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Hier finden Sie unsere Nachrichten vom 11.-12.03.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr und P.Eberhard v.Gemmingen

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AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

An diesem ersten Fastensonntag fand im Petersdom die seit langem erwartete Buß-Feier mit der Bitte um Vergebung für die Verfehlungen der Kirche in der Vergangenheit statt. Im Rahmen der Eucharistie bat der Papst Gott um Vergebung und bekannte im Namen der Kirche die Schuld der Christen im Lauf ihrer Geschichte. Die Zeremonie begann mit einem Gang durch die Heilige Pforte, mit einem Gebet bei der Pietà am Eingang des Domes und mit einer feierlichen Bußprozession.

In der Predigt erklärte der Papst sein Anliegen: "Wir tragen die Last der Irrtümer und Schuld derer, die uns vorausgegangen sind. Die Verfehlungen der Vergangenheit anerkennen dient dazu, unser Gewissen aufzuwecken angesichts der falschen Kompromisse der Gegenwart." Der Papst erinnerte - ohne es ausdrücklich zu erwähnen - an die Versöhnung zwischen polnischen und deutschen Bischöfen am Ende des 2.Vatikanums. "Wir vergeben und bitten um Vergegung." Trotz aller Heiligkeit in der Kirche, könnte sie doch auch die Untreue gegenüber dem Evangelium nicht leugnen, die gewisse Brüder im Lauf der vergangenen tausend Jahre begangen hätten.

Dann zählte der Papst einige Bereiche auf: "Wir bitten um Vergebung für die Spaltungen unter den Christen, für die Anwendung von Gewalt, die einige unserer Brüder im Dienst der Wahrheit angewandt haben, sowie für die Einstellung der Feindschaft gegenüber Anhängern andererer Religionen."

"Wir bekennen mit umso größerem Recht unsere Verantwortung für die Übel von heute." Ausdrückliche nannte Johannes Paul II. dann Atheismus, Relativismus, Verletzung des Lebensrechts, Desinteresse gegenüber der Armut vieler Völker.

Auf die Predigt folgte in liturgischer Form das eigentliche Bekenntnis und die Bitte um Vergebung. Ein hoher Vertreter des Vatikans brachte in Form eines Gebetes jeweils ein Thema zur Sprache, worauf der Papst antwortete. Kardinal Ratzinger bekannte die Anwendung von Gewalt im Dienst am Glauben und der Moral: "Laß jeden von uns erkennen, daß auch Menschen der Kirche - auch wenn sie zurecht nur die Wahrheit schützen wollten - im Namen des Glaubens und der Moral mitunter Methoden der Gewalt angewandt haben, die dem Evangelium nicht entsprechen."

Dazu betete der Papst: "In Zeiten der Geschichte haben Christen Methoden der Intolleranz zugelassen. Sie haben das Antlitz Christi entstellt.Erbarme Dich deiner sündigen Kinder. Laß uns bewußt bleiben, daß sich die Wahrheit nur durch die Kraft der Wahrheit selbst druchsetzt."

Kardinal Roger Etchegaray brachte die Spaltungen unter den Christen zur Sprache: "Laß das Eingeständnis der Sünden, die die Einheit des Leibes Christi verwundet und die geschwisterliche Liebe verletzt haben, den Weg ebnen für die Versöhnung und die Gemeinschaft aller Christen".

Der Papst: "Barmherziger Vater, Dein Sohn hat vor seinem Leiden darum gebetet, daß die Gläubigen in ihm eins seien. Doch sie haben Gegegnsätz und Spaltungen geschaffen. Sie haben einander verurteilt und bekämpft. Wir bitten dich um ein reumütiges Herz, damit alle Christen sich in dir und untereinander versöhnen."

Zum christlichen Antijudaismus trug der für den christich-jüdichen Dialog zuständige Kardinal Edward Cassidy das Anliegen vor:

"Wir beten, daß die Christen im Gedenken an die Leiden des Volkes Israel im Lauf der Geschichte die vielen Sünden erkennen, die sie selbst gegen das Volk des Bundes und der Segnungen Gottes begangen haben und daß die Christen so ihre Herzen reinigen."

Dazu betete der Paspt, dessen Wertschätzung der Juden in aller Welt wohl bekannt ist: "Gott unsere Väter, du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, deinen Namen zu den Völkern zu tragen. Wir sind tief betrübt über das Verhalten aller, die im Lauf der Geschichte deine Söhne und Töchter leiden ließen. Wir bitten um Vergebung und wollen uns dafür einsetzen, daß echte Brüderlichkeit herrsche mit dem Volk des Bundes."

Der japanische Bischof Hamao, der für Flüchtlinge und Heimatvertrieben eim Vatikan zuständig ist, trug das Thema Mißachtung der Völker, Kulturen und Religionen vor:

"Manchmals haben sich Christen leiten lassen von Haß und vom Willen andere zu beherrschen, von Feindschaft gegen Anhänger anderer Religionen, schwacher Gruppen wie etwa Einwanderer und Zigeuner".

Dazu das Papstgebet:

"Christen haben die Rechte von Stämmen und Völlkern verletzt, ihre Kulturen und religiöse Traditionen verachtet. Sie haben so das Evangelium verleugnet und der Gewalt nachgegeben."

Kardinal Francis Arinze aus Nigeria, im Vatikan zuständig für den Dialog mit anderen Religionen zum Thema Frauen und Einheit des Menschengeschlechtes: Gemeint war damit auch die Mißachtung der Menschen schwarzer Hautfarbe

"Laßt uns beten für alle, deren Würde und Rechte verletzt wurden, für die Frauen, die oft erniedrigt und ausgegrenzt wurden. Wir gestehen, daß auch Christen Schuld auf sich geladen haben, um sich Menschen gefügig zu machen."

Dazu Johannes Paul II: "Gott, du hast die Menchen nach deinem Bilde geschaffen als Mann und Frau. Du hast die Verschiedenheit der Völker gewollt. Mitunter wurde die Würde deiner Kinder nicht anerkannt. Christen haben Diskriminierung zugelassen aufgrund von Rasse und Hautfarbe. Verzeihe uns!"

Zuletzt trug der vietnamische Bischof Van Thuan, für Gerechtigkeit und Frieden zuständig das Thema Grundrechte der Person vor.

"Laßt uns auch beten für die Minderjährigen, die mißbraucht werden, die Armen, Ausgegrenzten und die Letzten, für die Ungeborene, die im Mutterleib getötet werden oder die für Forshcungzwecke mißbraucht werden."

Dazu das Papstgebet: "Wie oft haben dich auch die Christen nicht wiedererkannt in den Hungernden, Dürstenden, Nackten, in den Verfolgten und Gefangenen, in denen, die am Anfang ihrer Existenz schutzlos sind. Wir beten für alle, die die Kleinen mit Verachtung straften und bitten um Vergebung."

Reaktionen

Im Zusammenhang mit der Vergebungsbitte des Papstes haben katholische Bischofskonferenzen und Bischöfe weltweit ihre Bedauern über die Vergehen der Kirche geäußert.

Die australische Bischofskonferenz hat insbesondere um Vergebung gebeten für die Behandlung der Ureinwohner auf dem fünften Kontinent sowie für Fälle sexuellen Missbrauchs. Die Kirche habe darüber hinaus gegenüber Frauen, Einwanderern und der Jugend Fehler begangen, hieß es in einer in Perth veröffentlichten Erklärung.

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat darauf hingewiesen, dass die vergebungsbitte des Papstes auch zur Schuldaufarbeitung auf lokaler Ebene führen soll. Alle Gemeinschaften trügen so etwas wie eine Schuldgeschichte in sich. Für Österreich nannte Schönborn zwei wesentliche Themen: das konfliktreiche Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten und das Verhalten von Christen gegenüber den Juden. Der Wiener Erzbischof hatte die Priester seines Bistums aufgerufen, am 1. Fastensonntag zusammen mit dem Papst in den Gottesdiensten belastende Ereignisse aus der Orts- und Landesgeschichte in eine Vergebungsbitte hineinzunehmen. Der Grazer Bischof Johann Weber betonte am Sonntag, die Geste des Papstes müsse jeden einzelnen zu der Frage führen, wie es um die persönliche und die gemeinsame Schuld der Menschen stehe. Bloßes Wegwischen, Vergessen und Anklagen mache die Welt nicht menschenwürdiger. Die ganze Welt brauche vielmehr die Fudnamemtsteine der Barmherzigkeit und der Reue.

In Deutschland bekannten mehrere Bischöfe in ihren am Wochenende veröffentlichten Fastenhirtenbriefen Vergehen der Kirche. Zugleich ermunterten sie zu einem selbstbewussten Christsein. hin. Der Trierer Bischof Hermann-Josef Spital sprach von einer Schuld, die die Menschen der Kirche in der Vergangenheit auf sich geladen hätten und es in der Gegenwart noch täten. Der Limburger Bischof Franz Kamphaus rief die Christen zu einem zugleich demütigen und selbstbewussten Glauben auf. Der Erfurter Bischof Joachim Wanke betonte in einem Interview, die Wahrheit könne der kriche nicht schaden. Es gehe darum, dass die kriche demütiger werde. Sie sei keine Kirche der heiligen. Die Christen müssten sensibler werden für Schuld und Unschuld in unserer Mitte, erklärte Wanke.

Kardinal Bernard Law, folgte ebenfalls dem päpstlichen Aufruf zu einer Vegebungsbitte. Bei einem Gottesdienst in der Bostoner Kathedrale erklärte er, die katholische Kirche in den Vereinigten Staaten habe Schuld auf sich geladen in der Billigung der Sklaverei, bei sexuellem Missbrauch durch Priester, im Antisemitismus und in der ungerechten Behandlung von Frauen. Vertreter des Judentums und der Moslems, die an dem Gottesdienst teilnahmen, würdigten das offene Schuldeingeständnis des Erzbischofs.

In ersten Reaktionen auf das Schuldbekenntnis des Papstes bekundete die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Respekt . Es sei "beachtenswert" und "hoch respektabel", dass sich die katholische Kirche ihrer Schuld stelle, sagte ein EKD-Sprecher am Sonntag in Hannover. Die evangelische Kirche wolle den Text der Vergebungsbitte aber noch genauer prüfen und im Verlauf dieser Woche dazu Stellung nehmen. Der Sprecher verwies darauf, dass

viele der vom Papst benannten Fehler wegen der Jahrhunderte langen gemeinsamen Geschichte auch die evangelische Kirche beträfen. Darüber hinaus hätten auch die evangelischen Kirchen seit der Reformation vieles verschuldet, was Buße erfordere.

Der israelische Oberrabbiner, Israel Meir Lau, begrüßte die Vergebungsbitte des Papstes. Er zeigte sich zugleich enttäuscht, dass das Kirchenoberhaupt den Holocaust nicht eigens erwähnt hatte. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. Er wertete die Vergebungsbitte des Papstes dennoch als „historisches Ereignis".

 

Heilig-Jahr-Feier der Rotarier

Der Rotary Club ist ein Zusammenschluss von weltweit über einer Million Menschen. Ihr Wahlspruch ist "Selbstloses Dienen". Mit diesem Motto wollen sie sich über alle Grenzen hinweg für humanitäre Hilfe und Völkerverständigung einsetzen. Auch wenn sich die Rotarier als weltanschaulich nicht gebundene Vereinigung verstehen, sind viele von ihnen überzeugte Christen. Über 15.000 sind aus vielen Ländern Europas nach Rom gekommen, um das Heilige Jahr zu feiern. Am Samstag vormittag haben die Rotarier zusammen mit anderen Pilgergruppen auf dem Petersplatz einen Gottesdienst gefeiert. Papst Johannes Paul II. erinnerte an den Gründer der Rotary Clubs, den Chicagoer Rechtsanwalt Paul Harris: "Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde er sich der Einsamkeit bewusst, die der Mensch in den grossen Städten erfuhr. Als Gegenmittel entwickelte er mit den Rotary Clubs ein immer weiteres Netz freundschaflicher Beziehungen auf der Basis des Verständnisses und des Friedens zwischen den Völkern." Weiter sagte der Papst: "Auch ihr, Rotarier, die ihr grosszügige Boten und furchtlose Zeugen Christi sein wollt, setzt euch ein, dem Menschen von heute Hoffnung zu geben, um die Einsamkeit, die Gleichgültigkeit, den Egoismus zu besiegen." Den Gottesdienst selbst feierte der Präsident des Päpstlichen Kulturrates Kardinal Paul Poupard. Mit ihrem Motto des selbstlosen Dienens machten sich die Rotarier die Sendung und die Liebe Christi zu eigen, sagte Poupard in der Predigt. "Es ist der klare und bewusste Bezug zu Christus, der uns die reine Filantropie vermeiden hilft, um vielmehr eine authentische Nächstenliebe zu leben, eine Filantropie, die aus dem gemeinsamen Bezug zum Vater aller herrührt, aus der gemeinsamen Würde der Kinder Gottes, der Miterben Christi." In dem Mass, in dem die Liebe Christi ihre Handlungen beseele, - so Poupards Botschaft an die Rotarier - werde die Freude in ihre Herzen einziehen.

Fühlt Peking sich durch die angekündigte Heiligsprechung von Chinesen provoziert?

Die baldige Heiligsprechung von Märtyrern aus China hat auch einen politischen Aspekt. Die Ehre der Altäre für 120 Blutzeugen aus dem Reich der Mitte könnte Peking provozieren und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen erschweren. Das haben die Vatikanverantwortlichen jedoch im Blick gehabt. Der Chefredakteur des vatikanischen Fides-Nachrichtendienstes, Bernardo Cervellera, hat erklärt, unter den Kandidaten für die Heiligsprechung seien keine Märtyrer des kommunistischen Regimes. Das zeigt das Feingefühl, mit dem der Vatikan bei derartigen Angelegenheiten offenbar umgehen muss. Der Vatikan legt Wert auf diplomatische Kontakte zu allen Staaten, um so die kirchlichen Tätigkeiten zugunsten der Menschen leichter durchführen zu können. Peking hatte nach der Machtergreifung der Kommunisten 1948 den vatikanischen Nuntius des Landes verwiesen, woraufhin der Vatikan die Nuntiatur in Taiwan eröffnete. Er liegt also nur an Peking, die Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Vatikan ist dazu jederzeit, aber nicht unter allen Umständen bereit. Er besteht auf dem Recht des Papstes, die Bischöfe zu ernennen. Daher muss der Vatikan bei den Heiligsprechungen auch eine gewisse Rücksicht nehmen, um nicht den sehr kirchentreuen und leidgeprüften Katholiken in China zu schaden. Die 120 neuen heiligen Märtyrer stammen alle aus der Zeit vor der

Vatikan

Der älteste Kardinal der katholischen Kirche, der Chinese Ignatius Gong Pin-mei, ist am Sonntag im Alter von 98 Jahren in seinem amerikanischen Exil gestorben. Das meldete der vatikanische Nachrichtendienst Fides. Der Erzbischof von Shanghai hatte seit seiner Entlassung aus 33-jähriger chinesischer Haft die letzten 12 Jahre in den USA gelebt. Auch im amerikanischen Exil galt Gong Pin-mei als Repräsentant und Ansprechpartner der romtreuen chinesischen Untergrundkirche.

Europa

Die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe beginnt am Montag

Am kommenden Montag beginnt in Mainz die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Dabei wird es erneut um die Schwangerenkonfliktberatung gehen. Nach dem beschlossenen Ausstieg der Kirche aus dem staatlichen System wollen sich die Bischöfe mit den Möglichkeiten ihres weiteren Engagements in der Beratungsarbeit befassen. Eine offizielle Erklärung zur Initiative Donum Vitae wird jedoch nicht erwartet. Ausserdem wollen sich die 73 Bischöfe Deutschlands mit den gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften befassen und mit der moralischen Bewertung der Präimplantations-Diagnostik. Weitere Programmpunkte sind die Professio Fidei für Mitarbeiter in Lehre und Verkündigung, der ökumenische Kirchentag im Jahr 2003, und eine erste Lesung der Erklärung zur ökumenischen Mahlgemeinschaft.

Deutschland

Mit Kritik an der weltweit ungleichen Verteilung von Vermögen ist in Frankfurt die Fastenaktion des bischöflichen Hilfswerkes Misereor eröffnet worden. Der Limburger Bischof Franz Kamphaus rief die Christen zur Umkehr auf: „Wo wir dem Evangelium trauen, da wird die Welt nicht schön geredet, da wächst Zivilcourage zum klaren Wort gegen das Verdrängen des sozialen Unrechts", so Kamphaus wörtlich.

Bei einem Festakt zum Auftakt der Misereor-Aktion hatte der Limburger Bischof gestern in der Frankfurter Paulskirche Bundestagspräsident Thierse aufgefordert, das gegen die CDU verhängte Strafgeld von 41 Milliarden Mark für die Entwicklungsarbeit zu verwenden. Das sei besser, als das Geld an die anderen Parteien zu verteilen so Kamphaus.

Europa

Deutschland

Die für die kommenden Jahre erwarteten Mindereinnahmen der Kirchen werden nach Angaben des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck längst nicht so dramatisch ausfallen wie befürchtet. So habe die Kirche im Zuge der Steuerreform mit Einnahmeverlusten von rund 10 Prozent zu rechnen, sagte Beck am Samstag in Mainz. Er rechne damit, dass die finanzielle Basis der Kirchen auch in Zukunft gesichert sei. Rheinland- Pfalz hat derzeit den Vorsitz in der Finanzministerkonferenz inne.

Mit einem Pontifikalamt im Dom zu Worms hat am Samstag ein Jubiläumsjahr zur Erinnerung an den einstigen Wormser Bischof Burchard I. begonnen. Burchard, der vor genau 1000 Jahren Bischof von Worms wurde, gilt als einer der bedeutendsten Rechtsgelehrten des frühen Mittelalters. Danach wurde in Anwesenheit des Mainzer Bischof Lehmann und des rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eine Ausstellung über ihn eröffnet. Weiter haben die Stadt Worms und das Bistum Mainz eine Vielzahl von Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten für das Burchard- Jubiläumsjahr angekündigt.

Mit einer ungewöhnlichen Fastenaktion hat sich das Bistum Limburg in eine Zwickmühle gebracht. Seit Aschermittwoch können sich Handy-Besitzer täglich ein Bibelzitat auf das Textfeld ihres Mobiltelephons senden lassen. Die Bibel-Handy-Gemeinde wächst täglich, die Aktion wird begeistert aufgenommen. Probleme gibt es jedoch damit, dass die Organisatoren nicht mit so großem Zuspruch gerechnet hatten und nun in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Da es bisher durchweg positive Reaktionen gab, hoffen alle Beteiligten sehr auf weitere Spender.

Deutschland

Der Passauer Alt-Bischof Antonius Hofmann ist am Wochenende im Alter von 90 Jahren gestorben. Von 1968 bis 84 leitete er die Diözese Passau mit rund 500.000 Katholiken in mehr als 300 Pfarreien und Seelsorgestellen.

Österreich

Eine positive Zwischenbilanz der Aktion „Grüß Gott 2000" hat der Diözeanrat des Bistums Graz-Seckau gezogen. Im Rahmen der Aktion werden alle 450.000 steirischen Haushalte von sogenannten „Boten" der katholischen Kirche besucht. Die Kirche habe mit der Aktion ein Zeichen gesetzt, dass sie zu den Menschen gehe und dass Kirche sichtbar unter den Menschen lebe, so ein Diözesanvertreter.

Als Ausdruck der seelsorglichen Bemühungen für alle Menschen versteht die Diözese Graz-Seckau auch eine Handreichung zum Thema „Seelsorge mit homosexuellen Menschen", die dem Diözesanrat gestern vorgestellt wurde.

Mit dem ersten Kreuzweg auf elektronischer Basis lenkt das Münster im steirischen Neuberg weltweit die Blicke auf sich. Im Kreuzgang des Gotteshauses sind seit Aschermittwoch Computer-Terminals installiert, die die vierzehn Stationen des Kreuzwegs symbolisieren und via Internet der ganzen Welt zugänglich sind. Der Kreuzweg, der in den einzelnen Stationen Bezug auf das Alltagsleben nimmt und mit Texten des hl. Bernhard von Clairvaux zur Besinnung einlädt, ist bis zum Passionssonntag am 9. April unter der Adresse www.kreuzweg.at abrufbar.

Slowakei

In Bratislawa hat die europäische Rabbinerkonferenz begonnen. Zu der mehrtägigen Konferenz sind rund 175 Rabbiner in der slowakischen Hauptstadt zusammengekommen. Sie beraten unter anderem über die Ausbildung der jüdischen Jugendlichen, die Erneuerung der jüdischen Kultur im nach-kommunistischen Europa sowie die Rückerstattung von Gütern. Die Rabbinerkonferenz sollte ursprünglich in Wien stattfinden, wurde aber aufgrund der politischen Situation in Österreich kurzfristig in die Slowakei verlegt.

Amerika

Chile

Die katholischen Bischöfe haben Ex-Diktator Augusto Pinochet aufgefordert, mit der Justiz zusammen zu arbeiten. Er solle dadurch bei den Ermittlungen wegen Menschnrechtsverletzungen unter seiner Herrschaft mithelfen, heißst es in einer am Wochenende bekannt gewordenen Erklärung der Bischofskonferenz. Darin verurteilen die Kirchenvertreter jeglichen Hass sowie die Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit.

 

 

Asien

Südkorea

Eine Woche nach seinem Papstbesuch hat der Präsident des Landes, Kim Dae-Jung, Nordkorea zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufgefordert. Nach seiner 10-tägigen Europareise, in der er auf einstimmige Unterstützung seiner Vorhaben gestoßen ist, äusserte er sich zuversichtlich, dass die beiden koreanischen Staaten innerhalb der nächsten fünf Jahre ein Friedensabkommen unterzeichnen werden. Neben humanitärer Hilfe wurden Kim in Europa auch mögliche Investitionen für Nordkorea in Höhe von 10 Milliarden Dollar zugesagt.

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