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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 13. Juni bis Dienstag, 15. Juni 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. möchte am Freitag, den 18.Juni für einige Stunden nach Armenien fliegen, um einer Einladung des Katholikos Karekin nachzukommen und gleichzeitig dem erkrankten armenischen Kirchenoberhaupt seine geistliche Nähe zu zeigen. Allerdings ist der Papst während seiner Polenreise am 14.Juni erkrankt und ließ sich daher bei den Veranstaltungen am folgenden Tag vertreten.

Am Sonntag, den 13.6. hat der Paspt in Warschau 108 Martyrer der Nazi-Diktatur seliggesprochen. Unter ihnen waren Laien und Kleriker. Viele von ihnen waren ermordet worden, weil sie ihr christliches Zeugnis nicht aufgaben oder auch Juden geholfen hatten. In seiner Predigt rühmte er ihre Treue zu Christus bis in den Tod. Gleichzeitig sprach er die Deutsche Regina Protmann selig, die aus dem ehemaligen Ostpreussen stammte und schon vor über 400 Jahren eine geistliche Frauengemeinschaft der "Katharinenschwestern" gegründet hatte.

Schließlich erhob er Edmund Bojanowsky zur Ehre der Altäre, der im vergangenen Jahrhundert eine Karriere aufgab, um sich ganz dem Dienst an Armen zu widmen.

Der Papst erinnerte in Warschau bei der Predigt an die großen politischen und geistigen Umbrüche, die seit seinem ersten Polenbesuch vor genau 20 Jahren eingetreten sind. Die Freiheit sei jetzt errungen, müsse aber in Verantwortung gestaltet werden.

Abends ehrte er auf dem Friedhof in Radzymin die 5000 polnischen Soldaten, die bei der "Schlacht an der Weichsel" im Jahr 1920 Polen und weite Teile Europas vor dem Sowjetheer geschützt hatten.

Am Montag, 14.6. rief er die Jugendlichen Polens auf, sich für ihr Land zu engagieren. Sie sollten ihre Heimat als Vaterland lieben. Die Eltern ermahnte das Kirchenoberhaupt die Kinder als Geschenk Gottes anzunehmen. Die Kinder hätten ein Recht auf eine eigene Familie, um die Erfahrung zu machen, daß die Menschen zusammengehören und aufeinander angewiesen sind.

Die Vatikanische Tageszeitung "Osservatore Romano" sieht neue Gefahren für das Kosovo. Auch nach dem Einrücken der internationalen Truppen gebe es Tote und Vertriebene, Zerstörungen und Gewalt, bedauert die Tageszeitung am 15.06.

Vierhundert Vertreter von 154 Mitgliedsorganisationen der internationalen Hilfsorganisation "Caritas International" tagen seit 14.06. in der Synodenaula des Vatikan. Bis zum 19. Juni werden die Caritas-Repräsentanten, die in 198 Ländern der Welt tätig sind, sowohl Rückschau halten auf die vergangenen vier Jahre, wie auch über die Herausforderungen von Heute und Morgen diskutieren.

An diesem Mittwoch, 16.Juni beginnt im Vatikan ein Treffen von rund 200 Bischöfen aus aller Welt, die sich mit den neuen geistlichen Gemeinschaften auseinandersetzen. An der Tagung nehmen auch einige Gründer solcher Gruppen teil, so z.B. auch die Gründerin der Focolarbewegung, Chiara Lubich.

 

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Mehr als 8000 Katholiken aus den Bistümern Bamberg, Würzburg, Eichstätt und Speyer sind am 13.06. nach Vierzenheiligen bei Staffelstein gepilgert. Unter dem Motto " Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", diente die Grosswallfahrt der Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000. Der Eichstätter Bischof, Walter Mixa, rief die Gläubigen auf, sich mutig für den Lebensschutz und die Würde der Frau einzusetzen . Für den Bamberger Erzbischof, Karl Braun, war die rege Teilnahme ein beweis dafür, dass die Kirche lebendig ist.

Deutschland

In Köln hat am 13.06. der Kirchengipfel zum Schuldenerlaß der ärmsten Länder begonnen. Dabei beraten 17 Bischöfe aus Ländern der sogenannten Dritten Welt und aus den G-7-Staaten über die Verschuldung. Am 14.06. waren in Bonn Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Entwickungshilfe-ministerin, Heidemarie Wieczorek- Zeul, geplant.

Deutschland

Die bevorstehende Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre bringt Lutheraner und Katholiken der vollen christlichen Einheit ein "grosses Stück näher". Diese Ansicht vertrat jetzt der Würzburger Bischof, Paul Werner Scheele. Nachdem man langezeit das Trennende ins Auge gefasst habe, könne jetzt das Verbindende neu gesehen und gefeiert werden, so Scheele. Die Unterzeichnung des Dokumentes ist für den Reformationstag am 31.10. geplant.

Deutschland

Caritas und Diakonie haben die Beibehaltung des Zivildienstes gefordert. Auch wenn die Wehrpflicht abgeschafft werden sollte, müsse der Zivildienst so lange wie möglich erhalten bleiben, forderten die beiden Verbände am 14.06. in Freiburg. Ein Wegfallen des Dienstes etwa in der Behindertenbetreuung könne den Fortbestand von Diensten und Qualitätseinbussen bedeuten.

Österreich

Nach Ansicht des Bischofs von Basel, Kurt Koch, steht hinter dem Priestermangel nicht nur die Krise des Zölibats, sondern auch die offene Frage nach dem Wesen des Priestertums. Das zweite Vatikanum habe den Laien aufgewertet und die Funktion des Bischofs deutlich gemacht, sich aber nicht klar über das Priestertum ausgesprochen. Koch sprach in Wien im Rahmen einer Universitätsringvorlesung.

E U R O P A

Jugoslawien

Der heilige Synod der serbisch-orthodoxen Kirche hat Präsident Milosevic und seine Regierung zum Rücktritt aufgerufen. Die Agentur Reuters meldet am 15.6. mit Berufung auf eine serbische regierungsunabhänige Agentur, die Kirchenführung halte dies für notwendig, um die Staatsspitze national und international wieder akzeptierbar zu machen. Es sei für das Volk der Serbien günstiger.

Kroatien

Die aktuellen Ereignisse auf dem Balkan und die Rolle der Kirchen beim Friedensprozess im Kosovo. Das sind die wichtigsten Themen des bevorstehenden Treffens der Sekretäre der europäischen Bischofskonferenzen in Dubrovnik. Vom 19. bis zum 23. Juni , wollen die Teilnehmer überdies die kirchlichen Hilfsprogramme für die vom Krieg betroffene Bevölkerung diskutieren. Auch der interreligiöse Dialog mit dem Islam und anderen Weltreligionen steht auf dem Programm.

A S I E N

Israel

Der Leiter des grossen Pilgerzentrums "Notre Dame" in Jerusalem, Richard Mathes, hat am 14.06. Agenturmeldungen zufolge eine Papstreise nach Israel im kommenden Jahr in Aussicht gestellt. Nach Angaben aus jerusalemer Regierungskreisen wolle der Papst etwa am 20. März ins Heilige Land kommen.

Israel

Neueste Forschungsergebnisse israelischer Wissenschaftler sollen bestätigen, dass das Turiner Grabtuch aus Jerusalem stammt. Nach Zeitungsberichten vom 15.06. haben zwei Forscher auf dem Tuch Pollen einer Pflanze gefunden,die auf den Hügeln um Jerusalem vorkommt. Aus den Zweigen dieser Pflanze soll der Tradition nach, die Dornkrone Jesu gewunden worden sein, was das Vorhandensein der Pollen auf dem Grabtuch erkläre.

Israel

Der Dalai Lama ist am 14.06. zu einem Besuch in Jerusalem eingetroffen. Mit einer Visite will der geistliche Führer der Tibeter einen Beitrag zum Frieden im Nahen Osten leisten.

Er nimmt an einem Religionsgespräch teil. Gegenüber der Presse erinerte er an seine Aussage, er erstrebe kein unabhäniges Tibet, aber Autonomie.

A F R I K A

Kenia

Die Bischofskonferenz des Landes hat in diesen Tagen in einem Hirtenschreiben das soziale Elend vieler Kenianer scharf verurteilt. Obwohl das Land grundlegend reich sei, lebten 60 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 22 Prozent der Arbeiter seien arbeitslos. Die Bischöfe fordern die Politiker auf, sich um mehr Landwirtschaft und Handwerk zu kümmern. Man müsse Kooperativen und jede Form von Zusammenschlüssen fördern.

Angola

Kardinal Alexandre do Nascimento von Luanda, hat in diesen Tagen UNO-Generalsekretär Kofi Annan eindringlich darum gebeten, dass die Völkergemeinschaft Angola nicht vergessen möge. Drei Millionen Angolaner hingen von Hilfe aus dem Ausland ab, seitdem der Bürgerkrieg im letzten Herbst wieder ausgebrochen sei. Der Kardinal wies auch darauf hin, dass mehrere hohe Kirchenvertreter zu Vermittlertätigkeit bereit seien. Die UNITA wünscht Kirchenvermittlung, während die Regierung jeden Dialog mit der UNITA ablehnt.

A M E R I K A

Mexiko

Die katholische Kirche des Landes will sich an der humanitären Hilfe für das Kosovo beteiligen. In einem Hirtenbrief rief der Bischof von Tuxla,Gutierrez, alle Gläubigen angesichts der vielen Kriege und Krisen auf der Welt zu Solidarität und zum Einsatz für den Frieden auf.

Mexiko

Ex-Präsident Carlos Salinas und sein Bruder Raul sollen in den Mord an Kardinal Juan Jesus Posadas verwickelt sein. Der Kardinal sei vor fünf Jahren umgebracht worden, weil er Informationen über die Verstrickung der Salinas-Brüder im Drogenhandel und Korruption besass. Das berichtete die mexikanische Tageszeitung

"El Universal" in ihrer Ausgabe vom 15.06.

Guatemala

Verteidigungsminister General Hektor Barrios, will Mayor Escobar Blas verteidigen, wenn er wegen des Mordes an Bischof Juan Gerardi angeklagt wird. In der kommenden Woche wird der Staatsanwalt drei hochrangige Militärs anklagen, hinter dem Mord an dem Menschenrechtsbischof gestanden zu haben. Seit mehr als einem Jahr versucht die Staatsanwaltschaft die Hintermänner des Mordes anzuklagen. Die Kirche geht davon aus, dass das Militär seinen Tod beauftragte.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Dienstag: "Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

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Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,19.Juni 1999

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