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An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan vom 08. 02. 2000

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Clemens Behr

AUS UNSERER BERICHTERSTATTUNG:

Sozialdienst katholischer Frauen in Deutschland verkündet Ausstieg aus Schwangerenkonfliktberatung

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) in Deutschland hat seinen Austieg aus der Schwangerenkonfliktberatung verkündet. Das ist das Ergebnis wochenlanger Beratungen, denn eigentlich hatte der SKF wiederholt bekräftig, daß er trotz päpstlicher Weisung an der Beratung festhalten wolle. Nach einer Sitzung des Zentralvorstandes in Köln erklärte der Verband heute, daß es aussichtslos sei, auf eine Respektierung der bisherigen Beratungstätigkeit durch die Bischöfe zu hoffen. Der Ausstieg aus der Beratung geht einher mit einem Vorwurf an die Bischöfe: diese hätten sich nicht ausreichend mit den inhaltlichen Argumenten der Beraterinnen auseinandergesetzt. Zur Begründung seiner Entscheidung verwies der SKF auf einen Brief des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, in dem er die Ausstellung weiterer Beratungsscheine als „nicht realistisch" bezeichnet und mit dem Entzug von Finanzmitteln droht. Außerdem wolle der SKF keine weiteren Auseinandersetzungen wie in Paderborn provozieren; dort hatte Erzbischof Degenhard dem SKF den Ausstieg aus der gesetzlichen Beratung diktiert. Jetzt, so der SKF, muß ein überzeugendes Profil für die Neuausrichtung der allgemeinen kirchlichen Schwangerenberatung stattfinden.

Walter Kasper zur Ökumene

Ökumenisch hat das neue Jahrtausend mit einem historischen Ereignis begonnen: die Öffnung der Heiligen Pforte am 18. Januar in S. Paul vor den Mauern. Vertreter von über 20 christlichen Kirchen und krichlichen Gemeisnchaften waren damals in Romn zusammengekommen. Nach dem gemeinsamen Gebet beginnt nun wieder der Alltag im Dialog der Theologen auf allen Seiten. Dabei stehen in diesem Jahr wichtige Gespräche an, das betonte heute der Sekretär im Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen, Bischof Walter Kasper. Am Rande der Feiern im Januar habe man auch über konkrete Projekte für das Jahr 2000 gesprochen. So werde nach einer Zeit der Zurückhaltung der theologische Dialog mit den orthodoxen Kirchen wiederaufgenommen und zwar im Juli in Baltimor. Dabei wird es unter anderem auch um die Unierten Kirchen sowie das Papstamt gehen. Mit den reformierten Kirchen sollen noch in diesem Jahr Konsultationen über den Ablass stattfinden. Derzeit sei man dabei, Ort und Teilnehmer der Gespräche festzulegen.

 

DIE NACHRICHTEN:

Vatikanstadt

Papst Johannes XXIII wird am 3. September selig gesprochen. Das bestätigte gestern der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Erzbischof Jose Saraiva Martins. Gemeinsam mit Johannes XXIII sollen auch Papst Pius IX und drei weitere Männer zur Ehre der Altäre erhoben werden.

Insgesamt 500 Essen will der Vatikan künftig täglich an die Bedürftigen in Rom verteilen. Gestern hat die erste päpstliche Armenküche ihren Betrieb aufgenommen, in der Via Pfeiffer, gleich hinter dem Petersplatz. An den ersten beiden Tagen sind zwar nur dreizehn warme Essen verteilt worden, der Präsident des Circolo San Pietro, der die Mahlzeiten finanziert, Marcello Sacchetti, beurteilt den Auftakt dennoch positiv.

Europa

Deutschland

Der Islamistenführer Muhammed Metin Kaplan steht wegen Anstiftung zum Mord vor Gericht. Dem Oberhaupt des Islamistenverbandes Kalifatsstaat wird ausserdem vorgeworfen, Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung zu sein. Im Falle einer Verurteilung kann Kaplan nicht ausgewiesen werden, da ihm in der Türkei die Todesstrafe droht.

Österreich

Zu innerem Frieden im Land hat die katholische Friedensbewegung Pax Christi aufgerufen. Der Generalsekretär der Organisation appelierte an Teilnehmer von Protestkundgebungen gegen die neue Regierung, Demonstrationen nicht in Vandalismus und Gewalt ausufern zu lassen. Die Politik warnte Pax Christi davor, Bevölkerungsgruppen auszugrenzen und Grundsätze der Demokratie zu verletzen.

Grossbritanien

Das britische Oberhaus hat die geplante Änderung des Gesetzes zum Sexualunterricht an Schulen abgelehnt. Auch die christliche Kirche, Juden, Muslime und Hindus sprachen sich gegen ein Änderung der sogenannten Section 28, die die Förderung der Homosexualität verbietet, aus. Gerade die katholische Kirche befürchtet, dass neue Unterrichtmaterialien nicht nur über Homosexualität informieren, sondern auch zu deren Praktiken ermuntern werde.

 

Afrika

Ägypten

Nach dem Massakker in el Kusched im Januar ist ein koptischer Priester ist wegen Anstiftung zu Mord und illegalem Waffenbestitz angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, Anführer der Gruppe zu sein, die das Dorf im Süden des Landes angegriffen hat. Bei Auseinandersetzungen zeischen koptischen Christen und Muslimen waren mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen.

Nigeria

Die Lebendigkeit der Kirche in dem westafrikanischen Land gibt Hoffnung für den christlichen Glauben. Diese Ansicht vertritt der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, der sich zur Zeit zu einem einwöchigen Pastoralbesuch in Nigeria aufhält. Anlaß der Reise sind die gemeinsamen Bemühungen der Erzdiözesen Wien und Onithsa, ein Seligsprechungsverfahren für den vor elf Jahren verunglückten Priester Aaron Ekwu einzuleiten. Der gebürtige Nigerianer hatte in Wien studiert und war dort zum Priester geweiht worden, bevor er sich ganz den Wiederaufbau seiner Heimat nach dem Biafra-Krieg widmete. 1989 starb er an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Höhepunkt der Reise Kardinal Schönborns wird die Teilnahme an der Diakonenweihe in der Diözese Ibadan am Samstag sein.

 

Radio Vatikan sendet täglich um 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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!!! Im Heiligen Jahr 2000 bringt Radio Vatikan Sondersendungen im Stadtgebiet von Rom:

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