Hauptdarsteller: Klaus Wennemann

Theologie der Serie

SCHWARZ GREIFT EIN ist eine Krimiserie, die sich von "Pfarrerserien" im deutschen Fernsehen deutlich unterscheiden will. Nicht die Arbeit in der Pfarrei St. Antonius steht im Vordergrund, sondern dramatische Schicksale der Gemeindemitglieder von Pfarrer Henning SCHWARZ im Frankfurter Bahnhofsmilieu.

Menschen stoßen dort durch Mord, Diebstahl und die Konfrontation mit sinnloser Gewalt an ihre Grenzen und wissen sich allein nicht mehr zuhelfen. Dann hoffen sie, wie alle in ausweglosen Situationen auf die letzte Chance: Hilfe von "oben".

Theologisch ausgedrückt: Gott als (letzter) Grund unserer Hoffnung. SCHWARZ, den seine "Schäfchen" immer wieder in neue Kriminalfälle verwickeln, steht dafür, daß diese Hoffnung nicht unbegründet ist. Er weiß, daß jedes Scheitern zu den Grunderfahrungen auch seines Lebens gehört. Deshalb resigniert er nicht.

SCHWARZ GREIFT EIN - wenn Opfer bei ihm seelsorgerliches Verständnis und tatkräftige Hilfe zum Beweis der eigenen Unschuld suchen, aber natürlich auch wenn die Täter um Vergebung für ihre Schuld bitten. Letztlich hilft er dem Menschen in Not genauso wie dem in Schuld - mit detektivisch unkonventionellen Methoden,Charme, Humor und zuweilen "himmlischen Tricks".

Der "Detektiv Gottes" bezieht aus seinem eigenen, festen Glauben, seiner Autorität als Pfarrer und natürlich seiner Erfahrung als "Ex-Fahnder" die Kraft das Schicksal zu wenden und "den Himmel zu erden". Glaube wird, wie in der Bibel, durch spannende Geschichten, auch Kriminalgeschichten, von Menschen weitergegeben, die für religiöse Werte einstehen. In unserer Zeit umso mehr, als religiöse Dokumentationen und Reportagen kaum noch Zuschauermassen erreichen.

Zum Sinnbild der Arbeit des ganz anderen Fernsehpfarrers wird der Name des Schutzpatrons seiner Kirche, "St. Antonius". Der Heilige, steht dafür, Verlorenes wiederzufinden: in der Serie gilt es für ihn in ausweglosen Situationen mit Dealern, Miethaien, Bankern, Zuhältern und korrupten Industriebossen den Menschen zu helfen und für sie Hoffnung auf ein lebenswertes Leben wiederzufinden.

" Mit Charme und Humor hilft der „Detektiv Gottes" Opfern und Tätern gleichermaßen. So vermittelt er ein zeitgemäßes Gottesbild eines gütigen Vaters, der nicht richtet.

Die Grunderfahrung des menschlichen Versagens steht im Zentrum der Handlung. Eine Erfahrung, die der „Fernsehpfarrer" selbst kennt.

Deshalb predigt er seinen „Schäfchen" keine abstrakte Moral, sondern liefert mit unermüdlicher Tatkraft ein anschauliches Beispiel für die Existenz Gottes mitten in der Großstadt Frankfurt. "

Die erste Staffel der Serie mit einem Pilotfilm (Günther Strack als Bischof, der Pfarrer Schwarz nach Frankfurt schickt) und 13 Folgen ist im Sommer 1995 angelaufen und mehrfach wiederholt worden. 1996 folgte die II. Staffel mit 13 neuen Folgen (ebenfalls Wiederholungen bei SAT.1). und 1998 die dritte Staffel (auch 13 Folgen). Bei der Ausstrahlung der ersten beiden Staffeln erreichte „Schwarz greift ein" Topquoten: Rund 6 Millionen Zuschauer und bis zu 30 % Marktanteil je Folge.

Ulrich Fischer
- SAT1-Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz -

heeg.jpg (40243 Byte)

Pfarrer Dietmar Heeg,
geistlicher Berater der Serie

" Der Gott der Bibel beweist in diesen modernen Kriminalgeschichten seine Treue zu den Menschen. "

Szenenbilder

schwarz1.gif (16308 Byte) schwarz2.gif (15831 Byte) godi.gif (19501 Byte)
pistole.gif (17637 Byte) anton.gif (17432 Byte)