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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 29. August bis Dienstag, 31. August 1999.

VATIKAN

Beim sonntäglichen Angelusgebet am 29.8. hat Papst Johannes Paul II. daran erinnert, daß Christsein zu allen Zeiten bedeutete, mit Christus sein Kreuz zu tragen und den eigenen Egoismus zu verleugnen. Christen müßten querstehen zu den Vorstellungen der Welt. Man könne nicht seine eigenen Interessen verfolgen, mit dem Applaus der Menschen rechnen, wenn man ausschließlich den Willen Gottes suche und das Wohl des Nächsten. Viele Priester, Ordensleute und christliche Laien hätten auch in unseren Tagen ihr Leben in diesem Sinne geopfert. Sie hätten totalitären und antichritlichen Regimen in unserem Jahrhundert widerstanden und schweigend aus Liebe zu Christus ihr Leben hingegeben.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

Deutschland

Die evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg hat vor der Wahl undemokratischer und extremistischer Parteien gewarnt. Ein Erfolg dieser Kräfte bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag wäre - so wörtlich - "eine Schande für unser Land". Eine "Denkzettelwahl" sei ein Spiel mit dem Feuer, erklärte die Kirchenleitung am 30.8. in Berlin. Die Christen forderte sie dazu auf, das Gespräch mit Menschen zu suchen, die für nationalistisches Gedankengut anfällig sind.

Deutschland

Nach Ansicht der Präsidentin des katholischen Frauenbundes, Hanneliese Steichele, hängt die Zukunft der Kirche entscheidend von den Frauen ab. Diese seien in kirchlichen Ämtern noch unverbraucht und voller Ideen, erklärte Steichele am Wochenende in Hildesheim. Im Moment sei es jedoch unrealistisch, mehr als das Diakonat der Frau zu fordern. Die Übernahme kirchlicher Machtpositionen sei mit der Bibel jedoch absolut vereinbar.

Deutschland

Bischof Karl Lehmann hat jetzt die Katholiken zu einem stärkeren öffentlichen Zeugnis ihres Glaubens aufgerufen. In einem Beitrag der Kirchenzeitung Mainz fordert der Oberhirte, die Christen müßten mit ihrer Existenz sichtbar und öffentlich für die Wahrheit des Glaubens eintreten. Lehmann lehnt eine Privatisierung der Religion ab und verwirft gleichzeitig die Pluralisierung des religiösen Verhaltens. Mutiges religiöses Bekenntnis habe nichts mit Fanatismus oder Fundamentalismus zu tun.

Österreich

Der ehemalige ständige Vertreter des Vatikans bei den UNO-Einrichtugnen in Rom, Erzbischof Alois Wagner, hat bedauert, daß zu wenige Menschen in der Kirche heute wagen, Verantwortung zu übernehmen. Zu viele seien nur Mitläufer, meinte Wagner am 29.8. beim europäischen Forum Alpbach. Nicht nur Vorgesetzte hätten Verantwortung, sondern jeder Bürger. Kinder und Jugendliche sollten frühzeitig daraufhin erzogen werden.

Österreich

Die Abtreibungspille Mifegyne unterminiert die Grundrechte des Menschen. Mit diesen Worten kritisierte Österreichs Familien-Bischof Klaus-Küng die geplante Zulassung des Präparats. Auch die «Aktion Leben» hat am 30.8. in Wien die für September vorgesehene Zulassung von Mifegyne kritisiert. Für die Frau sei ein solcher Schwangerschaftsabbruch noch schwieriger, weil sie ihn selbst durch die Einnahme des Medikaments in Gang setzen müsse. Zudem blieben ihre mit Mifegyne fünf Wochen weniger Überlegungszeit, da das Präparat bis zum 49. Tag der Schwangerschaft angewendet werden muß.

EUROPA

Griechenland

Der orthodoxe Bischof von Athen, Christodoulos hat den ökumenischen Patriarchen Bartholomäus gebeten, Johannes Paul II. eine gemeinsame Antwort aller vom Pilgerwunsch des Papstes betroffenen orthodoxen Kirchen zu geben. Zeitungsberichten aus Athen zufolge meinte der Oberhirte, es sei nicht gut, wenn jede orthodoxe Kirche für sich allein dem Papst schreibe. Indes hat der katholische Bischof von Griechenland, Nicolaos Foscolos erklärt, der Paspt wolle als schlichter Pilger kommen und habe nicht die Absicht, die orthodoxe Gemeinschaft zu stören. Seine Absicht sei es, den orthoxen Christen von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.

Großbritannien

Der wegen seiner Äußerungen zu Drogen und Homosexualität umstrittene schottische Bischof Richard Holloway hat einen Rücktritt ausgeschlossen. Er wolle weiterhin theologische Überlegungen zu drängenden aktuellen Fragen anregen, erklärte der evangelische Bischof nach Berichten des «Daily Telegraf» in einem Hirtenbrief. Er spreche zudem für diejenigen, die der Kirche wegen ihrer vermeintlich unzeitgemäßen Interpretation von Ethik den Rücken gekehrt hätten. Vor zwei Wochen hatte der Bischof zugegeben, selbst schon einmal Haschisch geraucht zu haben.

Jugoslawien

Das Internationale Rote Kreuz sorgt sich um das Schicksal der in Serbien kriegsgefangenen Kosovo-Albaner. Weder das Friedensabkommen mit der Nato noch die UN-Resolutionen enthielten eine Regelung für die Gefangenen, kritisierte das Rote Kreuz am 30.8. in Genf. Serbien habe erklärt, daß der Krieg ein interner Konflikt gewesen sei und die Genfer Konventionen deshalb nicht zur Anwendung kämen. Von mehr als 2000 albanischen Gefangenen sind nach dem Kosovo-Krieg erst 166 entlassen worden.

Italien

Nach Pressemeldungen plant die Republik Italien im Heiligen Jahr vor den römischen Kirchen 60 Metall-Dedektoren aufzustellen. Nach einem Selbstmord im Petersdom werde diese Idee jetzt intensiv verfolgt, heißt es in der Tageszeitung "Corriere della Sera".

ASIEN

Irak

Der Chaldäische Patriarch Rafael Bidawid hofft, daß eine Papstreise in seine Heimat das weltweite Schweigen über die Folgen des Wirtschaftsembarogs der Vereinten Nationen brechen wird. In einem Interview mit einer libanesichen Zeitung meinte der irakische Kirchenführer am 28.8., eine Papstvisite könnte die Leiden der Bevölkerung verringern. Fünf Prozent der Irakis gehören der chaldäisch-apostolischen Kriche an. Vor wenigen Tagen war aus dem Irak gemeldet worden, der Papst werde Anfang Dezember auf den Spuren Abrahams in das Land kommen. Ein Vatikansprecher hatte den Reisewunsch des Papstes besätigt, aber erklärt, daß Termine noch nicht feststünden.

Jordanien

Das nahöstliche Land hat zugunsten der Palästinenser darauf verzichtet, weiterhin in Jerusalem die heiligen Stätten des Islam zu hüten. Das erklärte der jordanische Regierungschef Abdel Rauf Awabde im Fernsehen. Moslems verwalten fast ohne israelische Einflußnahme den ehemaligen Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee.

Ost-Timor

Kirchenmitglieder haben am 31.August ihre Überzeugung ausgeprochen, daß die meisten Bewohner der Provinz für die Unabhängigkeit von Indonesien gestimmt haben. Trotz der Gewaltandrohungen durch pro-indonesische Milizen ist das Referendum am 30.8. über die Zukunft von Ost-Timor nach bisherigen Informationen weitgehend friedlich verlaufen. Bereits in den ersten fünf Stunden nach der Öffnung der Wahllokale gaben laut UNO-Beobachtern fast 80 Prozent der 450.000 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Die Befürworter der Unabhängigkeit sind sicher, daß sie gewonnen haben. Das Ergebnis - also Unabhängigkeit von Indonesien oder erweiterte Autonomie- soll am 7. September bekannt gegeben werden. Bischof Carlos Belo hatte tags zuvor seine Landsleute in einem Hirtenbrief heute aufgerufen, am Referndum teilzunehmen. Sie sollten den Mut haben, allen Einschüchterungen zum Trotz, ihre Stimme entsprechend ihrem Gewissen abzugeben und für Unabhängigkeit oder größere Autonomie zu stimmen. Auch der indonesische Präsident Habibie hatte sich vor dem Referendum an die meist katholischen Ost-Timoresen gewandt. Er hatte sie aufgefordert, sich für einen Verbleib im vorwiegend muslimischen Inselstaat zu entscheiden.

Indien

Staatspräsident Kocheril Raman Narayanan hat den bevorstehenden Papstbesuch als ein denkwürdiges Ereignis für sein Land begrüßt. Wie die asiatische katholische Nachrichtenagentur «UCA News» am 31.8. berichtet, will sich Narayanan zudem für die Religionsfreiheit und die Harmonie unter den verschiedenen Glaubensgemeinschaften einsetzen. Das Christentum sei ein wichtiger und kraftvoller Teil des indischen Mosaiks, so der Staatspräsident.

AFRIKA

Sierra Leone

Am vergangenen Freitag ist ein erster Hilfskonvoi mit Lebensmitteln und Medikamenten in der bürgerkriegszerstörten Stadt Makeni angekommen. Begleitet wurde er vom Bischof der Diözese, Giorgio Biguzzi, mehreren Geistlichen und Beobachtern der Vereinten Nationen. Das Leiden der Bevölkerung sei jedoch immer noch groß und es mangle weiterhin an lebensnotwendigen Dingen, beklagte der Bischof.

AMERIKA

Brasilien

Die sterblichen Überreste von Bischof Helder Camara sind am 28.8. in Recife beigesetzt worden. Zuvor feierte der päpstliche Nuntius, Erzbischof Alfio Rapisarda, in Olinda die Totenmesse. Staatspräsident Enrice Cardoso würdigte den weltbekannten Oberhirten als einen gesegneten Menschen. Er habe sein Leben der Ökumene, den Menchenrechten und dem Kampf für den Frieden gewidmet. Die brasiliansiche Bischofskonferenz hob in einer Erklärung die Liebe des Verstrobenen zur Kirche und zu den Armen hervor.

Guatemala

Im Mordfall am Bischof Juan Gerardi hat ein Zeuge die Leibgarde des Präsidenten schwer belastet. Wie die Nachrichtenagentur CNS am 31.8. berichtet, hatte das ehemalige Gardemitglied zur Tatzeit im April 98 rege Aktivitäten in der Kaserne beobachtet, unter anderem das Eintreffen von maskierten Männern gemeinsam mit einem hohen General. Die Kaserne liegt neben der Pfarrei, in der der Bischof ermordet worden war. Zwei Tage vor seinem Tod hatte der Würdenträger einen Bericht über die Verbrechen im Bürgerkrieg Guatemalas veröffentlicht.

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Donnerstag: Jugendmagazin

Freitag: Prisma-Magazin

Samstag: Kommentar der Woche/Sonntagsbetrachtung

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: Samstag, 28. August 1999.

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