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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Dienstag, dem 26.10.99 bis Donnerstag, dem 28.10.99

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ
Redaktion dieser Ausgabe : Carol Lupu

Vatikan

Vom 24. Bis 27.10. fand im Vatikan ein interreligiöses Treffen statt. 230 Vertreter der größten Religionsgemeinschaften aus aller Welt waren der Einladung des Papstes gefolgt. Die Begegnung sollte im Vorgriff auf das christliche Jubiläum im Jahr 2000 den Nichtchristen zeigen, daß sie eingeladen sind, sich mit den Christen zu freuen und den Frieden zu fördern. Religionen dürfen kein Grund für Konflikte und Kriege sein, so der Wunsch der Veranstalter. Am Dienstag und Mittwoch gab es Arbeitstreffen, die jeweils durch Schweigen eingeleitet wurden, während dessen alle Teilnehmer auf ihre Weise beten konnten. Am Donnerstag fuhren alle Teilnehmer nach Assisi, um des ersten interreligiösen Treffens vor 13 Jahren zu gedenken.Am Donnerstag fanden Gebetstreffen statt, bei denen die Anhänger jeder Religion getrennt von den anderen sich zum Gebet versammelten. Anschließend wurde ein großes Fest, auf dem Petersplatz gefeiert, an dem auch der Papst teilnahm. Dabei verpflichteten sich die Teilnehmer auf gemeinsame Bemühung um Frieden und Versöhnung.

Der Vatikan hat die Vorbereitungen die geplante Papstreise in den Irak unterbrochen. Das bestätigte der vatikanische Ausßenminister Jean Louis Tauron in New York gegnübr Radio Vatikan am 26.10.99. Tauron sprach von einr Pause des Nachdenkens. Grund dafür sind die Bestrebungen in Bagdad, den Papstbesuch propagandistisch gegen die UNO Sanktionen zu nutzen.

Deutschsprachiger Raum

Deutschland

Freiburg

Der deutsche Caritasverband hat sich entschieden für einen Verbleib der katholischen Kirche im staatlichen System der Schwangenrenkonfliktberatung ausgesprohen. Wie Caritas präsident Helmut Puschmann am 26.10.99 in Freibung erklärte identifiziere er sich mit dem Votum der Caritas-Basis.

Stuttgart

Jährlich erhalten etwa 10.000 Studenten Stipendien eines ökumenischen Programms, das vom «Diakonischen Werk» und von «Brot für die Welt» getragen wird. Wie der Leiter des Stipendienreferates Reinhard Koppe sagte, seien mit den zu vergebenden 17 Millionen Mark zahlreiche Führungskräfte in der Dritten Welt ausgebildet worden. Zwei Drittel des Geldes wird von Brot für die Welt finanziert, der Rest kommt aus Kirchensteuermitteln der Landeskirchen.

Stuttgart

Der Ausschuss für ökumenische Diakonie hat 79 neue «Brot für die Welt- Projekte» mit einem Volumen von insgesamt 39 Millionen Mark bewilligt. Schwerpunkte des neuen Programms sind die Menschenrechtsarbeit, Rechtsberatung, die Förderung von Selbsthilfeorganisationen und kommunale Entwicklung, wie das evangeliche Hilfswerk am 28.10.99 in Stuttgart mitteilte.

Bonn

Der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis ist am 27.10. an den schwedischen Autor Henning Mankell für das Buch «Geheimnis des Feuers» übergeben worden. Der Autor beschreibt darin das Schicksal des Mädchens Sofia in Mosambique, das durch eine Tretmine lebensgefährlich verletzt wurde.

Berlin

Die Bundesärztekammer hat am 28.10. den Entwurf einer Charta der Patientenrechte vorgelegt. Wie der Präsident der Kammer am 27.10.99 vor Journalisten in Berlin erklärte, sollen darin die Grundrechte von Patienten gesellschaftlich definiert und festgeschrieben werden. Die geplante Gesundheitsreform 2000 gefährdet nach Angaben der Bundesärztekammer wegen ihrer Bugdetierung das Grundrecht auf medizinische Versorgung. Verbraucherverbände kritisierten den Entwurf. Sie bezeichneten die Auflistung der Patientenrechte als unvollständig und erklärten, die Charta spiegele ein überholtes Arzt-Patientenverhältnis wieder.

Köln

In Köln ist das Seligsprechungsverfahren für Friedrich Joseph Haas begonnen. Worden. Postulator in dem Verfahren ist Prälat Helmut Moll, Erzbischöflicher Beauftragter für das Verfahren ist Weihbischof Friedhelm Hofmann.

Der katholische Arzt Haas ist besser bekannt als "heilger Doktor von Moskau". Als oberster Amtsarzt in Rußland setzte er sich vor allem für eine menschenwürdige Behandlung der Strafgefangenen ein. Die russisch-orthodoxe Kirche utnerstützt seine Verehrung.

Ludwigshafen

Die katholische Kirche will in ihren Kindergärten den Jungen und Mädchen eine Haltung des Staunens und der Ehrfurcht vor dem Leben lehren. Das sagte der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die katholischen Kindergärten, Weihbischof Friedrich Ostermann, am 27.10.99 in Ludwigshafen. Mit Blick auf die Herkunftsländer und Religionen der Kinder sollen damit die verschiedenen Traditionen ernst genommen werden.

Schweiz

Freiburg

Von einem "alpinen Rassismus" spricht nach dem Ergebnis der Parlamentswahlen Flüchtlingskaplan Cornelius Koch. Wie Koch am 25.10.99 in Chiasso erklärte, trete eine kaum verhüllte Fremdenfeindlichkeit an die Stelle der Suche nach Lösungen für soziale Probleme. Dies gelte für Haider in Österreich, Bossi in Italien, Le Pen in Frankreich und nun auch für die Schweizerische Volkspartei. Koch kündigte an, in zwei Wochen auf italienischem Grenzgebiet das fünfte Zentrum für in der Schweiz abgewiesene Asylbewerbern zu eröffnen.

Bern

Die Rechtskommision des Schweizer Nationalrates hat die instutionalisierte Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit knapper Mehrheit abgelehnt. Wie am 28.10.99 die katholische Nachrichtenagentur kna meldet sollen stattdessen homosexuelle Paare mehr Rechte durch registrierte Partnerschaften erhalten.

Österreich

Wien

Der Leiter des evangelischen Flüchtlingsdienstes, Michael Bubik, hat gemeinsam mit anderen Flüchtlingsorganisationen gefordert, den in Österreich verbliebenen Kosovo-Flüchtlingen das Aufenthaltsrecht zu verlängern. Es sei zutiefst unmenschlich, Kosovo-Flüchtlinge bis zum letzten Moment in Ungewissheit über ihr weiteres Verbleiben zu lassen, sagte Bubik am 27.10.99 vor Journalisten in Wien. Nach Aussagen weitere Flüchtlingsorganisationen, komme es in der Krisenprovinz täglich zu Menschrechtverletzungen von Seiten der Albanischen Bevölkerung gegenüber den dort lebenden Minderheiten, wie etwa den Serben und den Roma.

Wien

Der Prager Weihbischof, Vaclav Maly, und der Pressburger Salesianerpater, Anton Srholc, werden in diesem Jahr den «Kardinal-König-Preis» erhalten. Nach Berichten der österreichinschen Nachrichtenagentur Kathpress vom 27.10.99 sind die beiden Geistlichen Dissidenten in der kommunistischen Ära gewesen. Bischof Maly hätte als damaliger Priester als Heizer, Putzer und Hilfsarbeiter im Straßenbau seien Lebensunterhalt verdient. Pater Srholec untersagten die Behörden als Priester zu arbeiten.

Europa

Rumänien

Der ökumenische Patriarch Bartholomäus hat sich für eine Integration der vorwiegend orthodoxen Balkanländer in die Europäische Union ausgesprochen. In Bukarest erklärte er am 26.10.99, dass Europa derzeit auf der Suche nach seiner wirtschaftlichen, politischen und spirituellen Einheit sei. Die Orthodoxie könne dabei eine große Rolle spielen.

Frankreich

In einem am 27.10.99 in verschiedenen französischen Tageszeitungen veröffentlichten Aufruf rufen die Unterzeichnenden zur Wahrung der Menschenrechte im Iran auf. Den Inhaftierten müsse Zugang zu internationalen Anwälten und Menschenrechtsorganisationen gewährt werden, fordern sie. Der iranische Staatspräsident Khatami stattet Frankreich einen Staatsbesuch ab.

Europäische Union

Das Europaparlament in Straßburg hat heute mit großer Mehrheit eine Resolution für die Errichtung einer Kosovo-Wiederaufbau-Agentur verabschiedet. Die Agentur soll 250 bis 300 Mitarbeiter haben und zur Beseitigung der Kriegsschäden beitragen. Sitz der Agentur ist das griechische Thessaloniki, operatives Zentrum die Kosovo-Hauptstadt Pristina. Für die kommenden beiden Jahre sind jeweils umgerechnet knapp eine Milliarde Mark für die Wiederaufbauagentur eingeplant.

Tschechien

Die kirchliche Sozialarbeit in Tschechien steht vor dem Aus. Die finanziellen Reserven seien ausgeschöpft, heißt es in einem Brief vom 28.10.99 der Tschechischen Caritas an die zuständigen Minister und das Parlament. Die Caritas kritisierte, dass nichtstaatliche Organisationen bei der Vergabe von Geldern für die Sozialarbeit diskriminiert würden; denn es gebe zehn Jahre nach der Wende immer noch kein Sozialhilfegesetz. Damit haben die nichtstaatlichen Organisationen auch keinen Anspruch auf öffentliche Fördermittel.

Asien

China

Eine Sprecherin des Außenministriums in Peking hat erklärt, dass das Land bssere Beziehungen zum Vatikan wünscht. Allerdings, so die Sprecherin am 26.10.99 weiter, stelle Peking Bedingungen. Der Vatikan müsse die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abbrechen und außerdem garantieren, dass der sich nicht in Chinas innere Angelegenheiten einmischt - auch nicht in die religiösen.

Irak

Der chaldäische Patriarch von Bagdad, Raphael Bidawid, sieht aus technischen Gründen keinen früheren Zeitpunkt vor Ende Januar als Termin für eine mögliche Papstvisite in den Irak.. Er erwarte den Organisator der Papstreisen Mitte November. Wegen der Papstreisen nach Indien und Georgien sei es nicht möglich gewesen, einen früheren Termin zu finden, so Bidawid. Er bleibe aber optimistisch, dass der Papst seine Pilgerreise auf den Spuren der Urväter durchführen könne.

Indonesien

Der Bischof des west-timoresischen Atambua, Antonius Pain Ratu, hat die Plünderungen auf Timor verurteilt. "Plündern ist Sünde" erklärte er am 27.10.99 gegenüber der asiatischen Nachrichtenagentur UCA News. Ratu forderte alle Menschen, die sich an Plünderungen beteiligt haben auf, ihre Beute zurückzugeben.

Israel

Außenminister David Levy hat das Anwachsen von Rassismus und Antisemitisums in Europa verurteilt. Nach dem Sieg des Rechstpopulisten, Chrsitoph Blocher, bei den Parlamentswahlen in der Schweiz, erklärte er am 26.10.99 in Jerusalem, dass die Wahlergebnisse einen europäischen Trend zeigten. Levy forderte die Demokraten Europas auf, diesem Trend entgegenzuwirken.

Armenien

Die armenisch Katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt. Am 27.10.ist der Bischof der Diözese Ararat, Karekin Nersessian zum neuen Katholikos gewählt worden. Nersessian ist der 132. Katholikos der armenisch apostolischen Kirche. Er erhielt 265 der abgegebenen Stimmen. Der 48 jährige Mönch, der in den 70 er Jahren auch in Bonn studierte, tritt die Nachfolge des am 29. Juni verstorbenen Patriarchen Karekin I. an. Zur Wahl waren 455 Delegierte aus allen Diözesen der Republik sowie aus weiten Teilen der Diaspora zusammengekommen. Der Katholikos residiert in Etschmiadzin nordwestlich der Hauptstadt Eriwan. Die armenisch apostolische Kirche zählt rund sieben Millionen Gläubige. Im Vorfeld der Wahl, so berichten Agenturen, hätten mehrere prominente Kirchenvertreter der armenischen Regierung vorgeworfen, offen für Nersessian einzutreten. Für Juli dieses Jahres war ein Besuch des Papstes in Armenien vorgesehen gewesen. Wegen des schlechten Gesundheitszustandes von Karekin I mußte die Reise dann aber abgesagt werden.

Afrika

Kenia

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat massive Menschenrechtsverletzungen in Kenia beklagt. Anläßllich des Staatsbesuches von Präsident Daniel Arab Moi in Bonn erklärte Amnesty, dass unzähligen Kenianern Folter und Repression drohe, wenn sie anderer Meinung seien als der Präsident.

Amerika

Vereinigte Staaten

Eine rund 30 Tonnen schwere Glocke soll in Kentucky das neue Jahrtausend einläuten. Das Geläute beginnt am Silvestertag um 13.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit, wenn das Jahr 2000 zuerst auf der Pazifikinsel Tonga begangen wird. Es endet 24 Stunden später, wenn der Jahreswechsel auch auf Samoa stattgefunden hat. Das Glockenläuten soll dem Weltfrieden dienen. Die Glocke war im französischen Nantes gegossen, per Schiff über den Atlantik und wieter auf dem Ohio nach Kentucky gebracht worden. Dort ist sie jetzt in einem Glockenturm aufgerichtet worden.

Vereinte Nationen

Die Schweizer Organisation, Christian Solidarity, hat ihre UNO-Akkreditierung verloren, weil sie dem sudanesischen Rebellenführer John Garang einen Auftritt vor der UNO-Menschenrechtskommision ermöglicht hat. Christian Solidarity war durch den Freikauf sudanesischer Sklaven bekannt geworden. Kritiker werfen der Gruppe vor, die Versklavung südsudanesischer Christen dadurch zu verstärken. Christian Solidarity war beratendes Mitglied im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, ECOSOC. Mit diesem Status durfte es an den Treffen von ECOSOC und der Menschenrechtskommission teilnehmen.

Kolumbien

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz und Erzbischof von Medellin, Alberto Jamarillo, wird mit dem Tode bedroht. Das geht aus einem offenen Brief seiner Bischofskollegen hervor. Jamarillo habe wegen der Morddrohungen seine Aktivitäten drastisch eingeschränkt heißt es darin weiter. Als Mitglieder der nationalen Versöhnungskommission hatte der Erzbischof jegliche Form von Gewaltakten sowohl rechter als auch linker Gruppierungen seines Landes scharf verurteilt. Bisher ist nicht klar, wer die Morddrohungen ausgesprochen hat.

Mexiko

Der Bischof von San Cristobal de las Casas in Chiappas, Samuel Ruiz, hat in einem Interview mit der Wochenzeitschrift "Proceso" erklärt, dass er auch nach seiner Pensionierung weiter für den Frieden in Chiapas kämpfen werde. Der Bischof wird am 3. November 75 Jahre alt. Seit 1994 vermittelt er im Konflikt zwischen den Zapattisten und der Regierung.

 

 

 

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: 2.11.99

 

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