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An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan vom 29.02.-01.03.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Schavan: Senat soll über islamischen Religionsunterricht entscheiden

Muslimische Kinder sollen in deutschen Schulen islamischen Religionsunterricht bekommen. Das fordert die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Annette Schavan. Bei einem Vortrag am Montagabend in der Katholischen Akademie in Berlin rief sie den Senat auf, sich für die Einrichtung der Fächergruppe Religion/Ethik/Philosophie als Wahlpflichfach zu entscheiden. Nötig sei ein gemeinsames Konzept für den Religionsunterricht, das auch die islamischen Organisationen akzeptieren. Ein Konzept, zu dem die muslimischen Eltern, wie auch die staatliche Schulaufsicht Ja sagt. Dabei dürften die innerislamischen Auseinandersetzungen über die Inhalte des Religionsunterrichts nicht ignoriert werden, meinte Annette Schavan in Berlin. Nach Ansicht der CDU-Politikerin ist es mit der Einführung eines Faches Islamkunde nicht getan, wenn es als reines Informationsfach angeboten wird. Denn das könne bei den muslimischen Schülern nicht die Grundlagen schaffen, die für einen Dialog zwischen den Religionen erforderlich seien. Dazu müsse der Unterricht vielmehr die religiöse Sprachfähigkeit und die Bildung eines eigenen religiösen Standpunktes fördern. Der baden-württembergischen Kultusministerin scheint die Einführung der Fächergruppe Religion/Ethik/Philosphie als Wahlpflichtfach, zu der sie den Senat aufrief, als der gangbare Weg.

DIE NACHRICHTEN:

Vatikanstadt

PJPII hat den König von Lesotho, Letsie III, mit seiner Frau und Gefolgschaft in einer Privataudienz empfangen. Lesotho ist ein südafrikanisches Königreich mit rund 2 Millionen vorwiegend christlichen Einwohnern. Der König von Lesotho hatte erst vor rund 10 Tagen geheiratet.

Das Dokument der Internationalen Theologenkommission zur Vergebungsbitte des Papstes wird am kommenden Dienstag im Vatikan vorgestellt. Wie am Mittwoch offiziell bekannt wurde, wird bei der Präsentation im vatikanischen Pressesaal auch der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, dabei sein. In der deutschen Übersetzung umfasst der Text mit dem Titel „Erinnern und Versöhnen. Die Kirche und die Verfehlungen in ihrer Vergangenheit" rund 110 Seiten. Dieses Dokument ist NICHT identisch mit der Vergebungsbitte, die Papst Johannes Paul II. am 12. März bei einem Gottesdienst im Petersdom sprechen wird. Das Theologenpapier erläutert lediglich die theologischen Grundlagen für einen selbstkritischen Rückblick.

Europa

Deutschland

Der Ottawa-Konvention zum Verbot von Landminen haben sich seit dessen In-Kraft-Treten vor einem Jahr 137 Länder angeschlossen. 90 Länder haben das Abkommen bereits ratifiziert. Anti-Personen-Minen würden nur noch von 16 Staaten produziert, früher seien es rund fünfzig gewesen, teilte der deutsche Initiativkreis für das Verbot dieser Waffen mit. Erstmals seien im vergangenen Jahr mehr Minen vernichtet als neu verlegt worden. Auch würden sie kaum noch exportiert, so der Initiativkreis, dem unter andereren der Deutsche Caritasverband angehört.

Die Bischöfliche Aktion Adveniat hat den deutschen Katholiken für ihre Spendenbereitschaft zu Gunsten der Opfer der Überschwemmungskatastrophe in Venezuela im vergangenen Dezember gedankt. Wie das Hilfswerk in Essen mitteilte, kamen bislang rund 220.000 Mark zusammen. Damit sollen vor allem Wiederaufbaumaßnahmen in der besonders betroffenen Diözese La Guaira unterstützt werden.

Die Kampagne „Erlaßjahr 2000" hat die Bundesregierung zu einem Schuldenmoratorium für das von einer Überschwemmungskatastrophe heimgesuchte Mosambik aufgefordert. Das Land müsse nach dem vereinbarten Schuldenerlass weiterhin jährlich 140 Millionen Mark für den Schuldendienst aufbringen. Das teilte die Kampagne „Erlaßjahr 2000" am Montag in Siegburg mit. Sie wird von rund 1.900 entwicklungspolitischen und kirchlichen Gruppen getragen.

Unter dem Motto „Der Klick für den Augenblick" bietet der Orden der Herz Jesu-Priester im Internet eine Begleitung durch die Fastenzeit an. Von Aschermittwoch bis Karfreitag finden Internetbenutzer auf der ordenseigenen Homepage einen geistlichen Impuls. Er besteht aus einem Bibelwort nebst einem persönlichen Gedanken des jeweiligen Autors und einem Gebet.

Über den neuesten Stand der Schmerzbehandlung bei Krebs gibt künftig ein bundesweiter Informationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ Auskunft. Interessierte können ab Donnerstag Informationen über Forschung und Standards in Diagnostik und Therapie abrufen. In den ersten zwei Wochen ist der Info-Dienst von 13 bis 15 Uhr, regulär dann von 13 bis 17 Uhr zu erreichen. Hier die Telefonnummer: 0611 / 422000.

Bei der bundesweiten Lehrstellenbörse des Kolpingwerkes Deutschland in Köln sind innerhalb von drei Jahren rund 400 Anfragen eingegangen. Rund die Hälfte der jungen Stellensuchenden erhielt daraufhin einen Ausbildungsplatz. Wie das Kolpingwerk dazu heute noch weiter mitteilte, könnten Jugendliche, die auswärts eine Stelle annähmen, meisten eine Unterkunft in den zahlreichen Kolping-Wohnheimen finden. Auch würde Unterstützung durch die örtlichen Kolpingsfamilien angeboten.

Der Erzbischof von Fulda, Johannes Dyba, beklagt eine Pervertierung menschlichen Denkens und Handelns. Es komme in der Gesellschaft nicht mehr darauf an, gut zu sein, sondern gut zu scheinen, so Dyba in einem heute vorab veröffentlichten Beitrag der Fuldaer Bistumszeitung. So erkläre sich auch, was in den letzten Monaten offenbar geworden sei, schreibt der Fuldaer Erzbischof, ohne auf die politischen Affären direkt einzugehen.

Der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stefan Vesper, hat die umstrittene Fernsehserie "Big Brother" als "Menschenexperiment" kritisiert. Diese Form von Reality-TV sei gefährlich, weil sie eine Gesellschaft propagiere, in der einer den anderen herausboxt, sagte Vesper im Südwestrundfunk. Er könne nicht verstehen, warum Menschen sich Streit im Fernsehen anschauten, sich den eigenen Konflikten aber nicht stellten.
[nacamar präsentiert: www.bigbrother-house.de]

Der Caritasdirektor in der Diözese München, Peter Neuhauser, hat eine Green Card für Pflegekräfte aus dem Ausland gefordert. Was für Computerspezialisten recht sei, müsse für Pflegekräfte mehr als billig sein, sagte Neuhauser gestern in München. Nach Ansicht des Prälaten ist die Pflegesituation in den Altenheimen und in der häuslichen Pflege dramatisch. Schon heute könnten im Grossraum München nicht mehr alle Planstellen mit Fachkräften aus Deutschland besetzt werden.

Maria Böhmer ist zur stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden und neuen kirchenpolitischen Sprecherin der Union gewählt worden. Die 49-jährige CDU-Abgeordnete aus Frankenthal setzte sich gestern mit 96 zu 74 Stimmen gegen Hermann Kues durch und löste ihn damit im Amt ab. Maria Böhmer ist als stellvertretende Fraktionsvorsitzende ausserdem für Familienpolitik, Bildung und Gesellschaftspolitik zuständig.

Österreich

Der Salzburger Erzbischof Georg Eder hat die EU-Sanktionen gegen Österreich scharf kritisiert. Zu Unrecht werde ein ganzes Volk wegen der verbalen Entgleisungen Einzelner vertreufelt, sagte Eder der Salzburger Bistumszeitung. Die EU gebärde sich als totalitärer Überstaat, der eine stabile Demokratie in die Knie zwingen will, so der Salzburger Erzbischof. Es sei ein Skandal, wenn aus politischen Gründen Sportler von Wettbewerben ausgeschlossen, Folkloregruppen wieder ausgeladen und Klassenfahrten verhindert würden.

Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Donato Squicciarini, ist mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen am Bande" für die Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden. Bundespräsident Thomas Klestil erklärte beim Festakt in der Wiener Hofburg, Squicciarini zeichne sich durch eine tiefe und freundschaftliche Verbindung mit Österreich und seinen Menschen aus. Als Diplomat der Kirche habe der Nuntius beim Ringen um den richtigen Weg der Katholiken im Land stets den Ausgleich betont und das Gespräch gesucht.

EU

Die Europäische Union hat die freie Rückkehr von Erzbischof Emmanuel Kataliko in seine Diözese Bukavu gefordert. Die derzeitige portugiesische EU-Präsidentschaft in Brüssel appellierte an die Rebellenführer im Kongo und an die ruandische Regierung, alles für eine unverzügliche, sichere Rückkehr des Erzbischofs zu unternehmen, damit Kataliko seine seelsorgerische Arbeit forsetzen könne, wie es die Bevölkerung wünscht. Die EU bedauere die Verbannung zutiefst.

Belgien

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Godfried Danneels, hat die geplante Gesetzgebung zur Sterbehilfe kritisiert. Es bestehe die Gefahr, dass auf Kranke und Ärzte Druck ausgeübt werde, um zu lebensbeendenden Maßnahmen zu greifen, sagte Danneels im belgischen Fernsehen. Er sprach sich vielmehr für einen Ausbau der Sterbebegleitung aus. Der derzeit in Belgien diskutierten Gesetzentwurf sieht vor, unter streng begrenzten Umständen die aktive Sterbehilfe straffrei zu lassen.

Großbritannien

Um Priester besser vor ungerechtfertigten Beschuldigungen zu schützen, will die anglikanische Kirche einen „Verhaltenskodex" für Geistliche empfehlen. Diese werden darin unter anderem davor gewarnt, physische Kontakte mit Gläubigen aufzunehmen und Einzelgespräche im Pfarrhaus oder in ihrer Wohnung zu führen.

Die anglikanische Kirche hat eine schärfere Überwachung der Religionssendungen im britischen Rundfunk angekündigt. Die Generalsynode beschloss bei der Frühjahrsvollversammlung in London, gemeinsam mit anderen Kirchen und interessierten Gruppen gezielt und qualifiziert zu protestieren. Damit will sie verhindern, dass religiöse Sendungen weiterhin an Qualität verlieren und vermehrt auf unattraktive Zeiten geschoben werden.

Frankreich

Die Nation wird den 16. Juli künftig als Gedenktag der Judenverfolgung begehen. Ein entsprechendes Gesetz verabschiedete die französische Nationalversammlung gestern in Paris. Bei den Feiern solle auch der Franzosen gedacht werden, die zur Rettung von Juden beigetragen haben. Am 16. und 17. Juli 1942 wurden auf deutschen Befehl im Pariser Radsport-Stadion Vel d Hiv rund 13.000 ausländische Juden zusammengetrieben und anschliessend deportiert.

Der korsische Bischof Andre Lacrampe hat sich für mehr Autonomie für die lokalen Behörden der Insel von Frankreich ausgesprochen. In einer in Paris veröffentlichten Erklärung rief der Bischof zugleich die korsischen Nationalisten auf, umgehend die Waffen niederzulegen, um einen fruchtbaren Dialog zu ermöglichen. Mit Blick auf mögliche Reformen der Institutionen Korsikas fordert Lacrampe eine stärkere Beteiligung der gesellschaftlichen Gruppen. In Frankreich wird derzeit über ein neues Statut für die Mittelmeerinsel beraten.

Kroatien

Der Bischof von Banja Luka, Franjo Komarica, hat freie Rückkehr für alle Flüchtlinge in ihre Heimat gefordert. Vier Jahre nach dem Friedensschluß von Dayton seien von den 70.000 Kroaten, die aus dem Gebiet seiner Diözese fliehen mussten, bisher nur 500 zurückgekehrt. Bei einer Unterredung mit dem Sprecher des kroatischen Parlaments in Zagreb sagte Komarica weiter, dass vor allem die Infrastruktur verbessert und die Wirtschaft wieder aufgebaut werden müsse, um Rückkehrern eine Lebensgrundlage zu geben.

Polen

Kirchenfinanzierung und Heilig-Jahr-Feiern stehen im Mittelpunkt der Tagung der Kirche-Staat-Kommission, die heute in Warschau begann. Wie dazu ein Sprecher des polnischen Episkopats sagte, sei es nach der Ratifizierung des Konkordats zwischen Kirche und Staat zu einer Normalisierung der gegenseitigen Beziehungen gekommen. Deshalb hoffe man, dass sich die gute Zusammenarbeit auch auf die gemeinsamen Feiern zum Jubiläumsjahr 2000 erstrecken möge. So der Sprecher gegenüber der österreichischen Agentur Kathpress.

Sieben europäische Staatschefs werden am 12. März in Gnesen zum 1.000 Jahrestag der Pilgerfahrt von Kaiser Otto III. zum Grab des Heiligen Adalbert erwartet. An der Messfeier mit Kardinal Staatssekretär Angelo Sodano werden unter anderen die Präsidenten von Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Italien teilnehmen. Sie werden auch bei einem ökumenischen Gottesdienst anwesend sein, bei dem Kardinal Jozef Glemp eine Kirchenbotschaft über chistliche Wurzeln Europas proklamieren wird.

Russland

Der für den Süden Russlands zuständige Bischof Clemens Pickel ist besorgt über die Lage der Priester in seiner Region. Katholische Geistliche, die schon seit sechs Jahren oder länger dort leben, zeigen seiner Ansicht nach deutliche Ermüdungserscheinungen. Die Sorge um die Priester sei daher für den Oberhirten eine vordringliche Aufgabe, erklärte das internationale Hilfswerk "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe". Der aus Leipzig stammende Pickel ist seit November 1999 Administrator in Saratow.

Tschechische Republik

Der Prager Erzbischof, Kardinal Milsolav Vlk, hat sein Veto eingelegt gegen die Wahl des Theologen Vaclav Wolf zum Dekan der Theologischen Fakultät der Karlsuniversität. Mit der Wahl Wolfs werde die weitere Entwicklung der Fakultät gebremst, begründete Vlk sein Vorgehen. Er selbst und die anderen tschechischen Bischöfe hätten zu Wolf kein Vertrauen und wünschten sich daher nicht, dass er an der Spitze der Fakultät stehe. Die Haltung Wolfs führe dazu, die Kirche in ein Ghetto einzuschließen und deren Kommunikation mit der Gesellschaft zu beschränken. Dies stehe im Widerspruch zum II. Vatikanischen Konzil, so Vlk.

Türkei

Bartholomaios I., der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, wird heute 60 Jahre alt. Seit 1991 steht er an der Spitze der orthodoxen Christen. In dieser Zeit ist die Bedeutung des Patriarchatssitzes in Istanbul als geistiges Zentrum der Weltortodoxie deutlich gewachsen.

In seiner bisherigen Amtszeit gelang es Bartholomaios trotz Differenzen und Reibungen, Brücken zu anderen christlichen Kirchen und monotheistischen Religionen zu bauen. Gute Kontakte unterhält der Patriarch, der sieben Sprachen fließend spricht, zum Vatikan, den er mehrfach besucht hat.

Italien

Mit rund fünf Millionen Heilig-Jahr-Besuchern in den nächsten drei Monaten rechnet die Stadt Rom. Drei Millionen würden Italiener und zwei Millionen Ausländer sein, teilte die staatliche Jubiläumsagentur mit. Das seien knapp 20 Prozent mehr Pilger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der größte Besucheransturm wird zum Osterfest erwartet.

Afrika

Nigeria

Die Unruhen wegen der Einführung des islamischen Gesetzes weiten sich aus. Bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen in der Stadt Aba im Süden des Landes sollen am Montag mindestens fünfzig Menschen ums Leben gekommen sein. Die katholischen Bischöfe hatten am Montag die Regierung zu entschiedenem Eingreifen aufgerufen. In der vergangenen Woche waren bei Unruhen wegen der Einführung der Scharia in meherern Bundesstaaten in Nordnigeria mehr als 400 Menschen umgekommen.

Kongo-Kinshasa

Führer der verschiedenen Religionen im Kongo haben zu Frieden und Einheit in dem vom Bürgerkrieg zerstörten Land aufgerufen. Bei einer ökumenischen Feier gründeten die Vertreter von Christen, Muslimen und einer Naturreligion zugleich einen „Nationalen Rat". Er soll zu einem friedlichen Ende des Krieges beitragen. An der Feier in der protestantischen Kathedrale in Kinshasa nahmen auch Präsident Kabila, die Regierung, sowie Vertreter Gesellschaftlicher Gruppen und des diplomatischen Corps teil. Die Opposition und die Rebellen blieben dem Gottesdienst fern. Sie warfen den Religonsvertretern vor, sich politisch missbrauchen zu lassen.

Nahost

Israel

Beim Papstbesuch im Heiligen Land wird es nach Ansicht des Oberrabbiners Israel Meir Lau möglicher Weise zu einem "interreligiösen Gipfeltreffen der drei Weltreligionen" kommen. Allerdings habe der muslimische Mufti Ekrem El Sabri noch keine Zusage gegeben, sagte der Meir Lau der "Jerusalem Post". El Sabri weigere sich, einem Oberrabbiner die Hand zu geben. Der diplomatische Vertreter des Vatikans, Erzbischof Pietro Sambi, hatte angedeutet, auf Wunsch des Papstes werde an einem solchen interreligiösen Treffen gearbeitet.

Ultra-orthodoxe Juden protestieren in ihrem Stadtviertel in Jerusalem mit papstfeindlichen Transparenten gegen den Papstbesuch in der zweiten Märzhälfte. Darauf bezeichnen sie PJPII als "den Bösen" und drohen, dass seine Pilgerreise nicht friedlich verlaufen werde. Der Oberrabbiner des Heiligen Landes, Yisrael Meir Lau, wie auch Vertreter der ultra-orthodoxen Juden selbst, verurteilten die Aktion.

Saudi-Arabien

Im Vorfeld der diesjährigen Mekka-Wallfahrt sind bereits über 400.000 muslimische Gläubige im Land eingetroffen. Nach Angaben einer saudi-arabischen Zeitung stammen sie unter anderem aus Indonesien, Pakistan, Thailand, dem Iran und Südafrika. Die Wallfahrt beginnt in diesem Jahr am 14. März.

Asien

Indonesien

"Junge Frau steh auf - Talitha kumi", unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen, der am Freitag begangen wird. In diesem Jahr geht er von Indonesien aus. Ziel der ökumenischen Aktion ist, christliche Frauen auf der ganzen Welt, über Kultur- und Kofessionsgrenzen hinweg, im Gebet zu vereinen. Der Weltgebetstag soll zudem Hilfsprojekte für Frauen in Entwicklungsländer finanziell unterstützen helfen.

Amerika

Vereinigte Staaten

Der Gesundheitszustand des New Yorker Erzbischofs, Kardinal John O`Connor, hat sich weiter verschlechtert. Der 80-Jährige, der vor einem Jahr an einem Gehirntumor operiert wurde, ist im Moment nicht mehr in der Lage, Gottesdienste zu feiern. An seinem 75- Geburtstag hatte der Kardinal Papst Johannes Paul II. seinen Rücktritt angeboten, der bisher aber nicht angenommen wurde.

Der amerikanische Schriftsteller Arthur Miller wirft den US-Politikern Missbrauch der Religion im Wahlkampf vor. Dem Nachrichtenmagazin "Stern" sagte der 84-Jährige Dramatiker, Politik und Religion seien nie getrennt gewesen. Bislang habe jedoch Einigkeit darüber bestanden, den Glauben nicht im Wahlkampf zur Schau zu stellen. Jetzt sei auch diese Schamgrenze gefallen, so Miller weiter.

El Salvador

Die Mehrheit der Bevölkerung hat keine Hoffnung, durch ihre Wahlstimme etwas an den politischen Verhältnissen zu ändern. Bei einer Umfrage der Jesuiten-Universität von San Salvador zeigte über die Hälfte der Befragten kein oder wenig Interesse an den kommenden Parlamentswahlen. Ebenso viele maßen ihrer Stimme keinen Einfluss zu. Nach Ansicht des stellvertretenden Rektors der Hochschule zeigt die Studie, dass sich die meisten Menschen durch die Politiker nicht vertreten sehen.

Radio Vatikan sendet täglich um 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle: 1530 Khz

Kurzwelle: 5880, 7250, 9645 Khz

! ! ! Im Heiligen Jahr 2000 bringt Radio Vatikan Sondersendungen im Stadtgebiet von Rom:

Täglich um 8.35 und 19 Uhr (sonn- und feiertags um 8.45) auf UKW 96,3 und MW 1260 ! ! !

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