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An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan vom 15.02.2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion heute P.Eberhard v.Gemmingen SJ

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Der Vatikan und die Palaestinensische Befreiungsorganisation PLO haben ein Rechtsabkommen ueber die Arbeit der katholischen Kirche in den Autonomen Palaestinensergebieten unterzeichnet. Der Vatikan nannte das Dokument ein Abkommen von historischer Bedeutung. Am Tag der Unterzeichnung stattete Palaestinenserpraesident Yassir Arafat dem Papst im Vatikan einen Besuch ab.

Die PLO bestaetigt ausdruecklich die Achtung der Menschenrechte und der Religionsfreiheit, konkret die Rechte der Kirche in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen ihrer Schulen, Krankenhaeuser, Altenheime und sonstiger religioeser Institutionen. In der Praeambel plaedieren beide Seiten fuer ein `besonderes international garantiertes Statut fuer Jerusalem`. Dieses muesse Juden, Christen und Muslimen Gleichheit vor dem Gesetz und freien Zugang zu den heiligen Staetten ihrer Religion garantieren. Zudem solle der heilige Charakter der Stadt als universales und religioeses Erbe gewahrt werden. Einseitige Entscheidungen und Aktionen, die den besonderen Charakter und Status von Jerusalem aendern, sind moralisch und rechtlich unannehmbar, heisst es in dem Abkommen.

Der koptisch/katholische Patriarch von Aegypten, Stephanos II. hat zur Vorbereitung auf den Besuch von Papst Johannes Paul II. in Aegypten und auf dem Sinai eine Botschaft an die Katholiken seines Landes gerichtet. Er spricht darin auch im Namen des Rates der katholischen Patriarchen und aegyptischen Bischoefe und erinnert an die Geschichte Gottes mit seinem Land. Aegypten habe schon Abraham und Jakob aufgenommen, hier habe Moses und Jeremias gelebt.

Der katholische Oberhirte erinnert daran, dass der der Bischof von Rom auch den koptischen Papst Schenuda III treffen wird. Das sei ein grosses Zeichen der Einheit unter den Christen. Stephanos bittet die 200.000 katholischen Christen des Landes, sich gut auf den Papstbesuch vorzubereiten.

 

 

DIE NACHRICHTEN:

Vatikanstadt

Papst Johannes Paul II. hat die Katholiken der Slowakei yu einem mutigen und engagierten Zeugnis des Glaubens in der heutigen Gesellschaft aufgerufen. Anlaesslich der Nationalwallfahrt der Slowakei nach Rom sprach er am 15.2. vor rund 3000 Glaeubigen vom Zeugnis fuer die wichtigsten Bereiche des Lebens, der Familie, der Arbeitswelt und der Gesellschaft.

Am 14.2. ist eine Delegation der kolumbianische Regierung und der Rebellenorganisation FARC in den Vatikan gekommen. Sie haben gemeinsam mit Vatikandiplomaten nach einem Ende des 40/jaehrigen Buergerkrieges gesucht. Die Kolumbianer befinden sich derzeit auf eine Reise, die sie durch mehrere Laender Europas fuehrt.

 

Europa

Deutschland

Der Bischof von Osnabrueck, Franz Josef Bode hat einen Neuaufbruch der katholischen Kirche in der Schwangerenkonfliktberatung noch in diesem Jahr gefordert. Man habe jetzt lange genug zurueckgeschaut und muesse einen Schlussstrich unter die Beratung mit Schein ziehen. Die Bischofskonferenz im Fruehjahr muesse ein deutliches Signal setzen. Durch die jahrelange Diskussion zwischen Rom und der Kirche in Deutschland sei die Oeffentlichkeit aber auch fuer das Thema sensibilisiert worden.

Die deutschen Bischoefe laden alle Katholiken Deutschland zur Teilnahme am Eucharistischen Kongress ein, der im Juni in Rom stattfindet. Ein entsprechendes Schreiben geht in diesen Tagen an alle Pfarreien.

Österreich

Kardinal Christoph Schoenborn hat nach einer Nigeriareise bedauert, dass in Oestereich mit zu vielen Klischees ueber die Bewohenr dieses Landes gesprochen werde. In dem mehrheitlich muslimenschen Land gebe es ebensoviele gute und schlechte Menschen wie in Oesterreich. Es gebe hier wie dort Drogenhaendler. Er kritisierte Verallgemeinerungen, die der Lage keineswegs gerecht wuerden.

 

Schweiz

Der Bischof von Chur, Amedee Grab laed zum Tag der dioezesanen Versoehnung ein. Zwei Tage lang sollen die Mitglieder seines Bistums die Moeglichkeit haben, sich miteinander auszutauschen und ihre unterschiedlichen Ueberzeugungen vorzutragen. Daraus sollen neue Wege des Glaubens gefunden werden.

 

Grossbrittanien

Papst Johannes Paul II. hat den bisherigen Bischof von Arundel und Brighton Cormac Murphy/O`Connor zum neuen Erzbischof von Westminster ernannt. Traditionsgemaess wird er als solcher auch Vorsitzender der Bischofskonferenz von England und Wales sowie Mitglied des Kardinalskollegiums. Er folt dem vor mehr als einem halben Jahr verstorbenen und weltbekannten Kardinal Basil Hume.

Murphy/O`Connor war sehr engagiert im oekumenischen Gespraech zwischen der katholischen und er anglikanischen Kirche.

Rumaenien

Der orthodoxe Patriarch Teoctist hat um Vergebung fuer seine Verfehlungen waehrend der kommunistischen Herrschaft gebeten. Um das Ueberleben der Kirche zu sichern, habe er sogar Gotteshaeuser zerstoeren lassen. Er bekenne seine Fehler erst jetzt, weil er vorher keinen Mut dazu gehabt habe.

 

 

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