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Hier finden Sie unsere Nachrichten vom 14.03.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr

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AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Die katholische Kirche in Deutschland will verstärkt auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen

Die katholische Kirche will verstärkt auf die Bedürfnisse alter Menschen eingegehen. Sie will die Senioren motivieren, sich in Kirchengemeinden und Gesellschaft einzubinden. So die Aussage des von der bischöflichen Pastoralkommission auf der Frühjahrskonferenz der deutschen Bischöfe in Mainz vorgelegten Papiers. Der Vorsitzende der Kommission, der Erfurter Bischof Joachim Wanke, betonte, die Handreichung wolle Anstöße dafür vermitteln, wie man Älterwerden und Altsein christlich gestalten könne. Wichtig sei dabei der Dialog zwischen den Generationen, wobei die Kirche helfen wolle, heißt es. Bei einem Gottesdienst am Dienstag morgen mahnte der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky eine „Geduld des Glaubens und der Hoffnung" an. Gott sei stärker als alle hindernden Kräfte, meinte der Kardinal angesichts des Rückgangs des religiösen Lebens in Deutschland, den auch verstärkte Anstrengungen der Kirche nicht aufzuhalten scheinen. Bischof Karl Lehmann schließlich hatte sich bereits am Montag skeptisch zur geplanten Schwangerenkonfliktberatung durch den katholischen Verein Donum Vitae geäußert. Laien seien genauso an Weisungen des Papstes gebunden wie die Bischöfe. Zwar sei es nach den Worten Lehmanns zu begrüssen, wenn sich Laieninitiativen zusammenfänden, die schwangeren Frauen helfen wollten. Das Thema Konfliktberatung sei nach den klaren Anweisungen des Papstes aber kein neutrales Land mehr. Die Bischöfe beraten noch bis Donnerstag in Mainz unter anderm über die Rolle der Kirche in den Medien, Fragen der Ökumene sowie Möglichkeiten einer gemeinsamen Eucharistie von Protestanten und Katholiken.

DIE NACHRICHTEN:

Vatikanstadt

Der Vatikan hat zu verstärkter internationaler Hilfe für Mosambik aufgerufen, das immernoch an den Folgen einer Flutkatastrophe leidet. Nach einer Reise in das südostafrikanische Land erklärte der Präsident des Päpstlichen Hilfswerkes Cor Unum, Erzbischof Paul Josef Cordes, dass die kirchlichen Institutionen dafür garantieren könnten, dass die Hilfe tatsächlich dorthin gelange, wo sie benötigt werde.

Europa

Deutschland

Der Zentralrat der deutschen Sinti und Roma hat sich befriedigt über die Vergebungsbitte des Papstes geäussert. Zum ersten Mal habe ein Oberhaupt der katholischen Kirche in dieser Form anerkannt, dass es Feindseligkeiten und den Hass gegenüber den Sinti und Roma gegeben hat, erklärte Zentralratspräsident Roman Rose in Heidelberg.

Der Hildesheimer Bischof Josef Homeyer lädt für kommenden Sonntag zu seinem Namenstag Arme und Reiche ein. Getreu dem Caritas-Leitwort 2000 "… und die Armen?" habe Homeyer Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten in sein Haus gebeten. Dazu gehören Erbprinzessin Marie-Luise und Erbprinz Alexander zu Schaumburg-Lippe, aber auch Menschen, die aus verschiedensten Gründen von materiellen, kulturellen und sozialen Möglichkeiten ausgeschlossen sind. Der Bischof hofft, dass die "Armen" und die "Reichen" bei dieser Gelegenheit aufeinander zu gehen.

Neue Regelungen sollten ermöglichen, dass Christen über die Konfessionsgrenzen hinaus in Einrichtungen anderer Kirchen arbeiten können. Das fordert die Komission der katholischen Bistümer in Bayern. Nur müssten Dienstnehmer und Dienstgeber jeweils Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehören.

Österreich

Im Wiener Rathaus hat am Dienstag das dritte Internationale Theodor-Herzl-Symposium begonnen. Kardinal Franz König betonte, es sei eine Bestätigung des gegenseitigen Vertrauens, dass die Veranstaltung trotz aller Schwierigkeiten und Missverständnisse zustande gekommen sei. König erinnerte daran, dass das Vertrauen zwischen Christen und Juden in den beiden vorangegangenen Herzl-Symposien stark gewachsen sei. Um Befürchtungen bezüglich künftiger politischer Entscheidungen Österreichs entgegenzuwirken, betonte Bundespräsident Thomas Klestil in seiner Eröffnungsansprache, er werde sehr genau darauf achten, dass Österreich weiterhin europäische Werte einhält.

Der katholische Medienexperte Franz Hubalek ist im 83. Lebensjahr in Wien gestorben. Hubalek war als Medienpädagoge bekannt geworden.

Nahost

Saudi Arabien

Über zwei Millionen Muslime haben heute im Rahmen der jährlichen Mekka-Wallfahrt in einer Prozession die zehn Kilometer lange Strecke von Mekka zur Al-Kheif-Moschee zurückgelegt. Unterwegs sangen und beteten die Gläubigen aus über einhundert Ländern bei Temperaturen um 40 Grad. Die Prozession geht auf den Propheten Mohammed zurück, der die Strecke vor rund 14 Jahrhunderten gegangen war.

Israel

Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hat Israelis und Palästinenser aufgefordert, die bevorstehende Papstreise nicht zu politisieren. Es handele sich um eine spirituelle Pilgerreise. Ziel sei eine Stärkung der christlichen Gemeinschaft und nicht die Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern, sagte Sabbah in Jerusalem.

Asien/Ozeanien/Australien

China

Eine Sprecherin der chinesischen Regierung hat dem am Sonntag im Exil verstorbenen papsttreuen Kardinal Kung Pin Mei nachträglich vorgeworfen, "von feindlichen ausländischen Kräften manipuliert" worden zu sein. Er habe nicht im Interesse des chinesischen Volkes und der patriotischen Kirche gehandelt, erklärte die Sprecherin für religiöse Angelegenheiten, Zhao Lei.

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