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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Dienstag, dem 12.10.99 bis Donnerstag, dem 14.10.99

Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion dieser Ausgabe : Carol Lupu

Vatikan

Der Generalrelator bei der Europabischofssynode hat die zentralen Themen der Sprachgruppen vorgestellt. Die Bischöfe hätten sich dabei vor allem mit der Familie und der Situation der Frau in der Kirche befaßt, sowie mit dem Verhältnis von Kirche und Staat, sowie mit Ökumene und der Einschätzung des Islam in Europa. Starken Eindruck hatte der Beitrag eines Bischofs aus der Türkei hinterlassen. Er hatte davor gewarnt, die fundamentalistischen Muslime zu unterschätzen. Sie rechneten mit einem völlig dekadenten Europa, das sie unterwandern wollten. Fanatische Minderheiten hätten sich in der Geschichte immer als entscheidend herausgestellt.

Die päpstliche Akademie "Für das Leben" bejaht die Forschung am menschlichen Genom mit gewissem Vorbehalt, lehnt aber die Klonung des Menschen radikal ab. Das hat der Genetikforscher und Ordensmann, Angelo Serra, bei der Vorstellung von zwei Bänden der Akademie unterstrichen. Die Naturwissenschaft könne eine Wohltat sein für den Menschen und dürfe nicht kriminalisiert werden, sie fordere aber großes Verantwortungsbewusstsein. Gegenüber der Biotechnologie meldete er gewisse Vorbehalte an.

Deutschsprachiger Raum

Deutschland

München

Zahlreiche religiöse Verlage und Buchhandlungen sind wegen zu hoher Kosten existenziell gefährdet. Das geht aus einem Betriebsvergleich für 1998 hervor, der von der Medien-Diensleistungs Gesellschaft, MDG, mit Sitz in München erstmals für den Verband Katholischer Verleger und Buchhändler erstellt wurde. Wie der Vergleich zeigte, liegen die Anbieter religiöser Literatur bei allen wesentlichen wirtschaftlichen Kennzahlen hinter der säkularen Konkurrenz.

München

Der Sozialdienst katholischer Frauen, SKF, und die Caritas in Bayern wollen weiterhin im gesetzlichen System der Schwangerenkonfliktberatung bleiben. Das meldet am 12.10.99 die katholische Nachrichtenagetur unter Berufung auf eine Vertreterin des SKF: Demnach suchten die Beratungsträger derzeit nach Lösungswegen, die einem Verbleib im gesetzlichen System der Konfliktberatung sichern könnten - auch nach dem angekündigten Ausstieg der Bischöfe. So sollen unter anderem juristische Möglichkeiten einer nuen Rechtsträgerschaft geprüft werden.

Trier

In Trier ist am 12.10.99 das Seligsprechungsverfahren für Schwester Maria Emilie Engel eröffnet worden. Die 1893 geborene und 1955 verstorbene Ordensfrau gründete mit Josef Kentenich die Schönstatt-Bewegung.

Aachen

Die Bischöfe haben zur Unterstützung für die jungen Kirchen Afrikas, Asiens und Ozeaniens aufgerufen. Die deutschen Katholiken sollten durch Spenden dabei helfen, die weltweite Armut zu lindern un drückende Schuldenlast zu erleichtern, heißt es in einem am 14.10.99 veröffentlichten Aufruf zum Weltmissionssonntag am 24. Oktober.

Österreich

Kardinal Christoph Schönborn hat bei der Diözesanwallfahrt nach Israel mit Blick auf die Parlamentswahlen seine Landsleute gebeten , die Last der Geschichte zu tragen. Man dürfe die Kritik an Österreich nicht einfach zurückweisen und in Selbstmitleid verfallen.

Wien

Die Katholische Aktion hat sich besorgt über die Entwicklung in Österreich nach den Nationalratswahlen geäußert. Nicht nur das Ansehen des Staates als weltoffenes, menschenfreundliches Land sei in Gefahr, sondern auch der Zusammenhalt der Gesellschaft bedürfe gerade jetzt besonderer Anstrengungen, heißt es in einem offenen Brief an alle Parlamentsparteien.

Wien

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat die Pfarreien seiner Erzdiözese aufgefordert, Langzeit-Arbeitslosen zu helfen. In seinem Schreiben an die Pfarrgemeinden bittet er diese zu prüfen, welche konkreten Hilfen den Menschen angeboten werden können, die mit dem Arbeitsplatz nicht nur das matrielle, sondern auch das seelische Gleichgewicht verloren haben.

Linz

Die Landesregierung in Linz hat jetzt den Menschenrechtspreis Österreichs dem aus Oberösterreich stammenden Missionsbischof Richard Weberberger in Brasilien zuerkannt. In der Begründung heißt es, der Benediktiner habe sich besonders für die Landarbeiter und die landlosen Bauern eingesetzt.

Europa

Italien

In Rom ist am 14.10.99 ein Kongress eröffnet worden, der sich mit zerrütteten Ehen und dem Schicksaal getrennter oder geschiedener Ehepartner befasst. Zweck dieser Initiative der italienischen Bischofskonferenz ist es, den Dialog zwischen Kirche und den oft von den Sakramenten ausgeschlossenen geschiedenen Wiederverheirateten neu zu beleben.

Rumänien

Hunderte von Gläubige haben am 14.10.99 in der rumänisch-orthodoxen Kathedrale von Iasi an den Feierlichkeiten zum 1.100 Todestag der heiligen Paraskeva teilgenommen. Sie wird in ihrem Heiimatland besonders von den Armen verehrt.

Griechenland

Am 13.10.99 hat der Synod der griechisch-orthodoxen Kirche beschlossen, den Streit zwischen dem ökumenischen Patriarchen Bartholomaios und dem Erzbischof von Athen durch ein Gespräch beizulegen. Bartholomaios hatte Erzbischof Christodoulos aufgefordert, sich in Zukunft nicht weiterhin Primas seiner Kirche zu nennen. Fachleute weisen darauf hin, dass sein offizieller Titel "Präsident der griechisch-orthodoxen Synode" ist, und dass der Titel Primas in der katholischen Kirche, nicht aber in der Orthodoxie üblich ist. Bartholomaios, der Ehrenprimas aller orthodoxen Kirche ist, bat Christodoulos, den Primas zu meiden.

Tschechien:

Prag

Schwierigkeiten beim Aufbau kirchlicher Stukturen in Osteuropa hat der Prager Erzbischof, Kardinal Miroslav Vlk, beklagt. Besonders die Laien litten unter der alten Gewohnheit, alles von oben zu erwarten.

Prag

Der Philosoph und Marxist Milan Machovec ruft in seinem neusten Buch die Europäer auf, weiterhin nach Gott zu suchen. Wir können nicht leben ohne Gott, schreibt Machovec in "Die Frage nach Gott als die Frage nach dem Menschen." Gleichzeitig apelliert er zu einem globalen Dialog.

Mazedonien

Neues Oberhaupt der mazedonisch-orthodoxen Kirche ist der Metropolit von Bregalnica Stefan. Er gilt als offen und kommunikativ. Bislang ist die mazedonische Kirche von der Gesamtorthodoxie nicht anerkannt.

Portugal

Zwei der drei Hirtenkinder von Fatima, werden am 9. April nächsten Jahres selig gesprochen. Wie der Bischof der Diözese Leira-Fatima, Seraffim de Sousa Ferreira e Silva, am 13.10.1999 mitteilte, wird die Feier im Vatikan stattfinden.

Asien

Irak

Die irakischen Opositionparteien haben Papst Johannes Paul II. aufgefordert, auf einen Besuch im Irak zu verzichten. Wie der sogenannte "Irakische Nationalkongress" am 14.10.99 mitteilte, würde dieser Besuch nur für politische Propaganda der Regierung Saddam Husseins missbraucht. Agenturmeldungen zufolge hatte der chaldäische Patriarch von Bagdad einen Besuch Johannes Pauls II. in Ur, der Geburtsstadt Abrahams, für Anfang Dezember angekündigt. Der Besuch wurde bisher vom Vaitkan nicht ofiziell bestätigt.

Israel

Der Streit um den Bau einer Moschee in Nazareth ist noch nicht beigelegt. Ein Vatikansprecher hat am 14.Oktober erklärt, der Papst verfolge die Auseinandersetzung aufmerksam. Er bitte die Autoritäten in Israel die Bedeutung der Stadt für alle Christen zu berücksichtigen. Der lateinische Patriarch von Jerusalem schlug indes vor, ein Monument des interreligiösen Dialogs zu errichten statt der Mosche, die die Christen nur provoziere.

Indonesien

Bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen sind auf der insel Ambon eine Person getötet und 30 verletzt worden. Nach Angaben der französischen Agentur afp schoss das Militär in die Menge, um die Konfliktparteien auseinander zu treiben

Afrika

Sambia

Bischof Denis Herold De Jong hat die Schuldenlast, die sein Land und weitere Entwicklungsländer zu tragen haben, beklagt. Wärend Sambia von 1990 bis 1993 1,3 Milliarden Dollar an den internationalen Währungsfonds gezahlt habe, konnten nur 37 Millionen in die Grundschulausbildung investiert werden.

Vereinte Nationen

Der ständige Beobachter des Vatikans bei der UNO, Erzbischof Renato Martino, hat sich erneut für einen Schuldenerlass zugunsten der ärmsten Länder eingesetzt. Vor der Generalversammlung lobte Martino die bereits bestehenden Bemühungen. Die internationale Gemeinschaft müsse jedoch schärfere Kontrollen durchführen, damit die frei werdenden Gelder für Entwicklungszwecke eingesetzt werden, so der Vatikanvertreter.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Donnerstag: Kreuz des Südens

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:"Sonntagsbetrachtung über das Sakrament der Ehe

Sonntag: Sie schreiben - wir antworten

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten:

Montag 18.10.99

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