immer weniger Christen bewußt. (G144-211-0)
Es wurde deutlich, das ein mangelndes bzw. schwindendes Glaubenswissen ein fruchtbares Miteinander immer stärker erschweren. Unser Ruf nach einer verantwortlichen Gemeinde ist oft genug ein Ruf in die Überforderung. (G213-406-0)

Einschätzung: Daß Katechese durch Laien sinnvoll und unverzichtbar ist, wird an vielen Stellen betont. Die Gemeindekatechese, die von vielen Laien in ihrer Gemeinde mitgetragen wird, bereichert das Glaubensleben und bietet aufgrund ihrer Personenbezogenheit die Chance, daß es zu Begegnungen im Glauben kommen kann (vgl. Jugendarbeit). Auf diesem Hintergrund wird deutlich, daß Gemeindekatechese ihre Begründung nicht im Priestermangel haben darf.

Die Laienkatechese halten wir für unverzichtbar. Die Arbeit der Laien ist kein notwendiges Übel, ist kein Mittel zur Überbrückung des Priestermangels. Nein: Laienarbeit ist eine Bereicherung unseres Glaubenslebens. (G145-231-0)
Die Katechese droht kraftlos zu werden, wenn nicht eine Gemeinschaft (Gemeinde) von glaubenden und christlich lebenden Menschen den Kindern und Jugendlichen zu verstehen gibt, daß sie angenommen und Teil der Gemeinschaft sind. (G363-868-0)

Perspektiven: Auf allen Ebenen muß das Bewußtsein gestärkt werden, daß alle getauften und gefirmten Christen zur Weitergabe des Glaubens an die nächste Generation befähigt und beauftragt sind. Diese Gesamtverantwortung der Gemeinde ist auch durch stärkere Einbindung in die Sakramentenkatechese zu konkretisieren. Vielfach wird auch mehr Anerkennung durch das Bistum gefordert für alle, die in unterschiedlichen Rollen (von Großeltern bis Katecheten) katechetisch wirken. Dies solle sich auch zeigen im stärkeren Engagement für den Bereich ''Gemeindekatechese'' (vgl. Schulung/Begleitung der Katecheten), konsequente Förderung der katechetischen Arbeit in allen Bereichen (Taufe, Kindergarten, Kommunionkinder, Firmlinge, Ehepaare, alte Menschen, Sterbende).

Die Gemeinde soll sich ihrer Aufgabe in der Glaubensvermittlung bewußt werden (z.B. stärkere Einbindung der Erstkommunion und Firmung in das Gemeindeleben). (D-314)
Die Anzahl der Katecheten ist gering, ihre Begleitung erfolgt bisher nur für den Kleinkindergottesdienstkreis. Es wäre wünschenswert, auch die Katecheten, die den Kommunion- und/oder Firmunterricht erteilen, zu begleiten (Vor- und Nachbereitung, didaktische Hilfestellung, Fortbildung), denn aus den Kommunionunterrichtsgruppen oder Firmunterrichtsgruppen können neue Gruppen innerhalb der Gemeinde entstehen. (G143-196-0)
Eine stärkere Förderung der katechetischen Arbeit bei der Taufe, im Kindergarten, mit den Kommunionkindern, den Firmlingen, Alten und Sterbenden. (D-363)


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HTML von F. Seiffert 24/9/1996
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