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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Montag dem 22.11.99 bis Donnerstag dem 25.11.99

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Gabi Verbeek

Aus unserer Berichterstattung:

Die deutschen Bischöfe wollen aus der bisherigen Praxis in der Schwangerenkonfliktberatung aussteigen - mit diesem Beschluss reagierten sie am Dienstag auf die nachdrückliche Bitte Papst Johannes Paul II., die Beratung in seinem Sinne und zum umfassenden Schutz des Lebens neu zu ordnen. Er sei, so der Papst in einem Brief an Bischof Karl Lehmann, beim Ad limina-Besuch von allen deutschen Bischöfe auf das Thema angesprochen worden. Er habe sie auch alle als sehr engagiert für ein klares Zeugnis zum Schutz dieses fundamentalen menschlichen Wertes erlebet. Ihre Argumente habe er im Gebet erwogen und sei zu dem Schluss gekommen, dass der Verzicht auf die Ausstellung des Scheins der richtige Weg sei. Ausdrücklich bat der Papst außerdem um eine einheitliche Lösung in allen Diözesen Deutschlands.

Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, sagte bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des Ständigen Rates, die deutschen Bischöfe hätten alles getan, um in der gesetzlichen Beratung zu bleiben. Aber er sehe nun keine Alternative mehr zum Verzicht auf die Ausstellung eines Beratungsscheines in katholischen Beratungsstellen sehe. Seiner Ansicht nach sollten die Bischöfe die Entscheidung des Papstes nutzen, um mit allen Kräften aufs Neue die bestmögliche Weise des Lebensschutzes zu suchen.

Eine große Zahl von Bischöfen hat mittlerweile angekündigt, die Schwangerschaftskonfliktberatung in ihren Diözesen neu zu ordnen. Als spätesten Termin nannten viele das Jahresende 2000. Dazu gehören unter anderem die Bischöfe von Hildesheim, Josef Hohmeyer, Münster, Reinhold Lettmann, und Osnabrück, Franz-Josef Bode. Die Bischöfe von Trier, Limburg und Magdeburg, Josef Spital, Franz Kamphaus und Leo Nowak erklärten, sie wollten sich eine Entscheidung über die Ausstellung von Beratungsscheinen weiter offen halten. Sollte sich keine überzeugende Alternative zur Ausstellung des Scheines finden lassen, könnten sie sich vorstellen, auch weiter an der bisherigen Praxis festzuhalten. Alle drei möchten sich aber nachdrücklich an den Bemühungen aller Bischöfe beteiligen, Wege zu finden, die den Verbleib katholischer Beratungsstellen in der gesetzlichen Beratungen ermöglichen.

Politiker aller Parteien haben die Entscheidung der Bischöfe bedauert.

Bundesfamilienministerin Sabine Bergmann erklärte unterdessen., ein Verbleib der katholischen Kirche in der schwangerenkonfliktberatung ohne Ausstellung eines Scheines sei nicht realistisch. Ministerpräsident Erwin Teufel betonte, Baden-Württemberg werde jedes Bemühen der Amtkirche und Laienorganisationen unterstützen, die nach einer Lösung für den Verbleib im System suchen.

In Nazareth ist am Dienstag der Grundstein für die umstrittene Moschee nahe der Verkündigungsbasilika gelegt worden. Rund 3000 Mitglieder der Islamisten-Bewegung nahmen an der Zeremonie teil. Sie feierten die Grundsteinlegung mit Feuerwerk und Sprechgesängen. Der oberste Rat der Muslime in Jerusalem und Hüter der heiligen Stätten des Islam hat sich indessen vom Bau der Moschee distanziert.

Die christlichen Kirchen im Heiligen Land haben auch am Dienstag ihre Gotteshäuser als Zeichen des Protestes geschlossen gehalten. Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, hat die israelische Regierung für den Streit verantwortlich gemacht und von einer Vertrauenskrise gesprochen. Die Baugenehmigung für die Moschee sei gegen den ausdrücklichen Willen der christlichen Kirchen erteilt worden, sagte er. Die israelische Regierung habe sich in eine Angelgenheit eingemischt, die unter den betroffenen Religionsgruppen alleine hätte ausgemacht werden müssen. Durch den Streit sei ein Besuch des Papstes in Israel gefährdet, so Sabbah. Der Patriarch schloss weitere Protestaktionen nicht aus.

Vatikan-Sprecher Joaquin Navarrro Valls hat sich in einem Schreiben hinter die protestierenden Kirchen gestellt und die israelische Regierung an ihre Verantwortung für den Frieden im Heiligen Land erinnert. Mit der Baugenehmigung für die Moschee sei Zwist zwischen Christen und Muslime gesät worden. Er begrüßte es, dass sich auch der oberste Rat der Muslime hinter die Forderung der Kirchen nach einem Stop des Moschee-Baus gestellt hatte.

Die israelische Regierung ist in der Frage gespalten. Der vatikanische Informationsdienst Fides berichtet, der für die Baugenehmigung verantwortliche Minister stehe unter starkem Druck. Ministerpräsident Yehud Barak sei im Kabinett aufgefordert worden, die Entscheidung zurückzunehmen. Ein Sprecher der Regierung hatte am Mittwoch die Vorwürfe des Vatikans zurückgewiesen: Sie seien sehr ernst und grundfalsch. Israel habe keinen Zwist säen wollen, sondern im Gegenteil den Streit beenden. Israel hoffe, dass der Papst im Frühjahr 2000 kommen werde.

Die Nachrichten:

Vatikan

Papst Johannes Paul II. hat mehr Respekt vor der Würde der Frau gefordert. Bei der Generalaudienz rief er am Mittwoch auf dem Petersplatz dazu auf, allem entgegenzutreten, was die Frau in ihrer Freiheit und in ihrem Frausein verletze. Im einzelnen nannte er den sogenannten Sextourismus, den Handel mit Mädchen und jungen Frauen sowie die Sterilisierung von Frauen im Rahmen von Massenprogrammen. Generell ist - so der Papst - jede Gewalt gegen das andere Geschlecht abzulehnen. Er forderte auch verstärkte Anstrengungen, damit die Frau in kirche und Gesellschaft den gesamten Raum erhält, der ihr zusteht. Theologisch begründete Johannes Paul II. seine Aussagen mit dem Hinweis auf die biblische Schöpfungsordnung.

 

Sechs Historiker sollen freien Zugang zu den vatikanischen Archiven bekommen. Diese Komission soll die Rolle Papst Pius XII während des Zweiten Weltkrieges untersuchen. Sie wurde ins Leben gerufen vom Vatikan und dem internationalen jüdische Komitee für interreligiöse Konakte. Drei katholische und drei jüdische Professoren werden Vorwürfe, vor allem von jüdischer Seite untersuchen, denen zufolge der Papst damals wenig gegen den Nationalsozialismus getan und zum Holocaust geschwiegen haben soll.

Filme wie "Jesus", der in diesen Tagen im italienischen Fernsehen läuft, können dazu beitragen, dass die Menschen unserer Zeit die Boschaft der Offenbarung besser verstehen - das hat Papst Johannes Paul II. am Donnerstag beim Empfang von Produzenten und Schauspielern des Films gesagt. Filme mit religiösen Motiven könnten außerdem Antworten auf offene Fragen und inneren Zweifel bieten. Der Film soll vor Weihnachten in zahlreichen Ländern im Fernsehen gezeigt werden.

 

Europa

Deutschland / Schweiz / Frankreich

"2000 Jahre nach Christus - Sehen -Feiern - Handeln": Das ist der Titel der ersten grenzüberschreitenden Aktion der katholischen und reformatorischen Kirchen aus dem Elsass, Südbaden und dem Raum Basel. Die Kirchen in der Region wollen ab kommenden Sonntag bis zum 6. Januar mit verschiedenen Veranstaltungen der Stimme der christlichen Kirchen zur Jahrtausendwende in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen.

Zu den Veranstaltungen zählen unter anderem Vorträge, Pilgerwege und Gottesdienste.

 

Deutschland

Brandenburg will die Beziehungen zur katholischen Kirche und zur jüdischen Gemeinde durch Staatsverträge regeln. Das hat Ministerpräsident Manfred Stolpe am Mittwoch in Potsdam erklärt. Die Religionsgemeinschaften seien wichtige wertbildende Elemente des gesellschaftlichen Lebens in Brandenburg. Das kirchliche Engagement im sozialen Bereich sowie in der Denkmalpflege seien zum Nutzes des Landes, betonte Stolpe.

Vorerst wird es keinen einheitlichen islamischen Religionsunterricht in der Bundesrepubllik geben - dieses Fazit zog Barbara Huber-Rudolf von der Christlich Islamischen Dokumentationsstelle in Frankfurt beim Düsseldorfer Mittwochsgespräch. Hauptprobleme seien das Fehlern islamischer Ansprachpartner und diekulturellen Unterschiede wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Beurteilung der Meinungs- und Religionsfreiheit.

Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland hat eine bundesweite Arbeitsgemeinschaft zu Prostitution und Menschenhandel gegründet. Damit sollen die bisherigen Hilfsstrukturen gefördert werden, erklärte die Diakonie am Mittwoch in Freiburg. Geplant sei ein bundesweites Netz von Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen, um die Situation von betroffenen Frauen zu verbessern. Nach Schätzungen des Bundesinnenministeriums von 1994 gibt es in Deutschland bis zu 400.000 Prostituierte. Laut Bundeskriminalamt werden jährlich rund 1.500 Fälle zur Anklage gebracht, in den Frauen zur Prostitution gezwungen werden.

Caritas und Diakonie warnen vor einer neuen Altersarmut. Durch Arbeitslosigkeit, Billigjobs und unterbrochene Erwerbsbiografien könnten viele jüngere Menschen keine ausreichende Altersvorsorge treffen, sagte Diakonie-Präsident, Pfarrer Jürgen Gohde, in Berlin. Vor allem die neuen Bundesländer seien betroffen. Caritaspräsident Prälat Hellmut Puschmann erklärte, der ehemals funktionierende Generationenvertrag gelte längst als aufgekündigt. Im gesellschaftlichen Dialog müsse er neu formuliert und entwickelt werden.

Ein Netz konfessionsverbindender Paare und Familien ist in Augsburg ins Leben gerufen worden. Die Initiative soll Anlaufstelle für Paare sein, die verschiedenen Konfessionen angehören. Vorgesehen seien Handreichungen etwa zur Trauung, Taufe, Erstkommunion, Firmung und Konfirmation sowie für die gemeinsame religiöse Praxis in Ehe und Familie. Das Netz will Seminare zur Ehevorbereitung anbieten und Seelsorgern zu Fragen konfessionsverschiedener Ehen Hilfestellung geben. Träger ist die Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise.

 

Österreich

Am Wochenende beginnt der erste österreichische Christentag. Mit ökumenischen Gottesdiensten, Vorträgen und Vespern wird er von Klöstern und Stiften unter dem Motto "Sonne der Gerechtigkeit" gefeiert. Veranstaltet wird er vom ökumenischen Rat der Kirchen.

Margit Hauft ist neue Leiterin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Sie ist von der Vollversammlung in St. Pölten gewählt worden. Ihre beiden Stellvertreterinnen sind Josefine Schlechter und Helene Renner. Margit Hauft löst damit die bisherige Vorsitzende Ingrid Klein ab. Die Wahl muß von der österreichischen Bischofskonferenz noch bestätigt werden.

 

Spanien

Die spanischen Bischöfe haben die schnelle Bereicherung durch Börsenspekulationen als unmoralisch kritisiert. Es sei skandalös, daß einige, ohne sich aus dem Haus zu bewegen, derartige Gewinne einstreichen, beklagte der Erzbischof von Barcelona, Kardinal Ricard Maria Carles. Er nahm damit Bezug auf die jüngsten spektakulären Erträge spanischer Spekulanten durch Aktien von Telekommunikationsunternehmen. Nach ihrer Herbstvollversammlung forderten die Bischöfe die spanische Regierung auf, derartige Exzesse zukünftig zu verhindern.

 

Italien

«Die Charismen und Spiritualität aufteilen. Ein geweihtes Leben offen für Laien» - so lautet das Thema der 56. Treffens der Vereinigung der Generaloberen, das von Donnerstag an bis zum 27. November in Ariccia stattfindet. Dabei wird es vor allem um einen neuen Weg der Ordnungen und religiösen Kongregationen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gehen. Auch soll daran erinnert werden, wie wichtig die Aufteilung des Charisma zwischen Laien und Ordensleuten sei.

Für diesen Freitag hat die italienische Straßenzeitung "Terre di Mezzo" zu einem nationalen Tag des Konsuzmverzichts aufgerufen. Ziel ist es nach Ansicht der Promotoren, in der Konsumgesellschaft ein Bewußtsein für die Bedürfnisse der Entwicklungsländer wie auch den eigenen Überfluss zu schaffen. Außerdem wird vorgeschlagen, statt Geld - Zeit für den Nächsten auszugeben.

Weißrußland

Der erste Bischof der neuen weißrussischen Diözese Witebsk ist geweiht worden. Wladyslaw Blin empfing in der Barbara-Kathedrale die Bischofsweihe aus den Händen von Kardinal Kazimierz Swiatek, dem Erzbischof von Minsk-Mohylew. Papst Johannes Paul II errichtete die Diözese Witebsk im Oktober. Es ist die vierte katholische Diözese in Weißrußland - neben Minsk, Grodno und Pinsk.

Jugoslawien

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Franc Perko, hat ein Treffen aller christlichen Kirchen Jugoslawiens zum Jubiläumsjahr 2000 vorgeschlagen. Der ökumenische Kirchengipfel soll die gemeinsame Verbundenheit in Christus deutlich machen und eine Botschaft an die Christen des landes richten. Das schlug Perko in einem Brief an die serbisch-orthodoxe Kirchenführung vor.

 

Vereinte Nationen

Eine Eindämmung von AIDS ist trotz medizinischer Fortschritte nicht in Sicht. 2,6 Millionen Totesopfer gibt es dieses Jahr durch HIV-Infizierung. So lautet der Bericht des Uno-Programms zur Bekämpfung von Aids, der heute in Genf voröffentlicht wurde. Die Gesamtzahl der seit dem Ausbruch von AIDS registrierten Todesopfer sei auf 16 Millionen gestiegen und die Zahl der Infizierten auf 50 Millionen. Eine starke Zunahme der AIDS-Ansteckung vor allem in Schwarzafrika und den GUS-Staaten festzustellen.

 

Afrika

Uganda

Zwei junge Männer aus einer Seminaristen-Gruppe, die vor Jahren von Rebellen entführt wurde, sind ihren Kidnappern entkommen. Sie berichten, dass von den insgesamt 19 Seminaristen inzwischen 14 an Krankheit oder Verletzungen gestorben sind. Drei befänden sich noch in den Händen der Entführer, so die Nachrichtenagentur Misna.

Die Seminaristen-Gruppe war 1997 von Rebellen in der Nähe von Kisinga gefangen genommen worden.

 

Asien

Jordanien

König Abdullah II. hat am Donnerstag in Amman die siebte Weltkonferenz der Religionen für den Frieden eröffnet. Über tausend Mitglieder von 17 verschiedenen Religionen nehmen daran teil. Bis zum kommenden Montag wollen sie darüber nachdenken, wie die einzelnen Glaubensgemeinschaften auf lokaler und internationaler Ebene für Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden eintreten können. In der Eröffnungs-Ansprache untestrich König Abdullah die Bedeutung Jerusalems als heilige Stadt für drei Weltreligionen. Er rief die Teilnehmer der Konferenz dazu auf, alles in ihren Kräften stehende für den Frieden in Jerusalem zu tun.

Iran

Die italienische Caritas hat ihr erstes Projekt im Iran eröffnet. In einer Ziegelsteinfabrik wurden mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen. Diese Fabrik liegt etwa 500 Kilometer von Teheran entfernt, der strukturschwächsten Region des Landes. Die Caritas realisierte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem iranischen Innenministerium. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf dreieinhalb Millionen Dollar. Der Vizepräsident der italienischen Caritas Pater Antonio Cecconi bezeichnete die Fabrik bei der Eröffnung als eine Etappe auf dem Dialog zischen den Religionen.

Sri Lanka

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich besorgt über die Zunahme der Morde an Zivilsten in dem asiatischen Land geäußert. In der Haupttstadt Colombo erklärte Amnesty, dass in den letzten Monaten die Übergriffe auf Zivilisten sowohl von Seiten der Regierungstruppen als auch der tamilischen Rebellen zugenommen hätten.

Erst am vergangenen Wochenende waren in einer Kirche 44 Menschen von Rebellen ermordet worden. Die Rebellen kämpfen für einen eigenen Staat für die rund 2,5 Millionen Menschen zählende tamilische Minderheit in Sri Lanka.

 

Amerika

Brasilien

Bei brutalen Übergriffen auf eine Kolonie von Landlosen im Staat Paraná hat es wieder mehrere Tote gegeben. Zweimal sind in den vergangenen Tagen maskierte Männer mit schweren Waffen über die Siedlung hergefallen. Ein Teil der Siedler konnte fliehen, andere wurden erschossen oder gefangen genommen und nach massiven Drohungen wieder freigelassen.

Die Landlosen hatten von der Regierung ein Gebiet zugewiesen bekommen. Sie hatten gerade damit begonnen, Terrain für die einzelnen Familien abzustecken. Die Polizei hat den Überfall bisher ignoriert.

Kolumbien

Ein 37jähriger kolumbianischer Priester und ein 24 jähriger spanischer Helfer sind von paramilitärischen Gruppen ermordet worden. Ihre Leichen wurden in einem Fluß im Bezirk du Choco, im Nordwesten Kolumbiens, gefunden. Die Vereinigung der Ordensoberen zeigt sich indessen zutiefst beunrunigt darüber, daß diese paramilitärischen Gruppen ungehindert weiteragieren dürften, ohne daß sie oder ihre Komplizen in Militärkreisen und der Regierung bestraft würden.

An die 2000 Ordensleute haben eine Volksmission in der Unruheregion Tibú gestartet. Acht Tage lang werden die Missionare und Missionarinnen zu Fuß von Ort zu Ort ziehen und die Bevölkerung zur Versöhnung aufrufen. Mit der Großaktion wollen sie dazu beitragen, den Frieden in die Gegend zurückzubringen. Tibú gehört zu den Teilen Kolumbiens, die am stärksten von Paramilitärs und Guerrilla unterwandert sind. Nach ihrem Einsatz wollen die Missionare die Bischofskonferenz über den Erfolg der Aktion informieren.

 

Und in eigener Sache…:

Der Beginn des Heiligen Jahres nähert sich mit großen Schritten. Am Donnerstag haben die Verantwortlichen von Radio Vatikan die Sonderprogramme für das Jubiläum vorgestellt. Zusätzlich zu seinen normalen Sendungen wird Radio Vatikan rund um die Uhr zwei Sonderprogramme austrahlen. Das erste sendet gleichzeitig in den Sprachen Englisch, Französisch und Italienisch. Das zweite in Portugiesisch und Spanisch. Im zweiten Jubiläumsprogramm gibt es auch deutsche Sendungen. "Radio Giubileo - das Infomagazin von Radio Vatikan" - so heißt die deutsche Sondersendung. Zweimal täglich wird es eine viertel Stunde lang Informationen rund um das Jubiläum in Rom geben. Veranstaltungstips, Streikhinweise, Berichte über Ereignisse rund um das Heilige Jahr sowie Nachrichten aus Kirche und Weltpolitik. Erstmals wird es in deutschsprachigen Sendungen von Radio Vatikan auch spezielle Nachrichten aus der Weltpolitik geben. Ziel ist es, dass die deutschsprachigen Hörer in Rom und während ihres Urlaubs immer auf dem Laufenden sind. Die Sendung läuft täglich um 8 Uhr 35 und um 19 Uhr. Sie kann in Rom und Umgebung gehört werden - auf UKW 96,3 und über Mittelwelle 1260.

Abgesehen von diesen Sondersendungen werden wir aber auch in den bereits bestehenden Sendungen - hier um 16.00 Uhr in Trefflunkt Weltkirche - und in den Abendmagazinen ausführlich über das Heilige Jahr in Rom, im Heiligen Land und der übrigen Weltkirche berichten.

 

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: Montag, 29.11.99

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