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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Donnerstag, 11. März bis Samstag, 13. März 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 11.03. den iranischen Staatspräsidenten, Mohammed Chatami, in Privataudienz empfangen. Wie es hiess, handelte es sich nicht um einen offiziellen Staatsbesuch. Anschliessend begab sich Chatami zu Kardinalstaatsekretär, Angelo Sodano. Wie vom vatikanischen Pressesaal mitgeteilt wurde, habe sich Chatami für eine Ausweitung des internationalen Dialogs ausgesprochen. Bei der Unterredung mit Sodano, seien das Thema Menschenrechte und die Lage der katholischen Minderheit im Iran zur Sprache angeschnitten worden. Der Papst soll für ihn beten, für seinen Erfolg und seine Gesundheit. So die Worte von Ayatollah Mohammed Chatami, beim Abschiedsgruss im Apostolischen Palast. Ausserdem drückte Chatami die Hoffnung aus, dass die ethischen und moralischen Werte, sowie der Friede letztendlich siegen werden. Der Papst wertete die Unterredung als wichtig und erfolgversprechend.

Der Papst hat am 12.03. die Konzentration von wirtschaftlicher und politischer Macht als Vorbereitungsstadium für willkürliche Entscheidungen angeprangert. Bei einer Audienz für die Mitglieder der Päpstlichen Wissenschaftsakademie, sprach das Kirchenoberhaupt ausserdem Umweltverschmutzung, ungerechte Privilegien und eine nur auf den Profit zielende Wirtschaft an. Die Akademie berät in diesen Tagen über das Verhältnis zwischen Fortschritt und nachhaltiger Entwicklung. In diesem Zusammenhang appellierte der Papst an die Regierung weltweit, das Gemeinwohl zu fördern und dabei die Phänomene zu verhindern, die es gefährden.

Der Vatikan hat mit der Republik Estland einen Vertrag über die Zusammenarbeit von Kirche und Staat geschlossen. Wie der Apostolische Stuhl am 13.03. mitteilte, wurden die entsprechenden Vereinbarungen bereits am 12.03. getroffen. Der Vertrag regelt den Rechtsstatus der katholischen Kirche und ihrer Institutionen in Estland. Unter anderem wird die Freiheit des Apostolischen Stuhls bei der Ernennung von Bischöfen anerkannt. Ausserdem werden die Bedingungen für den Religionsunterricht an Schulen geregelt. Der Vertrag enthält auch eine Klausel über die Geltung kirchlicher Ehen im zivilen Bereich.

Der Geist der Nächstenliebe, langmütige Geduld und ein kluger Weitblick- Das ist notwendig, um die Probleme lösen zu können, mit denen die Gesellschaft und die Kirche in Kroatien heute konfrontiert sind. Das betonte Papst Johannes Paul II. zum Abschluss des Ad-Limina-Besuches der kroatischen Bischöfe , gegenüber den Oberhirten. Zugleich unterstrich der Papst die Bedeutung der Neuevangelisierung und des christlichen Zeugnisses angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen.

Erzbischof Jean Louis Tauran, zuständig für die Aussenbeziehungen des Vatikan, hat bei einem Gespäch mit US-Aussenministerin Madeline Albright, erneut das Interesse des Apostolischen Stuhls an einer friedlichen Lösung im Irak unterstrichen. Tauran befindet sich derzeit zu verschiedenen Kolloquien in Washington. Dabei traf er auch mit Vertrtetern der jüdischen und islamischen Gemeinden zusammen.

Das Seligsprechungsverfahren für den 1978 verstorbenen Papst Paul VI. ist auf Bistumsebene in Rom abgeschlossen. Agenturmeldungen zufolge, soll das Material der Kongregation für die Selig-und Heiligsprechungsprozesse am 18.03. im Lateran übergeben werden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Die Kirchen müssen ihre missionarische Kraft wiederentdecken. Das sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, am 11.03. bei einem theologischen Kongress in Karlsruhe. Die Christen müssten bei ihrem politischen Engagement deutlich machen, aus welchen Glaubensüberzeugungen heraus ihr Glauben erwächst. Kultusministerin Annette Schavan, ermutigte auf der gleichen Veranstaltung die Christen, sich auf den unsicheren Weg der politischen Kompromisse zu begeben. Sie sollten als kritische Zeitgenossen den Blick nicht auf innerkirchliche Diskussionen verengen.

Deutschland

Der Bischof von Trier, Hermann Josef Spital, hat den Appell für die Kampagne "Erlassjahr 2000-Entwicklung braucht Entschuldung" unterschrieben. Die überschuldeten Länder baruchen unsere Hilfe, wobei es aber wichtig ist, dass die Armen von der Entschuldung profitieren, sagte Spital am 11.03. in Trier. An der Kampagne beteiligen sich in ganz Deutschland über 800 kirchliche Gruppierungen und Initiativen.

Deutschland

Die katholischen Bischöfe des Landes rufen zum Kampf gegen Kinderarmut in Entwicklungsländern auf. In der Botschaft zur diesjährigen Misereor-Fastenaktion,die am Wochenende bundesweit in den Kirchen verlesen werden soll, heisst es, dass die meisten Minderjährigen in Afrika, Asien und Lateinamerika keine unbeschwerte Kindheit hätten. Die Bischöfe erklärten weiter, die Arbeit Misereors zeige, dass die Deutschen dem Leiden in den armen Ländern nicht ohnmächtig gegenüberständen.

Österreich

Detr scheidende Generalvikar der Erzdiözese Wien, Helmut Schüller, wird in die Universitätsseelsorge einesteigen. Das gab der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, am 12.03. bekannt. Der Bereich der Universitätsseelsorge solle langfristig neu geordnet werden.

E U R O P A

Belgien

Die katholischen Bischöfe der Europäischen Union haben die Asylpolitik in Europa scharf kritisiert. Der Gedanke der Solidarität mit Flüchtlingen und Asylbewerbern sei in einzelnen EU-Staaten kaum noch spürbar. Das geht aus einem "Wort des Friedens" hervor, dass die Kommission der Bischofskonferenzen am 11.03. in Brüssel veröffentlicht hat. Die Bischöfe haben in ihrem Appell gefordert, dass niemand dorthin abgeschoben werden dürfe, wo er zum Opfer von Folter oder anderen Formen grausamer Behandlungen werden könne. Die Kommission hob ausserdem hervor, dass Weltbank und internationaler Währungsfonds konsequenter auf die Bedürfnisse der Armen und Benachteiligten ausgerichtet werden müssten. Dafür solle die EU ihren Einfluss geltend machen.

Belgien

Das Europaparlament hat aufs schärfste die jüngsten antisemitischen Erklärungen hochrangiger Politiker in Russland kritisiert. In einer am 11.03. in Strassburg verabschiedeten Resolution , forderten die Abgeordneten die zuständigen Regierungsstellen auf, dafür zu sorgen, dass die Urheber dieser Äusserungen vor Gericht gestellt werden. Mit Blick auf jüngste Akte von Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Angehörigen jüdischen Glaubens und anderer religiöser Minderheiten, appellierten die Parlamentarier an die Zentral-und Regionalregierungen in Russland, die Religionsfreiheit zu gewährleisten.

Kosovo

Die führenden Religionsgemeinschaften der Region werden sich ab 16.03. in Wien zu Friedensgesprächen treffen. Veranstaltet wird die Konferenz von der "Appeal of Conscienze"- Stiftung. Zu der Tagung haben unter anderem auch der Wiener Erzbischof, Christoph Schönborn, und der Wiener griechisch-orthodoxe Metropolit, Michail Staikos, ihre Teilnahme zugesagt.

A S I E N

Afghanistan

Die Vereinten Nationen haben am 12.03. ihre Rückkehr nach Afghanistan angekündigt. Anfang nächster Woche sollen unter anderem Vertreter des Kinderhilfswerkes UNICEF und des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in das asiatische Land reisen. Die UNO hatte im August letzten Jahres ihr Personal aus Afghanistan zurückgezogen, nachdem drei UNO-Mitarbeiter ermordet worden waren.

Iran

Die Ernennung des Schriftstellers, Salman Rushdie, zum Ehrendoktor in Turin, ist von iranischen Tageszeitungen scharf kritisiert worden. Die Tageszeitung Iran News, bezeichnete es als Beleidigung des Präsidenten Chatami, während dessen Anwesenheit in Italien, Rushdie ausgezeichnet zu haben. Der Schriftsteller war am 10.03. zum "Doktor Honoris causa" ernannt worden.

China

Die Regierung in Peking ist noch nicht bereit, die Konventionen der Vereinten Nationen über die Menschenrechte zu ratifizieren. Es gebe noch mehrere Fragen die geklärt werden müssten. Das erklärte der Vizepräsident der juristischen Kommission des chinesischen Parlaments am 10.03 gegenüber der Presse. China hatte 1997 die Menschenrechtskonvention offiziell unterzeichnet; die Ratifizierung steht aber noch aus.

China

13 Mitglieder der protestantischen Untergrundkirche werden von der örtlichen Polizei festgehalten. In der vergangenen Woche wurden die Gläubigen zur Zahlung von 2000 Yen aufgefordert, andernfalls würden sie in ein Arbeitslager geschickt.

Ost-Timor

Die Bevölkerung der Insel wird im Rahmen eines Referendums über einen Autonomiestatus entscheiden. Wie UNO-Generalsekretär, Kofi Annan, am 11.03. bekanntgab, einigte sich Indonesien, das Osttimor seit 1975 besetzt hält, dahingehend mit Portugal.

A F R I K A

Angola

Am 14.03. wird in dem afrikanischen Land das Fest der Wiederversöhnung gefeiert. Die Bischöfe Angolas hoffen, mit diesem Tag den Beginn der Bewegung "Für den Frieden" zu kennzeichnen.

Sierra Leone

Die Rebellen haben am 12.03. 20 der entführten Kinder freigelassen. Das sagte ein Beobachter der Vereinten Nationen in Freetown. Ein Treffen zwischen den Rebellen und einer Delegation der Vereinten Nationen war der Freilassung vorausgegangen.

Sudan

Das UNO-Kinderhilfswerk hat die Region des afrikanischen Landes zur Zusammenarbeit im Kampf gegen Sklaverei aufgerufen. Die Initiativen von privaten Hilfsgruppen, die Menschen freikaufen, seien hingegen kontraproduktiv, erklärte UNICEF-Präsidentin Carol Bellamy, am 12.03.. Stattdessen müssten alle Bemühungen darauf abzielen, den Bürgerkrieg im Sudan zu beenden, der bislang mehr als zwei Millionen Todesopfer gefordert und zu grotesken Praktiken wie der Sklaverei geführt habe, so Frau Bellamy.

 

Hinweise auf unser Wochenprogramm

Samstag:" Fastenexerzitien"

Sonntag:"Menschen in der Zeit"

Montag:"Weltkirchen-Magazin"

Dienstag:" Fastenexerzitien"

Mittwoch:"Römische Woche"

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Mittwoch,17.03.1999