Stichwortsuche
Archiv
Programmvorschau
Freundeskreis
Real Audio
www.kath.de

Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan aus der Zeit von Freitag, 17.12.1999 bis Montag, 20.12.1999

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Gabi Verbeek

 

Europa

Deutschland

Der Berliner Kardinal Sterzinsky hat den erweiterten Familienbegriff der CDU in ihrem "Forderungskatalog zur Entlastung von Familien" kritisiert. Er sehe mit Sorge, daß die Entwicklung weggehe vom klassischen Bild der, auf Ehe gegründeten Familie. Immerhin gebe es das klare Bekenntnis, daß die Ehe die beste Grundlage der Familie sei. Einer Partei, die ihr Programm auf der Grundlage des christlichen Menschnbildes entwickelt sehe, könne man abverlangen, daß sie die Werte wahrt und die Institution Ehe achte, so der Erzbischof.

Die freien Wohlfahrtsverbände in Deutschland müssen mit erheblichen personellen Engpässen rechnen - das hat der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Dieter Hackler gesagt. Durch die ab 1. Juli 2.000 geplante Verkürzung des Ersatzdienstes von 13 auf elf Monate werden im sozialen Bereich 50.000 Zivildienstleistende fehlen, sagte Hackler im Südwestrundfunk.

Deutschland

Die Todesurteile eines nationalsozialistischen Standgerichts gegen 13 polnische Geistliche sind aufgehoben worden. Die Pressestelle des Landgerichts Berlin teilte mit, dass die zuständige Staatsanwaltschaft die Todesurteile als eindeutig politisch motiviert bezeichnet hat. Damit sind sie ungültig. Die Nazi-Urteile waren 1939 über den Lubliner Bischof Marian Fulman, einen Weihbischof und 11 weitere Geistliche verhängt worden. Sie wurden zwar nicht vollstreckt, aber von den Betroffenen überlebten wegen der Misshandlungen im KZ nur vier das Kriegsende. Für die offizielle Aufhebung der Todesurteile hatte sich der Ko-Vorsitzende der Kontaktgruppe der Polnischen und Deutschen Bischofskonfenz, Bischof Walter Kasper eingesetzt.

Der Videospot "Toys" gegen Kinderprostitution im Tourismus wird nun auch von 17 Fernsehsendern kostenlos ausgestrahlt. Das teilte das Kinderhilfswerk "Terre des Hommes" in Osnabrück mit. Unter den Sendern sind auch ZDF, 3 sat, WDR, Deutsche Welle und RTL 2. Durch das Massenmedium Fernsehen könne ein breites Publikum für dieses Thema sensibilisiert werden.

Der Ausdruck "Millennium" ist von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres 1999 gekürt worden. Wie kaum ein anderes Wort sei "Millennium" seit Monaten in allen Medien vertreten gewesen. Das Wort, das sich aus "mille" - tausend und "annum" - Jahr zusammensetzt, stehe ausschließlich für das Jahr 2000. Auf den Plätzen bis 10 stehen noch: Kosovokrieg, Doppelpass und Sofi für Sonnenfinsternis.

 

Österreich

Das "Friedenslicht von Bethlehem" wird an 22 europäische Staaten weitergereicht. Bei einer ökumenischen Lichtfeier in der evangelischen Auferstehungskirche in Wien übernahmen Pfadfinder die wandernde Flamme aus der Geburtsgrotte im Heiligen Land. An Heiligabend soll das Friedenslicht mit der Bahn in ganz Österreich verteilt werden. Es kann dann in den meisten Pfarren, an den Bahnhöfen, in den ORF-Studios und an allen Rotkreuzdienststellen abgeholt werden. An Weihnachten soll es in möglichst vielen Häusern als Zeichen des Friedens brennen.

Über 2.500 Jugendliche haben am Sonntag trotz Regen und Kälte am traditionellen Ranfttreffen teilgenommen. Die Begegnung ist nach Angaben der Organisatoren die größte kirchliche Jugendveranstaltung des Alpenlandes. Höhepunkt war ein nächtlicher Gottesdienst in der Ranftschlucht inmitten eines Lichtermeers von Fackeln und Kerzen.

 

Schweiz

Unter dem Namen "Das Neue" soll eine Ausgabe des "Neuen Testaments" vom 1. bis 22. April in die Regale kommen. Beteiligt sind die Migros-Filialen sowie Ex Libris, Globus und ABM. 10 Franken soll die Bibel-Ausgabe kosten. Die Initiatoren rechnen mit dem Absatz von insgesamt 200.000 Exemplaren in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. "Das Neue" ist wie ein Schokoriegel verpackt, mit Bildern und Fotos illustriert, mit Anmerkungen versehen und in leicht verständlicher Sprache geschrieben. Damit sollen auch ungeübte Bibelleser angesprochen und an den Text des Neuen Testaments herangeführt werden.

"Bibel 2000" heißt die Initiative, die von der Schweizerischen Bibelgesellschaft, dem Bibellesebund sowie dem Schriftenmissionswerk "Christus für alle" ins Leben gerufen worden ist. Der Verkauf der Bibelausgabe im Supermarkt soll mit Werbeaktionen - wie Plakaten und Inseraten - begleitet werden. Ob das Projekt tatsälich realisiert wird, soll noch vor Weihnachten entschieden werden.

Italien

Die italienische Regierung hat am Wochenende einen Gesetzentwurf zum Schuldenerlaß zu Gunsten der ärmsten Länder beschlossen. Im Jahr 2.000 sollen demnach mehreren Entwicklungsländern Schulden in einer Gesamthöhe von umgerechnet drei Milliarden Mark gestrichen werden. Rom folgt damit den Beschlüssen des G-7-Gipfels in Köln vom Juni dieses Jahres. Die britische und die französische Regierung haben bereits ähnliche Schritte angekündigt. PJPII hatte einen Nachlass der Schulden für die ärmsten Länder bereits 1991 in der Enzyklika "Centesimus Annus" gefordert.

Im mittelitalienischen Orvieto ist die Kirche "San Giuseppe" eingestürzt. Nachdem am Freitagabend bereits eine Wand des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäudes zusammengebrochen war, stürzte gestern der Kirchturm größtenteils ein. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Frankreich

Ein Verwaltungsgericht hat zu Gunsten einer muslimischen Schülerin entschieden, die wegen des Tragens eines Kopftuches von der Schule ausgeschlossen worden war. Die Behörden hätten der Schülerin dadurch moralischen Schaden zugefügt, so die Begründung des Verwaltungsgerichtes im nordfranzösischen Caen.

Großbritannien

Katholiken sind auch künftig von der britischen Thronfolge ausgeschlossen. Ebenso darf der Monarch keinen Katholiken heiraten. Das Büro von Premierminister Tony Blair lehnte mit dieser Entscheidung eine Eingabe schottischer Abgeordneter ab, die dieses aus dem Jahr 1701 stammende Gesetz abschaffen wollten. Zur Begründung sagte das Büro: eine entsprechende Verfassungsänderung wäre zu kompliziert. Die schottischen Kritiker des Gesetzes reagierten enttäuscht: der Thronfolger könne Muslime, Buddhisten, Scientologen oder Sonnenanbeter heiraten, nur keinen Katholiken - sagte ein Sprecher. Es sei unfair, an dem alten Stigma festzuhalten.

Ein Astronom will das Geheimnis um den Stern von Bethlehem gelüftet haben. Er sei wahrscheinlich ein neuer Stern gewesen, und möglicherweise identisch mit dem 1925 gesichteten "Do Aquilae", schreibt Mark Kidger in seinem soeben erschienenen Buch "Der Stern von Bethlehem".

Irland

Die Zahl der Gottesdienstbesucher auf der traditionell katholischen Insel ist in den vergangenen zwei Jahren gesunken, und zwar um 3 %. Laut Umfragen gehen aber immer noch über die Hälfte der Bürger wöchentlich einmal zur Kirche. Für "sehr wichtig" halten den Glauben allerdings nur 27 % der Befragten. 44 % meinen, es gebe "viele wahre Religionen".

Asien

Macao

Der katholische Bischof hat versprochen, auch nach der Wiedereingliederung der portugiesischen Kolonie an China, seine Arbeit fortzusetzen, damit seine Gläubigen weiterhin mutig ihre Meinung äußerten. Nach Auffassung des Bischof, werde die freie Meinungsäußerung zukünftig für gläubige Katholiken schwieriger werden. Die Rückgabe Macaos an China, in der Nacht vom Sonntag auf Montag, nach 442 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft, werde von vielen als Untergang der Kirche gesehen, so der Bischof. Er habe Vertrauen in seine Gläubigen, die ihre Rechte und ihren Glauben verteidigen werden.

Die Religionsfreiheit in Macao ist nach Rückgabe der ehemaligen portugiesischen Kolonie an China nach Einschätzung katholischer Persönlichkeiten nicht bedroht. Die Katholiken werden ihre Aktivitäten und öffentliche Kundgebungen fortsetzen, sagte der Caritasdirektor Macaos, Pater Lancelot Rodrigues, in einem Zeitungsinterview. Was sich jedoch ändern werde: Bisher seien Priester und Angestellte von der portugiesischen Regierung bezahlt worden. Dies müsse nun von der örtlichen Kirche selbst getragen werden.

Ost-Timor

Mehr als 100.000 ost-timoresische Flüchtlinge befinden sich nach Angaben von amnesty international im noch in Lagern West-Timors. Viele von ihnen seien praktisch Gefangene der pro-indonesischen Milizen, die Ost-Timor nahezu zerstört hätten, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Die indonesische Regierung habe die Milizen noch immer nicht aufgelöst und entwaffnet. Sie erschwerten die sichere Rückkehr der Flüchtlinge.

Israel

Zur Vorbereitung der Papstvisite im kommenden Jahr ist eine Vatikandelegation ins Heilige Land gereist. Sie traf dort sowohl mit palästinensischen als auch mit israelischen Behörden zusammen. Die israelische Regierung erklärte, der Papst werde vom 21. bis zum 26. März 2000 das Land besuchen.

Amerika

Venezuela

Bei der Caritas Venezuela gehen die Lebensmittel- und Medikamentenvorräte für die Opfer der landesweiten Überschwemmungskatastrophe zur Neige. Wie der Verband mitteilte, seien die Vorräte bereits nächste Woche erschöpft. Der Landesverband habe Helferteams aufgestellt und Krisenstäbe gebildet. Caritas international hat nach eigenen Angaben bereits 100.000 Mark an Soforthilfe für die Überschwemmungsopfer bereitgestellt. Unterdessen hat auch das Deutsche Medikamenten-Hilfswerk action medeor eine erste Lieferung nach Venezuela geschickt. Darunter Schmerzmittel, Antibiotika und Verbandsmaterial.

Peru

An die 1500 Künstler werden am kommenden 31. Dezember im Inkatempel von Sac Say Uaman zum Fest des Mondes erwartet. Die Feiern in der berühmten Ruine bei Cuzco sollen durch die bisher größte Darbietung von Riten, Tänzen und Liedern der uralten Inkakultur eingerahmt werden. Ebenso sollen auch andere historische Kultstätten wie die Pyramide von Giza in Ägypten zum Fest des Mondes durch riesige traditionelle Feierlichkeiten wiederbelebt werden.

 

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

top