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Verehrte Internet- Benutzer und Benutzerinnen!An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch, 18. August bis Samstag, 21. August 1999.

VATIKAN

Bei der Generalaudienz am 18.8. hat Papst Johannes Paul II. die sofortige Freilassung des kolumbianischen Bischofs Jose de Jesus Quintero gefordert. Der 50-Jährige war zwei Tage zuvor von linkgerichteten Rebellen entführt worden. Zudem erklärte der Papst, er hoffe auf ein Ende der absurden Gewalt in Kolumbien. Er erinnerte daran, daß sich noch mehrere Dutzend weitere Menschen in dem südamerikanischen Land in der Hand von Entführern befinden. Der Papst appellierte an alle Gruppen, das heilige Recht des Lebens zu respektieren und die Anwendung humanitärer Prinzipien zu garantieren.

In der Katechese hat sich der Papst bei der Generalaudienz vom 18.8. dem Bösen zugewendet. Er betonte, Christen müßten keine Angst vor dem Teufel haben, da Jesus den Satan definitiv besiegt habe. Dieser Sieg müsse aber von jedem Menschen in Freiheit angenommen werden, damit das Böse vollständig beseitigt werden könne. Der Teufel ist nach Worten von Johannes Paul II. das personifizierte Böse, dessen Einfluß sich auch in der heutigen Welt zeige. Die endgültige Befreiung werde erst am Ende der Zeiten erreicht sein, erklärte der Papst.

Der Heilige Stuhl steht in Kontakt mit dem internationalen Leichtathletik-Verband IAAF, um sportliche Großereignisse für das Jahr 2000 mitzuplanen. Eine förmliche Mitgliedschaft sei jedoch nicht beabsichtigt, betonte ein Sprecher des vatikanischen Zentralkomitees für das Jubiläumsjahr am 20.8. Er widersprach damit italienischen Zeitungsberichten. Unter anderem ist für den 1. Januar 2000 ein internationaler Marathon mit Ziel auf dem Petersplatz geplant.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

Deutschland

Die Erbebenkatastophe in der Türkei hat weiltweit eine Welle von Hilfsbereitschaft ausgelöst. In einem Schreiben an den Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz Louis Pelatre drückte der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Karl Lehmann sein Mitgefühl aus. Das Kindermissionswerk und der Deutsche Fußballbund haben unterdessen gemeinsam 50.000 Mark für die Kinderstation eines Istanbuler Krankenhauses zur Verfügung gestellt. Das Geld soll für Notbetten und medizinisches Gerät verwendet werden, teilte das Kindermissionswerk am 20.8. in Aachen mit. Dieses hatte bereits im vergangenen Jahr mit der Sternsinger-Aktion das türkische Krankenhaus unterstützt. Unterdessen hat auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, zu weiteren Spenden für die Erdbebenopfer aufgerufen.

Deutschland

Die Universität Heidelberg will dem verstorbenen Ignatz Bubis posthum die Würde eines Ehrensenators verleihen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden soll damit für seine Verdienste um die Hochschule für jüdische Studien ausgezeichnet werden. Der Universitäts-Senat habe dies bereits im Juni beschlossen und Bubis noch zu Lebzeiten mitgeteilt.

Deutschland

Religiöse Kinderliteratur erlebt einen neuen Boom. Das erklärte der Verleger Manuel Herder am 18.8 gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur in Freiburg. Der Verlag habe im vergangenen Jahr bei religiösen Kinderbüchern im Vergleich zu 1997 ein Umsatzplus von 30 Prozent erwirtschaftet. Zu den Gründen für diese Entwicklung sagte Herder, Erwachsene wollten ihren Kindern oder Enkeln die Grundlagen des Glaubens und christlicher Werte vermitteln. Da aber oft der inhaltlich Bezug zur eigenen Religion fehle, versuche man dies mit Büchern auszugleichen.

Österreich

Caritas und die "Aktion Nachbar in Not" haben am 19.8. erklärt, daß ihre Spendengelder von den Korruptionsfällen in Bosnien nicht betroffen seien. Caritas-Sprecherin Elisabeth Hotter betonte, die Caritas arbeite prinzipiell nicht über Regierungen. Deshalb seien auch keinerlei Finanzmittel von Politikern verwaltet worden. Die Caritas setze die Spenden ausschließlich auf direktem Weg und über eigene Strukturen ein. Gleiches erklärte ein Sprecher der Aktion "Nachbar in Not". Sowie die deutsche Sektion von Caritas International in Freiburg. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Korruptionsfälle bosnischer Politiker bekannt. Diese sollen Hilfsgelder in Höhe von bis zu einer Milliarde US-Dollar veruntreut haben.

Schweiz

Die Organisation "Hilfe für Mutter und Kind" hat gegen die Zulassung der Abtreibungspille Mifegyne Beschwerde eingereicht. Sie begründete ihre Eingabe am 19.8. in einer Presserklärung damit, dass die Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel (IKS) für die Zulassung des Präparats nicht zuständig sei. Zudem seien Verfahrensfehler begangen worden. Die Kontrollstelle hatte vor wenigen Wochen eine mit Auflagen verbundene Zulassung für die Abtreibungspille Mifegyne in der Schweiz erteilt. In einer ersten Reaktion stellte die IKS das gesetzliche Beschwerderecht der Lebensschutzorganisation in Frage.

EUROPA

Niederlande

Kardinal Adrianus Somonis hat heftigen Widerstand gegen das geplante Gesetz zur Sterbehilfe für Kinder angekündigt. In einem holländischen Radiosender sagte er am 17.8., es sei nicht denkbar, daß ein zwölfjähriges Kind über seinen Tod entscheiden könne, wenn man ihm sonst nicht einmal erlaube, in der Öffentlichkeit Bier zu trinken. Der umstrittene Gesetzesvorschlag soll Mitte September bei einem Treffen der Bischofskonferenz in Ütrecht diskutiert werden.

Polen

Die Bischofskonferenz hat gegen ein Computerspiel protestiert, bei dem der polnische Primas Kardinal Jozef Klemp getötet werden soll. Das berichtete die Katholische Nachrichtenagentur am 19.8. Das von einem Informatik-Studenten entwickelte Spiel ist unter dem Namen "Operation Glemp" in Polen im Umlauf. Der Sprecher der Bischofskonferenz erklärte, das Spiel beleidige die Gefühle der Gläubigen. Zudem erinnere es an die Ermordung des katholischen Priesters Jerzy Popieluszko. Dieser war vor 15 Jahren von Agenten des polnischen Geheimdienstes getötet worden.

Türkei

Die Pfarrei der katholischen deutschen Gemeinde in Istanbul hat das Erdbeben mit kaum nennenswerten Schäden überstanden. Wie Pater Ferdinand Thome gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur erklärte, habe er den Menschen in der Nachbarschaft Unterkunft in seinem großen Pfarrgarten angeboten. Außerdem rief er zu großzügiger und schneller Hilfe auf.

Russland

Die orthodoxe Kirche des Landes erhofft sich vom neuen Regierungschef eine Stabilisierung des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Lebens. Wie die Schweizer katholische Nachrichtenagentur Kipa am 20.08. meldete, hat Patriarch Aleksij II. Ministerpräsidenten Putin mit einem Telegramm zu seiner Ernennung gratuliert. Darin betont er, daß es im Moment kaum eine baldige Lösung der russischen Probleme gebe. Er hoffe jedoch, daß der Respekt und die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche fortgesetzt würden.

ASIEN

Nordkorea

Die Nahrungsmittelversorgung ist in dem asiatischen Land nach wie vor äußert prekär. Das erklärte der Schweizer Caritas-Direktor Jürg Krummenacher am 17.8. in Luzern. Vor allem die Kinder Nordkoreas litten unter der Hungersnot. Viele seien wegen chronischer Unterernährung bis zu vier Jahre in ihrer Entwicklung zurückgeblieben, und die Mütter könnten ihre Neugeborenen kaum stillen. Zudem seien die staatlichen Verteilzentren für Lebensmittel ungenügend: Oft finde sich dort nur noch ein Nudel-Ersatzprodukt aus Eicheln, Maiskolben und getrockneten Blättern. Ursache der Hungersnot ist laut Krummenacher die schlechte wirtschaftliche Lage des isolierten kommunistischen Landes.

Philippinen

Staatspräsident Joseph Estrada hat die Todesstrafe bis auf weiteres ausgesetzt und zugleich einem wegen Vergewaltigung zum Tode verurteilten Mann kurz vor der Hinrichtung eine Gnadenfrist gewährt. Außerdem kündigte der die Einführung eines Gewissenskomitees zur Prüfung von Todesurteilen an. Damit kam Estrada nach eigenen Worten auch einer Bitte der katholischen Kirche nach. Dem Komitee sollen unter anderem auch Kirchenvertreter angehören, berichtete die Katholische Nachrichtenagentur am 18.8.

Philippinen

Zehntausende haben am 20.8. gegen die von Präsident Joseph Estrada geplante Verfassungsänderung demonstriert. Kardinal Jaime Sin hat der Regierung dabei Korruption und Parasitentum vorgeworfen. Es gebe bereits Anzeichen für die Wiedereinführung eines autoritären Systems, erklärte Sin vor den Demonstranten. Die philippinische Regierung plant unter anderem, die Macht des Obersten Gerichts einzuschränken und dem Präsidenten eine zweite Amtszeit zu erlauben. Zur Protestkundgebung hatten die katholische Kirche und die ehemalige Staatspräsidentin Corazon Aquino aufgerufen.

Indien

Der Kongreß asiatischer Theologen hat jetzt in Bangalore eine neue Missionsmethode der katholischen Kirche gefordert. Danach geht es um interreligiösen Dialog und um Kampf für die Befreiung der Unterdrückten und Ausgebeuteten. Rund einhundert katholische, evangelische und orthodoxe Theologen waren aus zwölf Ländern Asiens in die südindische Stadt gekommen. Unter ihnen befanden sich auch zehn katholische Bischöfe.

AFRIKA

Angola

Bischof Francesco Vitti hat auf die katastrophale Lage in dem afrikanischen Bürgerkriegsland hingewiesen. Es sei traurig mitanzusehen, wie die Menschen Bananenwurzeln ausgraben, um sich zu ernähren, erklärte er am 19.8. im portugiesischen Fernsehen. Hundertausende seien vor den Kämpfen mit den Rebellen geflohen. Unterdessen hat das Rote Kreuz erste Notlieferungen in die belagerte Städte Huambo und Malanje geflogen. Weitere Lebensmittel sollen regelmäßig folgen.

Sierra Leone

Das Missionswerk der US-amerikanischen Bischöfe, «Catholic Relieve Service», hat am 20.8. einhundertzehn wiederaufgebaute Häuser an die Bevölkerung von Freetown zurückgegeben. Sie liegen in dem Viertel Kissy, das besonders unter den Angriffen der Rebellen gelitten hatte. Der Bischof von Makeni, Giorgio Biguzzi, erklärte nach der Zeremonie, die Häuser seien ein Zeichen dafür, wie die zerstörerische Kraft des Krieges durch höhere Werte wie Solidarität und Liebe besiegt werden könne.

AMERIKA

Vereinigte Staaten

Der Führer der griechisch Orthodoxen Kirche in den USA, Erzbischof Spyridon ist am 19.8. zurückgetreten. Er wich damit dem Druck von Kritikern, die ihm zu starken Traditionalismus vorwarfen. Seit 1997 machte eine Laienvereinigung in den USA Druck sowohl auf die örtlichen Metropoliten wie auch auf den ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartolomaios. Diese kündigte nun an, er werde Spyridon durch den Metropoliten Demetrios von Griechenland ersetzen.

 

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten:Dienstag, 24. August.

 

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