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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 8. April bis Samstag, 10. April 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 8.04. den Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Walter Kasper, in Privataudienz empfangen. Es war die erste Unterredung des Papstes mit dem künftigen Sekretär des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen. Bei den Gesprächen ging es um seine neue Aufgabe als Sektretär des Päpstlichen Einheitsrates. Gegenüber Radio Vatikan erklärte Kasper, dass sowohl Papst Johannes Paul II. als auch Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano betont hätten, wie wichtig ihnen die Ökumene und die Annäherung der christlichen Kirche ist. Sie sei eine bedeutende Aufgabe der Kirche für das dritte Jahrtausend.

Im Kosovokonflikt ist der Vatikan weiterhin bemüht, zu einem baldigen Ende der Bombardements beizutragen. Man stehe nach wie vor mit allen Regierungen in Kontakt, die am Konflikt beteiligt sind. Das geht aus einer Mitteilung des vatikanischen Pressesaales vom 10.04. hervor. Darin wird zugleich dementiert, dass die Gemeinschaft von St. Egidio im Auftrag des Vatikan in Belgrad verhandle.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der neue hessische Ministerpräsident, Roland Koch, will sich für die Kirchen stark machen. Das erklärte er am 8.04. in einem Interview gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur. Der politische Neubeginn in Hessen nach acht Jahren rot-grüner Regierungsverantwortung bringt laut Koch auch die Chance zu einem neuen Miteinander von Kirche und Staat. Er werde alles tun, um zu einem fruchtbaren Dialog beizutragen. Koch unterstrich, der Beitrag der Kirchen zur Gestaltung der Gesellschaft bleibe auch in Zukunft unverzichtbar.

Deutschland

Die Bundesregierung registriert eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Kosovo. Zahlreiche Menschen hätten sich bereits gemeldet, um Vertriebene in ihrer Familie aufzunehmen. Das sagte die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesinnenminister, Cornelia Sonntag Wolgast, am 8.04. im Südwestrundfunk. Wie Sonntag Wolgast weiter ausführte, wollten sich Bund und Länder die Kosten für die Versorgung der Flüchtlinge teilen, deren Aufnahme die Bundesregierung zugesagt habe.

Deutschland

Kardinal Joseph Ratzinger geht davon aus, dass die Erklärung der evangelischen und katholischen Kirchen zur Rechtfertigungslehre noch in diesem Jahr unterzeichnet wird. Das erklärte der Präfekt der Glaubenskongregation in einem Interview der Hamburger Wochenzeitung "Welt am Sonntag" , das am 10.04. vorab veröffentlicht wurde. Nach Ansicht Ratzingers verbindet die katholische Kirche vieles mit der Lehre Martin Luthers. Luther sei ein Lehrer, der trotz allem, was wir nicht annehmen konnten und zum Teil nicht annehmen können, uns allen etwas gegeben hat, so Ratzinger.

Deutschland

Die Katholische Erziehungsgemeinschaft, KEG, hält den Religionsunterricht an Schulen für unverzichtbar. Jugendliche dürften nicht um eine wesentliche Dimension menschlichen Lebens betrogen werden, indem man ihnen die Frage nach Gott vorenthalte, erklärte der KEG-Bundesvorsitzende am 7.04. in München. Der Verband sprach sich gleichzeitig gegen Vorschläge aus, den Religionsunterricht durch ein allgemein religionskundliches Fach zu ersetzen, dessen Inhalte auf Ethik reduziert und vom Staat definiert würden.

Österreich

Das neue Europa barucht einen gemeinsamen Grundrechtsstandart. Das betonte der frühere Bundespräsident, Herbert Schambeck, bei einer internationalem Konferenz zum Thema die "Würde des Menschen" im polnischen Breslau. Die Anereknnung gemeinsamer Grundrechte müsse Voraussetzung sein für die Aufnahme in den Europarat und die Europäische Union.

E U R O P A

Jugoslawien

Der Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche, Pavle, hat die NATO-Angriffe erneut als "brutal" verurteilt. In seiner Botschaft zum orthodoxen Osterfest erklärte der Patriarch, die NATO-Einsätze seien moralisch verwerflich. Die Angriffe würden dem serbischen Volk und den ethnischen Gemeinschaften im Kosovo nur neues Leid bringen, so Pavle.

Jugoslawien

Am orthodoxen Karfreitag fanden nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur "Kathpress" in allen Belgrader Kirchen Gottesdienste statt. Patriarch Pavle zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass die Behörden die öffentlichen Proteskonzerte und Kundgebungen gegen die NATO-Angriffe nicht abgesagt haben. Der Patriarch hatte die Veranstltungen als unziemlich kritisiert - vor allem während der Kar - und Ostertage.

Spanien

Der Präsident des Päpstlichen Rates für Soziale Kommunikationsmittel, Erzbischof John Foley, hat am 8.04. dazu aufgerufen, den christlichen Glauben verstärkt in die Sprache der modernen Medien zu übersetzen. Foley eröffnete am 8.04. in Montserrat einen Kongress von Kirchenvertetern unter dem Titel "Das Evangelium in der Informationgesellschaft verkünden". Das geistliche Erbe Europas müsse von den Kommunikationsmitteln der Kirche besonders betont werden, so Foley weiter. Ein geeintes Europa dürfe nicht allein auf materiellen Vorteilen basieren.

Frankreich

Das Gesetz zur Gleichstellung nichtehelicher Lebensgemeinschaften ist am 7.04. in der Nationalversammlung von der linken Mehrheit erneut gebilligt worden. In dem Gesetz, das im Herbst endgültig in Kraft treten soll, wird festgeschrieben, dass die vorgesehenen Vergünstigungen für zwei zusammenlebende Erwachsene verschiedenen oder gleichen Geschlechts gelten soll. Für die französischen Bischöfe , die den Gesetzentwurf wiederholt verurteilt hatten, steht besonders die Zukunft der Kinder auf dem Spiel:Neue Forderungen, etwa nach der Adoption von Kindern durch Homosexuelle oder nach künstlicher Befruchtung seien unausweichlich.

Grossbritannien

Für den Primas der anglikanischen Kirche und Erzbischof von Canterbury, George Carey, stellen gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und die Frauenordination eine weltweite Bedrohung der anglikanischen Einheit dar. Wie er dazu am 8.04. betonte, sollten die einzelnen Diözesen in diesen Fällen keine eigenen Entscheidungen treffen, sondern davor erst die Entscheidungen der Gemeinschaft abwarten.

A S I E N

Ost-Timor

Die Situation in Ost-Timor bleibt prekär. Nach den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen proindonesischen Milizen und Befürwortern der Unabhängigkeit Ost-Timors, droht jetzt dem erst vor wenigen Wochen aus der Haft in den Hausarrest überführten Freiheitskämpfer, Xanana Gusmao, wieder das Gefängnis. Der indonesische Justizminister Muladi erklärte am 9.04., dass er Gusmao wieder inhaftieren lasse, wenn dieser nicht seinen Aufruf zum bewaffneten Widerstand gegen die indonesischen Militärs wiederrufe. Schriftlich und binnen einer Woche. Bereits am 8.04. hatte Gusmao seinen Aufruf relativiert: er habe sich lediglich Sorgen um die Sicherheit seiner Landsleute gemacht. Indessen gehen die Untersuchungen um das Massaker in der Kirche von Liquisa weiter. Indonesien hat nach Angaben der Vereinten Nationen positiv auf die Forderungen reagiert, eine UNO-Kommission mit der Untersuchung des Massakers zu beauftragen. Derweil erklärte in Liquisa ein katholischer Priester, dass die indonesischen Sicherheitskräfte Urheber des Massakers gewesen seien.

A F R I K A

Sierra Leone

Der im Februar von Rebellen entführte italienische Missionspater, Vittorio Mosele, ist wieder frei. Nach Angaben des Bischofs von Makeni, Giorgio Biguzzi, befindet sich der Missionar in einem Ort an der Grenze zu Guinea, von wo aus er seine Missionstation in Kambia erreichen will.

A M E R I K A

Chile

Am 10.04. ist Alter von 91 Jahren der frühere Erzbischof von Santiago, Kardinal Silva Henriquez, gestorben. Papst Johannes Paul II. würdigte ihn in einem Beileidstelegramm als einen eifrigen Hirten , der versucht habe, die Kirche im Sinne des II. Vatikanums zu gestalten. In Chile gilt Kardinal Henriquez als Verteidiger der Menschenrechte zur Zeit der Diktatur in dem lateinamerikanischen Land.

Vereinigte Staaten

Die katholischen Schulen sind immer gefragter. Das berichtete der Nationale Katholische Erziehungsverband der USA am 8.04. in New Orleans. Bereits die Hälfte der katholischen Bildungseinrichtungen hätten lange Wartelisten, so der Vorsitzende des Verbandes. Dieser führte das steigende Interesse auf den Wunsch der Eltern zurück, ihren Kindern Werte und eine qualitativ hochstehende Ausbildung vermitteln zu wollen.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Wochenkommentar" und "Sonntagsbetrachtung"
Sonntag:" Sie schreiben-wir antworten"
Montag:"Weltkirchen-Magazin"
Dienstag:"Radioakademie"
Mittwoch:"Römische Woche"

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täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

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Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

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Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Mittwoch, 14.April 1999

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