Stichwortsuche
Archiv
Programmvorschau
Freundeskreis
Real Audio
www.kath.de

Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 30. Mai bis Dienstag, 1. Juni 1999.

V A T I K A N

Papst Johanne Paul II. hat alle Katholiken aufgerufen, am kommenden Fronleichnamsfest für den Frieden auf dem Balkan zu beten. Die Papstmesse vor der Lateransbasilika und die anschliessende Prozession zur Basilika Maria Maggiore wird dem Gebet für die Menschen im Kosovo gewidmet sein.

Im Kosovo zeichnen sich nach Ansicht des Vatikan "konkrete Perspektiven" für einen Frieden ab. Der Weg zu einer Verhandlungslösung sei durch die Zustimmung Belgrads zu einem Friedensplan der G-8 Staaten "praktikabler" geworden. Das schreibt die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" in der Ausgabe vom 30.05.. Allerdings werde es ohne eine Lösung der Flüchtlings-frage auf dem Balkan keinen Frieden geben,fügte die Zeitung hinzu.

Die Familie ist nach Ansicht von Papst Johannes Paul II. in Gefahr. Immer wieder lenkt der Papst die Aufmerksamkeit auf diese für die Zukunft des Christentums so bedeutende Keimzelle. Seit 31.05. diskutieren im Vatikan Laien und Kirchenvertreter aus aller Welt über die Herausforderungen, der sich die Familie an der Schwelle zum neuen Jahrtausend stellen muss. Geladen hatte der Päpstliche Familienrat.

Papst Johannes Paul II. hat seine grosse Betroffenheit über das Unglück im österreichischen Tauerntunnel zum Ausdruck gebracht.

In einem von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichneten

Telegramm, bekundete das Kirchenoberhaupt sein "aufrichtiges Mitgefühl" für die Verletzten und die Angehörigen der Todesopfer.

Der deutsche Kurienbischof, Walter Kasper, hat am 1.06. seinen Dienst im Päpstlichen Einheitsrat des Vatikan aufgenommen. Der bisherige Oberhirte von Rottenburg-Stuttgart übernahm dort die Stelle des Sekretärs. Kasper ist Nachfolger von Bischof Pierre Duprey.

Die drei Leiter des Vatikanischen "Entwicklungsministeriums" Justitia et Pax werden zum Fronleichnamsfest Solidaritätsreisen nach Belgrad, Mazedonien und Albanien unternehmen. Die Kirchenführer wollen mit mit Katholiken , mit Flüchtlingen und mit den vom Konflikt betroffenen Menschen zusammetreffen. Gleichzeitig sollen sie eine Friedens-und Versöhnungsbotschaft des Papstes überbringen.

Der Luxemburger Erzbischof, Fernand Franck, ist jetzt von Papst Joahnnes Paul II. als Mitglied in den Vatikanischen Medienrat berufen worden. Gleichzeitig nominierte der Papst auch den früheren Vatikanischen Pressesprecher und heutigen Nuntius im Iran, Erzbischof Romeo Pancirolli, für das Gremium. Von deutscher Seite gehört dem für Medienfragen zuständigen vatikanischen Organ u.a. bereits der Treier Bischof, Herman Joseph Spital an.

Ein Besuch des Papstes im Irak wäre eine Himmelsgnade. Das sagte der Patriarch der Chaldäer, Raphael I. Bidawid, am 31.05. gegenüber dem Nachrichtendienst FIDES. Wie der Patriarch weiter berichtete, habe er nach der Papstaudienz einer irakischen Abordnung Mitte Mai die Regierung in Bagdad aufgefordert, alle diplomatischen Mittel für eine Papstvisite in die Wege zu leiten.

Am 1.06. ist im Vatikan ein Dokument des Päpstlichen Kulturrates mit dem Titel "Für eine Pastoral der Kultur" vorgestellt worden. Wie der Präsident des Rates, Kurienkardinal Paul Poupard betonte, ist sich die Kirche nach und nach der Bedeutung bewusst geworden, die die Kultur im Leben des Menschen spielt.

In den letzten Tagen hat es Meldungen gegeben, denen zufolge der Präsident der deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, eine Position in der Vatikanbank übernehmen wird. Der Pressesaal des Apostolischen Stuhls dementierte nun, dass Teitmeyer für das Amt des Präsidenten im Gespräch gewesen sei.

Der Vatikan ist jetzt auch per U-Bahn erreichbar. Roms Bürgermeister gab am Wochenende ein neues Teilstück der "Metropolitana A" für den Verkehr frei. Die Haltestelle "Cipro - Musei Vaticani" liegt nahe dem Eingang zu den Vatikanischen Mussen. Bis zum Petersplatz ist es von dort aus noch rund einen Kilometer.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Weltkonferenz der Religionen für den Frieden hat dazu aufgerufen, Europa eine geistige Identität zu geben. "Warenwerte" dürften nicht zu "wahren Werten" werden, heisst es in einer jetzt in Bonn veröffentlichten Erklärung. Europa müsse sich als Wertegemeinschaft verstehen und gleichzeitig dem vielfältigen Pluralismus gerecht werden. Dabei müssten die Religionen Beiträge zur Sinnfindung leisten, betont die Weltkonferenz.

Deutschland

Kirchliche Kindergärten müssen nach Ansicht von Caritas-Präsident, Hellmut Puschmann Vorreiter gegen soziale Ausgrenzung sein. Es gehe nicht an, dass Kinder schon im Alter von drei Jahren durch Verhältnisse gebrandmarkt würden, die sie selbst nicht zu verantworten hätten. Das erklärte Puschmann bei der Eröffnung des Kindergartenkongresses der Caritas am 31.05. in Stuttgart. In katholischen Einrichtungen müsse es den Erziehern bewusst sein, was es für Kinder bedeute, wenn sie sich wegen Geldmangels der Eltern nicht altersgemäss kleiden könnten oder die Mitgliedschaft im Sport-oder Musikverein nicht möglich sei.

Deutschland

Eine Neufassung des Abtreibungsparagraphen 218 und ein Pränataldiagnostik-Gesetz hat die CDU/CSU-Initiativgruppe "Schutz des menschlichen Lebens" gefordert. Wie ein Sprecher der Gruppe am 1.06. in Bonn erklärte,sei ein derartiges Gesetz besonders wichtig: die Pränataldiagnostik führe zu einem nicht mehr vertretbaren Selektionscharakter. Man schrecke auch nicht vor Früheuthanasie zurück.

Deutschland

Zur ersten Vorsitzenden des neugegründeten Forums für katholische Theologinnen "Agenda" ist Marianne Heimbach-Steins gewählt worden. Bei der Gründungsfeier am 29.05. sagte die Professorin für christliche Soziallehre, 51 Theologinnen hätten sich dem Forum bereits angeschlossen. Die Mitglieder arbeiteten nicht alle in Forschung und Lehre, einige seien auch mit Leitungsaufgaben in der katholischen Kirche sowie in der Gesellschaft betraut.

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat die Christen zum Schutz der Sonn- und Feiertage aufgerufen. Beim Ladenschlussgesetz gehe es um den Sinn der Zeit für den Menschen und um eine menschenfreundliche Gesellschaftsordnung. Gegen die regelmässige Geschäftsöffnung an Sonn- und Feiertagen hat sich auch der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland - EKD - ausgesprochen.

Deutschland

Die Katholische Junge Gemeinde - KJG - hat die Wirtschaft aufgefordert, zusätzliche Arbeitsplätze mit Perspektive zu schaffen. In einer am 31.05. veröffentlichten Erklärung werden auch die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft aufgerufen sich für mehr Ausbildungsplätze einzusetzen. Das "Sofortprogramm" der Bundesregierung "100.000 Jobs für Junge" bewertete der Verband als mangelhaft.

Deutschland

Die Leiterin der evangelischen Akademie Arnoldshain im Taunus, Leonore Siegele-Wenschkewitz, erhält den Edith-Stein-Preis 1999. Damit werden ihre Forschungen über Kirchen und Nationalsozialismus und über das Verhältnis von Christentum und Judentum gewürdigt.

Deutschland

Adolph Kolping rast künftig von Nürnberg nach Berlin. Ein neuer Intercity-Express -ICE - der Deutschen Bahn trägt den Namen des Gesellenvaters, Adolph Kolping. Nach Angaben des deutschen Kolpingwerkes verkehrt der ICE mit der Zugnummer 922 ab 31.05. Die Segnung findet aber erst im Lauf des Sommers statt.

Österreich

Mit einem Finanzeinsatz von 62 Millionen Schilling hat der kirchliche "Österreichische Entwicklungsdienst" im vergangenen Jahr etwa ebensoviel für Projekte ausgegeben wie 1997. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, waren 1998 über 100 Entwicklungshelfer in acht Partnerländer tätig. Zimbabwe war Spitzenreiter beim Personaleinsatz.

Österreich

Eine grössere Mitbestimmung der Teilkirchen bei der Bischofsfindung haben die Dekane der katholisch-theologischen Fakultäten und Hochschulen des Landes gefordert. Das seit altersher in der Kirche bestehende und immer wieder angemahnte Modell ostkirchlicher Mitbestimmung mit nachfolgendem päpstlichen Bestätigungsrecht müsse neu belebt werden. Das fordern die Theologen in einem am 1.06. veröffentlichten Dokument. Das gegenwärtige Kirchenrecht sehe ein solches Modell ausdrücklich vor, heisst es in dem Papier.

Schweiz

Die katholische Kirche steckt in der Finanzklemme. Der Genfer Weihbischof, Pierre Farine, sah sich deshalb veranlasst, die Katholiken im Kanton in einem persönlichen Brief zur Beitragzahlung aufzufordern. Nur Dank ausserordentlicher Legate und grosszügiger Spenden gelang es der Genfer Kirche, ein Defizit von rund 830.000 Franken auszugleichen. Gerade zehn Prozent der 123.000 katholischen Haushalte hatten im vergangenen Jahr ihren wenn auch freiwilligen Beitrag an die Kirche überwiesen. Trotz der ausserordentlichen Einnahmen klafft in der Genfer Haushaltskasse noch immer ein Loch von 82.5000 Franken.

Schweiz

Der Churer Weihbischof, Peter Henrici, hat die Kritik an seinem Verbot einer gemeinsamen Abendmahlsfeier von Reformierten und Katholiken, in Witikon, zurückgewiesen. Die Glaubenseinheit müsse der Eucharistie vorangehen, betont Henrici im Zürcher Pfarrblatt. Man sei an Ostern in Witikon so weit gegangen wie möglich. Bereits das gemeinsame Beten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses sei eine grosse und noch umstrittene Neuerung für die reformierte Zürcher Landeskirche.

E U R O P A

Frankreich

Der deutsche Militärbischof, Johannes Dyba, hat im Wallfahrtsort Lourdes zum Gebet für die Soldaten aufgerufen, die im Kosovo-Krieg im Einsatz sind. Bei einem Gottesdienst aus Anlass der 41. Soldatenwallfahrt wies Dyba, mit Blick auf die Kämpfe in Jugoslaiwen, auf die soziale Sprengkraft der Vergebungsbitte im Vater Unser-Gebet hin. Die darin zum Ausdruck kommende vergebende Liebe sei die einzige Macht, die Hass und Rache überall dort überwinden könne, wo - so wörtlich - " in Gottesvergessenheit aufeinander losgeschlagen" werde.

Kroatien

Der Zagreber Erzbischof, Josip Bozanic, hat die sozialen Missstände und die sich verschlechternde Wirtschaftslage im Land angeprangert. Bozanic rief die Verantwortlichen im Staat auf, dieser "sozialen und wirtschfatlichen Konfusion" entgegenzusteuern. Konkret beklagte der Erzbischof Korruption, Veruntreuungen und Wirtschaftsskandale, die zu Mutlosigkeit in der Bevölkerung geführt hätten.

Europa

Der alte Kontinent kann nach Ansicht des polnischen Bischofs, Alfons Nossol, nur durch die ökumenische Bewegung wieder zu einer neuen Identität finden. Man müsse wieder neu lernen, dass die slawisch-orthodoxe Welt gleichberechtigt zu den Säulen Europas gehört, so Nossol.

A M E R I K A

Kolumbien

Der Erzbischof von Santa Fe de Antioquia hat alle Katholiken aufgefordert, die hohe Zahl von Entführungen in ihrem Land nicht länger hinzunehmen. Keinesfalls dürften sie in derartige Fälle verstrickt werden oder Hinweise zurückhalten, die der Auflösung dienen könnten. Das erklärte Erzbischof Ignacio Gomez jetzt in einem Hirtenbrief. Kidnapping sei ein Angriff auf die Menschlichkeit. Die Provinz Antioquia im Zentrum von Kolumbien ist eine der reichsten Gegenden des Landes. Zugleich gibt es dort die meisten Entführungen. Vor allem Guerillagruppen nutzen Kidnapping als lukrative Einnahmequelle. Nachdem Vertreter von Kirche und Staat die Massenentführung schrf verurteilten, meldet sich jetzt auch der Vatikan zu Wort. Der Apostolische Stuhl sei befremdet über diese absurde Verletzung der Menschenrechte. Sie sei Gewalt gegen Menschen während des höchsten Aktes, der die Anbetung Gottes darstelle.

Brasilien

2.500 Feuerwaffen sind am 29.05. im Fussballstadion von Rio de Janeiro unbrauchbar gemacht worden. Die Aktion fand im Rahmen einer Kampagne der Stadt gegen Kriminalität und Waffenbesitz statt. Zahlreiche Organisationen der evangelischen Kirche unterstützten den Akt. Dieser soll um Unterstützung für einen Gesetzesvorschlag werben, der demnächst in dem Bundesstaat diskutiert werden soll. Darin ist das Verbot des Verkaufs von Waffen an Zivilisten vorgesehen. Auch auf nationaler Ebene werden derartige Gesetzesvorhaben untersucht.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Dienstag: Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Jugendmagazin"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag: "Sonntagsbetrachtung"

 

 

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

Tel.:0039 06 6988 4101, Fax: 0039 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,5. Juni 1999

top