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An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan vom 17.02.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Papst an das Generalkapitel der Oblaten vom Heiligen Josef

Der Orden der Oblaten des Heiligen Josef trifft sich in diesen Tagen zu seinem Generalkapitel. Papst Johannes Paul II. hat der Kongregation in einer Ansprache die religiöse Ausbildung der Jugendlichen in Verbindung mit stärkeren Zusammenarbeit mit den Laien ans Herz gelegt.Die Oblaten vom Heiligen Josef wurden von Beato Giuseppe Marello im Jahre 1878 gegründet. Seitdem kümmern sie sich vor allem um die religiöse Erziehung von Jugendlichen. In den Jugendzentren und in den Schulen, in den Pfarreien und Vereinigungen sollten sie den Jugendlichen das Evangelium auf kühne und klare Weise nahebringen, wünschte der Papst. Das werde um so eher akzeptiert, je beredter ihr eigenes konkretes Beispiel das Wort Gottes bezeuge. Die Oblaten sollten sich dabei den Laien öffnen, um mit ihnen verstärkt zusammenzuarbeiten, denn das werde heute immer nötiger. Papst Johannes Paul II. legte den Oblaten nahe, in ihren Gemeinschaften einen familiären Geist herrschen zu lassen. Er erinnerte dabei an ihren Patron, den Heiligen Josef, der im Verborgenen gewirkt und im Zusammenleben mit der Gottesmutter Maria den heranwachsenden Jesus väterlich beschützt hätte.

 

DIE NACHRICHTEN:

Vatikanstadt

Wenige Tage vor Ablauf seiner Amtszeit hat der scheidende chilenische Präsident Eduardo Frei einen Besuch bei Papst Johannes Paul II. im Vatikan gemacht. Über den Inhalt der 15-minütigen Unterredung wurde nichts bekannt. Kardinal Staatssekreär Angelo Sodano äußerte sich nach einem Gespräch mit dem chilenischen Staatschef besorgt über den Fall des in Großbritannien unter Hausarrest stehenden Ex-Dikators Augusto Pinochet. Dieser habe das Recht, in sein Heimatland zurückzukehren, so Sodano.

Der südkoreanische Staatspräsident Kim Dae-Jung wird am 4. März zu einem Staatsbesuch im Vatikan erwartet. Es ist die erste Visite Kims seit seiner Wahl zum Staatsoberhaupt 1998. Der frühere Oppositionspolitiker und aktive Katholik hatte viele Jahre seines Lebens im Exil und in Gefängnissen verbracht. 1981 war er wegen angeblicher Verschwörung zum Tode verurteilt worden.

Europa

Deutschland

Die katholische Kirche des Landes steht vor der Fertigstellung eines neuen Grundsatzdokuments zu friedens- und sicherheitspolitischen Fragen. Darin wird unter anderem ein „Mangel an effizienten Strukturen" kollektiver Sicherheit beklagt und eine umfassendere Friedenspolitik angemahnt. Nach Informationen der Katholischen Nachrichtenagentur geht es in dem Papier auch um die Frage des Einsatzes von Gewalt als letztes politisches Mittel und den Aufbau einer internationalen Ordnung.

Der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky hat den neuen Standort der Berlinale am Potsdamer Platz kritisiert. Es sei fraglich, ob dies für die Filmfestspiele förderlich sei, sagte Sterzinsky beim ökumenischen Empfang der Kirchen zum Festival. Stattdessen sei zu befürchten, dass er dem Trend zu einer immer stärkeren Kommerzialisierung des Films Vorschub leiste.

Österreich

Caritas-Präsident Franz Küberl hat davor gewarnt, die Gefahr des Rassismus allein an FPÖ-Obmann Jörg Haider festzumachen. Es handle sich um Mechanismen, die in vielen Teilen der Gesellschaft wirksam sind, sagte Küberl der „Kleinen Zeitung". Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs" habe man nicht verkraftet, dass die Menschen die Freiheit, die man ihnen gewünscht habe, in Anspruch nähmen, so Küberl weiter. Rassismus existiere in ganz Europa und die Sanktionen der 14 EU-Länder gegenüber Österreich seien überzogen.

Schweiz

 

Afrika

 

Nahost

Israel

Die Kritik Israels an dem neuen Grundlagenvertrag zwischen dem Vatikan und den Palästinensern hält an. Das Dokument sei ein „Schritt zurück" für die vatikanisch-israelischen Beziehungen, sagte der Präsident der Internationalen Jüdischen Komitees für interreligiöse Beziehungen. Die Sprache des Dokumentes sei beleidigend. Der israelische Minister für jüdische Angelegenheiten forderte hingegen, den Papst bei seinem bevorstehenden Besuch herzlich willkommen zu heißen, auch wenn der Text des Abkommens moralisch und juristisch unannehmbar sei.

 

Asien

 

 

Amerika

 

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