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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch 28.9. bis Samstag, 2.10.99

VATIKAN

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat am 01.10.1999 Papst Johannes Paul II die Sondersynode für Europa eröffnet. Mehrere hundert Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfen und Priester konzelebrierten mit dem Papst. Gott wisse um die schmerzhaften Prüfungen der europäischen Nationen in diesem schwierigen Jahrhundert. Ausdrücklich nannte der Papst die Konzentrationslager, Gulags, Bombennächte und Schützengräben. Aber es gebe auch Hoffnung, zu der Christus einlade. Im Rahmen seiner Predigt gab der Papst bekannt, daß er drei Frauen zu Mit-Patroninnen Europas ernannt habe. Es sind die Heiligen Edith Stein, Brigitta von Schweden und Katharina von Siena.

Papst Johannes Paul II hat am 01.10.1999 die restaurierte Fassade des Petersdoms eingeweiht. Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi, zahlreiche Ehrengäste aus aller Welt und Zehntausende von Schaulustigen genossen ein grandioses barockes Feuerwerk, Händels Hallelujah und ein festlichen Te Deum, geleitet von dem weltberühmten Dirigenten Chung. Die unzähligen Pilger könnten nun im Heiligen Jahr wieder die ganze Herrlichkeit dieser imposanten Basilika bestaunen und sich ihrer geistigen Bedeutung bewusst werden, sagte der Papst.

Das offizielle Programm für die bevorstehende Papstreise nach Indien und Georgien ist am 02.10.1999 vorgestellt worden. Am 05.10.1999 wird Papst Johannes Paul II nach Delhi fliegen und dort am nächsten Tag mit hochrangigen Regierungsmitgliedern zusammentreffen, sowie asiatischen Bischöfen die Ergebnisse der Asiensynode bekanntgeben.Am Tag darauf feiert er in einem Stadion die Eucharistie, um so die Asien-Bischofssynode abzuschließen. Am 08.11.1999 wird der Papst in Georgien mit dem Katholikos und dem Patriarchen des Landes sprechen und ein Armenhaus der Caritas in der Hauptstadt Tiflis segnen

Das Deutschsprachige Redaktion von Radio Vatikan wird ab 01.12.1999 täglich um 08.35 h und um 19.55 h auf UKW 96,3 kHz und MW 1260 Jubiläums-Sonderprogramme für Rom-Pilger ausgestrahlen. Sie sollen wichtige Informationen zu Veranstaltungen und andere nützliche Hinweise vermitteln. Diese und anderssprachige Jubiläums-Sonderprogramme hat der Programmdirektor von Radio Vatikan, Federico Lombardi, am 29.09.1999 auf einer Pressekonferenz in Rom vorgestellt.

An die Opfer der jüngsten Greueltaten, darunter Priester und Ordensleute, hat Papst Johannes Paul II bei der Generalaudienz am 29.09.1999 im Vatikan erinnert. Unterdessen hat der Bischof von Dili, Carlos Belo, erneut betont, dass es sich bei dem Konflikt nicht um einen Religionskrieg handele. Der Friendensnobelpreisträger erklärte in Berlin, Mitglieder der Kirche seien vielmehr deshalb getötet worden, weil sie für die Menschenrechte und eine freie Entscheidung der Ost-Timoresen in der Frage der Unabhängigkeit eingetreten seien.

Der Präsident des Päpstlichen Hilfswerks Cor Unum, Erzbischof Paul Josef Cordes, ist am 02.10.1999 in das Kosovo gereist. Dort wird er Vertreter von katholischen Organisationen und der Caritas in Prizren treffen. Der Besuch von Cordes soll den Frieden in der Region stärken.

Bei der Eröffnung des Siebten Kongresses der Internationalen Gynäkologischen Krebsgesellschaft am 30.09.1999 in Rom hat Papst Johannes Paul II die Ärzte an die ethischen Dimensionen der Medizin erinnert. Er ermahnte sie, keine Abtreibungen und keine Beihilfe zum Selbstmord durchzuführen. Ärzte seien Beschützer und Diener des Lebens. Der rasante wissenschaftliche Fortschritt dürfe sie nicht zu Manipulatoren des Lebens, oder gar zu Agenten des Todes machen, so der Papst.

Der Präsident von Venezuela, Hugo Rafael Chavez Frias, hat am 30.09.1999 Papst Johannes Paul II einen offziellen Besuch abgestattet. Gesprächsthema war die Rolle der Kirche in einer modernen Gesellschaft, insbesondere in Venezuela.

 

Vom 24.10. bis 28.10.1999 findet in Rom ein Treffen der großen Weltreligionen statt. Das hat der päpstliche Rat für den interreligiösne Dialog bekanntgegeben. Die Rolle der Religionen in diesem Jahrhundert, ihr Versagen und ihre konstruktiven Beiträge sollen dabei diskutiert werden. Die Anhänger der einzelnen Religionen werden an getrennten Orten beten, sich aber am Ende zu einer gemeinsamen Feier auf dem Petersplatz versammeln.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

Deutschland

Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat am 29.09.1999 das Diakonat der Frau als unvereinbar mit der kirchlichen Lehre abgelehnt. Das zweite Vatikanum habe die Einheit der dreistufigen Weihe zum Diakon, Priester und Bischof betont. Würden Frauen für die erste Stufe zugelassen, gebe es keine theologische Handhabe, ihnen die zweite Stufe zu verwehren. Papst Johannes Paul II habe aber in einem Schreiben von 1994 die Priesterweihe der Frau und somit auch die zur Diakonin ausgeschlossen, so Meisner.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat in einem Zeitungsbeitrag vom 29.09.1999 seine Befürchtungen zum Thema Lebensschutz zum Ausdruck gebracht. Lehmann erinnerte daran, dass das Bundesverfassungsgericht die Überprüfung des Lebensschutzes durch eine flächendeckende Beratung schwangerer Frauen fordere. Sie sei nun durch einen Rückzug der Kirche gefährdet.

 

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche, Präses Manfred Kock hat am 01.10.1999 davor gewarnt, erneut im Bundestag über das Abtreibungsstrafrecht zu diskutieren. Keine Verbesserung des Lebensschutzes, sondern nur die reine Fristenlösung ohne Beratungspflicht könne das Resultat einer solchen Debatte sein. Dies sei weder im Interesse der katholischen, noch der evangelischen Kirche, so Kock in einem Rundfunkinterview.

Bischof Joachim Wanke von Erfurt hat am 30.09.1999 anlässlich des bevorstehenden Tags der Deutschen Einheit eine positive Bilanz über den deutschen Einigungsprozess gezogen. Wanke rief zum weiteren Abbau psychologischer Barrieren zwischen Ost und West auf.

Österreich

Der Wiener Moraltheologe Augustin Pötscher hat am 29.09.1999 im Zusammenhang mit den Nationalratswahlen am 03.10.1999 vor rechtsradikalem Gedankengut gewarnt. Die von der Freiheitlichen Partei Österreichs auf Plakaten vorgebrachte Forderung nach einem sogenannten "Stop der Überfremdung" stehe im direkten Widerspruch zur christlichen Sicht der Menschenwürde.

Auf die Gefahr einer nuklearen Erpressung hat am 30.09.1999 der neue Ständige Vertreter des Apostolischen Stuhls bei den internationalen Organisationen in Wien, Dominique Rezeau, hingewiesen. Die Sicherheitsmechanismen nuklearer Anlagen müssten einwandfrei funktionieren, so der Vatikan-Diplomat bei der Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Organisation.

 

EUROPA

Belgien

Die Bischöfe des Landes haben am 29.09.1999 die Juden um aufrichtige Vergebung für antijüdische Haltungen in der Vergangenheit gebeten. In ihrem Schreiben zum Heiligen Jahr 2000 beklagten die Oberhirten auch die ernsthafte Krise der Kirche. Die Zahl der praktizierenden Katholiken ist in Belgien erheblich zurückgegangen.

Der Präsident der EU-Bischofskommission, Josef Homeyer, und EU-Kommissionspräsident Romano Prodi haben am 30.09.1999 in Brüssel Gespräche über die Aufgabe der Kirchen im europäischen Einigungsprozess geführt. Ihr Beitrag sei sowohl für die EU-Mitgliedsstaaten, als auch für die osteuropäischen Beitrittsländer, von großer Bedeutung, da die Einigung nicht ohne gemeinsame Werte gelingen könne, so hieß es. Prodi forderte die Kirchen auf, sich deshalb an der Ausarbeitung der europäischen Grundrechtscharta zu beteiligen.

Frankreich

Der Weihbischof von Paris, Jean-Michel di Falco, hat am 30.09.1999 angekündigt, dass der neue katholische Fernsehsender "K.T.O." bereits ab November sein Programm im Kabelnetz der Hauptstadt ausstrahlen wird. Durch den baldigen Sendestart will man Projekten US-amerikanischer Fernsehevangelisten zuvorkommen.

Armenien

Der Erzbischof von Nagornyi-Karabach, Pargev Martirosian, hat am 28.09.1999 die Regierung in Eriwan beschuldigt, sich in die Wahl des neuen Oberhauptes der armenisch-apostolischen Kirche einzumischen. Kirchenführer kritisierten, dass sich die Regierung bereits vor der für Ende Oktober vorgesehenen Wahl auf den Erzbischof von Ararat, Karekin Nersesian, als gemeinsamen Kandidaten geeinigt habe. Im Juni war der bisherige Katholikos, Karekin I, verstorben.

NAHER OSTEN

Syrien

Der syrisch-katholische Erzbischof von Hassake, Jacques Behnan Hindo, hat am 30.09.1999 vor einer Machtergreifung der Islamisten gewarnt. Trotz aller Einschränkungen setze die christliche Minderheit auf das laizistische System von Staatspräsident Hafez al-Assad. Rund die Hälfte der Christen haben in den vergangenen dreißig Jahren das Land verlassen. Hindo hofft, dass der bevorstehende Besuch von Papst Johannes Paul II die verbleibenden Christen in ihrer Position stärken wird.

AFRIKA

Demokratische Republik Kongo

Am 04.10.1999 beginnt in der Hauptstadt Kinshasa eine Friedens- und Versöhnungskonferenz der Kirchen. Dies kündigte der Generalsekretär des afrikanischen Kirchenrates in Kinshasa am 01.10.1999 an. Die Konferenz soll helfen, den schweren Bürgerkrieg zu beenden, bei dem es vor allem um die Kontrolle über wertvolle Bodenschätze geht.

Burundi

Vor einem neuen Völkermord hat die katholische Nachrichtenagentur Misna am 29.09.1999 gewarnt. Etwa 250.000 Mitglieder der Hutu-Bevölkerungsmehrheit würden von Soldaten der Tutsi-Minderheit in Konzentrationslagern festgehalten. Die von Tutsis getragene Militärregierung wolle mit den Massendeportationen einer Ausweitung des Aufstandes von Hutu Rebellen zuvorkommen. Humanitäre Organisationen machen sowohl die Regierung, wie auch die Rebellen, für den burundischen Bürgerkrieg verantwortlich, dem seit 1993 über 150.000 Menschen zum Opfer fielen.

 

Kenia

Vor der Gefahr bürgerkriegsähnlicher Zustände haben die katholischen Bischöfe am 01.10.1999 Staatspräsident Daniel Arap Moi und die regierende KANU-Partei gewarnt. In einem Hirtenbrief forderten sie, dass Korruption, steigende Armut, soziale Probleme und die Immunschwächekrankheit AIDS bekämpft werden müssten.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Dienstag:"Radioakademie: Gerhard Lohfink: Braucht Gott die Kirche?"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Jugendmagazin: Schreiben der deutschen Bischöfe an die Verantwortlichen in der Jugendpastoral zu Sexualität und Sexualitpädagogik

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:"Sonntagsbetrachtung über das Sakrament der Ehe"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

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Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog)

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World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eberhard v.Gemmingen

Redaktion dieser Ausgabe : Eberhard v.Gemmingen SJ

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E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten :

Mittwoch, 6.10.99

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