Radio Vatikan   
Deutsche Sektion
 

Stickwortsuche
Archiv
Programmvorschau
Freundeskreis
Real Audio
www.kath.de

 
 

 

 

 

Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 14. März bis Mittwoch, 17. März 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat sich beim sonntäglichen Angelusgebet am 14. 03. besorgt über die Gewalt zwischen Christen und Moslems in Indonesien geäussert. Seit Monaten ist Ambon, die Hauptstadt des indonesischen Molukken-Archipels, im Zentrum von gewaltsamen Auseinandersetzungen, die das traditionelle harmonische Zusammenleben zwischen Christen und Moslems erschüttert haben. Angesichts dieser besorgniserregenden Phänomene richtete Johannes Paul II. im besonderen an diejenigen, die die Unruhe fördern, den dringenden Appell, die Gewalt zu beenden.

Der Bischof von Rottenburg, Walter Kasper, ist am 16.03. zum Sekretär des Päpstlichen Einheitsrates im Vatikan berufen worden. Der ehemalige Theologieprofessor stand seit 10 Jahren an der Spitze der schwäbischen Diözese, nachdem er 25 Jahre lang an der Universität Thübingen Dogmatik unterrichtet hatte.

Am 16.03. ist im Vatikan der Plan der päpstlichen Reise nach Rumänien bekanntgegeben worden. Demnach wird der Papst sich ausschliesslich in der Hauptstadt Bukarest aufhalten. Die erste Reise in ein mehrheitlich orthodoxes Land dauert vom 7. bis 9. Mai.

Die erste Musik-CD mit dem Papst ist am 17.03. offiziell vorgestellt worden. Am Ende der Generalaudienz übergaben Vertreter von Radio Vatikan und des Musikkonzerns Sony Classical, Papst Johannes Paul II. die erste Compact-Disk. Der Titel lautet "Abba Pater". Auf der CD sind Gebete und geistliche Texte in fünf Sprachen zu hören, die der Papst bei verschiedenen Anlässen gesprochen hat.Unterlegt sind seine Worte mit zeitgenössischer Musik.

[Werbung von Sony auf:] http://www.abbapater.com/

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Der Theologe Johann Baptist Metz hat zum Auftakt der "Woche der Brüderlichkeit" davor gewarnt, den "Antisemitismus extrem zu individualisieren aud auf einzelne abzuwälzen". Das Christentum habe durch die Jahrhunderte einen Geist des Widerspruchs gegen das Judentum aufgebaut, kritisierte der emeritierte Münsteraner Fundalmentaltheologe am 14.03. in einem Rundfunkinterview. Die christliche Theologie sei an der Katastrophe von Auschwitz mitbeteiligt gewesen. Er forderte daher eine Kritik der "Geschichte des Christentums und der Theologie".

Deutschland

Die Kirchenleitung der Vereinten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands hat die zunehmende Aushöhlung des Sonn-und Feiertagschutzes kritisiert. Immer mehr Kommunen gingen dazu über,im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Messen, Dorffesten und Jubiläen auch an Sonn-und Feiertagen grosszügig mit der Genehmigung von Verkauf und Ladenöffnungen umzugehen.

Deutschland

Ein "Nein zur Judenmission" hat die Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag gefordert. Die Mission gefährde den Dialog zwischen Juden und Christen und werde in den jüdischen Gemeinden in Deutschland als Bedrohung wahrgenommen.

Deutschland

Mit einem ökumenischen Kirchenzentrum sind die evangelische und die katholische Kirche auf der Computermesse "Cebit 99" vertreten. Das erklärte der zuständige katholische Priester am 17.03. in Hannover. In dem Zentrum liege die Bibel in 50 verschiedenen SPrachen aus.

Österreich

Immer mehr Länder in West-und Osteueropa verletzen das Recht auf freie Religionsausübung. Die internationale Helsinki-Föderation für Menschenrechte, die Überwachungsbehörde der OSZE-Mitgliedstaaten hat am 16.03. in Wien einen dementsprechenden Bericht vorgestellt. Der Bericht spricht von " religiöser Diskriminierung" und "Verletzungen der Helsinki-Abkommen". Allerdings nicht gegenüber den grossen Weltreligionen,sondern gegenüber religiösen Minderheiten.

E U R O P A

Russland

Vertreter von Kirche und Politik haben gefordert, den Bau einer katholischen Kirche in Sibirien zu verbieten. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass am 15.03. berichtete, sehen die Aktivisten darin eine Gefährdung traditioneller Glaubensüberzeugungen.

Russland

Zum erstenmal in diesem Jahrhundert gehen die Reliquien der heiligen Therese von Lisieux auf Wallfahrten durch 20 Ortschaften, im Land dessen Nationalheilige sie ist. Seit 13.03. sind die Reliquien der heiligen Therese in der Kirche St. Ludwig in Moskau ausgestellt. Von dort aus werden sie eine Wanderschaft durch 20 Orte entlang der Wolga und bis nach Sibirien unternehmen.

Grossbritannien

Die Heilige Schrift bleibt Weltbestseller. Das geht aus einer am 16.03. in Reading veröffentlichten Statistik des Weltbundes der Bibelgesellschaften hervor. Nationale Bibelgesellschaften verbreiteten demnach im letzten Jahr weltweit 585 Millionen biblische Schriften.

A S I E N

Vietnam

Der Vatikandiplomat, Celestino Migliore, hat am 16.03. mit den zuständigen Behörden in Hanoi die Beratungen über die eventuelle Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Vietnam und dem Apostolischen Stuhl begonnen. Wie es heisst, soll eine endgültige Entscheidung von Seiten Vietnams möglicherweise noch vor der Abreise des Vatikandiplomaten am 18.03. getroffen werden.

Vietnam

Die Erzdiözese Ho Chi Minh hat ein Programm zur religiösen und sozialen Unterstützung der katholischen Frauen in der Stadt gestartet. In den dreeinhalb Stunden Unterricht pro Woche werden Themen wie Familie, Erziehung und Gesundheit besprochen.

Indonesien

Nach den jüngsten gewallttätigen Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen auf der Molukkeninsel Ambon, haben rund 70 Angehörige beider Religionen ihre Waffen freiwillig abgeliefert. Nach Angaben der Sicherheitskräfte steckten aber weniger friedfertige Indonesier zehn behausungen in der Nähe einer Moschee in Brand, in die sich hunderte von Muslimen geflüchtet hatten.

Israel

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist gegen eine Teilung oder Internationalisierung Jerusalems. Das betonte Aussenminister Ariel Sharon am 16.03.. Der Minister wandte sich dabei gegen die UNO-Resolution 181 aus dem Jahr 1947, die eine Zweiteilung Palästinas und eine Internationalisierung Jerusalems vorsah. Letztere wurde zunächst von der arabischen Bevölkerung abgelehnt, die dann aber von dort aus das jüdische Gebiet angriff.

Israel

Die Regierung des Landes hat ihren Anspruch auf ganz Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates bekräftigt. Jerusalem sei die Hauptstadt des jüdischen Volkes, heisst es in einer am 14.03. vom Kabinett verabschiedeten Erklärung. Israel werde niemals die Teilung der Stadt akzeptieren. Gleichzeitig vesicherte das Kabinett, es gelte weiterhin, dass alle Religionen freien Zugang zu den heiligen Stätten Jerusalems hätten. Mit der Erklärung reagierte die Regierung auf ein Schreiben der Europäischen Union, wonach Jerusalem nicht die offizielle Hauptstadt Israels sein könne.

Israel

Nur ein kleiner Teil der Pilger kann im Jahr 2000 die Grabeskirche in Jerusalem und die Geburtsgrotte in Bethlehem besuchen. Diese Befürchtung äusserten am 16.03. israelische und plästinensische Tourismusexperten gegenüber der israelischen Presse. Für das Jubiläum rechnen die Experten mit mehreren Millionen christlichen Pilgern.

Ost-Timor

Der Bischof von Dili, Carlos Belo, hat sich für die Entsendung einer UNO-Mission auf die Insel ausgesprochen. Er habe kein Vertrauen in die bewaffneten indonesischen Kräfte auf Ost-Timor, so der katholische Bischof in einem Radio-Interview. Belo forderte erneut die Entwaffnung aller paramilitärischen Gruppen, das Militär solle das Land verlassen.

Indien

Im Bundesstaat Orissa ist es erneut zu schweren Übergriffen auf Christen gekommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur UCA-News am 17.03. Demnach seien rund 40 Häuser von Christen niedergebrannt worden. Mindestens zwei Menschen wurden dabei verwundet.

Indien

Proteste von Hindus haben die Regierung in Neu Delhi gezwungen, das Jahr 2000 nicht zum Jahr Jesu Christi zu erklären. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur UCA- News vom 15.03. hervor. Christliche Führer bezeichneten die Regierungsentscheidung als unfair. Sie erklärten aber auch, die Kirche brauche keine hinduistische Schirmherrschaft, um das Jubiläumsjahr 2000 zu begehen.

A F R I K A

Angola

Der Weihbischof von Luanda hat um Hilfe für sein Land gebeten. Wie Bischof Cahango gegenüber dem vatikanischen Nachrichtendienst Fides erklärte, sei der Abzug der Vereinten Nationen aus Angola ein Indiz dafür,dass die Weltgemeinschaft die Hoffnung auf einen Frieden in dem Land verloren habe.

Kongo-Kinshasa

Der Erzbischof von Kisangani, Laurent Monsengwo Pasinya, sieht Chancen für eine Versöhnung des Landes. Das erklärte der Kirchenführer in einem am 17.03. erschienenen Interview mit einer belgischen Tageszeitung. Er arbeite an einem Friedensdokument, das als Grundlage für Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen dienen könne, so der Erzbischof. Gegenwärtig führe er Gespräche mit den verschiedenen Konfliktparteien.

A M E R I K A

Vereinigte Staaten

Nach dem Mord an einer nordirischen Anwältin haben die katholische und die presbyterianische Kirche der USA zur aktiven Förderung des Friedensprozesses in Nordirland aufgerufen. Gerade die Vereinigten Staaten müssten alles in ihren Kräften stehende tun, um die Durchsetzung des Friedensabkommens vom letzten Jahr zu unterstützen. Das betonten die beiden Kirchen in einer Botschaft zum St.Patrick- Day.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:"Kreuzfeuer"

Freitag:"Prisma-Magazin"

Samstag:"Fastenexerzitien"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

Winfried Aufterbeck, Wiesenstr.9a,D-40 878 Ratingen

Tel.: 0 21 02/2 30 31 Fax: 0 21 02/ 2 14 13

Für die Internet-Nachrichten verantwortlich: Eva Rohrmann

Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

Tel.:00396 06 6988 4101, Fax: 00396 06 6988 3844

Post:Radio Vatikan-sezione tedesca,I-00120 Citta del Vaticano

E-Mail:DEUTSCH@VATIRADIO.VA

Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,20.03.1999