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An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan vom 22.02.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Heilig-Jahr-Feier der Römischen Kurie

Am Fest der Kathedra Petri haben die Kurie und die Angestellten des Vatikan das Heilige Jahr gefeiert. Von den 4000 Personen, die im Vatikan arbeiten, sind die meisten Laien, dazu kommen Ordensleute, Priester, Bischöfe und Kardinäle. Bei Sonnenschein zog sich die lange Prozession über den Petersplatz hinauf zur Basilika und durch die Heilige Pforte. Am Ende des Zugs folgte der Heilige Vater mit den Kardinälen. Der Papst sprach in der Predigt über die Berufung Petri, seinen Verrat und seine Bekehrung. "Das Petrusamt gründet nicht auf menschlichen Fähigkeiten und Kräften, sondern auf dem Gebet Christi, der Gott, den Vater bat, dass Petri Glaube nicht wanke", so der Papst. Mit dem Aufruf zur Bekehrung wandte er sich auch an die Kurie: "Unser Überschreiten der Heiligen Pforte, um die Gnade des grossen Jubiläums zu erlangen, muss vom tiefen Geist der Umkehr bewegt sein." Dabei helfe das Lebensschicksal Petri, der seine eigene Schwäche erfahren habe und der dennoch von Christus zum Felsen berufen wurde, auf den er seine Kirche bauen wollte.

 

DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat das Papier der Evangelischen Kirche zur Rechtsstellung homosexueller Paare begrüsst. Damit verfolge die Kirche ziemlich genau die Line der Bundesregierung, so die Politikerin. Die ablehnende Haltung der Kirche gegenüber einer Eintragung solcher Partnerschaften beim Standesamt stiess bei ihr dagegen auf Unverständnis.

Die Beihilfen des Landes Nordrhein-Westfalen zur Besoldung katholischer Geitlicher sind in der SPD-Landesfraktion auf Unverständnis gestossen. Das Land sei zwar zu Zahlungen an die Diözesen verpflichtet, aber die Beihilfe zur Pfarrer-Besoldung sei nicht durch die Staatsverträge festgelegt, so ein SPD-Abgeordneter. Er will nun von der Landesregierung wissen, ob der Kölner Kardinal Joachim Meisner tatsächlich ein monatliches Grundgehalt von knapp 19.000 Mark erhalte und auf welchen Rechtsgrundlagen diese Beihilfen beruhen.

 

Afrika

Nigeria

Ein zweiter Bundesstaat hat am Dienstag offiziell das islamische Recht eingeführt. Nach Zamfara entschied sich nun auch das Parlament von Niger für die Scharia. Drei weitere Bundesländer wollen dem Beispiel folgen. Bei den seit gestern anhaltenden Protesten gegen die Gesetzesreform kam es in der Stadt Kaduna zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen. Dabei sollen mindestens zwanzig Menschen getötet worden sein.

Madagaskar

Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" wird das Land trotz der seit Monaten grassierenden Cholera-Epidemie verlassen. Wie die Organisation in Bonn mitteilte, habe die Regierung von Madagaskar dem Ärzte-Team die Erlaubnis zur Behandlung von Cholera-Patienten verweigert.

 

Nahost

Ägypten

Der Papstbesuch auf dem Sinai wird die seit Jahrhunderten bestehenden Barrieren zwischen den Religionen zum Einfallen bringen, meint der koptisch-katholische Bischof Youhanna Qolta. Auch wenn die Begegnung zwischen Papst Johannes Paul II. und Scheich Mohamed Sayed Tantawi nur ein Höflichkeitsbesuch ist, bedeutet er zugleich die Krönung des vor über 20 Jahren aufgenommenen Dialogs, sagte der Bischof am Montag in Kairo.

Saudiarabien

Mehr als 220.000 gläubige Muslime sind bereits im Land, um Mitte März nach Mecca zu pilgern. Nach ofiziellen Angaben sind die Pilger vor allem mit dem Flugzeug ins Land gekommen. Jedes Jahr nehmen Zehntausend Gläubige dieser Pilgerfahrt teil, die eine der fünf Säulen des Islams ist.

 

Asien

Philippinen

Vertreter der Regierung und der muslimischen Separatisten auf Mindanao haben erneut Friedensgespräche aufgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung der islamischen Minderheit auf einen unabhängigen Staat innerhalb der überwiegend christlichen Philippinen. Die Friedensgespräche mit der Regierung in Manila waren bei der Auflösung des Rebellenheeres durch die Staatstruppen unterbrochen worden.

 

Radio Vatikan sendet täglich um 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle: 1530 Khz

Kurzwelle: 5880, 7250, 9645 Khz

! ! ! Im Heiligen Jahr 2000 bringt Radio Vatikan Sondersendungen im Stadtgebiet von Rom:

Täglich um 8.35 und 19 Uhr (sonn- und feiertags um 8.45) auf UKW 96,3 und MW 1260 ! ! !

Radio Vatikan ist ferner zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital).

· World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr, auf Euromax über MTV-deutsch, Tonunterträger 7.38 MHz .

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