Willkommen auf der Internet-Seite von Radio Vatikan !
Hier finden Sie unsere Nachrichten vom 15.12.2006
- Kasper:
Christodoulos-Besuch "enorme Etappe" -
- Vatikan: Stoppt Massaker in Darfur -
- Papstprediger für Bußtag wg. Missbrauchsfällen -
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Verantwortlich:
P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Gudrun Sailer
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
THEMEN DES TAGES:
Vatikan: Kardinal Kasper, Christodoulos-Besuch ist
"enorme Etappe"
Als eine “enorme Etappe”
hat Kardinal Walter Kasper das gestrige Treffen des griechisch-orthodoxen
Primas von Griechenland, Christodoulos, mit Papst Benedikt XVI. bezeichnet. Die
Atmosphäre sei sehr entspannt gewesen. Man wolle sich jetzt gemeinsam in die
europäische Wertedebatte einschalten, so der Präsident des päpstlichen
Einheitsrates: “Griechenland ist bereits
Mitglied der europäischen Gemeinschaft, und die orthodoxe Kirche ist dort die
große Mehrheitskirche. Schon aus diesem Grund ist eine engere Zusammenarbeit
bei den Fragen Europas, den christlichen Wurzeln, den christlichen Werten
Europas notwendig. Das ist ein Anliegen des Papstes wie des Erzbischofs von
Athen. Ich denke, diese Zusammenarbeit kann gestärkt werden. Aber das soll dann
auch eine Ermutigung sein für den internationalen theologischen Dialog. Beide
sind sehr dafür, dass wir auf diesem Weg voran gehen.”
Das Treffen sei auch für andere Kirchen eine Ermutigung, den Dialog
fortzusetzen, so Kardinal Kasper: “Wir
geben uns keinen Illusionen hin über die Schwierigkeit der nächsten Phase
dieses Dialogs. Aber ich denke, die Kirchen sind einfach auf Grund der
Situation, aber auch aufgrund des Mandats, das wir von Jesus Christus haben,
aufgerufen, diesen Weg weiter zu gehen und damit auch die Integration von Ost- und
Westeuropa voran zu bringen.”
Zu den Vorwürfen des Moskauer Patriarchats, die katholische Kirche versuche
Gläubige abzuwerben, sagte Kasper, man dürfe das Fehlverhalten einzelner
Priester nicht verallgemeinern. Der Vatikan wolle keinen Proselytismus betreiben.
(rv)
Vatikan-Erzbischof: Stoppt Massaker in Darfur
Der Wille, die Massaker
in Darfur zu beenden, muss vor politischen und wirtschaftlichen Interessen
kommen. Das hat der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls am Sitz der
Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, betont.
Menschenrechtsverletzungen seien in Dörfern und Flüchtlingslagern an der
Tagesordnung und dürften nicht hingenommen werden. Die Opfer in Darfur seien
mehr als statistische Zahlen, so Tomasi. Es reiche nicht, die politischen
Interessen zu bedienen.
"Wir müssen stattdessen uns auf die
Opfer konzentrieren. Der Menschenrechtsrat hat eine wichtige Entscheidung
getroffen - auch wenn sie noch schärfer hätte ausfallen können. Die
verabschiedete Resolution nimmt die internationale Gemeinschaft in die Pflicht,
diese Krise anzugehen."
Der Menschenrechtsrat hatte sich nicht darauf einigen können, die Massaker
in der sudanesischen Provinz zu verurteilen. Eine UNO-Delegation wird sich nun
vor Ort ein Bild der Lage machen. Alle Konfliktparteien, so Tomasi, - Milizen,
Regierung und Rebellen - müssten dazu gebracht werden, die Gewalt einzudämmen.
"Die Gewalt breitet sich aus wie ein
Ölteppich. Es gehört eben gerade zu den dringendsten Maßnahmen, diesen Prozess
der Destabilisierung zu stoppen, der sich in der Region breitzumachen droht.
Beobachter sagen schon, es besteht das Risiko eines zweiten Kongos, wo
Stammesinteressen, Kämpfe zwischen Volksgruppen, wirtschaftliche Interessen,
die Möglichkeit, Öl zu gewinnen, ein Netz von Konflikten bilden können, die man
nicht kontrollieren kann, auf die man nicht sofort angemessen reagieren kann.
Man muss also jenseits dieser Interessen die Gewalt stoppen, dafür sorgen, dass
die Menschenrechte geachtet werden."
Ein vernünftiger und transparenter Dialog sei ein erster Schritt zur die
Lösung der Probleme, so Erzbischof Tomasi, begleitet von Hilfsleistungen aller
Art seitens der internationalen Gemeinschaft. (rv)
Israel: Rückt Steuerbefreiung für Kirche näher?
Geht es voran für die
katholische Kirche im Heiligen Land? Diese Frage begleitet die Gesprächrunden
der bilateralen Kommission zwischen Heiligem Stuhl und Israel, die soeben hat
eine weitere Verhandlungsetappe hinter sich gebracht hat. P. David Jaeger,
Fachmann für die Beziehungen zwischen Kirche und Staat im Heiligen Land: “Thema der Verhandlungen ist die nötige
Wieder-Bestätigung der historischen Steuerbefreiung für die Kirche, die es ihr
erlaubt, ihre karitative und religiöse Aufgabe im Heiligen Land wahrzunehmen.
Diese Steuerbefreiung garantiert auch, dass die Kirche ihr Eigentum vor Gericht
schützen kann. Das würde heißen, ein 80 Jahre altes Gesetz außer Kraft zu
setzen, das kirchliches Eigentum von der Rechtssprechung der Gerichte ausnimmt
und es auf die Ebene der Exekutive stellt. Die Delegationen haben in ihrer
gemeinsamen Mitteilung verständlicherweise nicht über Details gesprochen. Sie
haben aber mitgeteilt, dass sie Fortschritte gemacht haben und beide dazu
entschlossen sind, die Verhandlung zu beschleunigen.”
Die nächste Sitzung der Kommission wird am 29. Januar 2007 stattfinden.
Zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl besteht seit 1993 eine so genannte
“Grundsatzvereinbarung”; die aktuell laufenden Verhandlungen sollen die
Besitzrechte der Kirche im Heiligen Land klären. Die Sozialeinrichtungen können
auf Dauer nur dann existieren, wenn sie ohne Steuerbelastung arbeiten können.
Die meisten Nutznießer sind Palästinenser. (rv)
Vatikan: Hausprediger rät zu neuem Bußtag wegen
Missbrauchsfällen
Der päpstliche
Hausprediger Raniero Cantalamessa hat einen Bußtag zur Solidarität mit den
Opfern pädophiler Priester vorgeschlagen. Der Kapuziner sprach in seiner ersten
Adventpredigt heute vor Papst Benedikt XVI. und der päpstlichen Familie über
die “Seligpreisung der Mühseligen und Beladenen”.
“Die Kirche hat angesichts der
Abscheulichkeiten, die von einigen ihrer Hirten begangen wurden, zu
Hilfsmaßnahmen gegriffen und sich selbst eiserne Regeln auferlegt, um neue
Missbrauchsfälle zu verhindern. Nach der akuten Krise ist der Moment für das
Wichtigste gekommen: vor Gott zu weinen wegen des Missbrauchs “an den
geringsten seiner Brüder”. Könnte man nicht einen Tag des Fastens und der Buße
auf lokaler und nationaler Ebene dort abhalten, wo Missbrauchsfälle besonders
häufig waren? Das Ziel ist, sowohl öffentlich Reue vor Gott als auch
Solidarität mit den Opfern zu zeigen und “eine Versöhnung der Seelen” zu
erlangen, um wieder gemeinsam den Weg der Kirche zu gehen.”
Cantalamessa wandte sich dagegen, dass des Missbrauchs angeklagte Priester
an die Öffentlichkeit gehen und versuchen, die Schuld den Vorgesetzten und der
kirchlichen Gemeinschaft zuzuweisen. (rv)
Vatikan: Weihnachtsgeschenke sollen an DAS
Geschenk erinnern
Weihnachtsgeschenke – ja
gerne, sofern sie an das eigentliche Geschenk erinnern, das uns mit der Geburt
Jesu zuteil wird. Das sagte Papst Benedikt gestern Abend vor mehreren Tausend
Studierenden bei einem Gottesdienst im Petersdom.
“Die Geschenke zu Weihnachten erinnern
uns an das Geschenk schlechthin: Weihnachten ist der Tag, an dem Gott sich
selbst der Menschheit geschenkt hat. Und diese seine Gabe vervollständigt sich
sozusagen in der Eucharistie. Das eucharistische Geheimnis ist der
privilegierte Sammelpunkt all der verschiedenen Bereiche der christlichen
Existenz, einschließlich jener der intellektuellen Erforschung. Liebe Freunde,
treten wir in das Geheimnis von Weihnachten durch die Tür der Eucharistie ein.
Im Stall von Bethlehem verehren wir im eucharistischen Sakrament den Herrn
selbst, der sich zu unserer spirituellen Nahrung gemacht hat, um die Welt von
innen her, vom Herzen des Menschen, zu verändern.” (rv)
DIE NACHRICHTEN:
Vatikan
Der Vatikan will die neue UNO-Konvention über die
Rechte von Menschen mit Behinderungen nicht unterzeichnen. Zwar enthalte sie "viele hilfreiche
Artikel", erklärte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den
Vereinten Nationen, Erzbischof Celestino Migliore, vor der UNO-Vollversammlung
in New York. Artikel 25 der Konvention gestatte jedoch Behinderten ein Recht
auf "fortpflanzungsmedizinische Maßnahmen". Da in einzelnen Staaten
auch Abtreibung unter diese Kategorie falle, sei der Heilige Stuhl nicht in der
Lage, das Dokument zu unterzeichen, so Migliore. Eine mögliche Abtreibung stehe
auch in Widerspruch zu Artikel 10 der UNO-Konvention selbst, der das Recht auf
Leben jeder Person festschreibt. Es sei tragisch, dass Regelungen, die
Behinderte vor Diskriminierung schützen sollten, auch dazu benutzt werden
könnten, behinderten Ungeborenen ihr Lebensrecht streitig zu machen. Das
"positive Potential" der Behinderten-Konvention werde nur realisiert,
wenn alle nationalen Gesetzgebungen mit Artikel 10 der Konvention
übereinstimmten, betonte der Vatikan-Vertreter. Der Vatikan beziehungsweise der
Heilige Stuhl ist als einziger weltweit anerkannter Staat nicht Vollmitglied der
Vereinten Nationen, sondern hat einen Beobachterstatus. Als Begründung führt er
an, "absolute Neutralität" wahren zu wollen. Eine Vollmitgliedschaft
führe zwangsläufig zu Verwicklung in politische, militärische und
wirtschaftliche Auseinandersetzungen. (rv/kna)
Papst Benedikt XVI. hat den neuen
koptisch-katholischen Patriarchen Antonios Naguib in Audienz empfangen. Der
71-jährige Naguib war im März von der Synode gewählt worden, der Papst hatte
ihm Anfang April die Kirchengemeinschaft zugesprochen. Eine formelle
Bestätigung der Wahl durch den Papst ist nach dem Kirchenrecht nicht nötig. Das
Patriarchat von Alexandrien sei von einer reichen spirituellen wie
theologischen Tradition getragen, die zum "Erbe der Kirche" gehöre,
so Benedikt heute beim persönlichen Antrittsbesuch Naguibs im Vatikan. Der
Papst betonte vor allem den Erziehungs- und Bildungsauftrag, den die koptische
Kirche erfülle. Zum katholischen Patriarchat von Alexandrien mit Sitz in Kairo
gehören rund 200.000 Christen. Die Kirche mit sechs Diözesen verfügt über etwa
100 Volksschulen und einige Gymnasien. (rv)
Der orthodoxe Erzbischof von Athen hat
dem Papst für die Überreichung einer Reliquie des Apostels Paulus gedankt.
Christodoulos nahm gestern Abend in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern zwei
Glieder der Kette in Empfang, die der Legende nach den Heiligen in der
Gefangenschaft fesselte. “Wir wünschen, dass diese Kette des Apostels Paulus
wie ein Band der Liebe das unzerreißbare Bindeglied zwischen Orient und
Okzident darstellt”, so der griechisch-orthodoxe Erzbischof in seiner
Dankesrede. Die Reliquie wurde Christodoulos vom Erzpriester der Basilika,
Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo, überreicht. (rv)
Europa
Österreich
Lob und Tadel haben die
Koalitionsverhandler von SPÖ und ÖVP heute von kirchlichen bzw. kirchennahen
Organisationen geerntet. Die von Kirchen und der Gewerkschaft dominierte
"Allianz für den freien Sonntag" begrüßte das "klare Votum für
den freien Sonntag" und das Bekenntnis der verhandelnden Parteien zu
Zeitwohlstand und Lebensqualität. Die Katholische Jugend Österreich (KJÖ)
vermisst jedoch bei den Verhandlungen das Thema Jugendarbeitslosigkeit: Im
Wahlkampf sei davon noch viel die Rede gewesen, derzeit sei davon aber
"nichts mehr zu hören", bemängelte die KJÖ in einer Aussendung. (kap)
Für Migrantinnen, die durch den
Kindergelderlass von Sozialministerin Ursula Haubner in eine akute Notsituation
geraten sind, steht nun ein Hilfsfonds zur Verfügung. Gespeist wird er aus
Spenden- und Sponsorengeldern, wie Caritas und Rotes Kreuz mitteilten. Die
Schirmherrschaft über den Fond für Migrantinnen hat Kardinal Christoph
Schönborn übernommen. Mit den derzeit zur Verfügung stehenden 300.000 Euro
können bis zu 1.000 Mütter und ihre Babys unterstützt werden. Der "Haubner-Erlass"
verursache dramatische Härtefälle, sagte Michael Landau, Caritasdirektor der
Erzdiözese Wien. "Unser Ziel ist es, jenen Betroffenen, die sich in einer
Notlage befinden, rasch Unterstützung zukommen zu lassen." (kap)
Schweiz
Ein Engel hält statt einer Kerze eine
brennende Dynamitstange in den Händen. So sieht das aktuelle Werbebild für
das Welttheater im Schweizer Klosterdorf Einsiedeln aus. "Terror,
Naturkatastrophen und auch Seuchen" würden ihren Niederschlag im Stück
finden, kündigt Regisseur Volker Hesse an. Das Einsiedler Welttheater wird vom
22. Juni bis 8. September 2007 aufgeführt. Zwar ist die Fassung 2007 des
Welttheaters noch nicht aufführungsreif fertig geschrieben, doch die zuständige
Welttheater-Gesellschaft hat dem ungewöhnlichen Erscheinungsbild für das
Welttheater 2007 bereits zugestimmt. Bereits die erste Werbung für das
Welttheater 2007 hatte im vergangenen März für Aufregung und Kritik gesorgt: Zu
sehen war eine Fotomontage mit einem Flugzeug, das auf die Türme der
Klosterkirche Einsiedeln zuraste. Kritiker äußerten damals die Befürchtung,
dass damit in der Bevölkerung unnötig Angst geschürt werde. Die Tradition des
"Einsiedler Welttheaters" verdankt Einsiedeln einem weitsichtigen
Durchreisenden, der das besondere Ambiente des Einsiedler Klosterplatzes als
perfekte Szenerie für Calderóns Welttheater erkannte. Unter seiner Leitung
wurde das Spiel 1924 zum ersten Mal aufgeführt. Seither haben rund eine Million
Zuschauer das "Einsiedler Welttheater" besucht. (kipa/rv)
"Eine Million Sterne" will
Caritas-Schweiz am Samstag mit ihrer Weihnachtsaktion leuchten lassen. In
der ganzen Schweiz werden 60 000 Kerzen brennen. Die Aktion soll ein Zeichen
für Solidarität und sozialen Zusammenhalt setzen. Die Kerzen werden ab 16 Uhr
während mehrerer Stunden brennen. Das Hilfswerk platziert sie in 70 Schweizer
Städten und Gemeinden an wichtigen Plätzen, wie die Caritas in einer Mitteilung
schreibt. Die Zahl der Menschen, die sich allein gelassen fühlen, wächst laut
Caritas weiter. Deshalb will die Organisation mit der Aktion "Eine Million
Sterne" einen Anlass schaffen, der den Willen für eine solidarische
Schweiz zum Ausdruck bringt. Die Aktion wird in diesem Jahr zum zweiten Mal
durchgeführt. Im Vorjahr wurden über 120 000 der sternförmigen Teelichter
verkauft. Mit dem Erlös wurden je zur Hälfte Caritas-Projekte in der Schweiz
und im Südsudan unterstützt. (pm)
Afrika
Ruanda
Ein Priester hat von einem
UNO-Kriegsverbrechergericht eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren erhalten. Er
habe Milizen dazu angestiftet, in einer Kirche, in der Tutsis während des
Völkermords 1994 in
Ruanda Zuflucht suchten, Feuer zu legen und das Gotteshaus anschließend mit
einem Bulldozer zu zerstören. Dabei sind 2.000 Tutsis ums Leben gekommen. Das
internationale Kriegsverbrechergericht für Ruanda in Tansania befand Pater
Athanase Seromba vorgestern für schuldig; durch die Anstiftung zur Tat habe er
ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. (ap)
Nahost
Israel
Der anglikanische Bischof von Jerusalem,
Riah Hanna Abu El-Assal, steht im Verdacht der Korruption und Begünstigung.
Eine viermonatige kircheninterne Untersuchung habe ergeben, dass der 70-Jährige
eigenmächtig Versicherungsverträge für die beiden anglikanischen Schulen in
Nazareth und Jerusalem abgeschlossen und dafür Provisionen erhalten habe,
berichtete die Tageszeitung “Jerusalem Post” unter Berufung auf den 35-seitigen
Untersuchungsbericht. Der Bischof habe erklärt, es als “humanitäre Hilfe” für
seinen in finanzielle Nöte geratenen Sohn getan zu haben. Anglikanische
Kirchenkreise in Jerusalem sprachen gegenüber der Katholischen
Nachrichten-Agentur von der “Spitze eines Eisbergs”. (kna)
Asien
Philippinen
Die Bischöfe des Landes haben zu einem
nationalen Aktionstag zur Verteidigung der Verfassung und der Demokratie
aufgerufen. Für den kommenden Sonntag kündigt die Kirche gemeinsam mit
gesellschaftlichen Gruppen in der Hauptstadt Manila eine Demonstration gegen
die Änderung der Verfassung an. Laut Vorschlag von Präsidentin Gloria Arroyo
soll künftig für Verfassungsänderungen das Votum der Abgeordnetenkammer
ausreichen, während die Zustimmung des Senats und Referenden entfallen sollen.
Daran hatte sich eine nationale Debatte entzündet, in der die Kirchen zu einem
offenen und transparenten Dialog aufrufen. Das Beharren auf die Änderung der
Verfassung sei "der beste Beweis", dass die Regierung korrupt sei, so
Socrates Villegas, Bischof von Balanga. (fides)
Ozeanien
Australien
Die Gesetzesgeber haben das
therapeutische Klonen legalisiert. Der Gebrauch embryonaler Stammzellen für
die entsprechende Forschung ist nun erlaubt, trotz der Bedenken des
Premierministers John Howard. Sowohl der konservative Premier als auch
Oppositionsführer Kevin Rudd waren gegen die
Entscheidung des Parlaments. Der Katholik Rudd sagte, er könnte nicht ein
Gesetz befürworten, das beabsichtige, mit dem menschlichen Leben zu
experimentieren. (cns)
Amerika
Mexiko
Der Ordensgeistliche Florencio Maria
Rigoni ist mit dem Mexikanischen Menschenrechtspreis 2006 ausgezeichnet worden.
Damit wird der Pater für seinen besonderen Einsatz für die Migranten von
Zentralamerika geehrt. Während der Verleihungsfeierlichkeiten vorgestern nannte
der mexikanische Präsident Felipe Calderon den Pater “einen Samariter”, der
Menschen hilft, die er nicht kennt. Pater Rigoni leitet seit zehn Jahren in
Tapachula einen Zufluchtsport für Migranten ohne Papiere in Südmexiko. (cns)
Vereinigte
Staaten
Der Nahostkonflikt sollte in der
Außenpolitik Spitzenpriorität haben. Dazu riefen knapp 30 christliche,
jüdische und muslimische Religionsführer der USA die Bush-Regierung und den
neuen Kongress auf. Frieden sei entscheidend für den Glauben, das gelte für
alle drei Religionen, so die Religionsführer in ihrem gestern veröffentlichten
Statement. Sie forderten ein Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice,
um mit ihr die “drängende Situation” im Mittleren Osten zu diskutieren.
Außerdem solle über die Notwendigkeit einer “aktiven, fairen und festen Führung
der Vereinigten Staaten” gesprochen werden, um einen umfassenden Frieden in der
Region zu begünstigen. Der aktuelle Waffenstillstand in Israel und den
Autonomiegebieten böte Hoffnung, um Verhandlungen wieder aufzunehmen.
Militärische Aktionen könnten den Konflikt Konflikt nicht lösen. (cns)
Vereinte Nationen
Südkoreas früherer Außenminister Ban Ki Moon ist
als achter Generalsekretär in der Geschichte der UNO vereidigt worden. Der 62-jährige löst zum Jahreswechsel
Kofi Annan ab, der das Amt nach zehn Jahren abgibt. In seinem Amtseid vor der
Vollversammlung in New York sagte Ban zu, nur den Interessen der UNO zu dienen
und keine Weisungen von Regierungen oder anderen Organisationen anzunehmen.
Ohne seinen Vorgänger zu nennen, sagte Ban, dass er als seine Hauptaufgaben
betrachte, dem manchmal schwachen UNO-Generalsekretariat neues Leben
einzuhauchen und neues Vertrauen zu wecken. Zugleich wolle er die höchsten
ethischen Standards setzen. (pm)
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Die Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung
“Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung
sind u.a. die Agenturen kna, kathpress, ansa,
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ap, adn-kronos,
upi, cns,
uca, misna,
Kirche in Not, Osservatore Romano, – die
Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der
Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate
oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der
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Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer
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Programmvorschau:
Heute Abend, 15.12.2006: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Orthodoxer
Erzbischof von Athen beim Papst – wir sprechen darüber mit Vatikan-Kardinal
Walter Kasper / Über die Unentbehrlichkeit der alten Kirchenväter / Warum der
Vatikan die UNO-Konvention zu den Rechten Behinderter nicht unterzeichnet / Das
Friedenslicht aus Bethlehem kommt in den deutschen Sprachraum / Ausstellung:
Krippen aus Neapel in Traunstein
Samstag Abend, 16.12.2006: Der Politiker Klaus Töpfer zu den Ereignissen der Woche
Außerdem: In die Feder geschrieben. Heute: Franz
Jägerstätter
Sonntag Abend, 17.12.2006: Aldo Parmeggiani –
Aktenzeichen
Emil Brunner (1889-1919) - Schweizer Theologe “Zwischen den
Zeiten”
Montag Abend, 18.12.2006: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Warum es gefährlich
ist, Moslems zu bekehren – ein Gespräch mit dem Bischof für Arabien, Paul
Hinder
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Nachrichtenarchiv von Radio
Vatikan:
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/archivio.asp
Radio Vatikan sendet täglich
16.00 h “Treffpunkt Weltkirche”
(KW 5885, 7250, 9645)
20.20 Uhr “Magazin”: (1530 kHz,
4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)
6.20 Uhr Wiederholung des
“Magazins” vom Vortag (1530 kHz, 4005 kHz, 7250 kHz)
Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:
· Radio
Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz
7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 /
Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 /
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von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio
Stephansdom um 19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
· Radio
Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und
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im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
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