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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Dienstag, dem 19.10.99 bis Donnerstag, 21.10.99 Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion dieser Ausgabe : Carol Lupu

 

Vatikan

Erstmals nach seiner Wahl im Mai diesen Jahres hat am 19.10.99 der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi Papst Johannes Paul II. einen Staatsbesuch im Vatikan abgestattet. Ciampi, praktizierender Katholik und mit 79 Jahren Altersgenosse des Papstes, ist das vierte Staatsoberhaupt Italiens, das Johannes Paul in seinen 21 Jahren Pontifikat empfangen hat. In seiner Ansprache dankte der Papst Italien für seinen Beitrag beim Aufbau des Christentums. Außerdem erinnerte an die Aufgaben, die künftig auf Europa warteten.

Nach dem technischen Ausbau von Radio Vatikan, soll nun auch das vatikanische Fernsehengagement verstärkt werden. In Anwesenheit von Karddinalstaatssekretär Angelo Sodano wurde am 20.10. die neue Aufnahmezentrale der vatikanischen Produktionseinrichtung CTV - Centro Televisivo Vaticano - eingeweiht. CTV begleitet den Papst bei seinem Programm und stellt das Material dann anderen Sendeanstalten zur Verfügung.

Das Motto des Welttages der Sozialen Kommunikationsmittel im Heiligen Jahr heißt: "Zu Beginn des neuen Jahrtausends Christus in den Medien verkünden". Er wird am 4. Juni begangen. Wie der Präsident des Päpstlichen Medienrates; Kardinal John Foley, am 20.10.99 erklärte, habe der Papst dieses Motto gewählt, um die Notwendigkeit zu unterstreichen, die Medien in die Verkündigung des Evangeliums zu integrieren.

 

Deutschsprachiger Raum

Deutschland

Hamburg

Die Evangelische Kirche in Deutschland - EKD - und alle 24 Landeskirchen wollen sich gemeinsam mit einer bundesweiten Kampagne für den Sonntag als arbeitsfreien Tag einsetzen. Unter dem Leitwort: «Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage» sollen Anzeigen, Plakate, Kinospots und Zeitungsinserate verbreitet werden, teilte am 19.10.99 die EKD in Hamburg mit.

Bad Vilbel

Die deutsche Sektion der katholischen Friedesbewegung, Pax Christi, hat Kritik an den Migrationsplänen der EU geübt. Wie Pax Chrsiti am 18.10.99 in Bad Vilbel mitteilte, bedeuteten die am Wochenende im finnischen Tampere behandelten Pläne der EU eine weitere Abschottung gegen Migranten und Flüchtlinge. An die Bundesregierung apellierte die Friedensorgnisation gegen die Ideologie der Grenzschließung gegenüber Ausländern anzugehen.

Berlin

Mehr Fördermittel für die Hospizarbeit haben der Deutsche Caritasvervband und das Diakonische Werk gefordert. In einer am 21.10.99 veröffentlichten gemeinsamen Erklärung heißt es, die Kranken- und Pflegekassen sollen Gelder einsetzen, um Menschen zu unterstützen, die einen ehrenamtlichen Dienst für Sterbende leisten. Diese dürften nicht als Lückenbüßer für pflegerische und medizinische Maßnahmen eingesetzt werden.

Nach Auffassung beider Vereine ist es wünschenswert, daß sich die Kassen auch in der psychoszialen Betreuung der Sterbendeen engagieren.

Berlin

Der diesjährige Lorenz-Werthmann-Preis geht an den Bonner Betriebswirt Michael Urselmann und an den Christlichen Hospizdienst Dresden. Der Preis wurde am 21.10.99 in Berlin überreicht. Er ist mit insgesamt zehntausend Mark dotiert. Urselmann wird für seine Doktorarbeit über die Finanzbeschaffung bei nicht-gewinnorientierten Organisationen ausgezeichnet. Der Hospizdienst erhält den Preis für die Begleitung unheilbar Kranker im häuslichen Rahmen.

München

Der Münchner Politikwissenschaftler und ehemaliger bayrischer Kultusminister Hans Maier hält das Staat-Kirche Verhältis für stabil. Keine der großen Volksparteien möchte den Kirchenartikel des Grundgesetztes ändern, erklärte Maier in einem Artikel der Münchener Kirchenzeitung. Die Kirche in Deutschland bewege sich von einer volkskirchlichen Struktur auf ein persönliches Entscheidungs-Christentum zu. Dennoch sei von einer Entchristlichung der Gesellschaft derzeit nichts spürbar.

Österreich

Feldkirch

In Batschuns bei Feldkirch wurde am 18.10. 99 der erste Palliativlehrgang in Westösterreich gestartet. Dieser Lehrgang beschäftigt sich damit, die Lebensqualität von Patienten zu steigern, obwohl medizinische Maßnahmen nicht mehr greifen und Heilungsprozesse nicht voranschreiten. Wie der Leiter des Lehrganges, Gebhard Mathis vom Krankenhaus Hohenems sagte, sei der Kurs innerhalb kürzester Zeit ausgebucht gewesen. Das zeige wie wichtig diese Thematik sei.

Graz

Am bischöflichen Gymnasium in Graz wird von etwa 100 Schülerinnen und Schülern derzeit die Rockoper David aufgeführt. Damit will der Musiklehrer und Komponist, Thomas Schneider, einen aktuellen Bezug zu den Themen «Macht - Liebe - Hass und Vergebung» herstellen. Die Aufführung ist noch bis zum 5. November zu sehen.

Wien

Mit einem "schwimmenden Symposion" zu den Themen Religion, Wissenschaft und Umwelt, bewegt sich zur Zeit der ökumenische Patriarch Bartholomäus donauabwärts. An den einzelnen Wegetappen tauschen sich Fachleute mit den Donau-Anreinern zu den drei Themen aus. In den vergangenen beiden Tagen hielt sich das schwimmende Symposion in Wien auf und befindet sich jetzt auf der Weiterfahrt in die Slowakei und nach Ungarn.

Afrika

Sierra Leone

Der verschleppte katholische Bischof von Makeni, Giorgio Biguzzi ist wieder frei und auf dem Weg nach Freetown. Wie der Missionsnachrichtendienst MISNA am 20.10.99 meldet, wurden auch die 15 ebenfalls festgehaltene Mitarbeiter des Bischofs freigelassen. Hinter der Entführung vom vergangegen Wochenende werden bewaffnete Truppen um den früheren Junta-Major Karoma vermutet. Gegenüber MISNA erklärte Karoma allerdings die Freilassung des Bischofs und seiner Begleiter erwirkt zu haben.

Angola

Papst Johannes Paul II. hat die Bürgerkriegsparteien in Angola zur Wiederaufnahme des Dialogs gefordert, damit nach 30 Jahren die Auseinandersetzungen zu einem Ende kommen. Das geht aus einer Botschaft hervor, die heute der vatikansiche Sondergesandte in Angola, Erzbischof Marcello Zago, bei der Eröffnung der ersten katholischen Universität des Landes in Luanda verlas.

Asien

Israel

In einem Brief aller christlichen Kirchen an Staatspräsident Ezer Weizman hat der lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah erneut scharfe Kritik am geplanten Bau einer Moschee in Nazareth geübt. Die Regierung habe sich dem Druck und den Drohungen der Islamisten gebeugt und damit alle Beleidigungen und Angriffe gegen Christen legitimiert. Dies stelle ein beispiellose Diskriminierung der Christen im Heiligen Land dar, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Streit geht um ein Gelände in Nazareth, nahe der Verkündigungskirche. Dort hat die israelische Regierung den Bau einer Moschee gestattet. Er darf allerdings erst nach Ende des Heiligen Jahres in Angriff genommen werden.

Georgien

Präsident Eduard Schewardnaze hat am 18.10.99 den bevorstehenden Papstbesuch als "Ereignis größter Wichtigkeit" nicht nur für sich sondern auch für die gesamte Kaukasusregion bezeichnet. Papst Johannes Paul II. wird sich am 8. und 9. November in Georgien aufhalten.

Amerika

Peru

Gustavo Gutierres, einer der Väter der Befreiungtstheologie Lateinamerikas, will in den Dominikanerorden eintreten. Wie der internationale Ordensdienst VID gestern mitgeteilt hat, ist der 71jährige derzeit noch Priester der Diözese Lima. Das theologische Werk von Gutierres wurde 1990 von der vatikanische Glaubenskongration untersucht. In der Folge war eine neue Ausgabe seines Werkes der Theologie der Befreiung erschienen.

Australien

Die anglikanische Kirche in Australien erlaubt weiterhin nicht, dass Frauen zu Priestern ordiniert werden. Mit einer deutlichen Mehrheit hat die zur Zeit tagende Generalsynode der anglikanischen Kirche dieses Thema für ein Jahr vertagt. Laut Angaben der Katholischen Nachrichten Agentur KNA hatten die Synodalen vor drei Jahren die Einführung des Pristertums abgelehnt.

Vereinte Nationen

In West-Timor hat nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR die Massenrückkehr der ost-timoresischen Flüchtlinge in ihre Heimat begonnen. Bis zu 5000 Personen überquerten stündlich die Grenze nach Ost-Timor, erklärte ein Sprecher der Organisation am 19.10.99 in Genf. Er fügte hinzu, dass diese Menschen erklärten, dass sie nach dem Unabhängigkeitsreferendum gezwungen worden seien, ihre Heimat zu verlassen. Nach offiziellen Schätzungen sind nach dem Referendum etwa 230.000 Ost-Timoresen nach West-Timor geflohen. Indessen hat das indonesische Parlament in Jakarta die Unabhängigkeit von Ost-Timor anerkannt.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Donnserstag: Kreuzfeuer; Kirche, wo es kritisch wird

Freitag: Prisma Magazin

Samstag: Das Sakrament der Ehe

Sonntag: Karin Schauff in der Welt zu Hause

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: am Montag, 25.10.99

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