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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie Nachrichten von Radio Vatikan aus der Zeit von 13. Bis 16.12.99

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: P:Eberhard v.Gemmingen SJ

Vatikan

Am 13.Dezember ist im Vatikan die Friedensbotschaft von Papst Johannes Paul II. für den 1.Januar 2000 veröffentlicht worden. Sie steht unter dem Motto "Frieden auf Erden den Menschen, die Gott liebt." Der Papst betont darin, daß es Frieden nur geben könne, wenn die Würde und die Rechte der Personen geachtet und wenn die größte Armut überwunden würde. Ein vatikanischer Fachmann erläuterte dazu, der Papst wünsche von den Vereinten Nationen auch ein neues Konzept für die humanitären Maßnahmen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit könnten nie als interne Angelegenheiten bezeichnet werden. Die UNO müsse Grenzen und Bedingungen für humanitäre Einmischung definieren. Es gehe darum ein internationales Gewissen zu schaffen.

Vatikan

Papst Johannes Paul II. hat Ruanda, Burundi und die übrigen Staaten im Bereich der "großen Seen" Afrikas vorgeschlagen, sich einen Vermittler zu suchen, um die kriegerichen Konflikte möglichst bald zu beenden. Beim Empfang für die neuen Botschafter von Ruanda und Burundi am 16.Dezember sprach er gleichzeitig zu den Diplomaten aus Dänemark, Singapur und Pakistan, die ihre Beglaubigungsschreiben überreichten. Frieden im Herzen von Afrika ist nach Ansciht des Papstes auch Voraussetzung für Entwicklung und Zusammenarbeit zwischen den Staaten.

Der Papst hat die Studierendem zu einem neuen Humanismus aufgerufen. Der Mesnch müsse im Zentrum der Wissenschaft stehen. Bei der traditionellen Messe für die Studenten der päpstlichen Universitäten in Rom sagte er wörtlich "Liebt das Studium, liebt das - immer umfassender werdende Wissen, das durch Auseinandersetzung bereichert wird." Die Jugend solle sich mit Mut dem neuen Jahrtausend stellen.

Der Paspt hat bei der Generalaudienz am 15.12. die Christen aufgerufen, das Jubiläumsjahr 2000 zu nutzen, um die Strukturen der Sünde zu überwinden. Die heutige Gesellschaft sei durch eine antisolidarische "Kultur des Todes" gekennzeichnet, die zunehmend die Schwachen treffe.

Vatikansprecher Navarro-Valls hat am 15.12. erklärt, im Verhältnis zwischen Vatikan und China habe sich nichts verändert. Er reagierte damit vermutlich auf chinesiche Zeitungsberichte, wonach Peking und der Apostolische Stuhl diplomatische Beziehungen aufnehmen würden. Das Regime habe zugestimmt,d aß die patriotische katholische Vereinigung aufgelöst werde. Auch habe der Vatikan eine neue Regelung der Bischofsernennungen zugesagt.

Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano hat am 15.12. vor der Presse erklärt, er habe mit Patriarch Alexei von Moskau ein klärendes Gespräch geführt. Vor einem Monat hatte Alexei der katholischen Kirche nochmals Proselytenmacherei vorgeworfen. Vor allem der Papstbesuch in den mehrheitlich orthodoxen Georgen sei auf Unverständnis gestoßen, so Sodano. Der Papst könne jedoch nicht vor seinen Visiten mit allen orthodoxen Patriachen Kontakt aufnehmen. Von Georgen war er eingeladen worden.

Derzeit findet im Vatikan eine wissenschaftliche Tagung über den tschechischen Reformator Jan Hus statt. Es geht darum, sich kritisch mit der kirchlichen Haltung und Tätigkeit gegenüber Hus auseinanderzusetzen. Er war im Jahr 1415 in Konstanz beim Konzil wegen seiner Lehren verbrannt worden. An der Tagung nimmt auch der tschechische Präsident Vaclav Havel teil. Er wird an diesem Samstag auch an der Einweihung des Christbaums auf dem Petersplatz, der aus der Tschechischen Republik kommt, teilnehmen.

Der Papst wird die Heilige Pforte am Petersdom nicht wie bisher mit einem symbolischen Hammerschlag öffnen, sondern mit beiden Händen aufdrücken.

Bei der Öffnungsfeier wird die Heiligste Dreifaltigkeit angerufen, das Halleluja gesungen und ein Stück aus dem Lukasevangelium vorgetragen. Im Inneren der Kirche wird ein weiteres Stück des Evangeliums aus in lateinischer und griechischer Sprache vorgetragen. Anschließend wird die Eucharistie gefeiert.

Papst Johannes Paul II. hat sich am 16.12. bei den Künstlern bedankt, die sich am Weihnachtskonzert in wenigen Tagen beteiligen. Durch die Veranstaltungen wird der Bau von dringend benötigten neuen Kirchen am Stadtrand von Rom gefördert. Das Ziel, bis zum Jahr 2000 insgesamt 50 Kirchen zu bauen, sei fast erreicht worden.

Deutschland

Kardinal Friedich Wetter von München hat am 16.Dezember seine Grundhaltung zur Stiftung Donum Vitae dargelegt. Die Motive der Vereinsmitglieder seien zu respektieren, aber die Bischöfe könnten sie weder beauftragen noch ihnen Weisungen geben. Damit werde aber keine Doppelmoral betrieben. Man müsse unterscheiden zwischen dem Handeln des verantwortlichen Einzelchristen und dem Tun im Auftrag der Kirche. Kardinal Wetter fügte an, als Bischof müsse er nur dann eingreifen, wenn das Ausstellen eines Beratungsscheins eine sittlich verwerfliche Handlung ist. Das sei bisher nicht bewiesen. Wetter will die Entwicklung von Donum Vitae verfolgen.

Deutschland

Der frühere Inhaber des Lehrstuhls für das Neue Testament in Erfurt, Heinrich Schürmann ist bereits am 11.12. im Alter von 87 Jahren verstorben. Schürmann veröffentlichte mehr als 200 Bücher und Artikel und war international sehr angesehen.

Österreich

Familienbischof Klaus Küng hat die Zulassung der Abtreibungspille Mifegyne kritisiert. Damit wachse der Druck auf die betroffenen Frauen, da sie nur wenige Tage Zeit hätten, eine Abtreibung durchzuführen. Sie würden keineswegs entlastet, sodnern im Gegenteil schwer belastet. Die Pharmaindustrie macht - nach Aussage von Küng - satte Gewinne.

Österreich

Die christlichen Kirchen bereiten ein gemeinsames Wort zur sozialen Lage im Lande vor. Es soll in mehreren Phasen erarbeitet werden.

Österreich

Kardinal Christoph Schönborn hat seine Landsleute vor dem Vorwurf der Entsolidarisierung verteidigt. Es gebe heute mehr Bereitschaft zum Teilen als je zuvor, wenn die Hilfe projektbezogen sei. In einem Presseinterview wies Schönborn auch den Vorwurf zurück, die Wiener seien ausländerfeindlich. In der Diözese lebten z.B. 140.000 afro-asiatische Katholiken, die sehr lebendige Gemeinden hätten.

Europäische Länder

Polen

Am Jahresende findet in Warschau das traditionelle Jugendtreffen der Taize-Gemeinschaft statt. Papst Johannes Paul II. hatte diese Begegnung als "Symbol für die Fackel der Hoffnung, die die Jugendlichen von einem Jahrhundert ins nächste tragen sollen" bezeichnet. Die Jugendlichen sollten erfüllt von der christlichen Botschaft auf die anderen Menschen zugehen. Auch UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, Alexei II haben das Taize-Jugendtreffen in Warschau im Vorfeld gewürdigt.

Kroatien

Der Alt-Erzbischof von Zagreb, Franjo Kiharic, hat den verstorbenen Präsidenten Franjo Tudjman als Verfechter der historischen Wahrheit und der Freiheit des kroatsichen Volkes gewürdigt. Die Bischöfe des Landes ehrten ihn als großen Patrioten und Staatsmann, dessen Taten in die Geschichtsbücher eingehen würden.

Rußland

In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion breitet sich Antisemitismus aus. Das ist die Schlußfolgerung einer Studie einer jüdischen Menschenrechtsgruppe. Es sei den neuen Demokratien bisher nicht gelungen, die Bevölkerung zur Wachsamkeit gegen Rassenhaß zu erziehen, schreibt Friedensnobelpreisträger und Holokaust-Überlebender Elie Wiesel. Zeichen für den Antisemitismus seien Attentate gegen Synagogen und geschändete Friedhöfe.

 

Amerika

Der Vatikan soll stark reformiert werden. Das hat der Alterzbischof von San Francisco, John Quinn in der italienischen Zeitschrift JESUS gefordert. Das Papsttum müsse heute auch unter ökumenischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Daher sei das Kardinalskollegium eher ein Stolperstein und im Gegensatz dazu müßten die Bischofskonferenzen müßten größeres Gewicht erhalten.

Asien

Israel

Muslimische Fundamentalisten haben in Nazareth trotz des polizeilichen Verbots eine Zeltmoschee errichtet. Angeblich habe die Polizei die Genehmigung für den Fastenmonat Ramadan wegen des Wetters gegeben. Indes verlautet aus Jerusalem, daß das zuständige Ministerium den Abbruch des Zeltes verlangt hat.

Die israelische Altertumsbehörde hat jetzt den Muslimen vorgeworfen, sie wollten die letzten Spuren des jüdischen Tempels in Jerusalem zerstören. Die Organisation zur Erhaltung der islamischen Güter wolle große Massen von Steinen ins Kidrontal werfen, was dem Schutz der Altertümer widerspreche.

 

 

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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