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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch, 15. September bis Samstag, 18.September 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. wird den deutschen Bischöfen seine Wünsche zur Zukunft der Schwangerenkonfliktberatung mitteilen. Das geht aus einer Pressemeldung des Vatikans vom 16.September hervor. Aufgrund des Kompromisses der Bischöfe, einerseits auf den Beratungsschein zu vermerken, daß er nicht zur straffreien Abtreibung verwendet werden kann, anderseits im staatlichen System zu bleiben, waren kritische Anfragen an den Vatikan gelangt. Auf diese antwortet das neuerliche Schreiben. Indes hat der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner erklärt, warum er sich nach dem Kompromiß der Bischofskonferenz nach Rom gewandt hatte. Er habe erst später festgestellt, daß die gefundene Lösung nicht annehmbar ist. Er sei seit langem skeptisch gewesen, ob die Kirche im staatlichen System bleiben dürfe. Er habe nur abwarten wollen, ob die vorläufigen kirchlichen Richtlinien wirklich hilfreich sind. Weil er nach der Bischofskonferenz vom Juni Zweifel daran hatte, ob die dort gefundene Lösung der Intention des Papstes entspricht, habe er sich an den Vatikan gewandt.

Indessen haben Lebensschutz- und andere kirchliche Organisationen ihre Befriedigung darüber ausgesprochen, daß der Vatikan sich noch einmal in die Frage einmischt und daß Kardinal Meisner offensichtlich den Ausstieg aus der Schwangerenberatung wünscht. Andere kirchliche Einrichtungen wie das Zentralkomitte der deutschen Katholiken und der Sozialdienst katholischer Frauen haben die Intervention des Papstes und von Kardinal Meisner kritisiert. Das ZdK möchte katholische Beratungsstellen unabhängig von den Bischöfen organisieren. Auch herausragende Katholiken wie Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Ministerin Anette Schawan kritisierten die neuerliche Infragestellung des Kompromisses der Bischofskonferenz.

Kommentar zur Diskussion über die Schwangerenkonfliktberatung von Pater Eberhard von Gemmingen SJ. vom 17.09.99

In diesen Tagen wurde mehrfach in den Medien die Ansicht vertreten, die katholische Kirche lasse die Frauen in ihrer Not allein. Dem Papst sei ihr Schicksal offensichtlich weniger wichtig. Solche Urteile zeigen entweder mangelnde Information oder sind böswillige Verleumdung. Weiter hiess es: Die deutschen Bischöfe engagierten sich in ihrer Mehrheit für Frauen in Not, der Vatikan dränge auf Distanz zum Staat. Es handle sich um einen Machtkampf zwischen Bischofsmehrheit und Vatikan. Dagegen muss ich klarstellen: Die deutschen Bischöfe sind ebenso energisch wie der Papst gegen den Schwangerschaftsabbruch. Sie verurteilen die Tat der Abtreibung, aber nicht die Frauen, die ihre Schwangerschaft beenden. Sie wollen ihnen helfen. Auch der Papst will helfen. Aber er befürchtet - auch das mit Berechtigung - dass durch das Ausstellen des Beratungsscheines der Eindruck entsteht, die katholische Kirche nehme es dann und wann doch nicht so ernst. Die Kirche versucht, es immer ernst zu nehmen. Und Papst Johannes Paul II. hat nie behauptet, dass das Ausstellen des Beratungsscheines durch die Kirche Mitwirkung an Tötung und daher Sünde sei. Er sagt nur, das kirchliche Zeugnis für das Leben wird dadurch verdunkelt. Die meisten Bischöfe halten dagegen: aber wir retten viele Kinder. Es besteht also tatsächlich ein Gegensatz in Meinung und Schwerpunktsetzung. Man kann ihn nicht leugnen. Papst und Bischöfe setzen bisher je aus ihrer Verantwortung unterschiedliche Akzente. Das ist legitim. Und nun wird gerungen, wie man beide Ziele: Rettung von Kindern und Zeugnis für das Leben möglichst gut miteinander verbinden kann. Es handelt sich nicht um einen Machtkampf. Bischof Lehmann hat mehrfach gesagt, dass man in Sachfragen verschiedener Meinung sein kann, dass man um richtige Lösungen streiten darf, auch wenn es lange dauert. Wie wichtig der Kirche Frauen und ihre Kinder sind, zeigt sich genau an dieser scheinbar endlosen Geschichte. Wer die Antwort über den Daumen bricht, nimmt die Dramatik des Schwangerschaftsabbruchs nicht ernst. Die unsachlichen und teilweise bösartigen Kommentare der letzten Tage und dumme Vereinfachungen schaden nicht nur der Kirche, sondern auch den Frauen und den ungeborenen Kindern. Wer dies tut, betreibt das Werk des Verwirrens und muss es vor Gott verantworten.

Im Vatikan ist am 17.September ein kleines Handbuch über den Ablaß vorgestellt worden. Darin wird die kirchliche Lehre über diese alte Tradition dargelegt und werden Mißverständnisse und falsche Anwendung zurückgewiesen. Fachleute weisen darauf hin, daß der Ablaß meist mißverstanden wird. Es handle sich weder um Nachlaß der Sünden, noch um eine Art Freikauf von Strafen. Ablaß ist im Wesentlichen ein Akt des Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit für den Menschen, der seine Sünden gebeichtet hat.

Papst Joahnnes Paul II. wird am 19.09. nach Maribor fliegen, wo er Bischof Anton Martin Slomsek im Rahmen eines grossen Gottesdienstes selig spricht. Slomsek hatte Mitte letzten Jahrhunderts das zu Österrech gehörende Bistum Lavant geleitet. Der Bischof galt als Förderer der slowenischen Kultur und Sprache. Anton Slomsek wird der erste Selige Sloweniens sein.

Papst Johannes Paul II. hat den jordanischen König Abdallah Bin Hussein am 18.09. in Audienz empfangen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Friedensprozess im Nahen Osten sowie die geplante Papstreise ins Heilige Land im Jahr 2000. In diesem Zusammenhang erläuterte der Papst dem König auch seinen Wunsch, im Nahen Osten bedeutende Orte der Heilsgeschichte zu besuchen.

Viel Einsatz und Kreativität wird von der Kirche Litauens verlangt. Papst Johannes Paul II. erinnerte am 17.09. gegenüber den Bischöfen der jungen Nation, an die langen Jahre der atheistischen Propaganda, denen die Christen ausgesetzt waren. Dies habe viel zerstört und jetzt sei es nicht einfach, Lösungen für die vielen Herausforderungen der neuerrungenen Freiheit zu

bieten. Die Bischöfe aus Litauen feierten zum Abschluss ihres Ad-Limina-Besuches eine Messe zusammen mit dem Papst.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Am 16.09. haben die beiden grossen Kirchen in einer gemeinsamen Erklärung die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgefordert, sich für den Sonntagsschutz einzusetzen. Der Sonntag sei gerade in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels für die humane Qualität menschlichen Zusammenlebens unentbehrlich. Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit müssten sich auf das beschränken, was für das Gemeinwohl nötig sei. Wie es heisst, wolle nur eine Minderheit am Sonntag einkaufen, während mehr als zwei Drittel der Bevölkerung dies ablehne. Es sei verantwortungslos, das Bild einer Gesellschaft zu zeichnen, die mit dem Sonntag nichts mehr zu anfangen wisse.

Deutschland

Der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, ist von der Wiederwahl Karl Lehmanns als Vorsitzender der Bischofskonferenz überzeugt. Wie er dazu am 15.09. sagte, seien leider in der letzten Zeit "viele Verleumdungskampagnen" gegen Lehmann gestartet worden. Dabei schreckten Kritiker der kirchlichen Schwangerenkonfliktberatung auch nicht vor Lügen zurück. Die Wahl des neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz findet im Rahmen der Herbstvollversammlung statt. Diese beginnt am 20.09. in Fulda.

Deutschland

Gegen die Schliessung von Redaktionen des Senders "Deutsche Welle" in osteuropäischen Ländern hat das katholische Hilfswerk Renovabis protestiert. Der Geschäftsführer der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel-und Osteuropa, Pater Eugen Hillengas, wandte sich an Staatsminister Michael Neumann. In einem am 15.09. veröffentlichten Schreiben bittet er den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, sich für ein Finanzkonzept einzusetzen, das einen Kahlschlag in der osteuropäischen Medienlandschaft verhindern helfe.

Deutschland

Die evangelische Diakonie hat die Bundesregierung am 17.09. aufgerufen, die geplante Enquete-Kommission zur Bioethik tatsächlich einzusetzen. Menschen, die einwilligungsunfähig sind, seien nicht hinreichend geschützt, erklärte die Diakonie - ebenso menschliche Embryonen. Fragen in biologischer Anwendung in der Medizin seien nach wie vor ungeklärt, hiess es in Stuttgart. Nur durch die Kommission sei ein demokratisches Verfahren gesichert.

Deutschland

Auch in der Diözese Hildesheim können künftig Laien in Ausnahmefällen Begräbnisfeiern durchführen. Nach Angaben des Bistums erliess Bischof Josef Homeyer jetzt entsprechende Richtlinien. Die Beauftragung eines Laien für die Beerdigung, müsse auf jeden Fall beim Bischof beantragt werden. Ähnliche Regelungen gibt es bereits in mehreren anderen deutschen Bistümern

Deutschland

Die Vorsitzende der Israelitschen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch, will die Nachfolge von Ignatz Bubis antreten. Ihre Kandidatur für das Amt des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, bekräftigte Knobloch am 15.09. in einem Interview gegenüber dem Hamburger Magazin "Stern".

Deutschland

Der Katholische Journalistenpreis ist am 15.09. in Mainz vom Trierer Bischof, Hermann Josef Spital, verliehen worden. Der mit 14.000 Mark dotierte Hauptpreis ging an den Radioredakteur beim Kirchenfunk des Senders Freies Berlin, Jürgen Gressel.

Österreich

Der Innsbrucker Bischof, Alois Kothgasser, will den Schutz der Sonntagsruhe notfalls mit einem Volksbegehren durchsetzen. Das kündigte Kothgasser in einem Interview in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "News" an. Wenn es nicht gelinge über die Parteien den Sonntag und damit die Menschen zu schützen, sehe er keinen anderen Weg als durch ein Volksbegehren das zu erreichen, was dem Menschen wirklich dient, erklärte der Innsbrucker Bischof.

E U R O P A

Russland

Die christlichen Kirchen des Landes haben die blutigen Sprengstoffanschläge gegen Moskauer Wohnhäuser aufs Schärfste verurteilt. Sie fordern die Behörden auf, die Täter umgehend ausfindig zu machen und das Leben der Bürger zu schützen. In einer gemeinsamen Erklärung äusserten sich die russisch-orthodoxe, die katholische sowie die protesantischen Kirchen.

A S I E N

Osttimor

Nach Angaben der UNO haben die Auseinandersetzungen auf Osttimor bisher 7000 Menschenleben gekostet. Zwischen 300.000 und 400.000 Menschen befinden sich auf der Flucht. Am 15.09. stimmte der Weltsicherheitsrat dem Einsatz einer internationalen Schutztruppe auf Osttimor zu. Dabei wurde zumindest einer der Kritikpunkte entkräftet, die der Vatikanische Aussenminister, Jean Louis Tauran, in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "La Croix" vorgebracht hat. In einem am 15.09. erschienen Artikel hatte Tauran erklärt, es entstehe der Eindruck, dass bei Massakern und Vertreibungen mit zweierlei Mass gemessen werde. Der Vatikan bedauere, so Tauran wörtlich, " eine gewisse Langsamkeit und Unfähigkeit, schnell internationale Mechanismen zur Vermeidung und Lösung solcher Tragödien zu finden. Aussenminister Tauran erklärte, die Greueltaten hätten verhindert werden können, wenn die politisch Verantwortlichen die internationalen Mechanismen der Zusammenarbeit überall in gleicher Weise anwenden würden. Indes scheint Vorort die Kirche eine Schlüsselfunktion in der Versorgung der Menschen einzunehemn. Die Jesuitenhochschule in Dili ist zu einer Versorgungsstation für Hungernde und Kranke geworden. Trotz des Todes von zwei Mitbrüdern wollen die Jesuiten auch weiter auf Osttimor bleiben. Derweil hat Bischof Carlos Belo von Dili die USA zu einem stärkeren Engagement gegen die Greueltaten aufgefordert. US-Präsdent Bill Clinton habe ihm bei einem Besuch im Weissen Haus vor zwei Jahren umfassendere Hilfe zugesagt. Diese Hilfe brauche Osttimor jetzt, schreibt Bishof Belo in einem Beitrag für die Washington Post. Indessen hat die indonesische Armee wenige Tage vor der Ladung einer internationalen Friedenstruppe auf Osttimor mit dem Abzug aus der Region begonnen. Das berichtete die Missionsnachrichtenagentur , MISNA, am 17.09. unter Berufung auf UN-Kreise. Gleichzeitig seien von Australien aus erste Hilfsflüge in das Kriesengebiet gestartet worden.

Thailand

Die Regierung des Landes hat neue Initiativen zur Bekämpfung von Kinderprostitution, Kinderpornographie und Kinderhandel angekündigt. Neben der Verbesserung der Gesetze sollen finanzielle Mittel bereit gestellt werden, um Kindern im ganzen Land die Aussicht auf einen neunjährigen Schulbesuch zu ermöglichen. Das erklärte Premierminister Chuan Leekpai am 16.09. in Bangkok.

Israel

Der Apostolische Nuntius des Landes, Pietro Sambi, hat am 15.09. - Agenturmeldungen zufolge - einen Besuch Papst Johannes Pauls II. für das kommende Jahr bestätigt. Der Papst wolle das neue Jahrtausend unbedingt durch eine Pilgerreise an die Wirkungsstätten Jesu einleiten. Die Visite wird wahrscheinlich im März 2000 stattfinden, so Sambi.

A F R I K A

Algerien

Am 16.09. hat in Algerien ein Referendum stattgefunden, das einen wesentlichen Beitrag dazu leisten soll, den Bürgerkrieg und das jahrelange Blutvergiessen zu beenden. Im Lauf von 7 Jahren sind mehr als 100.000 Menschen ermordert worden, unter ihnen auch Bischof Claverie und sieben Trappistenmönche. Präsident Bouteflika hat seine Landsleute jetzt gebeten, sich in einem Referendum für seinen Befriedungsplan auszusprechen. Der Bischof von Algier, Henri Tessier, äusserte sich am 15.09. in einem Interview. Das Entscheidende ist, dass das Volk den Terroristen keinen Rückhalt mehr gibt. Es hat genug von der Gewalt, vor allem seitdem sie sich besonders gegen Kinder, Frauen und ältere Menschen richtete, so Bischof Tessier. Tessier ist sich aber klar darüber, dass die Befriedung des Landes noch viel Zeit braucht. Jetzt könne nur ein Prozess beginnen. Entscheidend für den Frieden ist aber für Tessier, dass die Wirtschaft neu anspringt, dass neue Arbeitsplätze angeschafft werden und dass das Ausland in Algerien investiert.

Ruanda

Der wegen Beihilfe zum Völkermord angeklagte Bischof, Augustin Misago, hat vor Gericht erneut alle Anschuldigungen zurückgewiesen. Nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur warf er der Staatsanwaltschaft am 17.09. erneut vor, das Verfahren sei nur eine Inszenierung. Man wolle damit Vorwürfen des ruandischen Präsidenten entsprechen, der Bischof Misago Anfang April 1994 öffentlich der Mittäterschaft beim Genozid 1994 beschuldigt hatte. Am 23.09. soll das

Verfahren gegen Misago wieder aufgenommen werden.

A M E R I K A

Mexiko

Die katholische Kirche des Landes hat erneut Regierung und Guerilla aufgefordert, zu Verhandlungen über die Unruheprovinz Chiapas zurückzukehren. In einem am 16.09. in Mexiko veröffentlichten Appell, bezeichnete die bischöfliche Kommission für Frieden und Versöhnung in der Region die neuen Regierungsvorschläge zur Regelung des Konflikts als hoffnungsvoll.

Kolumbien

Eine Freilassung des entführten Bischofs von Tibu, Jose de Jesus Quintero, wird immer wahrscheinlicher. Die Verhandlungen einer Delegation, unter Leitung des Apostolischen Nuntius in Kolumbien, mit der linksgerichteten Guerilla-Organisation "EPL" , machten langsame Fortschritte. Das erklärte der Vatikan-Botschafter jetzt in Bogota. Mitte August war der kolumbianische Bischof von Tibu zum dritten Mal entführt worden.

Guatemala

Zur weiteren Aufklärung des Mordes an Bischof Juan Gerardi trägt jetzt eine Blutuntersuchung des US-amerikanischen FBI bei. Durch die am Tatort gefundenen Blutspuren konnten drei Personen identifiziert werden, darunter der angeklagte Priester, Mario Orantes. Bischof Gerardi wurde im April 1998 ermordet. Der Fall konnte bisher nicht aufgeklärt werden.

Vereinigte Staaten

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" hat das Land wegen seiner Politik gegenüber Haiti kritisiert. Die USA verweigerten die Rückgabe beschlagnahmter Dokumente, die eine bedeutende Rolle in der Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen auf Haiti spielen. Nach Angaben der Organisation vom 17.09. in Brüssel und New York, handelt es sich dabei um 160.000 Akten der haitianischen Armee und der Todesschwadrone. Nach dem Willen der US-Regierung sollten vor der Rückgabe der 1994 konfiszierten Dokumente die Namen aller Landsbürger eingeschwärzt werden.

V E R E I N T E N A T I O N E N

Am 14.09. ist bei einer Feier am Sitz der Weltkulturorganisation, UNESCO, in Paris das "Internationale Jahr der Kultur des Friedens" eröffnet worden. In einer Videobotschaft rief UNO-Generalsekretär Kofi Anan dazu auf, im kommenden Jahr nicht nur bewaffnete Konflikte zu beenden, sondern eine Kultur des Friedens zu begründen. Frieden bedeute nicht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern zugleich wirtschaftliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit, den Schutz der Umwelt und ein Ende des Waffenhandels. Der ehemalige israelische Aussenminister, Shimon Peres, zeigte sich hoffnungsvoll für die Zukunft. In seiner Ansprache erklärte er, dass der Grund dafür die Globalisierung der jungen Generation sei. Die Rede des französischen Armenpriesters, Abbe Pierre, und seine Forderung, die Armen und Ausgeschlossenen müssen am Aufbau des Friedens beteiligt werden, wurde von stürmischem Beifall begleitet. Wörtlich erklärte

er:"Frieden kann nicht ohne diejenigen entstehen, die wir zurückgewiesen haben. Dafür sei es notwendig, das Lieben zu lernen und das bedeute, sich das Leiden und die Freude der Anderen zu eigen zu machen.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Sonntag:"Sie schreiben-wir antworten"

Montag:"Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:"Radioakademie"

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täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Dienstag,21.09.1999

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