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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 15. April bis Samstag, 17. April 1999.

V A T I K A N

Am 18.04. wird Papst Johannes Paul II. drei Selige heilig sprechen. es handelt sich um den Gründer der Maristen-Schulbrüder, Marcel Champagnat, um den Priester Giovanni Calabria, der in seiner Heimat Verona ausserordentlich in der Seelsorge und der Caritas arbeitete, sowie die Ordensfrau Agostina Pietrantoni, die von einem Geisteskranken ermordet wurde, weil sie sich wegen Vergewaltigung wehrte. Radio Vatikan überträgt die Feier vom Petersplatz am 18.04. ab 10.00 Uhr auf den üblichen Wellenlängen, aber ohne deutschen Kommentar.

Papst Johannes Paul II. hat zwei neue Weihbischöfe für Deutschland bestimmt. Der Münsteraner Generalvikar, Werner Thissen, wurde zum Weihbischof in der westfälischen Diözese ernannt. Felic Genn, zuletzt Leiter des St. Albert-Seminars in Burg Lantershofen, wird neuer Weihbischof in Trier.

Am 15.04. ist der Plan für die 13-tägige Papstreise nach Polen im kommenden Juni bekanntgegeben worden. Papst Johannes Paul II. wird dabei neben anderen Selig-und Heiligsprechungen auch mehr als einhundert herausragende Christen seligsprechen, die von den Nationalsozialisten ihres Glaubens wegen ermordet wurden. Seliggesprochen wird auch die deutsche Ordensfrau, Regina Protmann, die im ehemaligen Ostpreussen. Der Papst wird ferner vor dem polnischen Parlament und Universtitätsrektoren sprechen.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die beiden grossen Kirchen werden gemeinsam die Woche für das Leben" veranstalten. Sie findet in diesem Jahr vom 2. bis 8. Mai statt. Themenschwerpunkt ist die Schöpfung. Ihre Bewahrung und der Umweltschutz sind nach Ansicht des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, Aufgabe jedes einzelnen.

Deutschland

Der Limburger Weihbischof und Vertriebenen-Beauftrage der Bischofskonferenz Gerhard Pieschl hat dazu aufgerufen, alles für die Rückkehr der Albaner zu tun, die aus dem Kosovo vertrieben wurden. Nur dann merke Präsident Milosevic, dass sich Vertreibung nicht lohne. Pieschl betonte, es müsse verhindert werden, dass durch die Zeitabläufe aus dem Unrecht der Vertreibung, Recht werde. Er beklagte, dass die Haltung der europäischen Staaten gegenüber der Vertreibung als politisches Mittel bis heute nicht eindeutig sei. Deshalb sei die Warnung der Europäer für Milosevic wohl nicht glaubwürdig gewesen.

Deutschland

Eine neue Zielrichtung religiöser Erziehung hat der Pastoraltheologe, Paul Zulehner, gefordert. Die Kirche müsse vor allem die Eltern unterstützen, die dem Glauben distanziert gegenüber stehen, aber ihren Kindern den Zugang zur christlichen Tradition ermöglichen wollen. Bei einer Tagung des Katholischen Deutschen Frauenbundes, berichtete Zulehner über eine Beobachtung in der 68er-Generation. Viele erlebten die Befreiung von Religion und Kirche heute als Verlust. Oft sähen sie zwar für sich selbst keine Zukunft mehr in der Kirche, hätten aber grosses Interesse an einer religiösen Erziehng der Kinder.

Deutschland

Die Bischofskonferenz hat die Entführer des kolumbianischen Verkehrsflugzeuges aufgefordert, ihre Opfer sofort freizulassen. Dabei erinnert die Konferenz an die im vergangenen Jahr in Würzburg geführten Gespräche zwischen Vertretern der kolumbianischen Zivilgesellschaft und der Rebellenorganisation "Nationales Befreiungsheer". Dort hatten sich die Rebellen auf eine " Humanisierung" des Krieges verpflichtet.

Deutschland

Die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer haben erstmals über eine mögliche Reform der Kirchensteuer beraten. Die Staatskanzlei in Mainz bestätigte am 16.04., dass auf Anregung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, Kurt Beck, ein Meinungsaustausch stattgefunden habe. Auch mit Vertretern der Kirchen soll weiter über das Thema beraten werden, so die Staatskanzlei.

Deutschland

Der Familienbund der Deutschen Katholiken hat mögliche Kürzungen des Bundeserziehungsfeldes zur Finanzierung des neuzuregelnden Familienlastenausgleichs kritisiert. Derartige Überlegungen des Bundesfinanzministeriums seinen "kontraproduktiv und verhängnisvoll" für die Familien, da das Erziehungsgeld zugleich Lohnersatz für werktätige Mütter sei. Das betonte der Familienbund am 16.04 in Bonn.

Österreich

Die Aktholische Aktion Österreich hat gefordert auch Hilfsprojekte für serbische Opfer des Kovokrieges zu unterstützen. Dies solle ein Zeichen sein, dass Hilfe keine Parteinahme kennt, heisst es in einer Stellungnahme die am 16.04. in Wien veröffentlicht wurde. Die Katholische Aktion forderte die Religionsführer auf, ihre Stimme für eine Friedenslösung im Kosovo laut und beharrlich zu erheben

Österreich

In Wien findet am 17.04. der "Nachbar-in-Not-Benefiztag" des österreichischen Rundfunks statt. Daran werden unter anderem Kardinal Christoph Schönborn, der Wiener griechisch-orthodoxe Metroplit, Michael Staikos , sowie Vertreter der protestantischen, der altkatholischen und der armenisch-orthodoxen Kirche teilnehmen.

E U R O P A

Russland

Der orthodoxe Patriarch, Alexij II., hat eine eigene Friedensmission angekündigt. Nach Informationen der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS wird Alexij II. am 19.04. nach Belgrad reisen. Dort seien Gespräche mit dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Pavle sowie mit Präsident Slobodan Milosevic geplant. Patriarch Alexij hatte mehrfach die NATO-Bombardements verurteilt und die Gläubigen in Russland aufgefordert, für ihre serbischen Brüder zu beten.

Jugoslawien

Eine ökumenische Delegation des Weltkirchenrates, der Konferenz EUropäischer Kirchen und des Lutherischen Weltbundes hält sich derzeit in Jugoslawien auf. Wie am 16.04. erklärt wurde, soll mit dem Besuch die Solidarität mit den Schwesterkirchen zum Ausdruck gebarcht werden. Die Gruppe wird mit Vertretern der serbisch-orthodoxen, sowie mehreren protestantischen Kirchen zusammentreffen.

Rumänien

Die orthodoxe Kirche wird eine Hilfskation für die "Brüder in Jugoslawien" starten. Die Hilfsmittel sollen vom Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche verteilt werden, der sie an die Bedürftigen verteilen soll. In einem Appell an die Gläubigen erklärte Patriarch Teoctist, mit der Hilfe könne man das Leid etwas vermindern, auch wenn es sich nur um bescheidene Hilfe handelt.

Grossbritannien

Kardinal Basil Hume ist schwer an Krebs erkrankt. Das gab ein Mitarbeiter des Primas am 17.04. bekannt. An seine Mitbrüder habe Hume einen Brief geschrieben, dass er weiterarbeiten werde, so normal und so lange er könne. Hume ist 23 Jahren Erzbischof von Westminster.

A S I E N

Korea

Missionare haben in einer Stadt im Süden des Landes ein Zentrum für den interreligiösen Dialog eröffnet. Die sogenannte " Quelle des Trostes" wurde am 5.04. eingeweiht. Die Einrichtung soll das gegenseitige Verständnis der verschiedenen Religionen fördern. Ausserdem wolle man Informationen über die Bedeutung des interreligiösen Dialoges liefern, so der Leiter des Zentrums.

Korea

Die buddhistischen Führer aus Nord-und Südkorea wollen ein gemeinsames Gebet für die friedliche Wiedervereinigung ihrer Länder verfassen. Das Gebet soll am 22.05., dem Geburtstag Buddhas, gesprochen werden.

A F R I K A

Ruanda

Am 14.04. ist in Ruanda ein Bischof unter der Anklage verhaftet worden, er habe sich aktiv am Völkermord vor 5 Jahren beteiligt. Es handelt sich um den 56-jährigen Bischof, Augustin Misago, von Gikongoro im Südwesten Ruandas, der sich seit 1992 durch seinen seelsorglichen Eifer ausgezeichnet hat. Ein konkreter Vorwurf lautet, er habe eine Gruppe von 20 Mädchen mordenden Hutu-Banden überlassen.

Der Vatikan hat die Verhaftung von Bischof Augustin Misago scharf verurteilt. Es handele sich dabei um eine tiefgreifende Störung zwischen Ruanda und dem Apostolischen Stuhl, hiess es in einer Erklärung am 15.04. Man hoffe, dass die Unschuld des Bischofs bald bewiesen werde. Die Verhaftung Misagos hat in Ruanda verbreitete Kritik hervorgerufen. Acht ruandische Bischöfe haben die sofortige Freilassung des Mitbruders gefordert. In einem Brief an die Gerichtshoheit in Kigali sagten sie zu, dass sich Bischof Misago der Justiz stellen werde.

Bischof Misago hatte erst in einem Brief vom 9.04. dieses Jahres zu den Vorwürfen von Präsident Pasteur Bizimungu, Stellung genommen. Darin wies er den Vorwurf zurück, er habe sich durch sein Stillschweigen am Genozid mitschuldig gemacht. Nach Ansicht von Misago handelt es sich dabei um eine Verleumdungskampagne gewisser journalistischer Kreise, die sich das derzeit herrschende Klima zunutze machten.

Kongo-Brazzaville

Der Bischof von Kinkala und Vorsitzende der Bischofskonferenz, Anatole Milandou, hat den Einsatz einer internationalen Friedenstruppe gefordert. Der Bischof erläuterte gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur, dass vielleicht so der Konflikt in Kongo-Brazzaville beigelegt werden könne. Gleichzeitig rief er die Streitparteien zum Dialog auf und betonte, dass die französische Regierung Druck ausüben müsse, so der Bischof.

A M E R I K A

Brasilien

In der kommenden Woche findet die " Woche der indigenen Völker " statt. Sie wird vom indigenen Missionsrat CIMI organisiert. Dieser setzt sich seit 30 Jahren für die Rechte der Einheimischen ein. Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto:" Indigene Völker: Quelle der Weisheit." " Die Weissen können von den Einheimischen vieles lernen. Vielleicht könnte so die Welt gerettet werden". Das erklärte ein einheimischer Brasilianer des Stammes Guarani Kaiowa. Er betonte aber auch, dass sich nicht nur die Denkweise der Personen , sondern vor allem auch deren Herz ändern müsse.

Brasilien/Argentinien

Die Bischofskonferenzen beider Länder haben unabhängig voneinander iher Regierungen scharf kritisiert. Sie täten nichts, um die Kluft zwischen Reichen und Armen zu überwinden. Die soziale Sicherheit sei durch Ungerechtigkeit gefährdet.

V E R E I N T E N A T I O N E N

Der Vertreter des Apostolischen Stuhles hat einen besseren Schutz der Kinder vor Zwangsprostitution und aktivem Kriegsdienst gefordert. Vor der UNO-Menschenrechtskommission forderte Erzbischof Giuseppe Bertello,in diesen Tagen in Genf, eine rasche Fertigstellung der enstprechenden Zusatzprotokolle. Sie sollten vor dem 10. Jahrestag der Kinderrechtskonvention am 10. November angenommen werden.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"

Sonntag:" Menschen in der Zeit"

Montag:" Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Radioakademie"

Mittwoch:" Römische Woche"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

Tel.:00396 06 6988 4101, Fax: 00396 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten :

Mittwoch,21.04.1999

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