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An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Montag dem 08.11.99 bis Donnerstag dem 11.11.99

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion: Gabi Verbeek

Zunächst ein Bericht über die zweite Etappe der 89. Auslandsreise von Papst Johannes

Paul II. : von Montag bis Dienstag dieser Woche war der Papst in Georgien.

Vom Zentrum des Hinduismus in ein Land des einstigen Kommunismus - schon vom politischen Aspekt waren die beiden Ziele dieser Papstreise sehr unterschiedlich. Doch auch der Temperatur-Unterschied vom heißen Indien ins eiskalte Georgien machte dem 79-jährigen Pontifex zu schaffen. Mit zwei Tagen war sein Besuch in Georgien zwar kurz, aber dennoch symbolträchtig: Am 9. November war es genau 10 Jahre her, daß mit dem Fall der Mauer das riesige Sowjetimperium zusammenbrach. Nun betrat er zum ersten Mal ein Land der einstigen kommunistischen Weltmacht. Schon am Flughafen erinnerte Johannes Paul der II. an die Geschehnisse von vor 10 Jahren und das Ende des Kommunismus, zu dem er ja auch selber beigetragen hatte: "Möge diese Erinnerung eine Brücke zwischen den Völkern, Nationen, Religionen und Kulturen schlagen", sagte er.

Empfangen wurde der Papst in Tiflis von Staatspräsident Eduard Schewardnadse persönlich: "Das ganze Volk von Georgien, gleich welcher Religion, freut sich über den Besuch einer solch herausragenden Persönlichkeit", sagte er. Der Präsident kennt den Papst ja noch von seiner Zeit als Glasnost-Außenminister der Sowjetunion persönlich. Damals war er mehrfach im Vatikan. Schewardnadse selbst hat erst nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zum Christentum zurückgefunden. Dieser Papstbesuch geht auf seine persönliche Initiative zurück.

Es war die erste Papstreise überhaupt in die Unruheregion des Kaukasus. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Das benachbarte Tschetschenien brennt wieder im Krieg zwischen Unabhängigkeitskämpfern und russischen Truppen. Der georgische Patriarch-Katholikos Ilia II. sagte zur Begrüßung, er wünsche sich, daß der Papstbesuch zum Frieden im gesamten Kaukasus beitragen werde.

Die Kirche in Georgien gehört zu den traditionsreichsten der Welt: bereits im 4. Jahrhundert wurde das Christentum zur Staatsreligion. Unter der Herrschaft der Kommunisten dem Moskauer Patriarch zugeordnet, wurde die georgisch orthodoxe Kirche 1990 wieder selbstständig. Rund 95 Prozent der Gläubigen gehören ihr an.

Mit seinem Besuch in Georgien versuchte der Papst also auch einen weiteren Schritt auf die orthodoxe Kirche zuzugehen. Sein großer Wunsch, das weiß man längst, ist ein Besuch in Moskau bei Patriarch Alexij II. Der hat aber gerade erst wieder Verhandlungen über einen solches Vorhaben rundweg abgeschlagen. Der Zeitpunkt sei nicht günstig, sagte er.

Die georgische Orthodoxie ihrerseits ist durch ihre geographische Lage zwischen Ost und West prädestiniert für den Dialog mit anderen christlichen Konfessionen. Hier also eine gute Gelegenheit für den Papst, auf das Thema Ökumene einzugehen. Vor Mitgliedern des Heiligen Synods drückte er seine Freude darüber aus, dass seit der wiedergewonnenen Freiheit Georgiens die Kontakte zwischen beiden Glaubensgemeinschaften viel direkter geworden seien. Auch könne die katholische Kirche in Gläubigen im Kaukasus wieder besser seelsorglich betreuen. Das Verhältnis vor Ort, so der Papst, solle von gegenseitigem Respekt geprägt sein .

Am Abend stattete Johannes Paul der II. dem spirituellen Zentrum der georgischen Orthodoxie einen Besuch ab, der patriarchalischen Kathedrale "Sveti-Tskhoveli" - das heißt "Säule, die das Leben gibt". Dort fand ein gemeinsames Gebet statt. Am Dienstag feierte der Papst im Sportpalast von Tiflis die Heilige Messe. Zum Abschluss seiner Reise besuchte er noch die katholische Kirche "Peter und Paul" in Tiflis. In einer Ansprache rief er die Katholiken zum Zeugnis für das Christentum in der Gesellschaft auf. Sie sollten ein Zeichen der Einheit und des Friedens für die Nation sein. Gleichzeitig dankte der Papst für das Zeugnis der Liebe, das von den Mitrarbeitern in der Klinik "Redemptor Hominis" gegeben werde, sowie für die außergewöhnliche Arbeit der Caritas in Georgien. Johannes Paul II. hatte dem Land die Klinik im Wert von rund drei Millionen Mark im April letzten Jahres geschenkt. Am späten Abend flog der Papst zurück nach Rom.

 

10 Jahre danach - ein weiteres Großereignis war am Dienstag der Jahrestag des Mauerfalls vom 9. November 1989:

"Für einen Augenblick war Berlin das Zentrum der Welt" - solche und ähnlich prachtvolle Worte wie diese von Berlins Bürgermeister Eberhard Diepgen wurden am Dienstag in Deutschland gebührend gefeiert: 10 Jahre nach dem Mauerfall wurde der etwas mühselige Alltag der Wiedervereinigung durch das große Jubiläumsfest wenigstens für einen Tag etwas aufgefrischt. Auch in den Kirchen erinnerte man sich. Der Mann, der selber mit seiner Ostpolitik einen so entscheidenden Beitrag zum friedlichen Untergang des Sowjetimperiums geleistet hat meldete sich von seiner Georgienreise zu Wort: Der Mauerfall sei eines der ganz großen Ereignisse des 20. Jahrhunderts, sagte der Papst.

Auch Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano blicke zurück. Er meinte zu den Geschehnissen vom 9. November ´89:

Es gibt einen übernatürlichen Faktor in der Geschichte, sicher: die vielen Gebete, das Blut der Märtyrer, all das wird den Himmel selber bewegt haben einzugreifen. Aber, so Sodano weiter, es sind auch viele Menschenhände am Werk gewesen und haben geholfen, dieses riesige Konstrukt des Kommunismus zu untergraben, so daß es schließlich zusammenfiel. Der Beitrag des Heiligen Vaters war natürlich wichtig. Aber ich würde noch eher sagen: der Beitrag Polens. Denn wenn nicht ein Jahr vorher die alten Machthaber in Polen durch die demokratischen Wahlen zu Fall gebracht worden wären, so hätte es auch nicht diesen Keil zwischen dem kommunistischen Deutschland und der Sowjetunion gegeben.

Soweit der Kardinalstaatssekretär.

In Deutschland stritten sich derweil die Bischöfe mit Altbundeskanzler Helmut Kohl über ihre Reaktion auf die Wiedervereinigung. Kohl hatte dem Rheinischen Merkur gesagt, das Verhalten der Kirchen zum Tag der deutschen Einheit sei eine der - Zitat - ganz großen Enttäuschungen seines Lebens. Sie seien noch nicht einmal in der Lage gewesen, einen gemeinsamen Aufruf zu formulieren oder die Glocken zu läuten. Von dem Dresdner Bischof Joachim Reinelt wurde Kohl daraufhin an das Hirtenwort erinnert, das im September 89 in allen Gemeinden vorgelesen wurde. Kardinal Sterzinsky von Berlin rief seinerseits dem Altkanzler die vielen Dankgottesdienste in Erinnerung - und, nicht zu vergessen, das große Glockengeläut.

 

Und hier Meldungen aus der Weltkirche:

Vatikan

22 deutsche Bischöfe hatten am Donnerstag Vormittag Audienz beim Papst, und zwar die Bischöfe von Köln, Essen, Fulda, Münster, Erfurt und Trier, jeweils mit ihren Weihbischöfen. Das mittlere Deutschland also. Es ist die erste von drei Gruppen deutscher Bischöfe, die kurz vor dem Beginn des Heiligen Jahres auf Ad limina-Besuch im Vatikan sind. Diese Dienstvisiten der Bischöfe finden alle fünf Jahre statt, und sie sind vor allem zum persönlichen Austausch da - nicht nur mit dem Papst, sondern auch mit vatikanischen Behördenvertretern, zu denen man als Bischof sonst nur schriftlichen Kontakt hat.

Das alles beherrschende Thema im Vorfeld der diesjährigen Ad limina-Visite war - natürlich - der leidige Streit um die Schwangerenkonfliktberatung. Zumindest in den Medien. Weihbischof Franz Vorrath aus Essen jedoch bewegten noch eine Menge anderer Fragen, als er sich auf den Weg nach Rom machte: Ihn interessierte z.B. der Umgang mit Gottesdiensten ohne Priester am Sonntag. In der Gottesdienstkommission sei man sich einig darüber, dass solche Gottesdienste künftig immer notwendiger würden. Aber man sähe auch die Gefahr, dass eine Gemeinde sich von der Eucharistiefeier regelrecht "entwöhnen" könne. Die jeweiligen Gesprächpartner bezeichnete Vorrath als sehr kompetent, die Gespräche als hilfreich. Weihbischof Vorraths Essener Kollege Franz Grave wiederum hatte Fragen zum Verhalten der Kirche in einem immer stärker muslimisch geprägten Umfeld, wie in manchen Gegenden des Ruhrgebietes. Die Frage der Schwangerenkonfliktberatung bezeichnete Grave zwar als wichtig und delikat, aber wer den Ad-limina-Besuch einzig und allein an diesem Punkt festmache, der werde den Begegnungen in Rom nicht gerecht.

Die Rechtsgrundlagen der westlichen Gesellschaft orientieren sich immer weniger an christlichen Wertvorstellungen. Das hat Kardinal Joseph Ratzinger, Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, bei einem Vortrag in der römischen Privatuniversität Lumsa beklagt. Am Mittwoch wurde ihm dort die juristische Ehrendoktorwürde verliehen. Anzeichen dafür sei z.B., dass der Sonntag als christlicher Ruhetag durch das moderne Recht kaum noch geschützt werde - an seine Stelle träten bewegliche Formen der Freizeit. Auch Ehe und Familie hörten immer mehr auf, die tragenden Formen der staatlichen Gesellschaft zu sein. Abtreibung und Euthanasie würden von den Rechtsordnungen nicht mehr ausgeschlossen. Ein Ende der Entwicklung ist laut Ratzinger nicht abzusehen. Insgesamt könne man beobachten, daß dem weltlichen Recht der Sinn für das Heilige fehle. Die Ehrfurcht vor Gott und vor dem, was anderen heilig ist, erscheine der westlichen Welt kaum noch einen Rechtsschutz wert. Aber, so der Kardinal weiter: "Wo kein Recht ist, verliert auch die Liebe ihren Lebensraum". Das Recht sei kein Gegensatz zu Liebe und Freiheit, wie man heutzutage oft meine, sondern im Gegenteil für beides die Voraussetzung. "Wo kein Recht ist", sagte Ratzinger, "ist keine Freiheit".

Der Kardinal räumte ein, dass die Gesetzgebung natürlich keine Aufgabe für Theologen sei. Der christliche Glaube achte die Eigenständigkeit des Staates in der pluralen Gesellschaft. Aber er sei mitverantwortlich dafür, dass - Zitat: "die Grundlagen des Rechtes in Sichtweite bleiben und der Staat nicht orientierungslos dem blossen Spiel wechselnder Strömungen ausgeliefert wird."

Papst Johannes Paul II. hat den Angehörigen der Opfer des Einsturzes eines mehrstöckigen Hauses in Fioggia ein Kondolenz-Telegramm geschickt. Mindestens acht Menschen wurden getötet, weitere verletzt als in der Nacht zum Donnerstag ein sechsstöckiges Gebäude aus bisher noch ungeklärten Gründen einstürtze. Viele Bewohner werden noch unter den Trümmern vermutet.

 

Europa

Deutschland

Noch bis Freitag tagt in Leipzig die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD. Das Schwerpunktthema der diesjährigen Sitzung des sogenannten Kirchenparlamentes heißt "Mission und Evangelisation". Während einige Synodenmitglieder sich wegen des allgemein schwindenden Interesse an der Kirche Sorgen machen, ist EKD-Präses Manfred Kock zuversichtlich: Er glaube nicht, dass die Botschaft Gottes in der modernen Welt zum Ladenhüter werde. Erfreut äußerte Kock sich zum Fortschritt in der Ökumene. Als jetzt anstehende Themen nannte er das Verhältnis von Heiliger Schrift und kirchlicher Lehre, Fragen der Einheit, des Amtes und des Sakarmentenverständnisses.

Die CDU fordert schärfere Sanktionen gegen auffällig gewordene Jugendliche. Viele junge Menschen erreiche man nicht mehr mit Ermahnungen oder kleinen Geldstrafen, sagte der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende, Jürgen Rüttgers. Es würde Jugendliche aber treffen, wenn man bei Delikten wie Körperverletzung oder Diebstählen etwa den Mopedführerschein entziehe. So spürten sie, daß die Gesellschaft nicht bereit sei, kriminelles Verhalten zu akzeptieren. Rüttgers äußerte sich angesichts der Gewalttaten von Bad Reichenhall und Meißen, bei denen Jugendliche in den letzten Tagen mehrere Menschen getötet hatten.

Der Einkauf an Sonntagen soll nach den Vorstellungen des Deutschen Städtetages stark beschränkt bleiben. Allerdings sollen Städte das Recht erhalten, an vier von ihnen individuell gewählten Sonntagen Ladenöffnungszeiten zu genehmigen. Das beschloß der Städtetag auf der Hauptausschußsitzung am Donnerstag in Berlin, an der rund 120 Stadtoberhäupter teilnahmen. Längere Ladenöffnungszeiten forderte die Versammlung dagegen an Werktagen.

Mehr Notruftelefone für alte Menschen - das haben Vertreter von Notruftelefonen und Beschwerdestellen gefordert. In jeder größeren Komune müsse dieses Angebot eingerichtet werden, sagte Rolf Hirsch von «Handeln statt Mißhandeln - Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter». Bislang gebe es bundesweit nur 14 Einrichtungen verschiedener Träger speziell für alte Menschen, bei denen diese um Hilfe bei Mißhandlungen in Familie, Heimen und Krankenhäusern bitten könnten.

Der SPD-Politiker Hans Apel ist mit seiner Frau aus der nordelbischen evangelischen Kirche ausgetreten. Als Grund nannte der einstige Finanz- und Verteidigungsminister: den zunehmenden Einfluß von Tagespolitik und gesellschaftlichen Trends auf das Handeln und das Erscheinungsbild der Kirche.

 

Österreich

Nach den Pogromen des November 1938 und nach Auschwitz können Christen nicht stumm bleiben, wenn Menschen und ihre Würde verletzt werden. Das erklärte der Wiener Kardinal Franz König am Dienstag bei einem Gottesdienst zum Gedenken an die antijüdischen NS-Pogrome vor 51 Jahren. Für Österreich gelte es, über die Erinnerung an vergangenes Unrecht hinaus wachsam zu sein, mahnte König. Denen, die Angst verbreiten, müsse widerstanden werden und dort, wo andere Menschen ausgegrenzt werden, sei aufzustehen.

Im Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Österreich sitzt erstmals eine Frau: Hannelore Reiner, Pfarrerin von Timelkam in Oberösterreich, wurde bei der in Innsbruck tagenden Synode 42 mit großer Mehrheit in den Rat gewählt.

 

Schweiz

Der historisch wertvolle Hochaltar in der Kathedrale von Chur wird mit Geldern der Lichtensteiner Peter-Kaiser-Gedächtnisstiftung restauriert. Wie ein Bischofssprecher mitteilte, beliefen sich die Gesamtkosten auf 900.000 Franken. 30 Prozent davon werde durch Subventionen finanziert. Mit den Arbeiten könne frühsten im Sommer 2000 begonnen werden. Weil sich der verschachtelt gebaute Hochaltar nicht demontieren lasse, müßte in der Kathedrale gearbeitet werden.

 

Frankreich

Der französische Verfassungsrat hat das umstrittene Gleichstellungsgesetz für nichteheliche Lebensgemeinschaften im wesentlichen gebilligt. Dieses gewährt nicht verheirateten Paaren Vergünstigungen wie Eheleute. Die Verfassungsrichter gaben gestern zugleich Interpretationsvorgaben für die Ausgestaltung des Gesetzes. Damit kann das Gesetz, das wegen seiner Geltung auch für homosexuelle Paare von Kirche und bürgerlicher Opposition kritisiert worden war, verkündet und in Kraft treten.

Der französische Innenminister Jean-Pierre Chevenement hat mitVerhandlungen über die Schaffung eines Islamrates begonnen. Damit solle eine repräsentative Vertretung der Muslime als Verhandlungspartner der Behörden eingerichtet werden, erklärte er. Das Gremium müsse ausschließlich von den Muslimen zusammengesetzt werden. Der Islam ist nach der katholischen Kirche die zweitgrößte Religionsgemeinschaft Frankreichs.

 

Italien

Der einstige Fluchtweg der Päpste vom Vatikan in die Engelsburg wird erstmals vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach Presseberichten soll der Gang in einer 800 Meter langen mittelalterlichen Mauer am Donnerstag feierlich eröffnet werden. Als rettender Fluchtweg in höchster Not diente er unter anderem Papst Clemens dem VII. bei der Plünderung Roms durch die kaiserlichen Landsknechte im Jahr 1526.

 

Tschechische Republik

Ein wichtiges Zeichen der Versöhnung und gegenseitigen Annäherung haben die katholsiche und die evangelische Kirche des Landes am vergangenen Wochenende gesetzt. In einem ökumenischen Gottesdienst bestatteten sie in Prag die sterblichen Überreste von 44 Opfern der historischen Schlacht am Weißen Berg vomn 8. November 1620. Damals hatten die protestantischen böhmischen Stände eine schwere Niederlage gegen die katholischen Habsburger erlitten.

Der gemeinsame Gottesdienst solle Tschechien ein Signal geben, dass der Weg zur Einheit möglich ist, erklärte der Primas der katholischen Kirche, Kardinal Miloslav Vlk.

Jugoslawien

In der nordserbischen Provinz droht eine Hungersnot, so die Einschätzung des katholischen Bischofs von Subotica, Joannes Penzes. Die Versorgungslage habe sich in den vergangenen Monaten drastisch verschlechtert. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht absehbar, ob die Vorräte an Nahrungsmitteln, Kleidung und Brennmaterial ausreichten, um den Winter zu überstehen. Der Krieg im Kosovo habe die Aufmerksamkeit und Solidarität der Öffentlichkeit allein auf das südliche Jugoslawien gelenkt, sagte der Bischof.

 

Afrika

Angola

Das «Zentrum zur Berufsausbildung Don Bosco» der Schwestern Mariahilf von Cacuaco ist von der UNESCO mit dem Preis für Friedenserziehung 1999 ausgezeichnet worden. Mit dem jährlich vergebenen Preis werden Einzelpersonen oder Institutionen geehrt, die sich für die Verbreitung des Friedens sowie die Förderung von Erziehung und Kultur einsetzten. Die Übergabe soll am 13. Dezember in Paris stattfinden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören etwa Pax Christi International und Mutter Teresa aus Calcutta.

 

Asien

Israel

Mehr als 80 Moscheen werden als Kneipen, Kunstgalerien oder sogar als Viehställe zweckentfremdet. Wie aus einem Fernseh-Bericht hervorgeht, sind diese Moscheen teilweise die einzigen noch erhaltenen Gebäude in 140 arabischen Dörfern, deren Bevölkerung nach 1948 geflüchtet ist oder vertrieben wurde. Der arabisch-christliche Abgeordnete Bischara habe die israelische Regierung aufgefordert, die Moscheen an die muslimischen Behörden zurückzugeben, um die Entweihung der Gotteshäuser zu beenden.

Jordanien

Jordanien ist bereit für den Besuch des Papstes und wird alles für eine erfolgreiche Reise tun - das betonte der jordanische König Abdallah II bei seinem Treffen mit dem Mailänder Erzbischof, Carlo Maria Martini. Ein jordanisches Anliegen sei weiter, die drei monoteistischen Religionen im Land anzunähern. König Abdallah wies darauf hin, daß die Politik Jordaniens die verschiedenen Glaubensrichtungen akzeptiere.

Peking

Die chinesische Regierung hat die Meldungen des vatikanischen Fides-Dienstes über eine verschärfte Kontrolle der katholischen Kirche im Land als "völlig haltlos" bezeichnet. In China herrsche Religionsfreiheit, ließ das Außenministerium verkünden.

Der vatikanische Informationsdienst hatte am Mittwoch berichtet, daß China im Fall einer Aufnahme diplomatischer Beziehungen zum Vatikan die Verfolgung der romtreuen Untergrundkirche verstärken wolle. Man befürchte einen zu starken Einfluß der katholischen Kirche auf das kommunistische Land, so Fides.

Nordkorea

Die Versorgungslage in dem kommunistischen Land verschlechtert sich weiterhin dramatisch. Laut Welthungerorganisation FAO ist in diesem Jahr besonders die Maisernte besorgniserregend zurückgegangen. Eine Hungersnot konnte bislang nur durch internationale Hilfe vermieden werden. Eine Lockerung des gegen Nordkorea verhängten Wirtschaftsembargos könnte sich laut FAO positiv auf die Lage auswirken.

 

Amerika

Vereinigte Staaten

Gegen die Untertänigkeit der Frau in der Ehe hat sich die Southern Baptist Church im US-Bundesstaat Texas ausgesprochen. Damit protestieren die Delegierten bei der derzeit in El Paso stattfindenden Vollversammlung gegen einen im vergangenen Jahr beschlossenen Zusatz zur Grundsatzschrift der Mutterkirche. Darin heißt es, eine Frau habe sich der führenden Rolle ihres Ehemannes mit Würde zu unterwerfen. Der einflußreiche Landesverband der texanischen Baptisten ist damit der erste in den USA, der sich gegen die Untertänigkeits-Regel auflehnt.

 

 

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: am Montag dem 15.11.1999

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