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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 25. Juli bis Dienstag, 27. Juli 1999.

V A T I K A N

Beim Angelusgebet am 25.07. hat Papst Johannes Paul II. mehr Schutz und Anerkennung für ältere Menschen gefordert. Der sogenannte dritte Lebensabschnitt hat einen Wert in sich. Durch die Tatsache des Lebens selbst, das er verlängert und das Leben ist ein Geschenk Gottes. Er ist zudem Träger eigener Talente, Dank dem Reichtum an Erfahrung, Wissen und Belehrung, die die Senioren bewahren. Daher ist das Alter in allen Kulturen ein Synonym für Weisheit und Ausgeglichenheit, so Johannes Paul II.

Das erste Angelusgebet des Papstes nach seiner Rückkehr aus dem Aostatal an seinem Sommersitz Castel Gandolfo glich beinahe einem Volksfest. Jugendgruppen aus aller Welt begrüßten den Papst mit Gesängen und lauten Sprechchören. Johannes Paul II. wird sich den Sommer über in Castel Gandolfo aufhalten.

Papst Johannes Paul II. hat die österreichische Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft - " MIVA " aus Anlass ihres 50-Jahr- Jubiläums gewürdigt. Die Bilanz der MIVA sei beeindruckend, betonte der Papst in einer Botschaft, die vom Apostolischen Nuntius in Österreich, Donato Squicciarini, im oberösterreichischen Stadl-Paura verlesen wurde. Dort feierte die MIVA am 25.07. ihr Jubiläum. Unter dem Motto "Ein Groschen für jeden unfallfreien Kilometer" wird seit Jahren am Christophorus- Sonntag für das Hilfswerk gesammelt. Mit den Spenden konnten bisher mehr als 12.000 Fahrzeuge für kirchliche Mitarbeiter in armen Ländern finanziert werden.

Papst Johannes Paul II. hat für die im Oktober stattfindende Europa-Synode 23 zusätzliche Synodenmitglieder, sowie 17 Experten und 28 Auditoren nominiert, darunter auch 16 Frauen. Als zusätzliches Mitglied für das Treffen ernannte Johannes Paul II. auch den Oberhirten von Paderborn, Johannes Degenhardt. Als Experten berief er aus Deutschland außerdem den Würzburger Generalvikar, Karl Hillebrandt, den Münchner Theologieprofessor, Gerhard Ludwig Müller, sowie den Generaloberen der Styler-Missionare, Heinrich Barlage.

Eine Delegation der mexikanischen Regierung ist am 26.07. mit dem Vatikanischen "Außenminister", Erzbischof Jean-Louis Tauran, zusammengetroffen. Nach Angaben eines Vatikan-Sprechers standen neben internationalen Fragen, das Staat-Kirche- Verhältnis in Mexiko im Mittelpunkt der Unterredung.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Mehrere katholische und evangelische Bischöfe haben die Türkei zur Einhaltung der Menschenrechte aufgefordert. Der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche, Rolf Koppe, erklärte in der Zeitung "Welt am Sonntag", trotz einer positiven Verfassung lasse die Wirklichkeit zu Wünschen übrig. Der Hamburger katholische Weihbischof, Hans-Joachim Jaschke, erinnerte daran, dass sich das christliche Abendland in seiner Geschichte gegen den Islam formiert habe. Jaschke plädierte aber für die Zukunft für die Einbeziehung aller Religionen in Europa. Er appellierte an den Islam , in das europäische Wertesystem hineinzuwachsen.

Deutschland

Der Münchner Kardinal, Friedrich Wetter, hat die Christen aufgefordert, sich um ein unverwechselbares Profil zu bemühen. Sie müssten der Gesellschaft helfen, sich die Gottesfrage neu zu stellen, so Wetter am 25.07. in München. Das Christentum der frühen Kirche sei attraktiv gewesen, weil seine Anhänger den Mut gehabt hätten, anders zu leben. In der Gesellschaft heute kämen die Ehe, die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens und grundlegende soziale Fragen neu auf den Prüfstand. In dieser Situation sei es wichtig, Gott nicht auszublenden, mahnte Wetter.

Deutschland

Die Bundesländer sollen für einen finanziellen Ausgleich für den zu erwartenden Kirchensteuer-Ausfall sorgen. Dazu forderte Bundesfinanzminister Hans Eichel, die Länderregierungen am 25.07. in einem Zeitungsinterview, auf. Der Bund könne das Problem des Rückgangs der Kirchensteuern, der durch die Senkung der Lohnsteuer erwartet wird, nicht lösen. Die direkten Beziehungen zu den Kirchen hätten die Länder, erklärte Eichel. Beide sollten in Verhandlungen sicherstellen, dass die Kirchen ihre sozialen Aufgaben weiterhin erfüllen können.

Deutschland

Die beiden grossen Kirchen lehnen eine Anpassung der Kirchensteuer an den Bruttolohn ab. Ein derartiges Modell könne zu mehr Bürokratie und neuen Ungerechtigkeiten führen, so der Sprecher der Bischofskonferenz, Rudolf Hammerschmidt. Auch der Vizepräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland, Hermann Barth, sprach sich gegen neue Steuervorschläge aus. Trotz der Notwendigkeit zu sparen, gebe es keine Gründe, das bisherige Kirchensystem zu ändern, so Barth.

Deutschland

Hans Maier, früherer bayerischer Kultusminister und Inhaber des Romano-Guardini-Lehrstuhls für christliche Weltanschauung, Religions-und Kulturtheorie hat am 26.07. in München seine Abschiedsvorlesung gehalten. Begonnen hatte Maiers Karriere 1962 als Politikwissenschaftler, ebenfalls in München. 1971 wechselte er dann in die praktische Politik. 16 Jahre lang trug er als Kultusminister die Verantwortung für Wissenschaft, Kultur und Schulen im Freistaat. Als Vorsitzender des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken in den Jahren 1976 bis 1988 nahm Maier Stellung zu allen gesellschafts-und kirchenrelevanten Fragen.

Deutschland

Für einen nicht nur religionskundlichen Islamunterricht an deutschen Schulen hat sich der Münchner Jesuit, Bernhard Grom, ausgesprochen. In Nordrhein- Westfalen wird es ab August an 37 Schulen das Fach Islam in deutscher Sprache geben. Dabei handelt es sich laut Grom allerdings nur um neutrale Islamkunde, deren Inhalte allein der Staats bestimme.

E U R O P A

Europäische Union

Umgerechnet knapp 16 Millionen Mark hat die EU-Kommission als Zuschuss für grenzüberschreitende Kulturarbeit bereitgestellt. Das Geld aus dem "Kaleidoskop-Programm" werden sich 119 Projekte teilen. Ziel der Förderung ist es nach Angaben der Kommission, die europäische Zusammenarbeit im Kunst-und Kulturbereich zu fördern.

Jugoslawien

Nach dem Massaker an 14 Serben in Garganica am 23.07., hat der serbisch-orthodoxe Bischof des Kosovo, Artemije, die Kfor-Truppen erneut zu verstärktem Schutz der Serben im Kosovo aufgefordert. Es gelte, die Gefahr einer totalen Vertreibung der Serben aus dem Kosovo zu verhindern, heisst es in einer am 24.07. veröffentlichten Erklärung des Bischofs.

Grossbritannien

Die katholische Diözese Lancaster hat den Verkauf von Kirchengrund an den grössten Waffenproduzenten des Landes, die British Aerospace, aus ethischen Gründen abgelehnt. Auch Friedensbewegungen und Gemeindemitglieder hatten sich offen gegen den Handel ausgesprochen. Dabei sollte eine Kirche verkauft, abgerissen und auf einem anderen Gelände zusammen mit einem Gemeindezentrum wieder aufgebaut werden.

A S I E N

Indonesien

Zu neuen Gewalttaten zwischen Christen und Moslems ist es auf der zu Indonesien gehörenden Molukken-Insel gekommen. Nach Augenzeugenberichten wurden in der Hauptstadt Ambon mindestens vier Menschen getötet, andere Quellen sprechen von zehn Toten. Die Molukken sind seit Jahresbeginn Schauplatz gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems. Dabei starben bisher 300 Menschen.

Indien

In Kalkutta ist am 26.07. das Verfahren zur Seligsprechung von Mutter Teresa eröffnet worden. In einem ersten Schritt werden Zeugen zum Leben und dem heroischen Tugendgrad Mutter Teresas gehört. Papst Johannes Paul II. hatte für das Seligsprechungsverfahren Mutter Teresas eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Deshalb kann bereits weniger als zwei Jahre nach ihrem Tod mit den Untersuchungen begonnen werden.

Indien

Eine stärkere Berücksichtigung der Christen im gesellschaftlichen Leben des Landes haben Kirchenführer gefordert. Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst erklärte der Bischof von Verapoli, dass die fünf Millionen Christen im südindischen Kerala nicht nur als Wählerreservoir herhalten wollten. Vielmehr müsste man sie anerkennen und auch bei der Auswahl der Kandidaten berücksichtigen.

China

Erstmals soll ein Bischof mit Zustimmung des Vatikan geweiht worden sein. Das berichtete jetzt die Nachrichtenagentur KIPA. Erst vergangene Woche sei bekannt worden, dass bereits Mitte Mai erstmals seit 40 Jahren eine offizielle Bischofsweihe mit päpstlicher Zustimmung stattgefunden habe. Nach Berichten der Agentur war der 73-jährige Damasus Zhang Han- Min im April von Papst Johannes Paul II. als Bischof von Jilin in der Mandschurei bestätigt worden.

A F R I K A

Kamerun

Die Vereinigung der Katholischen Bischofskonferenzen Zentralafrikas wollen eine kirchliche Stelle zur Lösung der politischen Konflikte in der Region errichten. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Teilnehmer der Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen, die in der vergangenen Woche in der Hauptstadt Kameruns, Yaounde, tagte. Das berichtete der Vatikanische Nachrichtendienst FIDES. Armut, wirtschaftliche Rezession, Gewalt und bewaffnete Konflikte nähmen in den Ländern im Zentrums Afrikas immer mehr zu, so Bischof Milandou, der derzeit der Vorsitzende der Vereinigung ist. Dieser Entwicklung wolle die Kirche entgegenwirken.

 

 

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Dienstag:"Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

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täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

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Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,31.Juli 1999

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