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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in de Zeit von Sonntag, 18. Juli bis Dienstag, 20 Juli 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 18.07. das Karmeliterinnen-Kloster von Quart besucht und mit mehreren Tausenden Gläubigen des Aosta-Tals das Mittagsgebet gesprochen. Von seinem Urlaubsort Introd war er am Morgen sichtlich erholt in die Nähe der italienisch-schweizerischen Grenze gekommen. Die zehn Ordensfrauen folgten der Ansprache des Papstes aus der nahgelegenen Kapelle hinter einem Gitter, wie es der Ordensregel entspricht. In seiner Rede unterstrich Johannes Paul II. die Bedeutung des ganz dem Gebet und der Betrachtung gewidmeten kontemplativen Ordensleben. Papst Joahnnes Paul II. hat auch für den nach einem Flugzeugabsturz vermissten John F. Kennedy Junior gebetet. Das bestätigte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am 18.07 in Quart. Kennedy war am 17.07. mit seiner Frau und deren Schwester in seinem Privatflugzeug unterwegs gewesen, als der Funkkontakt abbrach. Bislang wurden Wrackteile und Gepäckstücke gefunden.

Papst Johannes Paul II. hat am 19.07. Gerhard Feige zum neuen Weihbischof der Diözese Magdeburg ernannt. Der 47-jährige ist derzeit Professor für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Ostkirchenkunde an der Theologischen Fakultät in Erfurt. Feige ist Priester des Bistums Magdeburg.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die erneute Diskussion um eine mögliche Brutto-Bemessungsgrundlage der Kirchensteuer hat der CDU-Bundestagsabgeordnete, Peter Weiss, als unsinnig bezeichnet. Die Kirchensteuer müsse sich auch weiter an der Höhe der Einkommenssteuer orientieren, erklärte Weiss am 18.07. in Bonn. Eine Abkoppelung von Lohn-und Einkommenssteuer würde zu einem grossen Verwaltungsaufwand führen und sei daher nicht pratikabel. Allerdings müsse bei grundlegenden Änderungen im Zuge der anstehenden Unternehmenssteuerreform über neue Bemessungsgrundlagen für die Kirchensteuer nachgedacht werden so der Politiker.

Deutschland

Erstmals haben deutsche Forscher gefordert, Experimente an frühen Embryonen zu erlauben. Dies sei notwendig, um Gewebe züchten zu können. Das berichtet das Magazin Focus in seiner jüngsten Ausgabe unter Berufung auf den Präsidenten der Gesellschaft für Zell-und Gewebezüchtung, Wolfgang Müller Klieser. Nach Angaben des Münchner Nachrichtenmagazins arbeiten in den USA und Grossbritannien Wissenschaftler derzeit an einer Kombination aus Klontechnik und Embryonenforschung. Die Ergebnisse könnten Missionen von chronisch kranken Patienten mit Parkinson, Alzheimer, oder Diabetes in ferner Zukunft zugute kommen.

Derweil erklärte der Professor für Klinische Neurobiologie an der Universität Würzburg, Michael Sendtner,in Deutschland habe die Forschung derzeit keinen Bedarf an grossen Mengen menschlicher Embryonen. Hundert Prozent der Untersuchungen erfolgten derzeit an Versuchstieren. Ein Problem könne erst dann entstehen, wenn die daraus gewonnenen Ergebnisse in wenigen Jahren am Menschen angewandt werden sollten

Deutschland

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin plant nach Angaben ihres Sprechers keine Änderung des Paragaraphen 218. Die Ministerin habe sich am 18.07. im ZDF lediglich für die Beratung der Eltern vor und nach vorgeburtlicher Diagnostik ausgesprochen. Sie habe ausserdem vorgeschlagen, unumgägngliche Spätabtreibungen nur noch in spezialisierten Kliniken durchzuführen. Darüberhinaus sei es dringend erforderlich, aussagekräftige Daten über die Zahl und die Ursachen von Spätabtreibungen zu ermitteln.

Deutschland

Trotz der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Katholiken und Protestanten bleiben noch Fragen offen. Das erklärte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Josef Ratzinger, jetzt in einem Interview. Bei der Erklärung handele es sich nicht um einen Konsens über die Lehre der Rechtfertigung an sich. Vielmehr gehe es um fundamentale Wahrheiten der Lehre über die Rechtfertigung, so Ratzinger. Die gemeinsame Erklärung wird am 31.01.in Augsburg unterzeichnet.

Deutschland

Der Grundstein für den ökumenischen Christus-Pavillon zur Weltausstellung Expo 2000 in Hannover ist am 19.07. in einer Feierstunde gelegt worden. Der evangelische Bischof Horst Hirschler aus Hannover und sein katholischer Amtskollege Josef Homeyer aus Hildesheim versenkte eine Metallschatulle mit dem Text des 8. Psalms. Die Frage in dem Bibelwort "Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?" erinnert an das Expo- Motto "Mensch-Natur-Technik". Das aus Stahl und Glas geplante Gebäude mit einem 27 Meter hohen Kreuz und einem Kreuzgang wird an zentraler Stelle auf dem Expo-Gelände in Nähe zum deutschen Pavillon errichtet. Der Bau kostet nach offiziellen Angaben 16,5 Millionen Mark und ist das bislang grösste gemeinsame Projekt der katholischen und der evangelischen Kirchen in Deutschland.

Deutschland

Das Diakonische Werk hat bisher rund 26 Millionen Mark Spenden für das Kosovo erhalten. Das teilte die Diakonie am 19.07. in Stuttgart mit. Mehr als 10 Millionen Mark seien schon ausgegeben worden. Weiter 12 Millionen seien für Hilfsprojekte in der Krisenregion bereits fest verplant.

Deutschland

Rund 200.000 Mark hat das American Jewish Committee für den Kosovo- Einsatz der Johanniter-Unfall-Hilfe zur Verfügung gestellt. Es sei die erste derartige deutsch-jüdische Kooperation seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der Direktor der Berliner Büros der jüdischen Hilfsorganisation am 19.07. vor Journalisten.

Deutschland

Peter Klaus Funke, Sektenbeauftragter des Erzbistums Berlin, ist tot. Wie das Erzbistum am 19.07. mitteilte, starb der Dominikanerpater bereits am 18.07. überraschend im Alter von 55 Jahren. Funke war ein bundesweit anerkannter Experte für Jugendseelsorge und Sekten.

Deutschland

Die nationale Armutskonferenz hat das Sparprogramm der Bundesregierung als sozial unausgewogen kritisiert. Alleinerziehende, Langzeitarbeitslose, Kleinrentner und Familien mit niederigen Einkommen seien am meisten von den Kürzungen betroffen, so ein Sprecher.

Österreich

Für partnerschaftliche Hilfe aus Österreich beim Wiederaufbau der Zivilgesellschaft im Kosovo hat Kardinal Christoph Schönborn in einem Zeitungskommentar plädiert. Der Wiener Erzbischof erinnerte in der Zeitung "Standard" daran, dass auch die zivilen Autoritäten die Krisenregion weitgehend verlassen hätten. Schönborn hatte das Kosovo vor wenigen Tagen gemeinsam mit einer Caritas-Delegation besucht. Dass es bereits ein reges Leben in den Städten gebe, dürfe nicht über die Gefahren des Autoritätsvakuums hinwegtäuschen. Das künftige Wohl der Bevölkerung im Kosovo werde entscheidend von funktionierenden zivilen Strukturen abhängen, so Schönborn weiter.

Österreich

Kardinal Franz König erhält den Toleranzpreis der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Das teilte die Organisation am 20.07. in Salzburg mit. Die Akademie wolle mit dem Preis die weltweit anerkannten Leistungen des Theologen und Religionswissenschaftlers Franz König ehren, heisst es in der Begründung.

E U R O P A

Jugoslawien

Eine serbisch-orthodoxe Kirche ist im Kosovo durch einen Bombenanschlag völlig zerstört worden. Das Attentat habe sich nur rund 100 Meter von einer Kfor-Einheit südöstlich von Pristina ereignet. Das teilte der serbische Erzbischof im Kosovo, Artemije, gegenüber Journalisten mit. Zwar habe es keine Verletzten gegeben, aber das Gotteshaus sei dem Erdboden gleichgemacht. Ein Sprrecher der Kfor-Truppen bestätigte den Vorfall. Der Angriff werde untersucht, so der Sprecher weiter. Nach Angaben des Erzbischofs sind seit dem Eintreffen der Kfor-Truppen bislang 18 serbisch-orthodoxe Kirchen im Kosovo beschädigt oder zerstört worden.

Frankreich

Die Bischofskonferenz des Landes hat Reformpläne zur Änderung des Abtreibungsgesetzes kritisiert. Damit werde eine " Banalisierung und Normalisierung" des Schwangerschaftsabbruchs vorgenommen, erklärte der Sprecher der Oberhirten gegenüber der katholischen Tageszeitung "La Croix". Die französische Frauenministerin, Martine Aubrey, hatte am Wochenende Reformpläne vorgestellt, die unter anderem vorsehen, die in Frankreich seit 1975 geltende Fristenregelung von 10 auf 12 Wochen zu verlängern . Ausserdem soll dem nach bei Minderjährigen nicht mehr die Zustimmung der Eltern zu einem Schwangerschaftsabbruch verlangt werden. Die Bischofskonferenz kritisiert, in Frankreich werde gegenwärtig das "Recht auf Abtreibung" betont, während der Geist des Gesetzes von 1975 den Abbruch als Ausnahme betrachte. Er wandte sich dagegen, dass Eltern künftig kein Mitspracherecht über derartige Entscheidungen ihrer Töchter haben sollen. Ebenso werde in der Diskussion ausschliesslich die Lage der Frauen beraten,während Sexualität in Wirklichkeit zu zweit gelebt und überdacht werden müsse.

Kroatien

Der Bischof der evangelischen Kirche, Vlado Ladislav Deutsch, ist tot. Das meldete die Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf offizielle Angaben aus Zagreb. Der Bischof galt als einer der Intiatoren des ökumenischen Dialogs in dem mehrheitlich katholischen Land.

Russland

Die orthodoxe Kirche wird im kommenden Jahr über die Heiligsprechung der Familie von Zar Nikolaus II. entscheiden. Das erklärte Patriarch Alexi II. am 19.07. gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Der Heilige Synod hatte in diesen Tagen beschlossen, die Versammlung der Erzbischöfe für das kommende Jahr einzuberufen. Der Synod selbst habe nicht die Befugnis,eine solche Entscheidung zu treffen, so das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche weiter.

Grossbritannien

Die Christen sollen sich durch "Internet-Fasten" oder den Verzicht auf andere liebgewordene Gewohnheiten auf das Jahr 2000 vorbereiten. Diesen Vorschlag machte nach Angaben der britischen Presse die evangelische Allianz, die rund 30 Glaubensgemeinschaften vetritt.

A F R I K A

Sudan

Verhandlungen über ein Ende des seit 16 Jahren währenden Bürgerkrieges in dem afrikanischen Land sollen am 19.07. wieder aufgenommen werden. Vertreter sowohl der Regierung in Khartoum als auch der Rebellen im Süden des Landes äusserten im Vorfeld ihren Willen, eine Lösung für den Konflikt zu finden. Die Rebellen im vorwiegend von Christen und Anhängern der traditionellen Religion bewohnten Südsudan kämpfen für mehr Autonomie von der Zentralregierung in Khartoum, wo arabische und islamische Elemente vorherrschen.

Kongo-Kinshasa

Einen dringenden Appell für Vergebung und Versöhnung haben die katholischen Bischöfe des Landes jetzt lanciert. Für das Jahr 2000 nennen sie diese beiden Elemente als Basis für die Einheit des Kongo. In einer Unterschriftenaktion fordert der Episkopat den Rückzug der ausländischen Truppen und die Streichung der Auslandsschulden.

A M E R I K A

Nicaragua

Bereits im kommenden Monat kann die katholische Kirche den Opfern des Wirbelsturms Mitch die ersten Neubauwohnungen übergeben. Dem Einsatz zahlreicher kirchlicher Hilfswerke ist es zu verdanken, dass bereits 200 Wohnungen wiederaufgebaut und weiter hundert in Managua und Umgebung ausgebessert werden konnten.

Kolumbien

Die Bischofskonferenz des Landes hat sich für die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der Regierung und den Linksrebellen eingesetzt. Die Friedensgespräche waren vor einigen Wochen unterbrochen worden, nachdem sich die Parteien nicht über die Stellung der künftigen internatinalen Kontrollkommission einigen konnten.

Vereinigte Staaten

Ein US-Bundesrichter hat das gesetzliche Verbot von Spätabtreibungen in Virginia aufgehoben. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates will jedoch gegen die auf unbefristete Zeit ausgesprochene einstwillige Verfügung angehen. In Virginia war vor einem Jahr verboten worden, eine Abtreibung nach der 20. Schwangerschaftswoche durchzuführen.

 

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Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuzfeuer"

Freitag:"Prisma-Magazin"

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,24.Juli 1999

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