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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Mittwoch 12. Mai bis Samstag, 15. Mai 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat seine Rumänienreise vom vergangenen Wochenende als Ereignis von historischer Tragweite bewertet. Bei der Generalaudienz am 12.05. dankte der Papst der göttlichen Vorsehung, die es Katholiken und Orthodoxen ermöglicht habe, am Ende des zweiten Jahrtausends diese bedeutende Geste auf dem Weg zur vollständigen Einheit der Kirche zu vollziehen.

Am 12.05. hat in Rom eine Grossveranstaltung caritativer Einrichtungen begonnen. Auf Einladung des Päpstlichen Rates " Cor Unum", wollen rund 150 Vertreter kirchlicher Hilfseinrichtungen aber auch Wissenschaftler und Politiker über die christlichen Wurzeln der Caritas nachdenken. Abschluss des Kongresses wird am 16.05. ein feierlicher Gottesdienst auf dem Petersplatz unter Leitung von Papst Johannes Paul II. sein, zu dem mehrere tausend freiwillige Helfer aus aller Welt erwartet werden.

Mit einer "Pfingst-Gebetswache" auf dem Petersplatz wird Papst Johannes Paul II. am Vorabend des Pfingstsonntags die von ihm 1995 angeregte "Stadtmission" der DIözese Rom beschließen. An dieser praktischen Vorbereitung der römischen Bevölkerung auf das Jubiläumsjahr 2000 haben sich über 13.000 Missionarinnen und Missionare, gläubige Laien und Ordensleute beteiligt.

Papst Johannes Paul II. hat den Kölner Kardinal, Joachim Meisner, zu seinem Sondergesandten für die Einweihung der Pfarrkirche von Astana in Kasachstan ernannt. Wie der vatikanische Pressesaal mitteilte, findet die Feier Ende Juni statt.

Die Mission ist für die Kirche von bleibender Bedeutung. Das betonte Papst Johannes Paul II. am 14.05. bei einer Begegnung mit den Direktoren der Päpstlichen Missionswerke aus rund 100 Ländern. Die Mission erwachse aus dem Bewusstsein der bedinungslosen Liebe Gottes. Johannes Paul II. erinnerte die Direktoren der Missionswerke an die universelle Dimension der Mission. Ihr Horizont sei die ganze Welt. Der Papst bedankte sich besonders bei den Missionaren, die unter Einsatz ihres Lebens ihren Auftrag erfüllten. Am gleichen Tag hatte Papst Johannes Paul II. bereits eine Delegation aus dem Irak in Privataudienz empfangen. Die vierköpfige Gruppe wurde von Patriarch Raphael Bidawid angeführt. Nach offiziellen Angaben wollte die Delegation mit dem Besuch ihren Dank darüber zum Ausdruck bringen, dass der Papst das Schicksalsweg des ganzen irakischen Volkes verfolge.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Kirche in Ostdeutschland braucht noch immer solidarische Hilfe. In einem Interview der Katholischen Nachrichtenagentur erklärte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Clemens Kathke, am 12.05., die Minderheitensituation der Gemeinden in der Diaspora habe sich in den letzten Jahren verschärft. Kathke verwies darauf, dass es in Ostdeutschland besonders einen baulichen Nachholbedarf gebe. So fehle es oft an geeigneten Gemeindezentren sowie Einrichtungen der Kinder - und Jugendhilfe.

Deutschland

Am 13.05. ist der 6. Welttag der katholischen Schulen begangen worden. Weltweit besuchen etwa 40 Millionen Schülerinnen und Schüler rund 400.000 katholische Schulen in freier Trägerschaft. In Deutschland sind es gut 1000 Schulen mit 330.000 Kindern und Jugendlichen. Den 6. Welttag - eine Initiative des Weltverbandes - nahm die Deutsche Bischofskonferenz zum Anlass, um daran zu erinnern, dass über den besonderen Auftrag und das Selbst-verständnis der katholischen Schulen nachgedacht wird. Der Welttag biete nach Ansicht des Vorsitzenden der Bischofs-kommission für Erziehung und Schule, Bischof Manfred Müller, die Gelegenheit, über das weltweite Bildungsengagement der Kirche zu informieren.

Österreich

Die Diskussion für und wider Religionsunterricht wird auch in Österreich geführt. Nachdem die Bildungsprecherin des Liberalen Forums, Maria Schaffenrath, den schulischen Religionsunterricht durch Pflichtethik ersetzt sehen will, meldete sich jetzt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände, Johannes Martinek, mit einem klaren "Ja" zu einem lebensnahen und glaubwürdigen Religionsunterricht zu Wort.

E U R O P A

Grossbritannien

Ein kleiner Schritt zur Einheit zwischen Katholiken und Anglikanern ist am 12.05. in Grossbritannien bekannt gemacht worden. Die gemischte Arbeitskommission legte ein Dokument vor, in dem der Wert der kirchlichen Autorität dargelegt wird. Nach dem Titel der Schrift ist sie ein Geschenk Gottes, weil die Kirche durch die Autorität in der Wahrheit des Evangeliums bewahrt wird. Das Dokument der gemischten Arcic-Kommission versucht eine Brücke zu schlagen zwischen den bisher sich widersprechenden Auffassungen der katholischen und der anglikanischen Kirche über das Papsttum und das Amt in der Kirche ganz allgemein. Fünf Jahre lang haben die Fachleute beider Kirchen daran gearbeitet und sie legen jetzt ihr Ergebnis in die Hände der jeweiligen kirchlichen Autorität, damit diese entscheidet, ob sie den Text als eine offizielle Erklärung ihrer Kirche annehmen kann.

Russland

Der Moskauer Patriarch, Alexj II., hat am 13.05. in einer Predigt zu einem Einvernehmen in der Gesellschaft aufgerufen. Ohne klar auf die Regierungskrise einzugehen, brachte der Patriarch seine Sorge über eine mögliche Konfrontation in der Gesellschaft und die wachsende Spannung im Land zum Ausdruck. Zum Ende das 2. Jahrtausends appellierte der orthodoxe Kirchenführer für einen Neubeginn im Sinne von Verständigung und Neuaufbau und nicht durch Zerstörung und Konfrontation.

Jugoslawien

In Belgrad tagt seit 13.05. die Vollversammlung der serbisch-orthodoxen Bischofskonferenz. Bis Ende nächster Woche beraten die orthodoxen Kirchenführer über den Kosovokrieg und die Folgen der NATO-Angriffe auf Jugoslawien. Zum Abschluss der Konferenz ist eine Botschaft zur Lage im Land angekündigt. Wie aus Kirchenkreisen zu erfahren war, wollen die Bischöfe an die jugoslawische Führung appellieren, mit Hilfe der diplomatischen Bemühungen Russlands, schnell einen Ausweg aus dem Krieg zu suchen. Die ungenügenden Bemühungen des Regimes in diese Richtung gefährdeten die Existenz des Volkes, hiess es. Beobachter erwarten, dass die Vollversammlung eine Delegation zu Gesprächen mit der Staatsführung entsenden wird, um auf ein rasche Friedenslösung zu drängen.

Frankreich

Erfahrungen europäischer Experten, die sich derzeit zum 17. Europäischen Treffen für das Erwachsenenkatechumenat in Paris versammelt haben, stellen europaweit eine Zunahme von Erwachsenentaufen fest. Im säkularisierten Frankreich hat die stets wachsende Zahl von erwachsenen Taufbewerbern dazu geführt, dass eine eigenen Form des Erwachsenenkatechuments entwickelt wurde. An dem Treffen nehmen Fachleute aus 14 Ländern teil.

Slowenien

In Laibach ist das Seligsprechungsverfahren für Erzbischof Anton Vovk eröffnet worden. Vovk hatte in der Zeit der Kirchenverfolgung durch das Titoregime ab 1945 die Diözese Laibach geleitet. Nach dem Tod seines Vorgängers, der im Exil in den USA lebte, wurde er 1959 offiziell zum Diözesanbischof von Laibach ernannt. Er starb 1963.

Polen

Die Bischöfe des Landes bereiten sich und ihre Gläubigen auf den Papstbesuch im Juni vor. In einem jetzt veröffentlichten Hirtenbrief bezeichnen die Bischöfe zwei Daten als die eigentlichen Höhepunkte des Papstbeusches: die 1000 Jahrfeier der Heiligsprechung Adalberts, sowie den 600. Todestag der heiligen Hedwig.

A S I E N

Libanon

Der Sekretär der Bischofssynode, Kardinal Jan Schotte, hat die katholischen Kirchen des Nahem Ostens aufgerufen, die Einheit untereinander zu suchen. Beim dem ersten Kongress der katholischen Patriarchen und Bischöfe der verschiedenen Riten bat er sie, der Frage nachzugehen, wie sie die bischöfliche Kollegialität besser leben könnten. Man dürfe nicht auf den utpoischen Tag warten, dass die katholische mit den altorienatlischen Kirchen wiedervereinigt sei.

Kardinal Francis Arinze hat bei der gleichen Gelegenheit die Notwenidgkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen betont. Beide Religionen müssten in der Wahrheit und in der Nächstenliebe das suchen, was sie vereine. Unterschiede müssten von beiden akzeptiert werden. Christen und Muslime sollten einen Weg der Zusammenarbeit finden zum Wohl ihrer selbst und der ganzen Menschenheit, so Kardinal Arinze.

Syrien

Der iranische Staatspräsident, Mohammad Kahatami, hat am 14.05. in Damaskus zum Dialog der Religionen aufgerufen. Vor den Spitzen der syrischen Politik und Kultur meinte der reformerische Politiker, der Islam könne ein Vorreiter in diesem Dialog sein. Er solle sich an den Wurzeln der drei Religionen inspirieren, die auf den Patriarchen Abraham zurückgehen. Kkatami rief seine muslimischen Glaubensgenossen auf, nicht nur gefühlsmässig auf die Globalisation der Erde zu reagieren. Denn der Islam sei eine rationale Religion. Nach Khatamis Überzeugung sollten auch die Muslime die Menschenrechte sowie die religiöse Verschiedenheit der Völker im Nahen Osten anerkennen. Jeder Mensch habe das Recht, frei seine Religion zu bestimmen.

Korea

Katholiken und Ptotestanten fordern duch Unterschriften, dass die Flüchtlinge aus dem Nordteil des Landes von der UNO rechtlich als solche anerkannt und nicht in die Heimat zurückgeschickt werden. Nach Angaben des vatikanischen Fidesdienstes sind es rund 300.000, darunter mindestens 20.000 Waisenkinder. Sie fliehen aufgrund der monatenlangen Hungersnot. Die Politik betrachtet die Flüchtlinge bisher als illegitime Einwanderer und sendet sie zurück.

Birma

Das Regime in Rangoon führt ethnische Säuberungen bei den Minderheiten der Kareen und Karenni durch. So nach Angaben des vatikanischen Fidesdienstes die Anklage von Christian Solidarity Worldwide. Soldaten brennen Häuser, ganze Dörfer und das Getreide nieder. Christen würden gezwungen, beim Bau von buddhistischen Tempeln mitzuarbeiten. Man befürchtet sogar, dass sie durch Folter zum Übetritt zum Buddhismus gezwungen würden.

Bangladesh

Eine asiatische Menschenrechtsorganisation jat jetzt eine Kampagne gegen Verstümmelung von Frauen durch Schwefelsäure gestartet. Nach ihren Angaben werden Ehefrauen vor allem in Bagladesh, die sich ihrem Mann widersetzen, auf diese Weise bestraft. Grund für die Strafe seien Ehestreitigkeiten oder Auseinandersetzungen wegen der Mitgift.

Indien

Rund 150 Leiter von katholischen Schulen und Erziehungsorganisationen haben kürzlich über die Angriffe gegen das katholische Unterrichtswesen diskutiert. Zum Ende ihrer Tagung erneuerten sie ihren Willen, einen Beitrag im Erziehungsbereich zu leisten. Katholische Erziehung sei immer auf spirituelle und moralische Werte ausgerichtet gewesen. Bildung sei ein Befreiungsprozess, an dem die Kirche festhalten wolle.

A F R I K A

Sudan

Die Regierung in Khartoum hat den Abriss von vier kirchlichen Schulen nahe der Hauptstadt angeordnet. Wie der Missionsnachrichtendienst MISNA am 13.05. berichtete, sind von der Massnahme rund 3000 Schüler betroffen. Die örtliche Bevölkerung reagierte mit einer Besetzung der Gebäude.

Ruanda

Staatspräsident Pasteur Bizimungo verlangt die Exilierung von Bischof Misago auch für den Fall, dass sich seine Unschuld herausstellen sollte. Gegenüber den Bischöfen Ruandas erklärte er dies vor wenigen Tagen laut vatikanischem Fidesdienst. Dieser meint, die Unschuld des Bischofs könnte sich in dem Prozess erweisen, der Staat aber wolle sich seiner entledigen.

Südafrika

Die Religionsführer des Landes sollen im Hinblick auf die im Juni stattfindenden Parlamentswahlen 10.000 Beobachter ernennen, die die korrekte Abwicklung des Wahlverlaufs garantieren sollen. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, Wahlbetrug und eventuelle Einschüchterungsversuche aufzudecken. An der interreligiösen Aktion beteiligen sich neben der katholischen Kirche und dem Rat der Südafrikanischen Kirchen auch Juden, Muslime und Hindus.

A M E R I K A

Lateinamerika

Der lateinamerikanische Bischofsrat CELAM hat am 14.05. eine Erklärung zum Eintritt ins nächste Jahrtausend verabschiedet. Es sei inhuman, in das neue Millenium mit den Problemen der Armut und der bewaffneten Konflikte einzutreten. Diese bedrohten die Sicherheit in verschiedenen Teilen der Erde. Der neugewählte Celam-Präsident erklärte gegenüber der Presse, die katholische Kirche antworte auf das wirtschaftliche Zusammenwachsen der Welt mit der Globalisierung der Solidarität. Das Problem der Armut sei durch Wirtschaftsglobalisierung nicht gelöst worden. Ihre Folgen seien Armut und Gewalt.

Vereinigte Staaten

Die christliche Medizinervereinigung hat scharf gegen die geplante Einführung der Euthanasie im Bundesstaat Kalifornien protestiert. Gefordert sei vielmehr eine Gesetzgebung, die Schmerztherapien und Hospize fördere, so die Organisation in einem Appell an die Abgeordneten Kaliforniens.

 

 

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Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Sonntag:" Menschen in der Zeit"

Montag:" Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Radioakademie"

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Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Dienstag,18.Mai 1999

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