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Verehrte Internet-Benutzer und Benutzerinnen ! An dieser Stelle finden Sie die wichtigsten Nachrichten von Radio Vatikan in der Zeit von Sonntag, 7. März bis Mittwoch, 10. März 1999.

V A T I K A N

Papst Johannes Paul II. hat am 7.03. Anna Schäffer aus Mindelstetten bei Neustadt an der Donau seliggesprochen. Sie war 25 Jahre ihres Lebens mit schwerem Leiden ans Krankenbett gefesselt. Der Papst würdigte sie als Frau der Hoffnung. Schäffer, die Missionsschwester werden wollte, war als 19jährige in kochende Waschlauge gestürzt und hatte sich schwere Verletzungen zugezogen. Selbst schwer krank, wurde sie zum Trost für andere leidende Menschen, mit denen sie Briefwechsel führte. Anna Schäffer starb am 5. Oktober 1925 im Alter von 53 Jahren. Den 5. Oktober erklärte Johannes Paul II. als liturgischer Gedenktag. Zusammen mit Anna Schäffer sprach der Papst auch acht spanische Mönche und Priester, sowie den französischen Seelsorger der Jugend, Nicolas Barre' selig. Die neuen spanischen Seligen wurden für ihr Martyrium in der Zeit des Bürgerkrieges 1936 geehrt. Beim anschliessenden Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnerte Papst Johannes Paul II. auch an den internationalen Tag der Frau, der am 8.03. begangen wurde. Er hoffe, dass der Weltfrauentag am 8. 03. Anlass sein werde, neu über die Würde und die Rolle nachzudenken, die der Frau in Familie, Gesellschaft und Kirche zukomme.
http://www.kath.de/bistum/regensburg/html/schaefferselig.htm

Am 11.03. wird der iranische Staatspräsident, Mohammed Khatami, zu einem offiziellen Besuch im Vatikan erwartet. Es ist der erste Besuch eines iranischen Staatspräsidenten seit der islamischen Revolution vor 20 Jahren. Der Vatikan und der Iran unterhielten bereits zur Zeit des Schahs diplomatische Beziehungen, die nach der islamischen Revolution nicht abbrachen. Derweil hat der Besuch Khatamis unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Internationale Proteste wurden u.a. begründet, dass die Regierung in Teheran , terroristische Vereinigungen unterstützt. Der iranische Botschafter beim Apostolischen Stuhl erhofft sich von den Gesprächen verstärkte Kontakte in Sachen Verteidigung der Familie und des menschlichen Lebens aber auch im Kampf gegen Armut. Vor allem im Hinblick auf den Schutz religiöser und moralischer Prinzipien sollten der Vatikan und Teheran zusammenarbeiten, meinte der Diplomat gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Nach Ihrem Gespräch vom 8.und 9. März mit Kardinalstaatsekretär, Angelo Sodano, haben sich die CDU/CSU Bundestagsabgeordneten optimistisch über die Zukunft der katholischen Schwangerschaftskonfliktberatung in Deutschland geäussert. Der kirchenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hermann Kues, sagte am 9.03. gegenüber Radio Vatikan, er rechne nicht mit einem einem Ausstieg der katholischen Kirche aus dem staatlichen Beratungssystem. Die Delegation war am 8.03. auch mit dem Präfekten der römischen Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, zusammengetroffen.

Der Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen, Kardinal Achille Silvestrini, hat die deutschen Katholiken um Spenden für die Kirche im Heiligen Land gebeten. In einem jetzt in Rom veröffenlichten Schreiben an die deutschen Bischöfe weist Silvestrini auf die besondere Rolle des Heiligen Landes bei den Feiern des Jubiläumsjahres 2000 hin. Die Stätten in der Heimat Jesu sollen neben Rom den zweiten Schwerpunkt des Heiligen Jahres bilden.

D E U T S C H S P R A C H I G E R R A U M

Deutschland

Bundeskanzler Gerhard Schröder und der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Manfred Kock,haben sich am 9.03. zu einem ersten Meinungsaustausch getroffen. In Bonn betonten im Anschluss an das Treffen die Sprecher von Bundesregierung und EKD, dass das fruchtbare Gespräch fortgesetzt werden solle. Schröder und Kock sprachen über die Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme, die möglichen Änderungen des Staatsbürgerschaftsrechts und die Rolle der Kirche in der Entwicklungshilfe.

Deutschland

Die Hospizstiftung hat 150.000 Unterschriften gegen aktive Sterbehilfe an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse übergeben. Bei der Übergabe am 10.03. in Berlin, forderten Vertreter der Stiftung einen höheren Stellenwert der Hospizarbeit und der Schmerztherapie.

Deutschland

Schüler in Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg müssen auch weiterhin am Ethikunterricht teilnehmen, wenn sie den Religionsunterricht vermeiden wollen. Eine Klage gegen Ethik als Pflichtfach wurde vom Bundesverfassungsgericht in Karlruhe aus formaljuristischen Gründen nicht zur Entscheidung angenommen. Das geht aus einer am 10.03. veröffentlichten Erklärung des Gerichts hervor.

Schweiz

Bischof Henry Salina ist aus gesundheitlichen Gründen als Abt der Gebietsabtei Saint Maurice zurückgetreten. Papst Johannes Paul II. entsprach am 10.03. den Rücktrittsgesuch Salinas. Der 72jährige war seit 29 Jahren Abt von Saint Maurice. Der neue Abt wird vom Generalkapitel der Abtei gewählt.

Schweiz

Bis zum Jahr 2003 wird die Schweiz Vollmitglied der Vereinten Nationen sein. Diese Entscheidung traf am 10.03. der schweizerische Nationalrat. Im Jahr 1986 war in einer Volksabstimmung die Vollmitgliedschaft abgelehnt worden.

E U R O P A

Grossbritannien

Die Präsidien der Konferenz Europäischer Kirchen und des Katholischen Rates der europäischen Bischofskonferenzen haben einen Brief zur Gewalt gegen Frauen verabschiedet. Die beiden europäischen Kirchenzusammenschlüsse hatten sich in den vergangenen Tagen auf Guernsey zu ihrem jährlichen Treffen aufgehalten. Die ökumenische Charta soll im Jahr 2001 unterzeichnet werden. Es handelt sich dabei um ein Grundsatzdokument über die gegenseitigen Rechte und Pflichten der Kirchen.

Italien

Die katholische Kirche will künftig stärker an den Orten der Jugend aktiv werden. Das geht aus einem neuen Dokument der italienischen Bischofskonferenz hervor, das jetzt veröffentlicht wurde. Da heisst es, die Kirche müsse auf die junge Generation zugehen, ohne sich ihr anzubiedern. Man wolle die Jugendlichen dort treffen, wo sie ihre Kreativität ausdrücken, erklärten die Bischöfe.

Spanien

Die Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz ist am 5.03. zu Ende gegangen. Bei dem Treffen wurde eine neue Leitung der Konferenz gewählt und eine Änderung der Statuten beschlossen.

Frankreich

Eine insgesamt düstere Bilanz über die Situation der Frauen in der Europäischen Union hat die EU-Kommissarin, Anita Gradin, gezogen. Vor dem Europa-Parlament in Strassburg erklärte sie am 8.03., dass den Frauen auf dem Papier zwar die gleichen Menschenrechte wie den Männern garantiert würden, dass die Praxis aber ganz anders aussehe.

Polen

Die Regierung will um ehemalige Konzentrationslager Schutzzonen einrichten. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der am 9.03. im polnischen Kabinett diskutiert wurde. Die Regierung hofft, mit dem neuen Gesetz die Auseinandersetzung um die Kreuze im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz zu beenden.

Griechenland

Die orthodoxe Kirche des Landes hat beschlossen, die Geburt von Kindern in den Grenzregionen zur Türkei finanziell zu unterstützen, um die Zahl der Gläubigen zu erhöhen. Bei der Geburt jedes dritten Kindes solle eine Prämie ausgezahlt werden, so der Sprecher der Kirche.

A S I E N

China

Nach der staatlich anerkannten katholischen Kirche, hat nun auch die Regierung in Peking dementiert, dass es Fortschritte in den Beziehungen zum Vatikan gebe. Aussenminister Tang Jiaxuan widersprach am 7.03. vor Journalisten entsprechende Aussagen einer Tageszeitung aus Taiwan. Das Blatt hatte am 5.03. von einem Durchbruch in den Beziehungen zwischen dem Apostolischen Stuhl und Peking berichtet. Jiaxuan distanzierte sich auch von den Gerüchten über einen möglichen Besuch des Papstes in Hongkong.

Indonesien

Bei den seit Wochen anhaltenden Religionsunruhen auf Ambon sind am 8.03. zwei Christen erstochen worden. Ausserdem soll es nach Polizeiangaben in der Nacht zu Anschlägen mit Brandsätzen gekommen sein. Die Ende Januar begonnenen Unruhen kosteten bisher über 170 Menschenleben, 30.000 Menschen verliessen den Molukken-Archipel. Derweil haben am 9.03. Vertreter von Christen und Moslems auf Ambon Friedensgespräche geführt. Sie baten um das Ende des Blutvergiessens bei dem in den letzten zwei Monaten mehr als 200 Menschen getötet wurden.

Philippinen

Mehrere Tausend Christen haben sich am 7.03. in der Hauptstadt Manila versammelt, um für den Frieden und die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Rebellen und Regierung zu beten. Bei dem Treffen erklärte ein Oppositionspolitiker, dass seit Jahresbeginn mehr als 27.000 Familien durch die bewaffneten Konflikte auf den Philippinen aus ihrer Heimat vertrieben worden seien.

A F R I K A

Sudan

Die katholische Kirche hat ein Notprogramm gestartet für die christlichen Minderheiten, die im Elend leben. Das Projekt wurde am 9.03. vom Erzbischof von Khartoum vorgestellt. Mit dem Vorhaben soll der Hunger bekämpft, die schulische Bildung gefördert und das Gesundheitswesen ausgebaut werden.

V E R E I N T E N A T I O N E N

Die Vereinten Nationen wollen künftig das Wissen um die

Menschenrechte im Iran verstärken. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 6.03. zwischen Vertrtetern der UNO und den Präsidenten der juristischen Fakultät der Universität in Teheran unterzeichnet. Danach sollen spezielle Kurse angeboten werden, mit dem Ziel, die Menschenrechte im Iran voranzubringen - entsprechend dem internationalen und - so wörtlich - dem islamischen Standart.

Hinweise auf unser Wochenprogramm

 

Mittwoch:" Römische Woche"

Donnerstag:" Kreuz des Südens"

Freitag:" Prisma-Magazin"

Samstag:" Fastenexerzitien"

Man hört Radio Vatikan

täglich 6.20, 16.00 und 20.20 Uhr

Mittelwelle : 1530 Khz

Kurzwellen: 5880, 7250, 9645 Khz

Radio Vatikan ist ferner zu hören über Astra 1A durch

Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr

Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital) verbreitet wird.

World-Radio-Network um 1.00, 9.30, 16.00 und 19.30 Uhr

Tonunterträger von Sky Movies (7.38 MHz analog)

und ZDF (7.56 MHz digital)

Vier-Monatsprogramm kann angefordert werden bei:

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Redaktion dieser Ausgabe : Eva Rohrmann

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Redaktionsschluss der nächsten Zusammenfassung mit den wichtigsten Meldungen von Radio Vatikan-Nachrichten : Samstag,13.03.1999