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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 21. März bis Mittwoch, 24. März 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat nach dem Angelusgebet am Sonntag, 21.3. mit einem eindringlichen Appell zum Frieden im Kosovo aufgerufen. Er rief die Christen auf, für die Menschen im Kosovo zu beten. Johannes Paul II. erinnerte daran, dass die Völker der Region nach ihrem langen Kreuzweg des Leidens Lösungen für die Zukunft erwarteten, die Geschichte und Recht respektierten. Ferner forderte er die Verantwortlichen der Völkergemeinschaft auf, Initiativen zu ergreifen, die sich am wahren Gemeinwohl orientieren.

Papst Johannes Paul II. hat während der Generalaudienz am 24.03. erneut alle Gläubigen zum Gebet für den Frieden aufgerufen. Wegen der Entwicklung im Kosovo und der geplanten Luftangriffe von italienischem Gebiet aus, hat der russisch-orthodoxe Metropolit, Kyrill, einen für den 25.03. geplanten Besuch im Vatikan abgesagt.

Anlässlich des Besuches des chinesischen Staatsoberhauptes Jiang Zemin in Italien, fand in diesen Tagen ein indirekter Dialog zwischen dem Reich der Mitte und dem Vatikan statt. So hat der Verantwortliche für die vatikanischen Aussenbeziehungen, Erzbischof Jean Louis Tauran, am 22.03. in einem Interview das Interesse des Apostolischen Stuhles bekundet, mit China über diplomatische Beziehungen zu sprechen. Er antwortete damit auf eine Äusserung Jiang Zemins, Peking wolle die Beziehungen zum Vatikan verbessern. Der Vatikan ist an einer Normalisierung der Beziehungen zu Peking interessiert und ist deswegen auch bereit, - wie Tauran sagte - die Form seiner Repräsentanz in Taiwan zu ändern. Er erinnerte daran, dass der Vatikan nie mit Peking gebrochen habe, sondern der Nuntius 1951 gezwungen worden sei, das Land zu verlassen.

Kardinal Edward Cassidy hat das Judentum um Respekt gegenüber der katholischen Kirche gebeten. Der Präsident der Päpstlichen Kommission für die Beziehungen zum Judentum bedauerte, dass auf jüdischer Seite nicht alle die Partnerschaft mit der Kirche ernst nähmen. Bestimmte, immer wiederkehrende Angriffe gegen die Kirche gäben Anlass zur Besorgnis und stellten den Dialog in Frage. Die katholische Kirche habe unter Papst Johannes Paul II. historische Schritte hin zu einer brüderlichen Partnerschaft mit den Juden unternommen. Von der anderen Seite erwarte man wenigstens eine Haltung des partnerschaftlichen Respekts, so Cassidy.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Papst Johannes Paul II. im nächsten Jahr das Heilige Land besuchen kann, wächst. Am 22.03. hat der Verantwortliche für das grosse Jubiläum, Kardinal Roger Etchegaray, in Jerusalem erklärt, es sei sehr wahrscheinlich, dass der Papst nach Israel komme. Das gleiche wurde im Fernsehen vom israelischen Tourismusminister, Moshe Katzav, bestätigt. Ein Vatikansprecher setzte jedoch anschliessend gegenüber Journalisten ein Fragezeichen. Die Reise sei noch nicht fixiert.

Papst Johannes Paul II. hat den am 21.03. verstorbenen französischen Philosophen, Jean Guitton, als Glaubenszeugen gewürdigt. In einem Beileidsschreiben an den Pariser Kardinal, Jean- Marie Lustiger, nennt der Papst Guitton einen Verfechter des göttlichen Mysteriums. Guitton galt als einer der bedeutendsten französischen Denker des 20. Jahrhunderts.

Der armenische Botschafter beim Apostolischen Stuhl hat jetzt die Hoffnung ausgesprochen, der Papst könne eine Pastoralvisite in seine Heimat machen. Vom Vatikan gibt es dazu keine Stellungnahme. Fachleute warnen vor Trugschlüssen und verweisen auf die bereits fest geplanten Reisen des Jahres.

Die Zahl der Afrikaner bei den "Weissen Vätern" wächst mit jedem Jahr. Zur Zeit sind 80 Prozent der auszubildenden Missionare Einheimische und nur 8 Prozent Europäer. Deshalb soll der Name "Weisse Väter" aufgegeben werden und durch die ursprüngliche Benennung "Afrikamissionare" ersetzt werden.

Die Hilfsorganisation des Apostolischen Stuhles, Cor Unum, hat im vergangenen Jahr insgesamt rund 21,5 Millionen Dollar für Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt. Ausserdem seien mit den Geldern kirchliche und soziale Projekte in den Entwicklungsländern gefördert worden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Karl Lehmann, hat sich besorgt über die Einleitung der Zulassungsverfahren für die Abtreibungspille, RU 486, geäussert. Sie berge die Gefahr,dass Abtreibungen immer weiter verharmlost und privatisiert würden. Seit 19.03. liegt dem zuständigen Bundesamt der Antrag für die Zulassung von RU 486 vor.

Deutschland

Wie am 23.03. bekannt wurde, wird Bischof Karl Lehmann, am 25.03. zu Gesprächen in den Vatikan reisen. Lehmann nimmt turnusmässig an einer Sitzung der Bischofskongregation teil. Daneben stehen nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur auch Gespräche wegen der Schwangerschaftskonfliktberatung an. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz wird diesbezüglich mit Kardinalstaatssekretär, Angelo Sodano, zusammentreffen. Noch offen ist, ob er auch Papst Johannes Paul II. sprechen wird.

Deutschland

Bischof Karl Lehmann, hat den Wiederaufbau des Klosters Helfta in Eisleben als Leuchtzeichen beim Wiedererstehen des christlichen Glaubens in den neuen Bundesländern bezeichnet. Helfta sei ein Zeichen für einen Neuanfgang und könne zu einem wichtigen Kristallisationspunkt auf dem Weg der Vekündigung des Evangeliums werden, so Lehmann. (http://www.kath.de/kloster/helfta)

Deutschland

In der Bischofskonferenz habe sich ein Bewusstseinswandel beim Thema Migration vollzogen. Das erklärte Kardinal Georg Sterzinsky am 23.03. in Berlin. Zeichen für diesen Wandel sei die Einrichtung einer eigenen bischöflichen Kommission für Migrationsfragen. Während der vergangenen Jahre hatte sich die Ansicht durchgesetzt, dass die mit der Migration verbundenen Aufgaben nicht nebenbei erledigt werden könnten.

Deutschland

Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken - ZDK- hat den Erhalt des konfessionellen Religionsunterrichtes gefordert. Einen entsprechenden Aufruf veröffentlichte das ZDK am 24.03. in Bonn. Das Laiengremium spricht sich darin für einen ökumenisch offenen Religionsunterricht aus , der von den Kirchen inhaltlich ausgestaltet wird. Das Brandenburger Modell des Alternativfaches LER, kritisiert das Zentralkomitee als unzureichend.

Deutschland

Der Erfurter Bischof, Joachim Wanke, hat "Defizite in der Kommunikation" zwischen Kirche und Medien beklagt. Wanke erklärte, dass unter anderem die Amtsträger zu den Defiziten beitrügen. Diese haben oft ein mangelndes christliches Profil oder Scheu vor einem klaren Bekenntnis zu ihrem Glauben, so der Bischof.

Österreich

Am 22.03. hat die Vollversammlung der Bischofskonfernz des Landes begonnen. Zentrales Thema der Beratungen bilden die Weiterarbeit am "Dialog für Österreich" und die spirituelle Vorbereitung auf das Jahr 2000. Zum Thema "Dialog für Österreich" unterstrich der Wiener Erzbischof und Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, am 21.03. der Dialog gehe weiter, auch wenn er schwierig sei. Der Dialog sei eine Grundform christlichen Lebens, so der Kardinal. Dabei verwies Schönborn auf die Worte des Papstes, der die Bischöfe aufgefordert hatte, den Dialog nicht aufzugeben und plädierte dafür, den Dialog zu vertiefen und die schwierigen Fragen ehrlich anzugehen.

Österreich

Die Kommissionen für Gerechtigkeit und Frieden von neun europäischen Ländern haben einen offenen Brief an die mit dem Fall Pinochet befassten britischen Richter geschrieben. Wie die Nachrichtenagentur Kathpress am 20.03. berichtete, sprechen sich die Verfasser für eine Auslieferung des ehemaligen chilenischen Diktators an Spanien aus, um so ein Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu ermöglichen. Das Schreiben ist vom Generalsekretär der Konferenz der europäischen Justitia et Pax-Kommission, Victor Scheffers unterzeichnet.

Österreich

Um Missverständnisse klarzustellen hat der Pressedienst der Erzdiözese Wien am 20.03. mitgeteilt, dass in der Erzdiözese kein Fall von sexuellem Missbrauch bagatellisiert werde. Der Nachrichtenagentur Kathpress zufolge hatte sich der Wiener Kardinal Christoph Schönborn, für mehr Menschlichkeit und weniger Publizitätshascherei in Zusammenhang mit einem jüngst bekanntgewordenen Fall ausgesprochen. Dies hatte Kritik der Frauenministerin hervorgerufen. In der Klarstellung der Erzdiözese wird darauf verwiesen,dass die Kirche in Wien eine eigene Ombudsstelle eingerichtet hat, um zu zeigen wie ernst jeder Vorwurf genommen wird.

E U R O P A

Ex-Jugoslawien

Der Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen und griechisch-orthodoxe Metropolit Jeremie, hat am 24.03. kritisiert, Luftangriffe der NATO würden unzählige Menschen neue Verzeweiflung und Leiden bringen. Jeremie erklärte sich solidarisch mit jenen Führeren der serbisch-orthodoxen Kirche, die sich für den Weg des Dialogs im Kosovo eingesetzt hätten. Die österreichischen Sektion der katholischen Friedensbewegung "Pax Christi" warnte vor einer weiteren Eskalation der Gewalt in Jugoslawien. Hass und Nationalismus würden durch Bombenangriffe nicht geringer,so ein Sprecher von Pax Christi in Wien. Die deutsche Kommission "Justitia et Pax" hingegen sieht die so wörtlich schmerzhafte Notwendigkeit eines entschlossenen Eingreifens im Kosovo. Allerdings müsse ein militärischer Eingriff von einem umfassenden politischen Konzept begleitet werden, so der Kommissionsvorsitzende und Weihbischof von Trier, Leo Schwarz.

Grossbritannien

Die anglikanische Kirche in England hat der Regierung des Landes vorgeworfen, die Institution der Ehe zu untergraben. Wie die Tageszeitung Daily Telegraph am 21.03. berichtete, kritisiert die Kirche, dass der von der Regierung empfohlene Ehevertrag vor der Heirat die Vertrauensbasis zwischen Mann und Frau zerstöre. Auch wird der Vorschlag einer Feier bei der Namensregistrierung von Neugeborenen zurückgewiesen. Diese säkulare Version der Taufe würde bei den Gläubigen grosse Zweifel hervorrufen, heisst es in einer Stellungnahme.

Frankreich

Die Vereinigung katholischer Familienverbände, hat das geplante Gleichstellungsgesetz für nichteheliche Lebensgemeinschaften scharf kritisiert. Das Vorhaben sei nur die erste Etappe zur Adoption von Kindern durch Homosexuelle oder die künstliche Befruchtung lesbischer Frauen, sagte der Präsident der Organisation jetzt in Lourdes.

Frankreich

Die katholischen Bischöfe des Landes haben ihre Gläubigen zu mehr gesellschaftlichem Engagement aufgerufen. Wie sie in einer am 23.03. veröffenlichten Erklärung schreiben, könnte ansonsten die Demokratie in Gefahr geraten. Sie sei zwar die menschlichste aller Regierungsformen, bedürfe aber ständiger Erneuerung.

Kroatien

Papst Johannes Paul II. ist von zwei US-amerikanischen Rabbinern wegen seine Versöhnungsbemühungen gewürdigt worden. Bei einer christlich-jüdischen Dialogveranstaltung in Zagreb, bezeichneten sie Johannes Paul II. als einer der " grössten moralischen Autoritäten " unserer Zeit. Dies berichtete die Kroatische Katholische Nachrichtenagentur, IKA.

Italien

Die Jesuitenzeitschrift "Civilta' Cattolica" hat am 22.03. ihren 150. Geburtstag gefeiert. Seit 1849 verteidigt und propagiert die Jesuitenzeitschrift den Glauben, nicht nur in Italien, sondern inzwischen auf der ganzen Welt. Auf der Suche nach der Wahrheit haben die augenblicklich 16 Redakteure - alles Jesuitenpatres - die Aufgabe, die christliche Soziallehre zu erklären, zu verteidigen und zu verbreiten.

Italien

Die neue Papst-CD findet reissenden Absatz. In den Buchläden um den Vatikan sind die Vorräte von "Abba Pater" bereits am ersten offiziellen Verkaufstag vergriffen. Ein Sprecher des Musikkonzerns Sony bestätigte, dass bislang eine Millione CDs weltweit auf den Markt gebracht wurden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. http://www.abbapater.com

A F R I K A

Kongo-Brazzaville

Mehr als 250 Personen sollen am vergangenen Wochenende in der demokratischen Republik Kongo getötet worden sein. Das berichtete die italienische Missions-Nachrichtenagentur MISNA. Vor allem in zwei Ortschaften in der Provinz Kivu wurden Gewalttaten gegen Alte, Frauen und Kinder verübt. Es hätte sich um einen ruandischen Vergeltungsschlag auf Angriffe kongolesischer Partisanen gehandelt, so die Nachrichtenagentur.

 

A M E R I K A

Kolumbien

Mindestens 100.000 Menschen haben sich am 21.03. in der Stadt Ipiales an der Grenze zu Ecuador zu einem Kreuzweg versammelt. Sie wollten damit für Frieden und Gerechtigkeit in Kolumbien demonstrieren. Organisiert wurde die Initiative von 62 Diözesen des Landes. Die Prozession wird am Palmsonntag in der Stadt Kali zu Ende gehen.

Kolumbien

Die Bischofskonferenz des Landes hat mit dem Bau von 120 Häusern in der Gemeinde Calarca begonnen. Sie gehört zu der am schlimmsten heimgesuchten Region von der Erdbebenkatastrophe. Wie ein Kirchenvertreter erläuterte, sollen die Behausungen eine spätere Erweiterung ermöglichen und den Menschen eine neue wirtschaftliche und soziale Starthilfe geben.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

 

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuz des Südens"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:" Fastenexerzitien"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

Tel.:00396 06 6988 4101, Fax: 00396 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUSTCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,27.03.1999

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