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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 25. April bis Mittwoch, 28. April 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 25.04. 31 Diakone zu Priestern geweiht. Er folgte damit seiner Tradition, wonach er am Sonntag des guten Hirten die Priesterweihe spendet. Etwa die Hälfte der Neugeweihten gehören zur Gemeinschaft des neo-katechumenalen Weges. Alle studieren derzeit noch in römischen Seminarien und Hochschulen. Sie stammen aus Italien, Polen, Brasilien, Chile und Mexiko, bleiben aber im Dienst der Diözese Rom.
Der Papst würdigte beim Regina-Coeli-Gebet auf dem Petersplatz ferner die Arbeit kirchlicher Hilfswerke und aller ehrenamtlichen Helfern.
Angesichts der Kriege und Leiden in aller Welt würden die Werke der Nächstenliebe immer dringender. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an das internationale Treffen ehrenamtlicher Mitarbeiter der Kirche im Bereich der Caritas, der im Mai stattfindet und das er selbst abschliessen wird.
Zudem hat Papst Johannes Paul II. in seiner Botschaft zum Welttag der geistlichen Berufe darauf hingewiesen, dass die heutige Zeit in ihrer Suche nach dem Sakralen Heilige braucht. Heutige Menschen verlangten nach Personen, die in ihrer Existenz den Primat Gottes leben und seine liebevolle Gegenwart greifbar machen. In diesem Jahr wird der Welttag für geistliche Berufe zum 36. Mal begangen.

Am 26.04. hat Papst Johannes Paul II. den israelischen Aussenminister, Ariel Sharon, in Audienz empfangen. Dabei standen der Friedensprozess im Nahen Osten und die Auseinandersetzung um den Bau einer Moschee in Nazareth im Mittelpunkt der Unterredung. Der Aussenminister lud den Papst erneut zu einem Besuch im Heiligen Land ein. Anschliessend an das Treffen mit Johannes Paul II. sprach Sharon auch mit Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano und dem vatikanischen Aussenminister, Erzbischof Jean-Louis Tauran.

Am 26.04. haben sich die Bischöfe von Äthiopien und Eritrea, die eine gemeinsame Bischofskonferenz bilden, zu ihrer Vollversammlung im Vatikan getroffen. Bei ihrem aussergewöhnlichen Treffen im äthiopischen Kolleg im Vatikan haben die Würdenträger einen Friedensappell an ihre Heimatländer lanciert. Die beiden Brüderländer bekriegen sich seit elf Monaten unter dramatischen Folgen. Wie der apostolische Vikar von Awasa in Äthiopien, vor der Konferenz sagte, hofft man zumindest, die Einheit der Kirche zu erhalten. Unterdessen ist der UNO-Beauftragte für Afrika in Europa unterwegs, um eine Friedenslösung zu suchen. Die Situation der Flüchtlinge verschlimmert sich indes von Tag zu Tag.

Auch Papst Johannes Paul II. hat die Bischöfe und Gläubigen in Eritrea und Äthiopien aufgerufen, sich engagiert für Frieden und Dialog in ihren Ländern einzusetzen. In einer Botschaft an die Bischöfe der beiden Länder beklagte der Papst, der Krieg bringe nichts anderes als Tragödien und zerstörte Leben und Besitz. Jede Alternative zum Krieg müsse mit Nachdruck verfolgt werden, so Johannes Paul II.

Der Präsident der Päpstlichen Caritas, Erzbischof Paul-Josef Cordes, hat nach seiner Reise auf den Balkan erklärt, dass die Mazedonier grosse Angst vor den Kosovoflüchtlingen haben. Man müsse sie daher ausserordentlich stark an ihre christliche Verpflichtung erinnern, andernfalls würden sie ihr Land verschliessen. Die Albaner verhielten sich gegenüber den Vertriebenen wesentlich aufgeschlossener. Er habe den mazedonischen Vice-Aussenminister an seine Hilfspflicht erinnert und sei verstanden worden.

Die Regierung in Mazedonien hat der katholischen Kirche für ihren Einsatz für die Kosovoflüchtlinge gedankt. Wie vom Päpstlichen Rat "Cor Ununm" mitgeteilt wurde, befinden sich etwa 130.000 Flüchtlinge in Mazedonien, die teilweise in Lagern, teilweise bei Familienangehörigen Unterschlupf suchen. Man rechnet damit, dass es weitere 40.000 nichtregistrierte Flüchtlinge gibt.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Zentralrat der Muslime, ZMD, hat jetzt einen Lehrplan für Islamunterricht an öffentlichen Schulen vorgelegt. Der ZMD-Vorsitzende, Nadeem Elyas, erklärte am 26.04. in Düsseldorf, das Kurrikulum für Grundschulen solle als Muster für die Einführung von muslimischem Religionsunterricht in ganz Deutschland gelten. Unterdessen hiess es vom Verband Bildung und Erziehung, er halte einen allgemeingültigen islamischen Religionsunterricht aus rechtlichen Gründen, für nicht möglich.

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, sieht in Stiftungen die Chance, Zukunft kreativ mitzugestalten. Stiftungen wollen nicht nur reparieren, sondern Neues fördern und gestalten, schreibt Bischof Lehmann in einem am 27.04. veröffentlichten Beitrag. Auch die Kirchen wollen den Grundgedanken des Stiftens erneuern. Um interessierten Stiftungsgründern zu helfen, sei daher vor wenigen Wochen das Zentralinstitut für kirchliche Stiftungen in Mainz eingerichtet worden, so Lehmann.
http://www.kath.de/bistum/mainz/texte/zks/zks-index.htm

 

 

Deutschland

Der Europarat ist 50 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass fand am 27.04. in Strassburg ein ökumenischer Gottesdienst statt. In seiner Predigt würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Lehmann, den Europarat als "demokratisches Gewissen" Europas. Die weitere Einigung Europas könne nach Worten nach Lehmanns nur auf einer gemeinsamen Basis rechtlicher und ethischer Grundwerte erfolgen. Das machten der Krieg im Kosovo und das Leid der Vertriebenen besonders deutlich. Lehmann, der auch Vizepräsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen ist,erklärte, dass Europarat auch jene Staaten näher an die Demokratie heranführe, die der Europäischen Union oder der NATO noch nicht beitreten könnten.
http://www.kath.de/sdbk/presse/pm1999/pm1999042701.html

Österreich

Die Bischöfe des Landes wünschen ein Volksbegehren zur Rettung der Sonn-und Feiertagskultur. Am 26.04. wurde in Salzburg bekanntgegeben, dass eine bischöfliche Arbeitsgruppe einen entsprchenden Vorschlag der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Österreichs, unterstützt. Ein Referendum müsse allerdings gut vorbereitet sein, hiess es dazu, da ein Ausgleich zu finden sei, zwischen der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und einer Feierkultur.

Österreich

Angesichts der dramatischen Situation der Kosovoflüchtlinge hat der Wiener-Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, die Bundesregierung aufgefordert, Kosovo-Albaner aufzunehmen, die Angehörige in Österreich haben. Dabei verurteilte er das Vorgehen, von Menschen, denen auf der Flucht alle Papiere abgenommen wurden, gerade diese für die Gewährung eines Einreisevisums zu verlangen.

Österreich

Zu einem ökumenischen Friedensgebet für Europa am 2. Mai im Linzer Dom lädt Bischof Maximilian Aichern, ein. Die Veranstaltung wird auch von der Katholischen Aktion, von der Friedensbewegung Pax Christi und Vertretern aller anderen christlichen Konfessionen mitgetragen.

E U R O P A

Russland

Patriarch Alexij II. hat am 24. 04. die NATO-Angriffe auf Jugoslawien als verbrecherische Handlungen bezeichnet. Bei einer Kircheneinweihung in Moskau sagte er, die Opfer des Konfliktes - unter ihnen auch die Orthodoxen - litten ungeheuer. Es sei seine Pflicht aller orthodoxen Schwesterkirchen, ihre Stimme zur Verteidigung der Leidenden zu erheben.

Grossbritannien

Erstmals seit 200 Jahren dürfen bald anglikanische und katholische Geistliche ins Londoner Parlament gewählt werden. Wie die britische Presse berichtet, bereite das Innenministerium ein entsprechendes Gesetz vor. Es soll zeitgerecht fertig werden, dass bei den Unterhauswahlen im Jahr 2002 Geistliche das Gesetz nutzen können.

Nordirland

Die vier christlichen Kirchenführer der Region haben dazu aufgerufen, zum Jahr 2000 die Bemühungen um den Frieden zu verstärken. Das erklärten sie am 28.04 in Belfast bei der Vorstellung einer Werbekampagne zur Förderung des Christentums. Mit der Kampgne wollen die christlichen Kirchen den Menschen die wirkliche Bedeutung des Jubeljahres nahebringen.

Jugoslawien

Der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, Kardinal Miloslav Vlk, hat in einem am 26.04. veröffentlichten Friedensappell die Vertreibung der Kosovo-Albaner als Verbrechen verurteilt. Mit Sorge und Trauer beobachten der Rat der katholischen Bischofskonferenzen und alle Christen, dass der albanische Bevölkerungsteil des Kosovo immer noch entsetzliche Drangsale erleiden muss. Kardinal Vlk stellte fest, dass weder Friedenssappelle der Kirche gehört worden seien, noch diplomatische Lösungsversuche des Krieges Erfolg gehabt hätten. Grosse Hoffnung setzt Vlk in die Vermittlungsbemühungen der Vereinten Nationen und russischer Politiker.

A F R I K A

Ruanda

In einem Hirtenbrief, der am 25.04. in allen Kirchen des zentralafrikanischen Landes verlesen wurde, fordern die Oberhirten die umgehende Freilassung von Bischof Augustin Misago. Sie berufen sich dabei auf seine schwache Gesundheit, er leide an Bluthochdruck. Misago war am 14. April wegen des Vorwurfs verhaftet worden, er habe aktiv am Massenmord vor fünf Jahren mitgewirkt.

A M E R I K A

Karibik

Die Bischöfe der Region wollen im Streit um den Bananenhandel zwischen den USA und den karibischen Ländern vermitteln. Dazu wollen sie Kontakt mit den US-amerikanischen Bischöfen aufnehmen. Hintergrund ist eine Auseinandersetzung über unterschiedliche Einfuhrzölle für Bananen in Europa. Die Europäische Union räumt bisher Bananen aus der Karibik und Afrika Vorteile beim Import ein. Dagegen haben die USA und fünf lateinamerikanische Länder protestiert und mit Strafzöllen gedroht.

Guatemala

Am 25.04. hat die katholische Kirche des Landes in besonderer Weise des ermordeten Weihbischof, Juan Gerardi, gedacht. Der Kirchenmann war am 26.04. des vergangenen Jahres ermordet worden, kurz nachdem er einen Bericht über die Morde während des Bürgerkriges veröffentlicht hatte. Der Erzbischof der Hauptstadt, Prospero Penados, feierte am 25.04. in der Bischofskirche einen Gedenkgottesdienst für den Mann, den viele in Guatemala schon für einen Märtyrer halten. Derweil haben internationale Organisationen sowie Regierungsvertreter der Vereinigten Staaten am 27.04. das schleppende Verfahren im Mordfall von Weihbischof Juan Gerardi, kritisiert. Eine Abordnung der Europäischen Union, die sich derzeit in Guatemala aufhält, forderte gegenüber der Regierung von Alvaro Arzu ausserdem die Zusicherung, dass Erzbischof Prospero Penados und Bischof Mario Rios Mont unter besonderen Schutz gestellt würden.

Vereinigte Staaten

Nach Überzeugung des Erzbischofs von Denver geht die Gewalttat von Littleton auf die Gewaltverherrlichung in den Medien zurück. In der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" schrieb der katholische Bischof jetzt:" Wir können nicht systematisch Ungeborene,Wehrlose und Häftlinge töten, wir können nicht die Brutalität der Unterhaltung glorifizieren und gleichzeitig hoffen, dass unsere Kinder auf Anbau einer Kultur des Lebens mitwirken."

Vereinigte Staaten

Wer regelmässig zur Kirche geht, lebt länger. Das geht aus einer Studie "Religionsausübung und Sterberate bei Erwachsenen " in der US-Zeitschrift "Demography". Danach werden nicht-Kirchgänger lediglich 75 Jahre alt, während Personen, die jeden Sonntag einen Gottesdienst besuchen, 82 Jahre alt.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag: "Sonntagsbetrachtung" und Rosenkranzgebet

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

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World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,1.Mai 1999

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