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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 11. Juli bis Dienstag, 13. Juli 1999.

Wir starten mit einer Bitte aus der Redaktion:

Wir suchen K o r r e s p o n d e n t e n im Ausland.

Wir wären vor allem interessiert, Personen in folgenden Ländern zu finden, die uns dann und wann über Kirchliches und Religiöses in ihren Ländern berichten könnten: Brasilien, Mexiko, Chile, Indien, Indonesien, Japan, China, Nigeria, Kenia, Südafrika - aber auch die großen Länder Europas.

Es geht dabei um Korrespondententätigkeit über kirchlich-religiöse Ereignisse, nicht Politik oder Wirtschaft. Wir wären dankbar für Rückmeldungen.

Danke

P.Eberhard v.Gemmingen SJ
E-Mail: deutsch@vatiradio.va
Fax: 0039 06 69 88 38 44
Tel. 0039 06 69 88 41 01
Post: Radio Vatikan, deutschspr. Abt, I-00120 Città del Vaticano.

V A T I K A N

Während seines Urlaubs in Introd- Les Combes im Aostatal denke Papst Johannes Paul II. intensiv über seine Wallfahrten auf den Spuren des Abraham nach, die er im Jahre 2000 gerne machen möchte. Das erklärte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls, nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am 11.07., gegenüber Journalisten. Der Papst hoffe dabei,dass alle verstehen, dass seine Intention sei, einen religiösen Weg zu gehen und nicht einen politischen. Zudem habe Johannes Paul II. den Wunsch geäussert, das chaldäische Ur, zusammen mit Vertretern des Judentums und des Islam zu besuchen.

Für die Europasynode der Bischöfe im kommenden Oktober hat der Vatikan jetzt das sogenannte "Instrumentum laboris" veröffentlicht. Es ist das Arbeitspapier, das als Grundlage für die Diskussion während der Synode dienen wird. Das Arbeitspapier orientiert sich in seinem Aufbau am Thema der Europasynode: "Jesus Christus, der lebt in seiner Kirche, Quelle der Hoffnung für Europa".

Papst Johannes Paul II. will die Ergebnisse der Asien-Synode im kommenden November in Bombay verkünden. Das hat Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am 12.07. nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP bestätigt. Diesen Angaben zufolge wird das Kirchenoberhaupt nach der Europasynode, die zwischen dem 1.10. und 23.10. im Vatikna stattfindet, nach Indien reisen.

Papst Johannes Paul II. hat umgerechtnet knapp 100.000 Mark für die Opfer des Erdbebens vom vergangenen Monat gespendet. Das hat die diplomatische Vertretung des Vatikan in Mexiko jetzt erklärt. Der Betrag wurde der örtlichen Caritas übergeben, die die Hilfe verteilen soll.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Das Kolleg Norbertinum in Magdeburg ist am 10.07. geschlossen worden. Zu DDR-Zeiten hatten in der Einrichtung mehr als 1.300 Priesteramtskandidaten das Abitur erlangt. Das 1952 gegründete Norbertinum diente bis zur Wende 1989 als Seminar für Männer, die Priester werden wollten, aber das Abitur an staatlichen Schulen nicht ablegen durften. Die Schliessung erfolgte nur angesichts zu geringer Anmeldezahlen. Künftig wird das Haus vom Kolpingbildungswerk genutzt.

Deutschland

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat ihr Einverständnis zum neuen katholischen Beratungsschein in der Schwangerschaftskonfliktberatung bekräftigt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 11.07. betonte Däubler-Gmelin, dass der Schein auch mit dem bischöflichen Zusatz zweifellos rechtsgültig sei. Entscheidend sei, dass in der Beratung die Konflikte aufgearbeitet werden könnten, in denen sich die Schwangere befinde. Das stütze das Letztentscheidungsrecht der Frau und zugleich das ungeborene Leben, so die Ministerin.

Deutschland

Gegen die Abschaffung des Sonntags durch die sogenannte Bäderregelung in Mecklenburg-Vorpommern haben die Kirchen beim Verwaltungsgericht Schwerin Klage eingereicht. Nachdem alle politischen Initiativen und Gespräche gescheitert seien, müsse nun eine rechtliche Klärung herbeigeführt werden, heisst es in der Begründung.

Schweiz

An den Universitätsspitälern in Genf dürfen Praktikanten keine islamischen Kopftücher tragen. Ein Antrag dreier Medizinstudentinnen, ihr Haar im Dienst nach islamischer Vorschrift bedecken zu dürfen, ist vom Direktionskomitee der Kliniken zurückgewiesen worden. Das berichtete die Tageszeitung "Le Temps" am 10.07. Das Kopftuchverbot wurde demnach mit der konfessionellen Neutralität der Genfer Universitätsspitäler begründet.

E U R O P A

Jugoslawien

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hofft auf eine Versöhnung im Kosovo. Auch wenn die Menschen in der Region eine furchtbare Katastrophe erlebt hätten, gebe es Hoffnung auf einen Neubeginn, sagte Schönborn nach seiner Rückkehr vom Balkan am 11.07. in Wien. Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz hatten in den letzten drei Tagen die Städte Prizren, Pec und Pristina im Kosovo besucht. Ziel der Visite war, Hilfsmöglichkeiten für die Caritas auszuloten und Versöhnungsinitiativen vorzubereiten.

Jugoslawien

Präsident Slobodan Milosevic muss nach Ansicht des serbisch-orthodoxen Patriarchen Pavle für seine Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Das erklärte Pavle in einem am 11.07. veröffentlichten Zeitungsinterview. Milosevic habe als freier Mensch gehandelt und müsse sich für die Massaker im Kosovo verantworten, so der Patriarch. Zugleich hoffe er, dass sich Serben und Albaner eines Tages versöhnen könnten. Ein Bürgerkrieg müsse vermieden werden, mahnte Pavle.

Bosnien-Herzegowina

Die Ereignisse im Kosovo lassen auch die Kriegswunden inBosnien langsamer heilen. Das erklärte jetzt der Erzbischof von Sarajevo, Kardinal Vinko Puljic. Durch den Kosovo-Krieg hätten sich auch in Bosnien die Spannungen zwischen den Volksgruppen wieder verstärkt. Die bosnische Kirche versuche in erster Linie die Kriegsfolgen in den Köpfen zu lindern. Man bemühe sich um eine Erziehung zur Toleranz, so Puljic.

Grossbritannien

Die Generalsynode der anglikanischen Kirche von England hat erneut die Verdienste des verstorbenen katholischen Kardinals, Basil Hume, gewürdigt. Er habe sich besonders um die englische Gesellschaft und die Ökumene verdient gemacht, hiess es in einem Beileidsschreiben. Dieses wurde von der derzeit tagenden Generalsynode der Anglikaner an die katholische Bischofskonferenz von England und Wales gerichtet. Kardinal Hume war am 17. 06. im Alter von 76 Jahren an Krebs gestorben.

Frankreich

Nach rund 15 Monaten wollen die Besetzer einer Kirche in Nanterre bei Paris das Gotteshaus räumen. Das berichteten Tageszeitungen am 12.07. Die Immigranten wollten mit der Aktion eine Legalisierung ihres Aufenthaltes durchsetzen. Rund 80.000 illegal in Frankreich lebende Ausländer hatten durch eine Initiative der Regierung in Paris in den vergangenen Monaten rechtmässige Aufenthaltspapiere erlangt. Die Bischöfe des Landes hatten mehrfach weitergehende Schritte zugusnten der "sans papiers" gefordert.

A F R I K A

Algerien

Das Gipfeltreffen der Organisation für Afrikanische Einheit - OAU- hat am 12.07. in Algier begonnen. Schwerpunktthemen sind eine Konvention gegen Terrorismus, Prävention und Lösung von Konflikten zwischen afrikanischen Ländern, Entwicklung, wirtschaftliche Integration, sowie der Kampf gegen AIDS.

Somalia

Mehr als 400.000 Menschen sind in dem afrikanischen Land nach Informationen der Vereinten Nationen von einer Hungersnot bedroht. Ungewöhnliche Hitze, mangelnde Niederschläge, der lange andauernde Bürgerkrieg sowie hoher Schädlingsbefall haben besonders im Süden des Landes zu einer Versorgungskrise geführt. Das geht aus einem am 11.07. in Rom veröffentlichten Sonderbericht der UNO-Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation FAO hervor.

V E R E I N T E N A T I O N E N

Die Vereinten Nationen fordern neue Regeln für die Globalisierung. Die gegenseitige Abhängigkeit der Individuen wächst mit diesem Phänomen, heisst es im Bericht über die menschliche Entwicklung 1999, den die UNO-Bevölkerungsorganisation am 12.07. vorgestellt hat. Wir brauchen einen neuen Politikansatz, der die Vorteile der globalen Märkte und Konkurrenz aufrechterhält, gleichzeitig aber die Ressourcen der Menschen,der Umwelt und der Gemeinschaften mit einbezieht. Nur so funktioniert die Globalisierung auch für die Individuen, nicht allein für den Profit. Diese Forderung stellt der UNO-Entwicklungsbericht. Ein Fünftel der Weltbevölkerung befindet sich im Besitz von 86 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Das ist nur eine der vielen Zahlen , mit denen der Bericht das eklatante Ungleichgewicht zwischen arm und reich belegt. Nicht nur um Besitz geht es dabei, sondern auch um Forschung, bei der beispielsweise für Kosmetika wesentlich mehr investiert wird, als in dringend notwendige Impfstoffe. Den Kulturtransfer auf der Einbahnstrasse von den USA in den Rest der Welt kritisiert die UNO ebenso, wie den begrenzten Zugang zu modernen Technologien.

Eine neue Kultur der Solidarität gegenüber den hochverschuldeten Ländern, hat der Vatikanvertreter beim Wirtschafts-und Sozialrat der Vereinten Nationen in Genf gefordert. Erzbischof Giuseppe Bertello erklärte, dass in einer Welt der wachsenden Abhängigkeiten ein neuer Umgang miteinander gefunden werden müsse. Das Ziel sei die Schaffung von Voraussetzungen für anhaltende Entwicklung auf der ganzen Welt.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Dienstag:" Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,17.07.1999

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