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Verehrte Internet- Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 15. August bis Dienstag, 17. August 1999.

VATIKAN

Papst Johannes Paul II. hat bei der Messe zum Fest der Aufname Mariens in den Himmel in Castelgandolfo am 15.8. daran erinnert, daß Gott die Geschichte vor allem durch die Armen und Kleinen voranbringt. Das gehe aus dem Magnifikat hervor, das im Festtagsevangelium verlesen wurde. Darin heißt es, Gott habe die Mächtigen vom Thron gestoßen, die Niedrigen aber erhöht. Der Weg Gottes gehe über die Armen und Kleinen, so die Schlußfolgerung des Papstes.

Papst Johannes Paul II. hat den Opfern der Erdbebenkathastrophe in der Türkei sein Gebet versprochen. In einem Telegramm teilte er mit, er bete für die Toten, die Verwundeten und alle, die Hab und Gut verloren hätten. Aus Istanbul wird gemeldet, daß des Sitz des ökumenischen Patriarchen zwar beschädigt worden sei, aber kein Mensch getötet wurde.

DEUTSCHSPRACHIGER RAUM

Deutschland

Papst Johannes Paul II. hat den Beschluß der deutschen Bischöfe zur Fortführung der Schwangerenberatung im staatlichen System ausdrücklich begrüßt. Einen entsprechenden Bericht der Welt-am-Sonntag bestätigte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Rudolf Hammerschmidt, am 15.8. gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur. Die Zeitung hatte geschrieben, der apostolische Nuntius in Bonn habe in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Mainzer Bischof Karl Lehmann, die Lösung ausdrücklich angeregt.

Deutschland

Die sterblichen Überreste des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, sind am 15.8. von Frankfurt nach Israel geflogen worden. Am selben Tag fand in Telaviv die Beisetzung statt. An ihr nahmen unter anderem Staatspräsident Johannes Rau und Innenminister Otto Schily teil. Indessen würdigten weitere kirchliche Vertreter den Verstorbenen. Kardinal Joachim Meisner nannte Bubis einen Brückenbauer.

Deutschland

Der Sekretär der Bischofskonferenz, Hans Langendörfer, lehnt die rechtliche Besserstellung von Prostituierten ab. Er reagierte damit auf eine Initiative des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Diakonie. Sie hatten eine Verbesserung der Rechtsstellung von Prostituierten verlangt. Langendörfer meinte auf Anfrage, man dürfe Prostitution nicht aufwerten, da sie der Menschenwürde widerspreche. Vielmehr müsse man den betroffenen Frauen helfen, vor allem wenn sie zu dem Gewerbe gezwungen würden oder Opfer von Menschenhandel seien.

Deutschland

Das Koordinationskonzept «Klösterreich» der österreichischen Ordensgemeinschaften hat einen Preis für die beste Marketing-Idee bekommen. Bei der Kölner Messe des «Internationalen Bustouristik Verbandes» gewann sie mit dem Slogan «Der Fremdenverkehr ist die größte Kanzel. Wir müssen sie betreten». Insgesamt konkurierten 1500 Werbemittel aus zehn europäischen Ländern um die Prämie.

Österreich

Die ÖVP-Abgeordnete Edeltraud Gatterer hat vom Europarat gefordert, Euthanasie verbindlich abzulehnen. Sie schlug am 16.8. in Wien vor, ein Zusatzprotokoll zur Menschenrechts- und Ethikkonvention auszuarbeiten. In ihm soll der Schutz der Menschenrechte und der Würde unheilbar Kranker verankert werden. Die Parlamentarische Versammlung hatte der Erklärung bereits im Juni zugestimmt. Jetzt hofft Gatterer, daß sich das Minister-Komitee des Europarats anschließt und verbindliche Regelungen zur Sterbehilfe für die 40 Mitgliedsstaaten erläßt.

Österreich

Am 28. August beginnt ein katholisch geprägter privater Fernsehkanal sein Programm. Das wird aus Dornbirn im Vorarlberg gemeldet. Motor des Unternehmens sei der Schweizer Pfarrer Hans Buschor. Der Sender heißt K-TV, was eine Abkürzung von Kephas-TV ist. Nach Buschors Angaben gehe es den Programmbetreibern vor allem um Kultur und Ethik, Gesundheit und Behindertensportarten. Der Sender finanziere sich durch Werbeeinnahmen.

EUROPA

Georgien

Papst Johannes Paul II. wird in diesem Herbst in die Kaukasus-Republik reisen. Das gab ein Vatikanvertreter am 15.8. nach Geprächen mit dem Führer der orthodoxen Kirche in Tiflis bekannt. Der für Inneres zuständige Erzbischof Giovanni Battista Re sagte im georgischen Fernsehen, ein genauer Termin für den Besuch stehe noch nicht fest. Der Papst hatte bereits 1993 den Wunsch geäußert, nach Georgien zu reisen, 1997 war die Einladung des Papstes offiziell von Staatspräsident Eduard Schewardnaze ausgesprochen worden. 1998 schenkte JP dem vom jahrelangen Bürgerkrieg geschwächten Land ein neues Krankenhaus für die Hauptstadt. Unterdessen sagte eine Vertreterin der orthodoxen Kirche in Tiflis am 16.8., der Papst solle eine Verschiebung des Besuches auf das Jahr 2001 überlegen. Als Grund nannte sie die derzeitige unsichere Situation im Kaukasus.

Griechenland

Die Mönche des Athos lehnen einen Papstbesuch in Athen grundsätzlich ab. Am 17.8. wurde in der griechischen Hauptstadt eine Erklärung veröffentlicht, wonach der Papst sich gegenüber der orthodoxen Kirche nicht anständig und respektvoll verhalte. Sein Besuch wäre eine Provokation für das allgemeine nationale und religiöse Gefühl.

Jugoslawien

Weihbischof Atanasje wird die orthodoxe Kirche bei der Anti-Milosovic-Demonstration am 19.8. vertreten. Das berichtete ein Rundfunksender in Belgrad. Nach dessen Angaben rechnen die Organisatoren mit 200.000 bis 500.000 Teilnehmern. Die orthodoxe Kirche hatte sich letzte Woche für einen Rücktritt von Milosevic ausgesprochen.

ASIEN

Vietnam

Rund 200.000 Katholiken des fernöstlichen Landes haben am 15.8. im Marienheiligtum La Vang eine große Jubiläumsmesse zum Fest Maria-Aufnahme in den Himmel begangen. Beobachter sprechen vom größten katholischen Ereignis seit der Machtübernahme der Kommunisten im Jahr 1975. Die Gläubigen gedachten der Marienerscheinung vor 200 Jahren.

Jordanien

Die Regierung in Amman beginnt in diesen Tagen mit dem Bau eines Hotelkomplexes in der Nähe der Taufstelle Jesu am Jordan. Wo nach der Tradition Johannes der Täufer seine Botschaft verkündete und Jesus zur Taufe kam, sollen die Pilger im kommenden Jubeljahr die notwendige Infrastruktur vorfinden, damit sie der Heilsereignisse vor 2000 Jahren gut gedenken können. Daher werden entsprechende Wasseranlagen, Parkmöglichkeiten und Unterkünfte geschaffen. Der Ort liegt rund 45 Kilometer westlich von Amman.

Indien

Papst Johannes Paul II. wird Anfnag November zu einem viertägigen Besuch in dem Subkontinent erwartet. Wie die asiatische katholische Nachrichtenagentur Ucanews unter Berufung auf informierte Kreise aus der indischen Bundesregierung berichtet, soll das Kirchenoberhaupt vom 5. bis zum 8. November das Land besuchen. Das genaue Programm stehe noch nicht fest. Nach bislang unbestätigten Angaben aus dem Vatikan plant der Papst im Herbst eine Asienreise.

AFRIKA

Uganda

Der deutsche Missiona Günther Nährich ist in dem ost-afrikanischen Land von uniforierten Räubern beschossen worden. Er wurde nach einem Bericht des internationalen Missonsnachrichtendienstes Misna am 16.8. durch zwei Schüsse verletzt. Sein Zustand sei jedoch stabil. Der aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart stammende Nährich ist Laienbruder der Comboni-Missionare. Nach Misna, ereignen sich derzeit häufig deratige Überfälle in Uganda.

Mozambique

Die in Afrika arbeitenden Dominikanerinnen beschuldigen die Waffenlieferanten in aller Welt, an den Kriegen in Afrika Schuld zu sein. Zum Ende einer Konferenz in Maputo erklärten die Ordensfrauen nach Angaben der Missionsnachrichtenagentur Misna, an den kriegerischen Auseinandersetzungen sei vor allem das Ausland schuld. Es nutze interne Spannungen und Ideologien, um Krieg zu schüren und Waffen zu verkaufen.

AMERIKA

Vereinigte Staaten

Der Dalai Lama, weltliches und geistiges Oberhaupt Tibets, hat am 15.8. zum Ende seines 4tägigen New York-Besuchs im Central Park gesprochen. Rund 40.000 hätten gebannt seinem Aufruf gegen Krieg und Gewalt gelauscht, meldet die Nachrichtenagenur AP. Vom Weltall aus betrachtet, habe die Erde keine nationalen Grenzen, erklärte der Dalai Lama. Zugleich kritisierte er die in New York so offensichtliche Spaltung zwischen arm und reich.

Kolumbien

Der Bischof von Tibu, Jose de Jesus Quintero, ist am 15.8. von Rebellen entführt worden, bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren. Nach Armeeangaben ist der Wagen des Bischofs gestoppt und der Bischof zusammen mit einem Priester verschleppt worden. Jose Quintero war auf dem Rückweg von einem Pfarreibesuch in einer entlegenen Gegend seiner Diozöse im Nordosten Kolumbiens. Zu der Tat hat sich eine Dachorganisation der kolumbianischen Rebellen bekannt. Ihr gehören die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens -FARC_ und das Nationale Befreiungsheer -ELN- an. Nach Agenturangaben fordert die ELN Lösegeld für die Befreiung der Geiseln, ebenso wie für 38 im Mai entführte Gottesdienstbesucher. Das wird von den Angehörigen und der Regierung aber strikt abgelehnt. Lösegeld ist eine der wichtigsten Finanzquellen der Guerilla im Kampf gegen den kolumbianischen Staat.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch: Römische Woche

Donnerstag: Kreuzfeuer - Kirche wo es kritisch wird, diesmal zum Thema Sklaverei

Freitag: Prisma-Magazin

Samstag: Kommentar der Woche; Sonntagsbetrachtung

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

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Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Dela Kienle

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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten: Samstag, 21. August.

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