Stichwortsuche
Archiv
Programmvorschau
Freundeskreis
Real Audio
www.kath.de

Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 4. Juli bis Dienstag, 6. Juli 1999

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 4.07. die grösste moderne Marienkirche Roms eingeweiht. An dem feierlichen Gottesdienst in der neuen Pilgerkirche der Madonna del Divino Amore - der Muttergottes von der göttliche Liebe - südlich von Rom, nahmen mehrere tausend Menschen teil. Der Neubau um ein schon seit Jahrhunderten verehrtes wundertätiges Marienbild geht auf ein Gelübde römischer Bürger im Zweiten Weltkrieg zurück. Am 4. Juni 1944 hatten sie der Madonna gelobt, eine neue Kirche zu bauen, wenn Rom von den Bomben der Allierten verschont bliebe. Am folgenden Tag zogen sich die deutschen Truppen aus der Hauptstadt zurück und die allierten Soldaten marschierten in Rom ein.

Am 6.07. sind im Vatikan zwei Bücher für das Jubiläumsjahr 2000 vorgestellt worden. Es ist ein Gebetbuch und ein Pilgerführer für die Ewige Stadt. Sie wurden vom Sonderkomitee für das Heilige Jahr herausgebracht, können nur zusammen gekauft werden und kosten in Italien 10.000 Lire, umgerechnet rund 10 DM. Die beiden Bände erscheinen auch auf Deutsch. Das Gebetbuch enthält Meditationen, Gebete für das private wie auch das gemeinsame Beten, Lieder und Betrachtungen von geistlichen Gemälden in Rom. Sie sollen dem Pilger helfen, nicht nur als neugieriger Tourist durch Roms Kirchen und Denkmäler zu gehen, sondern sich den geistlichen Gehalt der Monumente anzueignen. Ähnlich der Pilgerführer, der die Basiliken, Kirchen und Katakomben erschliesst.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Kardinal Joachim Meisner von Köln hat die Zulassung des Abtreibungsmittels "Mifegyne" als Rechtsbruch bezeichnet. Sie sei von Politikern erzwungen . Die Genehmigung des Abtreibungsmittels durch das Bundesinstitut für Arznei-und Medizinprodukte verharmlose nur die Tötung ungeborener Menschen, so Meisner.
Auch Bischof Karl Lehmann hat die Einführung der Abtreibungspille im Namen der deutschen Bischofskonferenz scharf verurteilt. Der Druck auf Frauen, abzutreiben, werde dadurch steigen. Lehmann erinnerte daran, daß es kein "Recht auf Abtreibung" gebe.

Deutschland

Die Kirche dürfe nicht kneifen, wenn es gelte, zu den grossen Lebensfragen Stellung zu beziehen. Dies sagte der Kölner Kardinal, Joachim Meisner, am 4.07. in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Scharfe Kritik übte der Kardinal an den Gesetzesentwürfen der Rot-Grünen Regierungskoalition zur Gleichstellung von nichtehelichen und homosexuellen Lebensgemeinschaften. Zum Kampf gegen die schleichende Aushöhlung des Sonntags als Feiertag sagte Meisner:"Wenn die Kirche für die Sonntagsheiligung eintrete, dann sei das zunächst einmal ein Dienst am Menschen gemeinsam und nicht an uns selbst".

Deutschland

Die Erzdiözese Freiburg im Breisgau schafft ab kommenden September neue Seelsorgeeinheiten. Das erläuterte jetzt Erzbischof Oskar Saier. Die rund 1.080 Pfarreien würden zu 350 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst, blieben aber als Pfarreien erhalten. Grund dafür sei der dramatische Rückgang der Priesterzahlen.

Österreich

Mehrere Kirchenvertreter und kirchliche Organisationen haben die Entscheidung des Obersten Gerichtes kritisiert, die Schadensklage wegen der Geburt eines behinderten Kindes anzunehmen. Der Gerichtshof hatte am 6.7.99 die Entscheidung verkündet, daß ein Arzt haften müsse für die Geburt eines Behinderten, das er aufgrund von Falschdiagnose nicht hatte beseitigen lassen. Die Kritiker werfen ein, damit habe der Arzt die Pflicht, nur gesundes Leben zu erlauben. Zudem würden die Eltern Behinderter für schuldig erklärt. Die Aktion Leben forderte mehr Hilfen der Gesellschaft für Behinderte. Der Familienbischof Klaus Küng erinnerte nur an das Kind, das sich sagen müsse: Wenn meine Eltern gewußt hätten, daß ich mit einer Behinderung auf die Welt komme, hätten sie mich beseitigt.

Kritik an der angekündigten Zulassung in der Alpenrepublik der Abtreibungspille "Mifegyne" hat der Innsbrucker Bischof, Alois Kothgasser, geübt. Dass dieses Präparat in ganz Österreich als "Medikament" propagiert werde verschleiere die Tatsache, dass es sich um ein " Mittel zur Tötung von ungeborenem Leben" handelt.

Österreich

Der Rektor der Wiener Universität hat den Kärntner Diözesanbischof, Egon Kapellari, als Mentor und Wegbegleiter der Künste, auch dort, wo geistige Enge diese zu blockieren droht, gewürdigt. Kapellari wurde beim diesjährigen Festival in Ossiach Ehrenmitglied des Vereins "Carinthischer Sommer". In Anwesenheit von Bundespräsident Thomas Klestil, Altbundespräsident Kurt Waldheim und Landeshauptmann Jörg Haider, lobte der Universitätsrektor den Bischof als Kirchenlehrer, der immer wieder über Schwellen und Grenzen ,sowie deren Überwindung nachdenke.

Österreich

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat bei einem Gedächtnisgottesdient in der österreichischen Hauptstadt an die Verdienste des verstorbenen Oberhauptes der armenischen Kirche, Katholikos Karekin I., erinnert. Karekin habe vor zwei Jahren im Wiener Stephansdom, aber auch bei der Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz begeisternde Worte für die christliche Einheit gefunden. Zu dem Gedächtnisgottesdienst in der armenischen Kirche von Wien waren zahlreiche Vertreter der Ökumene gekommen. Karekin habe gewollt, dass die Priester seiner Gemeinschaft überall Anwälte für die Einheit der Kirchen seien. Das sagte der armenisch-apostolische Erzbischof Mesrob Krikorian.

Österreich

Der zweite Weltkongress für Psychotherapie findet vom 4. bis 8.07. in Wien statt. Er steht unter dem Motto "Mythos-Traum-Wirklichkeit". Die Veranstaltung weist zahlreiche religiöse Akzente auf. So steht jeder Tag unter einem bestimmten religiösen und spirituellen Thema. Neben rund 4000 Psychotherapeuten aus 80 Ländern ist die katholische Kirche durch Referenten wie den Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, und den Religionsphilosophen Eugen Biser, vertreten.

E U R O P A

Nordirland

Der katholische Primas von Irland und Erzbischof von Armagh, Sean Brady, hat am 4.07. zum Gebet für die Zukunft Nordirlands aufgerufen. In einem von Radio Vatikan verbreiteten Appell sagte der Erzbischof, er glaube, dass der Friede in der Unruheprovinz mittlerweile ein unumkehrbarer und nicht mehr zu stoppender Prozess geworden sei. Im Laufe eines Jahres sei sehr viel erreicht worden.

Grossbritannien

Britische Mediziner debattieren im Internet über Euthanasie. Dabei geht es um die Klärung ethischer Fragen. Bei der Auseinandersetzung soll es nicht nur um die bereits bekannten Extrempositionen gehen, sondern um einem Mittelweg. Laut Berichten der Londoner Tageszeitung "The Times" herrscht derzeit in Grossbritannien grosse Unklarheit über die Zulässigkeit aktiver oder passiver Sterbehilfe.

Russland

Rund 100.000 Frauen aus Russland, der Ukraine und aus Weissrussland sind allein im Jahre 1997 von Schlepperorganisationen ins Ausland gelockt und dort zur Prostitution gezwungen worden. Dies gab der Vorsitzende der Partei "Frauen in Russland" jetzt in Moskau bekannt. In Inseraten würden gut bezahlte Stellungen in der Türkei und arabischen Ländern angeboten, die vor allem arme, häufig minderjährige Mädchen anzögen. Die Zahl der Frauen aus dem Osten in der internationalen Szene der Prostitution soll inzwischen die der Asiatinnen übersteigen.

Ungarn

Am 6.07. hat in Budapest ein Kongress von Vertretern mehrerer Religionen über den Frieden auf dem Balkan begonnen. Daran nehmen Mitglieder verschiedener christlicher Kirchen, Muslime, Juden und Vertreter anderer Religionen teil. Einberufen wurde die Tagung durch den Präsidenten der europäischen Juden, Ignaz Bubis.

Türkei

Der Generalsektreär des Weltkirchenrates, Konrad Raiser, hat die Regierung in Istambul aufgefordert, die Todesstrafe für den Kurdenführer, Abdullah Öcalan, nicht zu vollstrecken. In einem Brief an den türkischen Staatspräsidenten, Süleyman Demirel, forderte Raiser Massnahmen, die - so wörtlich - den Teufelskreis der Gewalt brechen. Türken und Kurden müssten zu der Einsicht gelangen, dass Gewalt nicht zur Gesundung führt, sondern nur zu mehr Gewalt auf beiden Seiten, so der Generalsekretär weiter.

Bosnien-Herzegowina

Die Bischofskonferenzen Bosniens und Kroatiens wollen die kroatische Auslandsseelsorge verstärken. Dies wurde bei einer gemeinsamen Tagung der beiden Episkopate in Banja Luka in der Serbischen Republik bekannt. Die Auslandsseelsorge habe eine wichtige Rolle bei der Bewahrung der religiösen und nationalen Identität der Kroaten gespielt, heisst es in einer Erklärung der Bischöfe. Durch die verstärkte Angleichung der Auslandskroaten an deren Gastländer, sehe sich die Pastoral für diese Menschen vor neue Herausforderungen gestellt.

A S I E N

Armenien

Zum provisorischen Oberhaupt der armenischen Kirche wurde am 4.07. Erzbischof Nerses Pozapalian gewählt. Aufgabe des Erzbischofs ist es nun, die Wahl für den Nachfolger des verstorbenen Katholikos Karekin zu organisieren.

China

Erneut sind Mitglieder der romtreuen Untergrundkirche verfolgt und festgenommen worden. Die Kardinal-Kung-Stiftung hat am 6.07. in Peking mitgeteilt, dass der Priester Jan Weiping verhaftet und nach 20 Stunden tot aufgefunden worden sei. Man gehe davon aus, dass er während der Haft ums Leben kam.

 

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Dienstag:"Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Jugendmagazin"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,10.07.1999

top