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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 18. März bis Samstag, 20. März 1999.

V A T I K A N

Der Apostolische Stuhl und Vietnam sind der Aufnahme diplomatischer Beziehungen näher gekommen. Der stellvertretende Vatikan-Aussenmisniter, Celestino Migliore, erklärte am Ende seines viertägigen Aufenthaltes in dem asiatischen Land am 19.03., beide Seiten hätten einen ersten Schritt in Richtung offizieller Beziehungen getan. In den vergangenen Tagen hatte er Gespräche mit kirchlichen und staatlichen Stellen geführt.

Wie an jedem 18.März, dem Josephs-Tag, hat der Papst rund 8000 Arbeiter der römischen Stadtverwaltung in Audienz empfangen. Bei der Gelegenheit dankte er der römischen Arbeitswelt für ihren Einsatz. Er nutzte aber auch die Gelegenheit, um zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aufzurufen und vor Karrieremacherei zu warnen. Der Papst rief die Gläubigen auf, in ihrer Arbeitswelt durch Taten und Gespräche mit dem Nächsten ihren Beitrag zur Neu-Evangelisierung zu leisten.

Der Sprecher des Apostolischen Stuhls hat am 18.03. erklärt, der Vatikan habe nichts gegen eine Auslieferung des Papstattentäters, Ali Agca, von Italien an die Türkei. Er überlasse die Entscheidung der italienischen Justiz. Der Sprecher bezog sich dabei auf italienische Presseberichte und verwies auf entsprächende Erklärungen des Vatikan vor zwei Jahren.

Am 20.03. ist eine Reihe von Bischöfen zu Mitgliedern in verschiedene Kongragationen berufen worden. Darunter auch drei aus dem deutschsprachigen Raum. Der Bischof von Feldkirch, Klaus Küng und der Aachener Oberhirte, Bischof Heinrich Mussinghoff, wurden in die Kleruskongregation berufen. Der Inssbrucker Bischof, Alois Kothgasser,in die Gottesdienstkongregation.

Papst Johannes Paul II. hat am 20.03. den kolumbianischen Präsidenten, Andres Pastrana, in Audienz empfangen. Der Gast hatte vorab einer italienischen Tageszeitung erklärt, er wolle den Papst bitten, nach Kolumbien zu kommen, um der Versöhnung zwischen Guerilleros und Militär einen Anstoss zu geben. Ferner empfing Johannes Paul II. am 20.03. die Bischöfe von Mozambique, die sich zu ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom aufhielten.

Ein Sprecher des Papstes hat am 20.03. bestätigt, dass eine Vatikandelegation in Vietnam über Bischofsernennungen und mögliche diplomatische Beziehungen zwischen dem Land und dem Apostolischen Stuhl gesprochen habe. Unzählige Katholiken hätten ihren Wunsch nach einem Papstbesuch in Vietnam zum Ausdruck gebracht.

Die erste Phase des Seligsprechungsprozesses für Papst Paul VI. ist abgeschlossen. Die Akten über das bisherige Verfahren auf der Ebene des Bistums Rom wurden am 18.03. bei einem Festakt im Lateran von Kardinalvikar, Camillo Ruini,der Kongregation für die Selig-und Heiligsprechungsprozesse übergeben.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Im Bundeskanzleramt wird es auch in Zukunft ein Referat für die Beziehungen zu den Kirchen geben. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 20.03.. Nach Informationen der Zeitung werde ein enstprechender Organisationserlass in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Die Neuregelung stelle eine Aufwertung der Beziehungen zu den Kirchen dar.

Deutschland

Der Mainzer Bischof Karl Lehmann und der SPD-Politiker, Johannes Rau, haben sich gegen den Eisenman-Entwurf für das Holocaust-Denkmal in Berlin ausgesprochen. Pressemeldungen zufolge plädierten beide stattdessen für den Vorschlag des evangelischen Theologen , Richard Schröder. Dieser sieht ein schlichtes Mahnmal vor mit dem biblischen Gebot "Nicht morden" in hebräischen Lettern.

Deutschland

Bei der Bischofskonferenz gibt es jetzt eine Unterkommission für den interreligiösen Dialog. Am 17.03. fand die konstituierende Sitzung statt. Eine wichtige Aufgabe der neuen Unterkommission ist nach eigenen Angaben,innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland , die Grundlagen für das interreligiöse Gespräch zu verbessern.

Deutschland

Der Bund Katholischer Unternehmer, BKU, hat die Einrichtung eines "Rates für sozialen Frieden" vorgeschlagen. Damit sollen bei Tarifverhandlungen Konflikte vermieden werden. Ein enstprechendes Modell stellte der BKU am 18.03. in Bonn vor. Der Rat für sozialen Frieden soll angerufen werden können, wenn die Fronten in Tarifverhandlungen festgefahren sind. Gegen den Vorschlag des Gremiums dürfe dann nicht mehr gestreikt werden.

Deutschland

Der jüdische Kongress rechnet mit einem dramatischen Rückgang der jüdischen Bevölkerung ausserhalb des Staates Israel. Das meldet die "Allgemeine Jüdische Wochenzeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Ursache liege in der demographischen Entwicklung vor Ort, so die Zeitung.

Deutschland

In Bonn hat am 19.03. der erste Bundeskongress katholischer Schulen stattgefunden. Dabei beklagte der Regensburger Bischof, Manfred Müller, die Benachteiligung der freien Schulen gegenüber den staatlichen. Müller, der Vorsitzender der Kommission für Schule und Erziehung ist, kritisierte, dass die katholischen Schulen nur einen Teil ihrer Kosten vom Staat erstattet bekämen.

Österreich

In Wien ist am 18.03. die Friedenskonferenz der Religionsführer für das Kosovo zu Ende gegangen. Vertreter der katholischen und serbisch-orthodoxen Kirche sowie der Muslime unterzeichneten eine "Wiener Deklaration" in der sie das Ende des Tötens und der Gewalt fordern. Der Leiter der Konferenz, Arthur Schneier,kündigte an, dass eine ständige Kosovo-Kontakt-Gruppe gebildet werde. Ihr sollen wiederum Vertreter aller drei Religionsgemeinschaften des Kosovo angehören. Der nächste Schritt wird ein Dilaogtreffen in der Krisenregion selbst sein.

Österreich

In Wien hat am 19.03. eine Fachtagung zum Thema "Leben-Sterben-Euthanasie" begonnen. Mit der Fachtagung soll eines der Hauptanliegen des "Dialogs für Österreich" weiterverfolgt werden. Dieser hatte sich in der Vergangenheit deutlich gegen jede Form der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen. Bei der Tagung im Wiener Bundesamtsgebäude diskutieren Moraltheologen, Mediziner, Philosophen und Politiker über das Thema "Sterben und Euthanasie".

Schweiz

Die Diözese Lausanne, Genf, Friborg hat einen neuen Bischof:Bernard Genoud wurde von Papst Johannes Paul II. zum neuen Oberhirten der französischsprachigen Diözese ernannt. Genoud studierte Philosophie und Theologie in Fribourg. Seit 1994 ist er Direktor des Priesterseminars der Diözese. Genoud wird Nachfolger von Amadee Grab, der im vergangenen August Bischof Wolfgang Haas in Chur abgelöst hatte.

E U R O P A

Schweden

Der lutherische Erzbischof von Uppsala,Hammar, hat die Trennung von Kirche und Staat, die im kommenden Jahr wiedereingeführt werden soll, begrüsst. Die enge Bindung der beiden Institutionen aneinander bringe nur Nachteile mit sich, so der Kirchenvertreter gegenüber der Schweizer Katholischen Nachrichtenagentur. Ab dem kommenden Jahr wird die lutherisch-reformierte Kirche Schwedens wieder unabhängig von der Regierung in Stockholm ihre Bischöfe ernennen. Die Finanzierung ihrer Institutionen sei durch die Kirchensteuer gewährleistet, so Hammar weiter.

Griechenland

Zum ersten Mal seit Jahren gibt es wieder Annäherungsversuche zwischen dem Vatikan und der orthodoxen Kirche von Griechenland. Kardinal Edward Cassidy, Präsident des Päpstlichen Einheitsrates und Erzbischof Christodoulos, Primas der griechisch-orthodoxen Kirche, trafen sich in dieser Woche in Athen. Begleitet wurde der Kardinal vom scheidenden Sekretär des Einheitsrates, Bischof Pierre Duprey, der Spezialist für die östlichen Kirchen ist. Bei den Gesprächen wurde ein Vortrag zum Thema Schwesterkirchen gehalten und die Position der katholischen Kirche erläutert.

Grossbritannien

Nach dem anglikanischen Primas, George Carey, sollten Muslime ohne Angst vor Strafen zum christlichen Glauben übertreten können. Wie der anglikanische Primas dazu vor Religionsführeren im US-amerikanischen Dallas erklärte, müssten die islamischen Länder gegenüber Minderheiten die gleiche Toleranz beweisen wie die christlichen Nationen. Auch müsse es den christlichen Kirchen erlaubt sein, ihren Glauben mit anderen zu teilen und zu missionieren.

A S I E N

Taiwan

Der Bischof von Taichung hat am 19.03. erklärt, dass man einer Verlegung der Nuntiatur von Taiwan nach China zustimmen werde, wenn der Papst dies wünsche. Wenn Johannes Paul II. glaube, eine Verlegung der Vatikanvertretung nach China könne zur Versöhnung zwischen der regimenahen Vereinigung und der romtreuen Untergrundkirche führen,dann würde die taiwanesische Kirche diese Entscheidung akzeptieren.

China

Staatspräsident Jiang Zemin hat sich dafür ausgesprochen, die Beziehungen zum Vatikan zu verbessern. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass der Apostolische Stuhl mit Taiwan breche. In einem Zeitungsinterview vor seiner Italienreise forderte das Staatsoberhaupt gleichzeitig, der Papst dürfe sich nicht unter religiösem Vorwand in interne Angelegenheiten einmischen. Indes teilte der Vatikansprecher mit, dass ein Besuch von Jiang Zemin im Vatikan nicht vorgesehen sei. Zemin wird am 20.03. in Italien eintreffen.

A F R I K A

Kongo-Kinshasa

Präsident Laurent Desire Kabila, hat die Gemeinschaft Sant'Egidio als Vermittler im Kongo-Konflikt vorgeschlagen. Am 17.03. kündigte er in Kinshasa vor Journalisten an, über folgende Punkte sprechen zu wollen: die Rechtmässigkeit der Macht, eine Verfassungsreform und das Gesetz zur Funktion politischer Parteien. Die Gespräche sollen in Rom stattfinden, wo die katholische Basisgemeinde ihren Sitz hat.

A M E R I K A

Vereinigte Staaten

Einer neuen Papstbiographie zufolge hat Papst Johannes Paul II. im Jahr 1980 den sowjetischen Staats-und Parteichef, Leonid Breschnew, nachdrücklich vor einem Nachmarsch in Polen gewarnt. Ferner habe das Kirchenoberhaupt 1983 in einem Schreiben an Deng Xiaping eine Öffnung des Vatikan gegenüber Peking angedeutet. Auszüge aus der Biographie, die im Herbst in den USA erscheinen wird, hat jetzt ein italienisches Magazin abegdruckt. Vom Vatikan gab es bisher zu der Veröffentlichichung keine Stellungnahme.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:"Fastenexerzitien"

Sonntag:"Sie schreiben-wir antworten"

Montag:"Weltkichen-Magazin"

Dienstag:"Fastenexerzitien"

Mittwoch:"Römische Woche"

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und ZDF (7.56 MHz digital)

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Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Mittwoch,24.03.99