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An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Freitag, dem 15.10.99 bis Montag, dem 18.10.99
Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ
Redaktion dieser Ausgabe : Carol Lupu


Vatikan

Am 16. Oktober 99 hat Papst Johannes Paul II. sein 21. jähriges Dienstjubiläum gefeiert. Der Tag verlief im Vatikan ruhig. Zu diesem Anlass gab es keine grössere Veranstaltung.

Laut Agenturmeldungen haben der Apostolische Stuhl und der Irak begonnen, die Vorbereitungen der Reise des Papstes in die irakische Stadt Ur abzuschließen. Der Papst möchte die etwa 750 000 im Irak lebenden Katholiken besuchen. Es wird gemeldet, der Vertreter des Vatikan in Bagdad, Giuseppe Lazzarotto, habe sich gestern mit dem irakischen Außenminister Mohammed Said al-Sahhaf getroffen. Es heißt, der Minister habe noch keine definitive Antwort gegeben, weil erst noch die Regierung über einige Probleme in diesem Zusammenhang beraten müsse.

Der Sprecher der Mailänder Erzbischofs, Kardinal Carlo Maria Martini, hat Pressebrichten korrigiert, wonach Martini bei der Europasynode ein neues Konzil gefordert habe. In einer in Rom verbreiteten Erklärung teilte Martinis Sprecher mit, die Medien hätten die Synodenrede des Kardinals verkürzt wieder gegeben. Martinin habe die Bedeutung der Mitverantwortung der Bischöfe bei der Auseinandersetzung mit den vitalen Problemen der Kirche in unserer Zeit betont.

Der Präsident des Päpstlichen Rates für den internationalen Dialog, Kardinal Francis Arinze, wird vom internationalen Rat der Christen und Juden mit der Medallie in Gold geehrt. Mit der Auszeichnung sollen Arinzes Verdienste um den Dialog zwischen verschiedenen Gruppen gewürdigt werden.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat sich trotz erheblicher Schwierigkeiten für eine Fortsetzung des Dialogs mit dem Islam ausgesprochen. Wie er am Rande der Europasynode vor Journalisten sagte, geb es zum Dialog keine Alternative. Auch wenn fundamentalistische Kräfte in einigen europäischen Ländern Moscheen und Koranschulen kontrollierten, müsse weiter auf die Intergration der hier lebenden Muslime hingearbeitet werden.

Deutschsprachiger Raum
Deutschland
Bad Honef
Die katholische Landjugendbewegung hat im Zusammenhang mit dem Konflikt um die Schwangerenkonfliktberatung einige deutsche Bischöfe zum Rücktritt aufgefordert. In einem heute in Bad Honnef veröffentlichten Offenen Brief heißt es „Wir sind es leid, uns für Bischöfe rechtfertigen zu müssen, die mit abschätzigen Äußerungen und Denunzierungen die Polarisierung von glaubenden Menschen und der Institution betreiben."

Speyer
Das Bistum Speyer steigt mit Wirkung zum 1. Januar aus dem gesetzlichen System der Schwangerenkonflikberatung aus. Wie Bischof Anton Schlembach dazu am 14.10.99 vor Journalsten sagte, will er seine Gründe in einem Hirtnbrief darlegen, der in der Diözese verlesen wird.

Bonn
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat deutlich mehr Pioniergeist und Kompromißfähigkeit in der Politik gefordert. Deutschland brauche angesichts der dringenden Herausforderung eine „Koalition der Vernünftigen". In einem Artikel für das Buch „Konsens oder Konflikt", das demnächst in den Handel kommen wird, schreibt der Bischof, eine solche Koalition könnte besser sein als eine „förmliche Große Koalition und am Ende vielleicht sogar nützlicher als ein Bündnis für Arbeit".

Marpingen
Als „schlimm" und „manipuliert" hat Rita Waschbüsch die angeblichen Marienerscheinungen bewertet. Die dort vor sich gehenden Ereignisse brächten „die Religion in Verruf". In dem kleinen Ort im Saarland leben drei Frauen, die nach Ansicht des örtlichen Kapellenvereins „Betende Familie" „Seherinnen" sind. Am 17.10.99 hatten sie in längeren Ausführungen die vorerst letzten „Erscheinungen" Mariens berichtet. Die Botschaften Mariens, die hier verkündet werden, bestünden allesamt nur aus „Alltagswahrheiten", ist Waschbüsch überzeugt. Die drei Frauen hatten gesagt, Maria werde erst in späterer Zeit wieder in den Ort kommen. Sie riefen die Pilger auf, treu zum Papst zu stehen, die Priester zu achten und nach den Geboten Gottes und der Kirche zu leben.

Stuttgart
Nach Ansicht der stellvertretenden Parteivorsitzenden Anette Schavan ist das familienpolitische Leitbild der CDU eine „notwendige Weiterentwicklung" des Programms. Schavan bekräftigte den „Vorrang der Ehe" vor anderen Lebensformen. Außerdem forderte Schavan, die auch Vizepräsidentin des Zentralkommitees der Deutschen Katholiken ist, eine „deutliche Verbesserung der Lage kinderreicher Familien".

Österreich
Mauthausen
Der ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios I. hat das ehemalige Konzentrazionslager Mauthausen in Österreich besucht. Das Oberaupt der Weltorthodooxie gedachte im stillen Gebt aller Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere den mindestens 50.000 orthodoxen Christen, die in Mauthausen ermordet worden sind.

Europa

Italien
Die Bischofskonferenz will sich dem Problem der geschieden und wiederverheirateten Katholiken mit neuen pastoralen Grundsätzuen annehmen. Wie die katholische Tageszeitung Avvenire berichtet, wurde bei einem Kongress in Rom betont, dass die Betroffenen nicht als öffentliche Sünder zu betrachten seien, sondern als Menschen, die in einer persönlichen Tragödie lebten.

Schweden
Die internationale Ärtzteorganisation „Medecins sans frontier" Ärzte ohne Grenzen bekommt den diesejährigen Friedensnobelpreis. Die hat die Nobelpreis-Akademie am 15.10.99 in Oslo mitgetilt. Ärzte ohne Grenzen will Opfern von himaitären und Naturkatastrophen und in kriegrischen Konflikten ohne Ansehen der Rasse, Religion oder Weltanschauung helfen.

Asien

Iran
Der Erzbischof der apostolischen Kirche im Iran, Ardak Manoukin, ist nach langer Krankheit im Alter von 68 Jahren in Teheran am 16.10.99 gestorben. Wie die französische Nachrichtenagentur afp berichtete, stand Manoukian der apostolisch-armenischen Kirche seit 1959 vor.

Iran
Papst Johannes Paul II. hat dem neugewählten Patriarchen von Kilikien, der Armenier, Bedros Tarmouni die kirchliche Gemeinschaft gewährt. Das Oberhaupt der Armenier war vor wenigen Tagen im Libanon von der armenischen Synode gewählte worden. Traditionsgemäß gewährt der Papst dem Patriarchen der selbstständigen Ostkirchen nach ihrer Wahl die kirchliche Gemeinschaft.

Indien
Die Polemiken vor dem Papstbesuch in Indien gehen weiter. Jetzt hat eine fundamentalistische Hindu-organisation Papst Johannes Pauls II. aufgefordert, seinen im November geplanten Indienbesuchs zu nutzen, um Zwangskonversionen zu benden. Der Vorsitzende des Welt-Hindu Rates in New Dehli warf den rund 100 000 katholischen Missionaren vor, sie würden insbesondere in armen Dörfern Hindus zwingen, ihren Glauben zu wechseln. Seine Organisation habe bereits mit der Vorbereitung von Protestmärschen begonnen.

Nepal
Vier neue Pfarreien sind in Nepal gegründet worden. Wie die asiatisch katholische Nachrichtenagentur uca-News berichtete, haben in Nepal arbeitende Priester bei einem Treffen beschlossn, vier Missionssationen im Osten des Landes zu Pfarreien zu erheben. Bisher gab es in Nepal eine katholische Pfarrei.

Georgien
Die georgisch-orthodoxe Kirche will Papst Johannes Paul II. wie ein Staatsoberhaupt empfangen, aber keine gemeinsamen religiösen Feiern zulassen. Agenturmeldungen zufolge wird das Oberhaupt der georgisch-orthodoxen Kirche, Katholikos Eliias II., mit dem Papst ohne gemeinsame Gebete zusammentreffen. Der Grund dafür seien noch nicht überwundene dogmatische Unterschiede zwischen beiden Kirchen. Johannes Pau lI. wird sich im Anschluss an seine Indienreise am 8. November für knapp zwei Tage in Georgien aufhalten.

Israel
Der christliche Bürgermister von Nazareth, Ramez Geraisi, ist bei einem Anriff von mehrern Männern leicht verletzt worden. Der Überfall steht der Vernehmen nach im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Muslimen und Christen um den geplanten Bau einer Moschee in der Nähe der Verkündigungbasilika.

Philipinen
Statspräsident Joseph Estrada hat in diesen Tagen vier Todesurteile in lebenslange Haft umgewandelt. Mit seiner Entscheideung folgte der Präsident den Empfehlungen einer unabhänigen Kommision, die auf ausdrücklichen Wunsch der katholischen Bischöfe eingesetzt worden war.

Amerika

Kuba
Der Generalsekretär des Weltkirchenrates und eine Delegation aus evangelischen Kirchenführern sind bei ihrem Besuch auf der Insel mit dem kubanischen Präsidenten Fidel Castro zusammengetroffen. Nach Angaben der Schweizer Nachrichten agentur kipa sagte Kastro bei der vier stündigen Begnung, es sei eine große Herausforderung, die kubanische Bevölkerung auch weiterhin durch Solidarität statt durch Egoismus zu motivieren. Vor dem Treffen mit Kastro waren die evangelischen Kirchenleute mti dem katholischen Erzbischof von Havanna, Jaime Ortega und mit Mitgliedern evangelischer Kirchen zusammen gekommen.

Guatemala
Nach einer Zeugin und einem Richter haben nun zwei weitere in Prozess um die Ermordung des katholischen Bischofs Juan Geradi verwickelte Personen das Land fluchtartig verlassen. Im Januar hatte Staatsanwalt Celvin Galindodie Nachforschungen für die Anklage übernommen und seine Untersuchungen auch in Richtung des Militärs von Guatemala gelenkt. Nun hat er um Asyl in den Vereinigten Staaten nachgesucht, nachdem auch seine Familie bedroht worden war. Genauso hat der früher unter Mordverdacht stehende und zeitweise inhaftierte Priester Mario Orantes das Land verlassen.

Vereinte Nationen
Mit einer neuen Internet-Seite „Unschuld in Gefahr" möchte die Weltkulturorganisation UNESCO einen Beitrag zur im Kampf gegen Kindesmißbrauch und Kinderpornographie leisten. Auf der Seite können Informationen über die Arbeit verschiedener Organisationen über die Arbeit verschiedener Aktionen gegen Pädophilie aufgerufen und Links zu anderen Seiten gefunden werden.


Hinweise auf unser Wochenprogramm
Montag: Weltkircehnmagazin
Dienstag: Gerhard Lohfink: Braucht Gott die Kirche?
Mittwoch: Die römische Woche
Donnerstag: Kreuz des Südens
Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr
Mittelwelle : 1530 Khz
Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz
Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr
Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)
Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:
Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen
Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13
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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano
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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten:
Donnerstag 21.10.99

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