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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von 8.-11.09.1999 Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ

Redaktion dieser Ausgabe : Carol Lupu

Vatikan

Bei der Europa-Bischofssynode ist am 11.10.99 eine Zwischenbilanz über die Beiträge im Plenum gezogen worden. Europa braucht demnach einen neuen Anstoß der Verkündigung. Die Bischöfe aus West und Ost hätten sich jetzt besser kennen und verstehen gelernt. Am 11.10. tagen die rund 250 Synodenmitglieder in kleinen Sprachgruppen. In der nächsten Woche bringen sie dann ihre Vorschläge für ein nachsynodales Schreiben des Papstes ins Plenum, wo darüber abgestimmt wird.

Bischof Kurt Koch von Basel mußte wegen Krankheit nachhause fliegen.

Kardinal Carlo-Maria Martini von Mailand hat bei der europäischen Bischofssynode im Vatikan angeregt, im Lauf des kommenden Jahrzenhnts alle katholischen Bischöfe zu einer gesetzgebenden weltweiten Beratung zusammenzurufen. Das schiene ihm wegen verschiedeneer drängender Fragen der Kirche äußerst angeraten. Außdrücklich nannte er den Priestermangel sowie die Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft, die Verantwortung der Laien und der Amtsinhaber in der Kirche, Geschlechtlichkeit und Ehelehre, die Bußpraxis, die ökumenische Bewegung und insbesondere das Verhältnis zu den orthodoxen Kirchen.

Der französische Jesuit Pierre Blet hat Papst Pius XII. gegen den Vorwurf des Antisemitismus verteidigt. Das Kirchenoberhaupt habe in seiner Weihnachtsbotschaft von 1943 an die Tausenden von Menschen erinnert, denen aufgrund ihrer Nationalität oder ihrer Rasse die Vernichtung drohte. Bei der Vorstellung der italienischen Ausgabe seines Buches über Pius XII. und den Zweiten Weltkrieg warnte der Kirchenhistoriker davor, das damalige Vorgehen mit heutigen Kriterien zu messen. Die Vorsicht im Auftreten des Kirchenoberhaupts habe ausschließlich der Verhinderung noch größerer Vergehen auch gegen Juden gedient.

Der Präfekt der Glaubenskongregaration, Kardinal Joseph Ratzinger, will nach italienischen Presseberichten auf einen Brief von zewölf deutschen Bischöfen zur Schwangerenkonfliktberatung antworten. Der Vatikan nahm keine Stellung zu den Berichten. Am 7.Oktober 1999 war bekannt geworden, dass zwölf deutsche Bischöfe dem Papst ihre Bedenken gegen den Ausstieg aus der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung vortragen werden.

Papst Johannes Paul II. hat am 9. Oktober den französischen Außenminister Hubert Vedrine in Privataudienz empfangen. Der Gast führte außerdem Gespräche mit Kardinal Staatssekretär Angelo Sodano und dem vatikanischen Außenminister Erzbischof Jean-Louis Tauran. Nach Angaben des vatikaniischen Pressesaals wurde bei dem Trffen insbesondere über den Nahen Osten, Europa und Afrika gesprochen.

Erstmals hat ein orthodoxer Bischof um Verzeihung für die frühre Unterdrückung der katholischern Minderheit in Osteuropa gebeten. Nach Angabend der Katholischen Nachrichten Agentur erklärte am 9. 10. 1999 der orthodoxe Erzbischof Iosif aus Rumänien in einer Rede vor der Europasynode, auf dem Weg zur Einheit der Kirchen sei gegenseitiges Verzeiehen notwendig. Für seine Kirche bittet er die Katholiken um Verzeihung für alles Unrecht, das den mit Rom unierten Christen von orthodoxer Seite zugefügt wurde.

Deutschsprachiger Raum

Deutschland

Die Frauengruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat den Aufbau von Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen in der Trägerschaft katholischer Laien begrüsst. Auch ohne kirchliche Beteiligung könne so ungewollt schwangeren Frauen mit Rat und Tat geholfen werden. Zudem garantiere das Angebot weiterhin die Vielfalt in der Beratung, so die Vorsitzende der Gruppe, Bärbel Sothmann am 11.10.1999 in Berlin. Auch nach dem geplanten Ausstieg der katholischen Kirche aus dem staatlichen Beratungssystem erteilte sie einer Aufweichung und Neuverhandlung des Schwangeren- und Familienfördungsgesetzes eine Absage.

Für eine klare Integrationspolitik und eine Änderung der Praxis der Abschiebehaft für Migranten hat sich der Berliner Erzbischof, Kardinal Georg Sterzinsky, eingesetzt. Wie er dazu am 8. Oktober 1999 bei den 4. Honnefer Migrationstagen betonte, müsse man in jedem Einwohner das Antlitz Gottes sehen: im illegalen polnischen Arbeiter, in der aus dem Kosovo enkommenen Familie und in der russischen Prostituierten.

Zu einer einmaligen Amnestie von Straffälligen anlässlich der Jahrtausendwende haben die katholischen Gefängnisseelsorger aufgerufen. Bei einer Konferenz in Loccum bei Hannover forderten die Seelsorger, der Bundestag solle den Gefangenen ein Jahr ihrer Haftzeit erlassen. Die dabei eingesparten Mittel sollten für Organisationen bereitgstellt werden, die Programme für Opfern von Straftaten anbieten.

Die Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie mangelnde Bildung verhindern in vielen Entwicklungsländern eine vernünftige Familienplanung. In einer am 11.10. 1999 veröffentlichten Erklärung des UN-Kinderhilfswerks Unicef heißt es, dass fast zwei Drittel der 130 Millionen Kinder, die nicht zur Schule gingen, Mädchen seien. Frauen, die einige Jahre die Schule besucht hätten, würdem ihr erstes Kind erst später bekommen. Allein in Indien hätten rund 31 Milionen Frauen auf Grund ihres niedrigen Status keine Möglichkeit zu bestimmen, wann, in welchen Abständen und wieviele Kinder sie bekommen wollten, so Unicef.

Österreich

Eine Intiative gegen verschwiegene Gewalt in der Familie startet die Diözese St. Pölten. Das kündigte ein Sprecher des katholischen Bildungswerkes des Bistums am 8. 10. 1999 an. Nach Angaben der Gendarmerie müssen Beamte des Bezirks St. Pölten jeden zweiten Tag bei Gewalthandlungen in Famielien einschreiten.

Im Verständnis von Buße und Beichte ist die Anährung von Katholiken und Lutheranern näher gerückt. Das erklärte der ehemalige Superintenden der evangelischen Diözese Steiermark, Ernst-Christian Gerhold, am 9. 10. 1999 in Wien. Mit der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die am 31. Oktober 1999 in Augsbuurg unterzeichnet wird, hätten beide Kirchen einen Grundkonsens erreicht, der neue Bewegung in die Ökumene gebracht habe.

200 000 Mark hat CARITAS INTERNATIONAL als erste Hilfe für die Opfer der Überschwemmungskathastropfe in Mexiko bereitgestellt. Wie die Caritas am 11.10. 1999 in Freiburg mitteilte, hat die mexikanische Partnerorganisation dringend umHilfe gebeten. Rie Regierung hatte dagegen am Wochenende erklärt, das Land brauche keine ausländische Hilfe.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat den erreichten Konsens mit der katholischen Kirche über Fragen der Rechtfertigungslehre gewürdigt. Die Gemeinsame Erklärung darüber sei eine bedeutsame Annäherung zwischen den reformatorischen und der katholischen Kirche in zentralen Fragen der christlichen Lehre. Das schreibt die Evangelische Kirche (EKD) in einer am 11. 10. 1999 veröffentlichten Erklärung. Zum ersten Mal seit der Reformation sei es gelungen, dass die getrennten Kirchen gemeinsame Aussagen zu jener Lehre machten, die Ausgangspunkt für das Zerbrechen der Einheit gewesen sei, so das Dokument, das gemeinsam mit der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen VELKD und der Arnoldsheimer Konferenz herausgegeben wurde.

Österreich

Eine Intiative gegen verschwiegene Gewalt in der Familie startet die Diözese St. Pölten. Das kündigte ein Sprecher des katholischen Bildungswerkes des Bistums am 8. 10. 1999 an. Nach Angaben der Gendarmerie müssen Beamte des Bezirks St. Pölten jeden zweiten Tag bei Gewalthandlungen in Famielien einschreiten.

Im Verständnis von Buße und Beichte ist die Anährung von Katholiken und Lutheranern näher gerückt. Das erklärte der ehemalige Superintenden der evangelischen Diözese Steiermark, Ernst-Christian Gerhold, am 9. 10. 1999 in Wien. Mit der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, die am 31. Oktober 1999 in Augsbuurg unterzeichnet wird, hätten beide Kirchen einen Grundkonsens erreicht, der neue Bewegung in die Ökumene gebracht habe.

Europa

Italien

Der Osnabrücker Bischof Franz Josef Bode hat am 10. 10. 1999 fünf Deutsche und einen Schweizer zu Priestern geweiht. Bei der traditionell am 10. Oktober stattfindenden Priesterweihe des Collegium Germanicum et Hungaricum rief Bode die Neupriester auf, die Botschaft Christi auch dann zu verkünden, wenn sie als anstößig empfunden wird.

Katholische Laieninitiativen aus elf europäischen Ländern haben fehlende Beteiligung der kirchlichen Basis bei der Europasynode beklagt. Die Sprecherin der Internationalen Bewegung "Wir sind Kirche", Elfriede Hart, kritisierte vor der Presse am 11.10. 1999 in Rom, Bischöfe und Theologen sprächen auf der Synode nur zu sich selbst. Der Wunsch der Laieninitiativen, bei dem Treffen gehört zu werden, sei abgewiesen worden. Dies beweise die Entfremdung der Kirchen-Hierarchie von der kathollischen Basis, so Hart.

Jugoslawien

Die serbisch-orthodoxe Kirche ist am 11.10.1999 dem Aufruf zu einer Begegnung mit Vertretern der Europäischen Union nicht gefolgt. Das meldet die französische Nachrichtenagentur afp. Die EU hatte die Religionsgemeinschaft zusammen mit den wichtigsten Oppositionsgruppen des Landes zu einem Treffen nach Luxemburg geladen. Ziel der Gespräche sollte es sein, über eine Zusammenarbeit im Kampf gegen Präsident Slobodan Milosevic zu verhandeln. Auch die wichtigsten Oppositionsparteien schickten keine Vertreter. Grund dafür ist nach eigenen Angaben, dass die EU Hilfe für demokratische Veränderungen an Zusammenarbeit beim Hager Kriegsgericht knüpft.

Afrika

Komoren

Ein Gericht in Moroni hat gestern wegen des Besitzes einer Videokassette über Jesus Christus einen Angeklagten zu zehn Monaten Haft und 8 weiteren auf Bewährung verurteilt. Der Islam sei Staatsreligion und die Religionsfreiheit werde in diesem Land von keinem Gesetz anerkannt, erklärte der zuständige Staatsanwalt nach Angaben der Nachrichtenagentur ansa. Daher sei die Verbreitung jeder anderen Religion illegal. Das Video war bereits von zwei lokalen Fernsehsendern ausgestrahlt worden.

Asien

Israel

Die Regierung von Ehud Barak wird in den den nächsten Tagen den Bau einer Moschee vor der Verkündigungkirche in Nazareth genemigen. Wie die Presse am 11.10. 1999 berichtet wird der Sicherheitsminister Shlomo Ben Ami eine interministerielle Kommission um grünes Licht für den Bau bitten. Gestern noch hatten Muslime mit scharfe Kritik auf eine Gerischtsentscheidung zum Moscheenbau reagiert. Letzte Woche hatte ein Gericht Ansprüche der islamische Behörde Wakf auf ein Grundstück nahe der Verkündigungskirche zurückgewiesen.

Mehrere hundert Juden , vor allem Jugendlichen, haben in den letzten Monaten heimlich Kuba verlassen. Wie die israelische Presse am 11.10.1999 berichtet, sind die Juden in einem Einwanderungszentrum bei Ashquelon aufgenommen worden. Danach sollen auf Kuba nur noch rund 1000 Verterter der Glaubensgemeinschaft verblieben sein. Beobachter gehen davon aus, daß das Castro-Regime die Ausreise von Juden im Augenblick wirtschaftlicher Schwierigkeiten erlauben wird, um die Beziehungen zu den USA zu verbessern.

Timor

Die ersten Ost-Timoresischen Flüchtlinge konnten am 8.10.99 vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aus den Lagern in ihre Heimat geflogen werden. Wie Flüchlingskommissarin Sadako Ogata in Genf in Genf mitteilte, leben in den Lagern im Westteil der Insel rund 230.000 Flüchtlinge unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen.

Irak

Die christlich chaldäische Krche des Landes hat am 11.10.1999 ein Abkühlen der Beziehungen zwischen Bagdad und dem Vatikan dementiert. Im Gegenteil würden die Vorbereitungen der geplanten Papstreise weitergehen, erklärte heute ein hochstehender Vertreter der Chaldäer gegenüber der Presse. Wie berichtet wird, habe die Regierung bereits mit der Restaurierung von historischen Stätten begonnen.

Japan

Im japanischen Kagoshima haben am 11.10.99 die Asbchlussfeierlichkeiten anläßlich des 450. Jahrestages der Missionierung Japans durch den Heiligen Franz Xavier begonnen. Das ganze Monat über werden die Reliquien des Asienapostels in verschiedenen japanischen Städten zur Anbetung ausgestellt.

Amerika

Guatemala

Nach mehreren Todesdrohungen ist der für den Mord an Bischof Juan Gerardo zuständige Staatsanwalt, Celvin Galino, zurückgetreten. Er hatte bei seiner Ermittlung DNS-Proben von 17 Tatverdächtigen, darunter zwölf Militärangehörigen gefordert.

Kuba

Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Konrad Raiser, besucht derzeit als Zeichen gegen das US-amerikanische Wirtschaftsembargo die Zuckerinsel. Er wolle sich ein Bild von den dortigen Kirchen und ihrer Rolle in der kubanischen Gesellschaft machen, so der Generalsekretär des Verbandes nicht-katholischer Kirchen. Zu der Visite hatte der ökumenische Rat der Insel eingeladen.

Größere religiöse Freiheit hat der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Konrad Raiser, auf der Karibikinsel festgestellt. Bei einem Besuch auf Kuba sagte Raiser am 10.10.1999, er glaube, daß Havanna bedeutende Schritte in Richtung auf Religionsfreiheit eingeleitet habe. Raiser wird in den nächsten Tagen mit Repräsentanten der kubanischen Kirche sprechen. Es wird erwartet, daß er auch Präsident Castro treffen wird.

Vereinigte Staaten

Der New Yoker Erzbischof, Kardinal O' Connor hat am 10.10. 1999 erstmals seit seiner Krankenhausentlassung keinen Sonntagsgotesdienst feiern können. Nach Angaben der Diözese habe sich das Oberhaupt von 2,2 Millionen Katholiken zu schwach gefühlt. Der Kardinal, der am 15. Januar 80 Jahre alt wird, und sich dann erst vom Amt zurückziehen will, hatte sich letztes Monat einer Gehirnkrebsoperation unterziehen müssen.

Jamaika

Die katholische Kirche plant einen Bußtag für ihre Rolle in der Sklaverei und im Völkermord an den Ureinwohnern der Insel. Bei ihrem christlichen Kreuzzug sei die Kirche oft nicht barmherzig gewesen, so die Erzdiözese von Kingston zu der Initiative, die für den 17. Oktober vorgesehen ist. Teil der Bemühungen um Versöhnung soll auch ein ökumenischer Gottesdienst in der ehemaligen Hauptstadt von Jamaika, Spanish Town, sein.

Vereinte Nationen

Die UN-Flüchtlingskommisarin Sadako Okata hat die Staaten der Europäischen Union vor einer weiteren Einschränkung des Asylrechts gewarnt. Anlässlich des EU-Sondergipfels über Innen- und Justizangelegenheiten Mitte Oktober erklärte Ogata in Berlin am 10.11.1999, dass die Institution des Asyls zunehmend in Gefahr gerate.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag: Kreuz des Südens

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:"Sonntagsbetrachtung über das Sakrament der Ehe

Man hört Radio Vatikan täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A, durch Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog) und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten:

Donnerstag 14.10.99

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